Eugenik. – Datensammlungen als Voraussetzung – Eugenische Utopien spielten bereits bei Platon eine Rolle und zogen sich durch die gesamte abendländische Geschichte. Um die Menschenzucht zu verwirklichen, wurden ab dem 17.Jahrhundert Daten zur Bevölkerungskontrolle erhoben und Maßnahmen zur Menschenzucht diskutiert und umgesetzt.
Eugenik im 17. Jahrhundert
Daten als Voraussetzung der Eugenik
Ab dem 17. Jahrhundert reflektierten protestantische Autoren über die Notwendigkeit einer aktiven Bevölkerungspolitik zur Erhöhung der Quantität produktiver Untertanen, wie Bauern und Soldaten, um den Wohlstand der Fürsten zu mehren.
Die Maßnahmenpakete zur Mehrung der Untertanen umfassten:
aktive Immigrationspolitik durch Religionsfreiheit
teilweise Aufhebung der Heiratsbeschränkungen für Handwerker und Soldaten
finanzielle Unterstützung Heiratswilliger
Aufhebung der Unzuchtstrafen zur Verhütung von Abtreibung und Kindsmord
Abschaffung des Zölibats
Der Ausbau von Staatsmacht und Bürokratie brachte die Vorstellung eines „Volkskörpers“ damals erst hervor, wie in der Coronakrise erneut, als der Bürger konfrontiert wurde mit „dein Körper gehört dir nicht mehr, er gehört der „Elite“ und hat für soziale, digitale und medizinische Experimente dem Volkskörper zu dienen“.
Der Slogan der Feministinnen „my body, my choice“ wurde 2020 wieder für obsolet erklärt, der 1969 die Selbstbestimmung über den eigenen Körper, die eigene Gesundheit, Pflege und Schwangerschaft forderte und bis 2019 erfolgreich durchgesetzt hatte.
Seit 2020 beobachten wir eine Abkehr vom Feminismus und von der Menschenwürde zurück in alte Zeiten. Bereits Hitler diente das Konstrukt des Volkskörpers für psychologische und medizinische Experimente am Menschen und totalitäre Maßnahmen.
Die Transformation von der Weimarer Republik in das Dritte Reich nannte Hitler „höhere Demokratie“, die Ausbeutung von Zwangsarbeitern „deutschen Sozialismus“, wie die Altparteien heute die Transformation von der Bundesrepublik zum Transhumanismus und in den neuen Faschismus „unsere Demokratie“ nennen und die Ausbeutung der Arbeitskraft und des Körpers „Globalisierung“ oder „Transhumanismus“.
Der Volkskörper sollte im 17.Jahrhundert auf zwei Ebenen gesteuert werden.
Steuerung auf der Ebene des Individuums, dessen Körper und Verhaltensweisen vermehrt kontrolliert und normiert wurden.
Steuerung auf der Ebene des Kollektivs, neue Zählungen und Kategorisierungen für auf die Zukunft gerichtete demographische Berechnungen. Statistiken sollten die Grundlage zur Generalisierung werden.
Eine ähnlich zweigeteilte Steuerung sehen wir heute, wenn einerseits mRNA-Krebstherapeutika individuell auf die DNA des Krebskranken entwickelt werden sollen und Erziehungsprogramme das Individuum neu orientieren und normieren sollen, andererseits aber flächendeckende Genexperimente am Kollektiv mit verheerenden Folgen wie schwere Erkrankungen, Behinderungen und Tod erprobt werden.
Außerdem lösten 2020 neue unwillkürliche, nichtssagende Zählungen die Statistik und wissenschaftliche Erkenntnisse ab.
Die transhumanistische Ideologie will u.a.die Aufklärung hinter sich lassen und damit auch die Wissenschaft, zumindest die allgemeine Verfügbarkeit der Wissenschaft für Bevölkerung, Studierende und einfache Akademiker.
Es ist anzunehmen, dass die Wissenschaft nicht komplett abgeschafft wird, sondern militärischer und/oder elitärer Kontrolle unterliegt, da die transhumanistische Elite die Forschungen benötigt, um ihre Ziele zu erreichen, wie „ewige Jugend“, Schönheit, Gesundheit, Lebensverlängerung, übernatürliche Intelligenz und nach Möglichkeit auch die Überwindung des Todes.
Eugenik und Bevölkerungskontrolle
Anatom (1708-1777) legitimierte den totalitären Staat zur Überwachung des gesunden Lebensstils der Bevölkerung folgendermaßen:
„Allein diejenigen, die es für einen ungerechten Zwang halten, wenn die Obrigkeit selbst über ihre (der Untertanen) Diät und Lebensweise gebieten will, werden nunmehr einsehen, was sie hierzu berechtigt“ (S. 89, Maren Lorenz, Menschenzucht)
Damals stand aber im Gegensatz zu heute noch der „mündige Bürger“ Kants einer Ständegesellschaft entgegen, so sei das Hagestolzrecht (Strafgesetz für Junggesellen ab ca Mitte 30) zwar rechtlich zulässig, es dürften allerdings keine Zwangsmittel zur Eheschließung eingesetzt werden, dies widerspreche der deutschen Freiheit.
Zwischen Eugenik und Bevölkerungskontrolle durch Datesammlungen besteht ein direkter Zusammenhang, denn die Menschenzucht mit dem Vermehren erwünschter Eigenschaften und dem Ausmerzen unerwünschter setzt die permanente Überwachung der Bevölkerung in Quantität und Qualität voraus.
Etwa seit Mitte des 18. Jahrhunderts stellte die Bevölkerung eine machtpolitische Ressource dar.
In Anbetracht der Tatsache, dass in Deutschland und in der EU seit 2020 Minderheiten wieder politisch verfolgt werden z.B. aufgrund biologischer Merkmale, wie nicht genmanipuliert oder ethnischer, wie russisch und Biowaffen inzwischen Genom und Etnien spezifisch entwickelt werden, sind das gefährliche Unterfangen, ob das Sammeln der Daten von Arbeitnehmern nach Ethnie, Religionszugehörigkeit oder Diversität nun „Bestandsaufnahme“ oder „Liste“ genannt wird, spielt dabei keine Rolle, oder DNA-Daten gesammelt und weitergegeben werden, wenn Transhumanisten, Politiker und Oligarchen öffentlich fordern und bewerben, die Weltbevölkerung zu reduzieren.
Die Angst vor dem Bevölkerungszuwachs der eugenischen Welt-Elite ist allerdings nichts Neues, sondern beschäftigte die Eugeniker bereits im 19. Jahrhundert.
Säkularisierung und Bevölkerungskontrolle – 19. Jahrhundert
Die Säkularisierung stellte jedoch ab dem 19. Jahrhundert ein machtpolitisches Problem dar. Der Geburtenzuwachs im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, nachdem die Menschen durch die Industrialisierung in die Städte emigrierten, betraf vor allem die Arbeiterschicht, die so viele Kinder wie möglich produzierte, allerdings keine Zeit und kein Geld für die Fürsorge hatte, während sich die Bildungsschichten um einen kontrollierten Nachwuchs kümmerten.
Die Angst vor demBevölkerungszuwachs im Deutschen Reich stieg, die Bevölkerung wuchs von 45 Millionen Menschen 1880 auf 67 Millionen Menschen bis zum Ersten Weltkrieg an.
Malthusianbewegung und Neomalthusianismus
Thomas Robert Malthus und Bevölkerungsreduktion
Es bildeten sich verschiedene Vereinigungen zur Bevölkerungsreduktion, wie die Malthusian-Bewegung, die auf den britischen Ökonom Thomas Robert Malthus zurückgeht, der in seiner Denkschule (1798: Das Bevölkerungsgesetz) den Ansatz vertrat, die Bevölkerungsexplosion führe aufgrund von Ressourcen- und Nahrungsmittelknappheit zu Hungersnöten und Elend. Er trat deswegen für späte Eheschließungen, Enthaltsamkeit und das Abschaffen der Armenfürsorge ein.
Die späteren Vertreter der sozial-ökonomischen Denkschule Malthus bezeichneten sich mit dem Gründer C.R. Drysdal, deutschen Vertretern wie F. Godstein, J. Marcuse, dem schweizer Arzt A. Forcel als Wissenschaftler. Weitere Gesellschaften zur Bevölkerungskontrolle bildeten sich wie u.a. „Die Gesellschaft zur Bekämpfung der Überbevölkerung Deutschlands“, die aber wenig erfolgreich waren.
Feminismus und Bevölkerungsreduktion
Erfolgreicher waren die deutschen Frauenbewegungen wie der „Bund für Mutterschutz“ von 1905 oder die „Internationale Vereinigung für Mutterschutz“ von 1911.
Beendet hat die Geburtenexplosion aber letztendlich erst der Erste Weltkrieg.
Neomalthusianismus heute und
Bevölkerungsreduktion
Parallelen sehen wir heute, einerseits wird mit niedrigen Löhnen, Propaganda gegen eine Mutterschaft und Nachkommenschaft mit Berechnungen des angeblich Leben vernichtenden CO2-Ausstoßes eines Babys und Werbung für Kinder, sie sollten sich Hormonbehandlungen zur Unterdrückung der Pubertät unterziehen und später ihr Geschlecht bestimmen und sich umoperieren lassen sowie mit gefährlichen Genexperimenten an der Bevölkerung und in der Schwangerschaft versucht, die weltweite Bevölkerungsexplosion in den Griff zu bekommen, andererseits werden aufgrund der wenigen Geburten in Europa Menschen aus aller Welt unwillkürlich eingeladen, um das Missverhältnis zwischen Alt und Jung im Westen auszugleichen, da die Europäer seit Jahrzehnten keinen ausreichenden Nachwuchs erzeugen, um die Alterspyramide ausgewogener zu gestalten, die Bevölkerung zu erhalten und Soldaten für den Krieg zu gewinnen.
Eugenik – Krieg und Bevölkerungskontrolle
Von lang ausgedehnten Kriegen wird sich einerseits die Bevölkerungsreduktion erhofft, aber auch versucht die Misswirtschaft des westlichen Kapitalismus sowie die Traumata durch Lockdowns und Menschenjagden, die Toten durch Lockdowns und Genexperimente zu übertünchen, andererseits die Gewinnung von preiswerten Rohstoffen durch die Schwächung rohstoffreicher Länder, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln und die Transformation durch die Zerstörung des Alten in einen neuen faschistischen Totalitarismus zu beschleunigen.
Krieg dient der Bevölkerungskontrolle und des Machtzuwachses. Der heutige Neomalthusianismus erzeugt ebenfalls Angst vor Nahrungsmittel- und Energieknappheit, wie die Malthusianische Denkschule im 18. und 19. Jahrhundert, obwohl im Westen ein Drittel der Lebensmittel entsorgt werden müssen und Großindustrie und Oligarchie den Lohn der Arbeiter in der Dritten Welt lediglich minimal erhöhen müssten, damit sie unbesorgt mit ausreichend Nahrung, medizinischer und Altersversorgung leben könnten und in Folge nicht mehr so viele Kinder bekommen müssten.
Humanität passt aber nicht in das kapitalistische, transhumanistische Denken westlicher Oligarchen und Politik, die den mündigen, gleichberechtigten Bürger Kants und humanistisches Denken hinter sich lassen wollen und deswegen auch im Westen für immer mehr Armut und Abhängigkeit sorgen trotz ihres nie dagewesenen Reichtums.
Armut und Abhängigkeit benötigt die transhumanistische Welt-Elite, um weltweit mit Smart Cities, die Bevölkerung zu überwachen und zu bestrafen sowie sie weiter als Datenträger und Experimentierfeld für technische und gentechnische Experimente zu benutzen, um ihre größenwahnsinnige Utopie, den Menschen selbst zu kreieren, umsetzen und finanzieren zu können.
Postmoderner Moralismus-Vorwärts in die Vergangenheit „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere Aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“ (Immanuel Kant)
Im Data Act wird das foucaultsche Panopticon innerhalb der Smart Cities geregelt. Daten der Bürger wie Gesundheitsstatus, Impfstatus, Einkaufsverhalten, Fortbewegung, Schulden, Eigentum, Gehalt, CO2-Abdruck, DNA, Emotionen, Kritik pp. sollen über die ePA, die eID, das digitale Geld, soziale Netzwerke pp. gesammelt, analysiert und zu einem Profil zusammengefügt werden.
So entstehen im Postmodernen Moralismus auch im analogen Raum weitere Überwachungsmaßnahmen. Mit dem Internet der Dinge (IoT) soll dann auch die äußerste Privatsphäre, das Zuhause, überwacht werden. Smarte Fernseher, Heizungen, Kühlschränke, Öfen pp. sollen ans WLAN angeschlossen und keinen Winkel des Bürgers mehr unüberwacht lassen, keine Privatssphäre mehr ermöglichen, ganz nach dem Vorbild von Foucaults Panopticon.
Foucaults Panopticon ist ein rundes lichtdurchflutetes gläsernes Gefängnis mit zwei Fenstern pro Zelle, eines nach draußen und eines nach innen. Die Zellen sind rund um einen Turm angeordnet, in dem ein Wächter sitzt, der ausreicht, um jede Zelle im Auge behalten zu können, während der Wächter selbst unbeobachtet bleibt. In jeder Zelle kann ein Irrer, ein Arbeiter, ein Sträfling, ein Schüler untergebracht werden, die Insassen selbst können jedoch keinen Kontakt zu anderen Insassen aufnehmen, da die Zellen an der Seite Wände haben.
„Jeder Käfig ist ein kleines Theater, in dem jeder Akteur allein ist, vollkommen individualisiert und ständig sichtbar. Die panoptische Anlage schafft Raumeinheiten, die es ermöglichen, ohne Unterlaß zu sehen und zugleich zu erkennen. Das Prinzip des Kerkers wird umgekehrt, genauer gesagt: von seinen drei Funktionen – einsperren, verdunkeln, verbergen – wird nur die erste aufrechterhalten, die beiden anderen fallen weg. Das volle Licht und der Blick des Aufsehers erfassen besser als das Dunkel, das auch schützte. Die Sichtbarkeit ist eine Falle.“ (Michel Foucault: Überwachen und Strafen, III. Disziplin)
Die Grausamkeit des Panopticons besteht nicht unbedingt in der 24-Stunden-Überwachung, sondern in der Möglichkeit in der gläsernen Zelle jederzeit überwacht zu werden. Alleine das führt laut Foucault zu einer Manipulation des Verhaltens und damit zur Unfreiheit. Dem Gefangenen wird so die begrenzte Freiheit genommen, seine Identität zu erhalten, die eine Gefängniszelle ohne Glasscheibe normalerweise noch bietet.
Was der Postmoderne Moralismus fordert, erfährt der „Insasse“ durch Politiker und Medien: „kein Fleisch mehr essen“, „Kritiker beschimpfen“, „Wissenschaftler mit anderer Perspektive diffamieren“, „Russen hassen“, „Palästinenser hassen“, „Krieg und Wehrpflicht befürworten“, „Geld der Bürger rationieren“, „Bauern beschimpfen“, „Industrie ablehnen“, „preiswerte Energie verschmähen“, „Rentner zur Arbeit verpflichten und verarmen“, „Menschenversuche gutheißen und bejubeln“, „kein Auto fahren“, „Kontaktschuld vermeiden“, „auf Kinder verzichten“, „Überwachung gutheißen“ pp. Das Denk-, Sprach- und Handlungsfenster wird sukzessive immer weiter verengt und stärker überwacht.
Noch findet in Deutschland keine flächendeckende Überwachung statt, doch Smart Cities und smarte Haushaltsgeräte, die sich mit dem Internet verbinden lassen, sind auf dem Vormarsch und bieten die Möglichkeit dazu.
Foucaults Panopticon zeigt aber, dass eine permanente Überwachung auch nicht notwendig ist, um ein Gefängnis zu errichten. Es reicht, wenn der Bürger nicht weiß, ob und wann er überwacht wird.
Postmoderner Moralismus: Die visuelle Überwachung
Kameras an öffentlichen Plätzen, im Nah- und Fernverkehr bieten die Möglichkeit der Echtzeitüberwachung und der Nachverfolgung der Bevölkerung durch Videoaufzeichnungen.
Wärmebildkameras haben zusätzliche Funktionen, da sie auch in der Dunkelheit sehen, durch die Materie schauen und abbilden können. Im Einzelfall ist das durchaus nützlich, etwa bei Verschüttungen nach einem Erdbeben oder bei Hochwasser können so durch das Wärmebild Menschen aufgespürt werden.
Wärmebildkameras werden an Polizeihubschraubern und Polizeidrohnen eingesetzt, zur Vermisstensuche, zur Fahndung oder bei mobilen Großeinsätzen sowie bei unübersichtlichem Gelände wie in der Nacht, im Wald pp.
Die Bundespolizeit überwacht mit Wärmebildkameras Grenzen, Häfen und Flughäfen.
Außerdem werden sie zur Verkehrs- und Infrastrukturüberwachung, zur Kennzeichenerkennung von Autos eingesetzt sowie zur Gebäude- und Energieüberwachung an Häusern und zur Dämmungsanalyse.
Die Bundeswehr übewacht mit Wärmebildkameras ihre Kasernen und Übungsplätze.
Staatlich beauftragte Stellen überwachen kritische Infrastruktur wie militärische Anlagen, Umspannwerke und Bahnstrecken.
Auch die sensorische Überwachung wird immer weiter ausgebaut, nicht nur in Autos und Haushaltsrobotern, auch die Städte werden immer stärker sensorisch überwacht.
Rüsselsheim überwacht und analysiert im Rahmen von Smart City-Initiativen mit Hilfe von LIDAR- und IoT-Sensoren z.B. Verkehrsdichte und Bewegung. Das Verkehrsüberwachungssystem LIDAR wird mit KI kombiniert, die eine 3D-Karte in Echtzeit mit allen Fußgängern, Fahrrädern und Kraftfahrzeugen erstellt.
Coburg, Dresden und Langenfeld setzen Micro-Climate-Sensoren ein, um urbane Wärmeinselns zu erfassen sowie Temperatur, Luftdruck und Feuchte, um „Klimaeffekte“ besser zu verstehen, obwohl jeder weiß, dass Bäume, Parks und Wald für ein natürlicheres, kühleres Klima sorgen als eng bebaute, asphaltierte Wohngegenden, in denen sich die Hitze staut.
Infrastruktur, Bundeswehr-Anlagen sowie Brücken werden strukurell überwacht.
Städte, Echtzeitüberwachung von Verkehrs- und Umweltparametern. Jeder, der einmal im Berufsverkehr durch die Stadt gefahren ist, weiß auch ohne Überwachung, wo sich die Staus befinden.
Personenbezogene Daten, die bei Kennzeichenerfassung und Fußgängerzählung automatisch miterfasst werden, unterliegen noch dem Datenschutz und sind in Deutschland noch mit Löschfristen versehen.
Gesichtserkennung
Nach Seehofers Forderung 2020 Gesichtserkennung per Videoüberwachung einzusetzen, gibt es inzwischen erste Projekte zur Gesichtserkennung in Hessen, Sachsen, Berlin und Bayern.
Seit Juli 2025 soll die Polizei am Frankfurter Hauptbahnhof 50 Kameras mit Live-Gesichtserkennung einsetzen. Die Bilder werden mit Fahndungsfotos abgeglichen, bei einem Treffer schlägt die Polizei zu. Laut Roman Possek (CDU) handelt es sich nicht mehr um ein Testsystem, sondern um eine feste Installation. Eine Gesetzesänderung im Landtag machte es möglich. Alle Personen, die das Gebiet passieren, werden gescannt und mit gesuchten Personen verglichen, die in das System eingespeist wurden.
Besonders heikel ist hier, dass nicht nur Straftäter nach einem richterlichen Beschluss ins System eingespeist werden können, sondern durch die Gesetzesänderungen der letzten Jahre auch Menschen, denen die Polizei einen Anschlag zutraut, wie z.B. die inhaftierten Reichsbürger um Prinz Reuss, die bisher nicht durch Straftaten auffielen, nur durch skurrile Ansichten und Nerven von Behörden. Quellen: netztpolitik.org
In Berlin und Sachsen findet eine nahezu Liveübertragung zur Gesichtserkennung im öffentlichen Raum statt. Wo sich die Überwachungssysteme befinden, wird geheim gehalten.
Das Einsetzen von biometrischen Daten zur Gesichtserkennung und zum Lauschangriff verletzt die Persönlichkeitsrechte der Bürger und ist nur mit den entsprechenden Gesetzesänderungen im Polizeigesetz der Länder möglich. Berlin begann bereits 2024 mit einem Pilotprojekt, das sich weiter ausdehnte und in einigen Bundesländern bereits umgesetzt wird, in anderen wird die Umsetzung diskutiert.
Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verbietet die Nutzung biometrischer Daten, lässt aber ausreichend Spielraum für die oben genannten Fälle, wenn andere Gesetze, wie die Polizeigesetze der Länder, sie zulassen, sodass sie im Prinzip nutzlos ist, außer Richter weigern sich bei Verdacht, dass eine gefährdende Straftat geplant sein könnte, die Erlaubnis zu erteilen.
Hier befinden sich die neuen Gesetze bereits im Graubereich der Beweislastumkehr, wie auch bei den Verhaftungen der Reichsbürger. Wie sollte ein Bürger beweisen können, dass er keinen Anschlag geplant hat? Ein Wutausbruch, ein Witz, Phantasie unter Freunden im Netz oder auch die von Beamten können ausreichen, um als sogenannter Gefährder eingestuft und evtl. sogar verhaftet zu werden.
Der Data Act der EU regelt den Zugang zu den technischen Daten, der AI Act verbietet aber noch eine dauerhafte, flächendeckende Nutzung biometrischer Daten der Bürger in Artikel 5.
Lauschangriffe
Nach Artikel 13 des GG ist ein Lauschangriff auf den Bürger nur bei einem begründeteten Verdacht auf ein Schwerverbrechen zulässig.
Das Berliner Abgeordnetenhaus hat jedoch mit den Stimmen von CDU, SPD und AfD im Dezember 2025 die Polizeirechte massiv ausgebaut, sodass ihr heimliche Wohnungseinbrüche und das Einbringen von Staatstrojanern erlaubt wird.
In §24c ASOG Bln wird der Polizei die Erlaubnis erteilt, Bodycams zur Sicherung von Gefahrensituationen auch in Wohnungen einzusetzen.
In §36 wird geregelt, wann die Polizei in Wohnungen einbrechen und diese durchsuchen darf, nicht wie bisher nur bei einer Gefahrenlage oder einer schweren Straftat, zur Sicherstellung von Beweismitteln einer schweren Straftat, sondern auch bei Verstoß gegen das Aufenthaltsbestimmungsrecht, bei Prostitution sowie bei „Vorbereitungen einer Straftat“, also auch bei Ordnungswidrigkeiten (Aufenthaltsbestimmungsrecht) und bei Verdacht auf Vorbereitung einer Straftat (Beweislastumkehr) und Prostitution (nicht strafbar bisher).
Nach §26 ASOG darf die Polizei in Zukunft unbemerkt in Wohnungen eindringen und Staatstrojaner installieren, wenn der Verdacht auf eine schwere Straftat vorliegt oder Grund zur Annahme besteht, dort werde eine schwere Straftat vorbereitet, z.B. Terrorismus, Clan-Kriminalität pp.. Auch hier ist der unbescholtene Bürger in der Situation der Beweislastumkehr. Polizei darf Wohnungen zur Staatstrojaner-Installation heimlich betreten
§28a ASOG „„Die Polizei kann biometrische Daten zu Gesichtern und Stimmen der in den Nummern 1 bis 3 genannten Personen und deren Kontakt- und Begleitpersonen, auf die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben zugreifen darf, mittels einer automatisierten Anwendung zur Datenverarbeitung zum Zweck der Identifizierung und der Ermittlung des Aufenthaltsorts biometrisch mit allgemein öffentlich zugänglichen personenbezogenen Daten aus dem Internet abgleichen, wenn …“
Außerdem dürfen Polizeibeamte nach §42 ASOG personenbezogene und biometrische Daten zu Trainingszwecken auch für die KI nutzen.
Beweislastumkehr ist ein klassisches Merkmal totalitärer Staaten, in Demokratien muss nicht der Verdächtige oder der Kritiker Beweise seiner Unschuld vorlegen, sondern der Staat muss Beweise seiner Schuld erbringen. So wurde es auch bis 2019 in der BRD gehandhabt.
Ethik: Postmoderner Moralismus – Zurück in die Vergangenheit
Überwachen und Strafen in modernen Gesellschaften
Während Kritik bis 2019 zur Verbesserung von staatlichen Verhaltensweisen und Gesetzen genutzt wurde, geraten Kritiker im Postmodernen Moralismus schnell in den Verdacht, Staatsfeinde zu sein.
Das führt vielfach zum Anlass strenge Gesetze, die zur Eingrenzung der Staatsmacht für ein demokratisches Handeln des Staates geschaffen wurden, zu umgehen und diese Gesetze mit neuen Gesetzen wie den Polizeigesetzen der Länder, dem AI-Act der EU, dem Data Act der EU oder dem Infektionsschutzgesetz auszuhebeln und zu staatlichen Übergriffen, wie polizeiliche Überfälle in der privaten Wohnung bei Minimaldelikten wie Beleidigung oder zur Beschlagnahmung von Arbeitsgeräten wie PCs, Smartphones pp. und Verhaftungen bei Ärzten, die sich an die Genfer Konvention und den Nürnberger Kodex hielten, also ihrem Berufsethos treu blieben gegen menschenverachtende, unmedizinische und gesundheitsgefährdende Vorgaben aus der Politik. Hausdurchsuchungen waren nach Artikel 13 GG in Deutschland vor den neuen Polizeigesetzen eigentlich nur bei schweren Verbrechen nach richterlichem Beschluss rechtmäßig.
Der Nürnberger Kodex wurde nach dem zweiten Weltkrieg geschaffen, um staatliche Übergriffe im medizinischen Bereich in Zukunft zu verhindern. Das funktionierte bis 2019 gut in Europa, obwohl die im Dritten Reich gebildeten Netzwerke aus Staat, Pharmaindustrie, Waffenindustrie, Banken, eugenischen NGOs, wie z.B. die Rockefeller-Stiftung, weisungsgebundenen Staatsanwaltschaften und Behörden, wie dem Robert-Koch-Institut, nach dem Krieg nie zerschlagen oder reformiert wurden.
Da die Eugenik nach dem zweiten Weltkrieg durch den Holocaust, die Grundlagenforschung am Menschen und die Zwangsmedikation zur Erprobung neuer Impfstoffe und Medikamente sowie die Zwangssterilisation einen schlechten Ruf bekam, wurden abstraktere Begriffe für die Eugnik eingeführt, wie Transhumanismus, Bioethik, Biotechnologie pp., von denen viele nicht einmal wissen, dass sie synonym zur Eugenik eingesetzt werden. Dieses Unwissen führte vielerorts auch zur beruflichen und gesellschaftichen Verfolgung von Kritikern der Eugenik und totalitärer Maßnahmen, auch durch Arbeitgeber, Kollegen und Bürger.
Wer sich also nach den Grundsätzen der Aufklärung mit Informationen versorgte und den Mut hatte, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, war und ist nicht nur staatlichen Repressionen ausgesetzt, sondern auch beruflichen und gesellschaftlichen, wie z.B. auch die Studie der Freien Universität Berlin zur Wissenschaftsfreiheit belegt.
Postmoderner Moralismus
„Jeder ist an seinem Platz sicher in seiner Zelle eingesperrt, wo er dem Blick des Aufsehers ausgesetzt ist; aber die seitlichen Mauern hindern ihn daran, mit seinen Gefährten in Kontakt zu treten. Er wird gesehen, ohne selber zu sehen; er ist Objekt einer Information, niemals Subjekt einer Kommunikation. …Sind die Gefangenen Sträflinge so besteht keine Gefahr eines Komplottes, … handelt es sich um Kranke, besteht keine Ansteckungsgefahr; sind es Irre gibt es kein Risiko gegenseitiger Gewalttätigkeiten; sind es Kinder, so gibt es kein Abschreiben, keinen Lärm, kein Schwätzen, keine Zerstreuung; handelt es sich um Arbeiter, gibt es keine Schlägereien, keine Diebstähle, keine Verbindungen und keine Zerstreuungen, welche die Arbeit verzögern und weniger vollkommen machen oder zu Unfällen führen. … Daraus ergibt sich die Hauptwirkung des Panopticon: die Schaffung eines bewußten und permanenten Sichtbarkeitszustandes beim Gefangenen, der das automatische Funktionieren der Macht sicherstellt. Die Wirkung der Überwachung ist permanent, auch wenn ihre Durchführung sporadisch ist“ (Foucault, Überwachen und Strafen, III Disziplin)
„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“ (Kant)
Neues Hirnimplantat – ALS, Schlaganfall, Lähmung – Über 60.000 Elektroden auf einem hauchdünnen Chip entschlüsseln mit Hilfe von KI Bewegungen, Wahrnehmungen und Absichten von Menschen.
Wissenschaftler der Columbia University School of Engineering and Applied Science entwickelten ein hauchdünnes neues Hirnimplantat (BISC), das eine Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Hirn und Computer herstellen kann.
Ein hauchdünner Siliziumchip schafft eine Gehirn-Computer-Schnittstelle (BCI). Dieser Chip bildet eine drahtlose Verbindung zwischen Gehirn und externen Computern. Das gesamte System nennt sich Biological Interface System to Cortex (BISC).
Das Apparatur wurde in Zusammenarbeit zwischen der Columbia University, dem New-York-Presbyterian Hospital, der Stanford University und der University of Pennsylvania hergestellt.
Mit einem minimalinvasivem Eingriff, einer kleinen Bohrung durch die Schädeldecke, kann das neue Hirnimplantat in das Gehirn eingebracht werden, wie erste erfolgreiche Versuche zeigten.
Die Wissenschaftler erhoffen sich dadurch bei neurologischen Erkrankungen wie Epilepsie die Anfallskontrolle zu unterstützen und bei Schlaganfall, ALS sowie Rückenmarksverletzungen eine Wiederherstellung von motorischen, visuellen und verbalen Fähigkeiten.
Technik des neuen Hirnimplantates
Die meisten computergesteuerten Implantate nehmen viel Platz im Körper ein, der neue Chip ist aber so hauchdünn, dass er Platz zwischen Schädel und Gehirn im Subduralraum findet und auf dem Hirn unter der Schädeldecke aufliegt.
Nicht-penetrierende Elektroden werden in flexible Substrate eingebettet, um die elektrische Aktivität der Hirnoberfläche aufzuzeichnen.
Die drahtlose Gehirn-Computerschnittstelle besitzt 65.536 Elektroden zum Aufzeichnen mit 1024 auswählbaren Kanälen. Die Stromversorgung erfolgt ebenfalls drahtlos. Die gesamte Technik wird in einem einzigen Metall-Oxid-Halbleiter-Substrat integriert.
Durch die drahtlose Verbindung fehlen die bisher benötigten Verdrahtungen bei Hirnimplantaten, die die Implantate unpraktisch und anfällig für Störungen machten.
Das neue Hirnimplantat kann unter der Dura Mater (der Hirnhaut) implantiert mit einer externen Relaisstation kommunizieren.
Taesung Jung, Nanyu Zeng u.a. konnten zeigen, dass das Gerät bei Schweinen 2 Wochen und bis zu zwei Monate bei nicht-menschlichen Primaten zuverlässige Aufzeichnungen aus dem somatosensorischen, motorischen und visuellen Kortex lieferte und Hirnsignale mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung dekodierte.
Die präklinische Untersuchungen im motorischen und visuellen Kortex wurden an der Universität Pennsylvania durchgeführt.
Laut Bijan Pesaran bietet das Miniaturmodell auch Möglichkeiten für neue Technologien wie Licht und Ton, sodass sie in Zukunft auch bei Schwerhörigkeit und Blindheit nützlich sein könnten.
Neues Hirnimplantat – Ethik
Gehirn-Computer-Schnittstellen wie das neue Hirnimplantat bieten eine große Chance für Menschen mit neurologischen Erkrankungen und Behinderungen, wie ALS, schwere Epilepsie, Lähmungen, Rückenmarksverletzungen pp.. In Zukunft könnten sie auch bei Schwerhörigkeit und Erblindung Nutzen bringen.
Wie viele große Forschungen stellen sie aber auch eine Gefahr dar, so kündigte die US-Luftwaffe an, ihren Soldaten Gehirn-Computer-Schnittstellen einzubauen, um sich einen Vorteil im Krieg zu verschaffen, wenn die US-Luftwaffe so durch eine rasante Datenauswertung von Wärme-Bild-Kameras, Sensoren, GPS pp. Ziele der Zerstörung und der Tötung schneller und präziser treffen kann.
Andere wiederum erhoffen sich Vorteile in Ausbildung und Beruf, wenn sie mit einer Gehirn-Computer-Schnittstelle schnell auf Daten zugreifen können. Jeder vierte amerikanische Student würde sich laut Umfrage eine Gehirn-Computer-Schnittstelle einbauen lassen.
Hinzu kommen medizinische Risiken, die jede OP hat, sowie psychologische, soziale und emotionale Risiken, wenn Cyborgs in bestimmten Situationen den homo sapiens überlegen sind z.B. durch das schnelle Abrufen von Daten und Informationen, andererseits das eigenständige Recherchieren, Denken und Lernen nicht mehr beherrschen und dem homo sapiens hier weit unterlegen sein werden.
Bereits heute zeigt sich, wie die Digitalisierung zur Servicewüste und zur Beschäftgungstherapie avanciert sowie zum Abbau der Denkleistung, etwa in Pisa-Studien, aber auch, wenn Medien, Führer und Suchmaschinen Scharlatanerie betreiben und erfolgreich erklären mit hohen Steuerausgaben und Verarmung der Bevölkerung könne das Klima verändert werden oder mit Gehorsam, Plünderung von Betrieben und Krankenkassen sowie Wunderheilern können Infektionskrankheiten ausgemerzt werden.
Ende der Demokratie? Seit 2020 können wir beobachten wie Verfassungen, Menschenrechte, Nürnberger Kodex, Genfer Konvention, Gentechnikgesetze, Medizinrecht, Datenschutz pp. westenweit gesprengt wurden und systematisch auch juristisch abgeschafft werden.
Westliche Werte wie Frieden, Freiheit, Einheit, Brüderlichkeit, Menschenwürde und Demokratie gehören der Vergangenheit an. Die Bevölkerung ist tief gespalten zwischen denen, die ihre Souveränität und ihre Menschenwürde zurückerhalten wollen und denen, die froh sind, dass sie keine Verantwortung für ihr Handeln mehr übernehmen müssen und die Verantwortung gern an den Staat abgegeben haben. Freiheit ist ein hohes demokratisches und abendländisches Gut, andererseits erfordert sie eigenverantwortliches Handeln, damit sind viele überfordert und halten deswegen das Gehorchen zunächst für das kleinere Übel, aber …
„Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren“ (Benjamin Franklin)
Wo sind die Ursprünge? Wann begann das System zu kippen?
Wann kippte die Demokratie? Viele machen Ex-Bundeskanzlerin Merkel verantwortlich, die zugegebenermaßen einige Entscheidungen ohne Bevölkerung und ohne Bundestag getroffen hat, entgegen der demokratischen Gesetze und die auch tatsächlich 2020 gegen Grundgesetz und Menschenrechte mit dem Ministerpräsidentenrat repressiv durchregierte.
Im Osten Deutschlands beginnt für viele bereits nach der Wiedervereinigung ein autokratisches Durchregieren des Westens über die Köpfe des Ostens hinweg, die sich Demokratie anders vorstellten als nun westlicher Führung unterworfen zu werden.
Im Westen war zu diesem Zeitpunkt noch alles in Ordnung, aber auch hier begann der Kipppunkt bereits mit Ex-Bundeskanzler Schröder und den Grünen, die Arbeitslose enteigneten und entrechteten sowie den ersten völkerrechtswidrigen Angriffskrieg nach dem zweiten Weltkrieg gegen Serbien mit einer False-Flag-Aktion führten, also schon einige Jahre vor Merkel, die lieber völkerrechtswidrige Kriege gegen muslimische Länder führte und 2020 die Demokratie nachhaltig abschaffte.
Zu den Kipppunkten der Demokratie habe ich bereits 2013 ein Essay geschrieben, als Edward Snowden nach Moskau fliehen musste, nachdem er die damals noch geheimen Überwachungsprogramme der USA preisgab. Aufgrund der Aktualität wurde es bei KUNO 2023 erneut veröffentlicht und ich veröffentliche es heute auch hier noch einmal, da es meiner Ansicht nach die Fäulnis- und Kipppunkte der Demokratie in ein totalitäres System ganz gut herausgearbeitet hat:
Größenwahn und Kontrollsucht – Das Ende der Demokratie?
„Jahrtausende hindurch ist der Mensch das geblieben, was er für Aristoteles war: ein lebendes Tier, das auch einer politischen Existenz fähig ist. Der moderne Mensch ist ein Tier, in dessen Politik sein Leben als Lebewesen auf dem Spiel steht.“ (Michel Foucault, Der Wille zum Wissen #Anzeige)
Gott ist tot (Friedrich Nietzsche, #Anzeige) und mit ihm die demokratischen Werte, so scheint es in Anbetracht von Prism, Tempora …
Die Macht der Sprache oder wie wird aus einem X ein U
Fast zeitgleich mit der finanziellen Abwertung bestimmter Berufe ging eine sprachliche Aufwertung einher. Was passiert, wenn dem für unmündig gehaltenen Bürger etwas genommen werden soll, was er zum Leben benötigt: eine sprachliche Aufwertung. So wurde z.B. aus dem Hausmeister ein Facility Manager, um mit dem verbalen Aufstieg zum Manager darüber hinwegzutäuschen, dass fortan ein Großteil des Gehaltes nicht mehr auf sein Konto eingeht, sondern auf das seiner Personalvermittlungsfirma. Nach der Einführung der sozialen, beruflichen und finanziellen Verarmung der Arbeitslosen mittels Hartz IV, Zwangsarbeit und weiteren Zwangsmaßnahmen, wurden aus den ehemaligen Klienten »Kunden«, um die menschenverachtende Arbeitspolitik zu vertuschen, die autoritären Verhältnisse zu leugnen. Diese Liste ließe sich ewig fortsetzen, jedoch sollen hier wenige Beispiele genügen, um aufzuzeigen, wie mit Sprache manipuliert und Macht ausgeübt wird.
Ähnliches passierte bei Prism, statt den Lauschangriff als solchen anzuerkennen, wird er als Sicherheitsmaßnahme zur Terror- und Kriminalitätsbekämpfung dargeboten, in der Hoffnung der Bürger denke nicht nach: Die Ausrede, es könne sich hierbei um Kriminalitätsbekämpfung handeln, ist lächerlich, da die organisierte Kriminalität in unserem Land objektiv zugenommen hat: Menschenhandel, Drogenringe, Pädophilenringe sowie Waffenhandel wurden nicht ausgehebelt, sondern als Subkulturen am Rande der Gesellschaft weiterhin gepflegt. Wären die Lauschangriffe aus Sicherheitsgründen eingeführt, ist festzustellen, dass kriminelle Vereinigungen weder verschwunden sind, noch hat es nennenswerte Erfolge zur Bekämpfung dieser gegeben, dies lässt nur zwei Schlüsse zu, 1. die Kriminalitätsbekämpfung ist nicht gewollt oder 2. es geht nicht um Sicherheit. Wenn also unsere Gefängnisse weiterhin von Kleinkriminellen besiedelt sind, obwohl angesichts der Totalüberwachung und ihren Möglichkeiten, Gefängnisse auch mit Großkriminellen belegt werden könnten, müssen wir zu dem Schluss kommen, es geht allein um Macht, um Weltherrschaft, ein Wissen über alles und jeden. Wo aber bleibt die Demokratie, die jedem Menschen ein Grundrecht auf Freiheit und Privatheit zusichert?
Ist die Demokratie in Gefahr?
Spätestens seit Prism wissen wir, dass unser Leben als Lebewesen auf dem Spiel steht, Privatheit wurde abgeschafft, Grundrechte auf Würde, Freiheit und Unversehrtheit existieren nur noch auf dem Papier. Wir sind geschockt, so geschockt, dass die Reaktionen von „ich habe nichts zu verbergen“ bis hin zu „unsere Demokratie ist in Gefahr“ reichen.
Giorgio Agamben untersuchte das nackte Leben in Lagern und totalitären Staaten. In Homo sacer (#Anzeige) untersucht er, wieso eine Gesellschaft von einer Demokratie in einen totalitären Staat umgewandelt werden kann und umgekehrt, er beschreibt die Berührungspunkte von Demokratie und totalitärem System folgendermaßen:
„Die Sache ist die, daß ein und dieselbe Einforderung des nackten Lebens in den bürgerlichen Demokratien zu einem Vorrang des Privaten gegenüber dem Öffentlichen und der individuellen Freiheiten gegenüber den kollektiven Pflichten führt, in den totalitären Staaten dagegen zum entscheidenden politischen Kriterium und zum Ort souveräner Entscheidungen schlechthin wird. Und nur weil das biologische Leben mit seinen Bedürfnissen überall zum „politisch“ entscheidendem Faktum geworden ist, besteht überhaupt die Möglichkeit, die sonst unerklärliche Geschwindigkeit zu begreifen, mit der in unserem Jahrhundert die parlamentarischen Demokratien in totalitäre Staaten haben umstürzen und die totalitären Staaten sich beinah ohne Übergangslösung in parlamentarische Demokratien haben umwandeln können. In beiden Fällen vollzogen sich die Umbrüche in einem Umfeld, wo die Politik sich schon seit längerem in Biopolitik verwandelt hatte und wo der Einsatz nunmehr bloß darin bestand, zu bestimmen, welche Organisationsform sich für die Pflege, die Kontrolle und den Genuß des nackten Lebens am wirksamsten erweisen würde. Wenn das nackte Leben zur fundamentalen Referenz geworden ist, verlieren die traditionellen politischen Unterscheidungen (wie jene zwischen rechts und links, Liberalismus und Totalitarismus, privat und öffentlich) ihre Klarheit und Intelligibilität und treten in eine Zone der Unbestimmtheit. Auch das plötzliche Abdriften der Klassen des Exkommunismus in den extremsten Rassismus (wie in Serbien mit den Programmen der „ethnischen Säuberung“) und die Wiedergeburt des Faschismus in Europa haben hier ihre Wurzeln.“ (Giorgio Agamben, Homo sacer, Die souveräne Macht und das nackte Leben, S. 130, #Anzeige)
Wo hört also die Demokratie auf und wann fängt das totalitäre System an?
Das Ende der Demokratie?
Prism ist hier der erste Höhepunkt, ein wahrnehmbarer Skandal für jeden, gegen die Grundrechte einer Demokratie. Doch wo waren die Anfänge? Laut Agamben kippt ein demokratisches System u.a. durch Unbestimmtheit, fehlende Klarheit, die annähernde Gleichheit der Parteien in ein totalitäres System.
Spätestens seit Gerhard Schröder wissen wir, auch unsere Regierungsparteien unterscheiden sich nur noch diffus voneinander, die SPD, die früher den Sozialstaat verteidigte, hat mit dem Einführen von Hartz IV und Zwangsarbeit für Arbeitslose (1-Euro-Jobs) bewiesen, dass sie ihre sozialdemokratische Position aufgegeben und damit dem Einführen von Niedriglöhnen, Lohndumping und ein Ausbeuten von Leiharbeiten durch Vermittlungsfirmen und Arbeitgeber Vorschub geleistet hat. Heute ist es im Niedriglohnsektor kaum noch möglich, wenigstens das volle, niedrige Gehalt zu erhalten, welches der Arbeitgeber zahlt, da ein Großteil des Gehaltes von den Vermittlungsfirmen eingestrichen wird.
Die Einführung der Zwangsarbeit (1-Euro-Jobs) war bereits ein großer Angriff auf die deutsche Verfassung, in der in Artikel 12 ein Grundrecht auf Berufsfreiheit und ein Verbot der Zwangsarbeit erlassen sind.
Um eine Gegenwehr der Arbeitslosen in Bezug auf die Zwangsarbeit auszuschließen, wurde ihnen die Würde genommen, indem ihnen statt eines kleinen staatlichen Gehaltes, weiterhin Hartz IV plus einem Sklavenlohn ausgehändigt wurde, der zur Deckung des ordnungsmäßigen Erscheinens (wie Fahrkarte, neues Hemd) bezahlt wurde. Statt die Arbeit (etwas besser) zu bezahlen, wurden nun aber Arbeitgeber mit 500 Euro monatlich entlohnt, wenn sie zu dieser Versklavung beitrugen, was zur Folge hatte, dass weitere Stellen gestrichen werden konnten.
Um die Bevölkerung vom Verfassungsverstoß abzulenken und auf die Seite der undemokratischen Maßnahmen zu ziehen, wurde zeitgleich eine Medienhetze gegen Arbeitslose gestartet, in der Arbeitslose als faul und schmarotzend dargestellt wurden: Die Folge war, dass nicht der Verfassungsbruch angeprangert wurde, sondern der Arbeitslose selbst, der von nun an vom gesellschaftlichen Leben weitgehend ausgeschlossen bleiben sollte. Dies diente natürlich auch zur Abschreckung der arbeitenden Bevölkerung, deren Angst, Anpassung und Konkurrenzdruck wuchs und dadurch in weiten Teilen, Arbeitende von mündigen, kritischen Arbeitnehmern zu angepassten, obrigkeitsgläubigen Untergebenen mutierten. Sie wurden zum Spielball, sodass sich undemokratische, antisoziale Strukturen nicht nur in der Politik, sondern auch im Arbeitsleben und der Gesellschaft verbreiteten. Die Folge ist ein steigendes Aufkommen an Mobbing sowie Burnout-Syndrom.
Seit langem können Telefonate abgehört werden. Das Eindringen in die Privatsphäre eines Menschen unterlag und unterliegt immer noch, eindeutigen gesetzlichen Regelungen: In Deutschland ist es legitim, wenn ein begründeter Verdacht auf ein schwerwiegendes Verbrechen vorliegt, ein Richter entscheidet über die Genehmigung einer Abhörmaßnahme (Artikel 13). Durch Prism und Tempora werden also unsere demokratischen Grundsätze ausgehebelt, inwieweit die deutsche Regierung selbst in diesen Skandal, die demokratischen Grundrechte zu unterlaufen, involviert ist, selbst einen Nutzen davon trägt, ist ungewiss, sicher ist, sie hat nicht schützend eingegriffen, weder politisch, noch technisch.
Searle (#Anzeige) unterscheidet ökologische Macht von politischer: Politische Mächte beruhen nicht auf einem Verlangen, sondern seien deontisch. Ein politisches System sei nur aufgrund von Versprechen möglich, diese Versprechen befinden sich in den Gesetzbüchern, unter anderem sind hier unsere Grundrechte geregelt.
Macht ist nicht von vornherein etwas Schlechtes, sie wird schlecht, wenn sie missbraucht wird, wenn sie zum eigenen Vorteil und dem Nachteil der anderen eingesetzt wird. Kontrollsüchtige, narzisstische und größenwahnsinnige Menschen neigen zum Machtmissbrauch. Leute mit diesen Eigenschaften sind stark verunsichert, wenn ihre Macht-, Kontroll- oder Bewunderungsbedürfnisse nicht (mehr) befriedigt werden, sind aber häufig in hohen Positionen und Politik anzutreffen. Hier werden dann einstige Versprechen missachtet, ignoriert und gebrochen. Das Bedürfnis nach Allherrschaft setzt sich durch, um Macht aufrechtzuerhalten, zu sichern oder wieder zu erlangen.
Die Legitimierung unserer Regierung von Prism war also nicht der erste Anschlag auf unsere freiheitlich demokratische Verfassung, wohl aber der größte, er betrifft nicht nur einen Teil der Bevölkerung direkt, sondern alle Menschen. Das Schweigen und Nichtstun unserer Regierung spricht Bände, ob es um die Teilhabe an der Macht geht oder ob sie durch Prism selbst erpressbar geworden ist, sei einmal dahingestellt.
Hier demonstriert die Regierung Verfassungsverstöße in weitreichendem Umfang, da in einer Demokratie nicht nur die Bürger, sondern auch die Mächtigen sich der Verfassung und den Gesetzen zu beugen haben. Über dem gesamten BGB steht Artikel 1 Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Mit dem Nicht-Einschreiten gegen Prism, Tempora wird auch gegen Artikel 2 der Grundrechte verstoßen: (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt. (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
„Verschieben sich die Machtverhältnisse wesentlich, so vergehen Rechte und es bilden sich neue, — dies zeigt das Völkerrecht in seinem fortwährenden Vergehen und Entstehen. Nimmt unsere Macht wesentlich ab, so verändert sich das Gefühl Derer, welche bisher unser Recht gewährleisteten: sie ermessen, ob sie uns wieder in den alten Vollbesitz bringen können, — fühlen sie sich hierzu außer Stande, so leugnen sie von da an unsere »Rechte«.“ (Morgenröthe, Nietzsche, #Anzeige)
Möglichkeiten des politischen und technischen Schutzes der Grundrechte sowie der Demokratie
Mit Erschrecken müssen wir feststellen, dass bis heute weder eine Forderung zum Abstellen des Lauschangriffes, noch ein Antrag auf eine internationale Untersuchungskommission gestellt wurden.
Weder Behörden mit sensiblen Daten noch Privatpersonen wurden Verschlüsselungsprogramme zur eigenständigen Spionageabwehr geboten, in Aussicht gestellt oder öffentlich gefordert, bzw. in Auftrag gegeben. Das lässt eigentlich nur zwei Schlüsse zu: Entweder ist die Bundesregierung viel tiefer in den Skandal involviert als bisher bekannt oder die Regierung selbst ist durch den Lauschangriff so erpressbar geworden, dass sie nicht mehr regierungsfähig ist.
Ein Wehren oder Abtreten würde hier Größe demonstrieren, wäre ein Indiz für demokratische Ziele, für einen verantwortungsvollen Umgang mit Macht, ein Zeichen gegen Machtmissbrauch und totalitäre Systeme.
Ein Abtreten widerspräche jedoch dem narzisstischen Selbst und der These Nietzsches, dem Willen zur Macht, dem jedes Individuum erliege. Politische, menschliche Größe werden wir hier also nicht erwarten können. Folglich ist das Volk gefordert.
Die Rolle des Volkes oder das Ende der Demokratie?
Presse, Offene Briefe, Petitionen, Demonstrationen ließen die Regierung bisher unberührt, sie hat sich offensichtlich dazu entschlossen, die Affäre auszusitzen und zu hoffen, dass bis zur Wahl nicht allzu viel ans Licht kommt. Nach dem Schweigen ein paar beruhigende Worte und ein mehr oder weniger geschicktes Umschiffen des Skandals.
Den Umfragen zufolge scheint die Rechnung aufzugehen, das Volk hat sich gebeugt, akzeptiert stillschweigend, dass wichtige Grundrechte verletzt wurden, dass für die Regierung demokratische Gesetze nicht mehr gelten sowie dass sie keinen Einhalt mehr vor den Persönlichkeitsrechten des Einzelnen, in diesem Falle aller, gewährt. Nun wird dem deutschen Volk ja von vielen Seiten Obrigkeitshörigkeit vorgeworfen, dies würde auch die Unterwerfung der Regierung unter den »großen Bruder« erklären, obwohl ein Lauschangriff dieser Größenordnung eine eindeutige Kriegserklärung darstellt, vorausgesetzt, dass er nicht in Zusammenarbeit mit unserer Regierung/unseres Geheimdienstes stattgefunden hat.
Der Bürger, der jedoch nur scheinbar die Möglichkeit hat, mit der Wahl einen Regierungswechsel zu ermöglichen durch das chaotische Gebaren der Alternativparteien und dem Angleichen der wenigen, wechselnden Regierungsparteien untereinander (siehe oben), hat bei der Wahl keine Wahl. Die Wahl des einzelnen Bürgers besteht im Moment nur aus drei Alternativen, a) dem Wahlboykott, b) der Protestwahl (die aber wie der Boykott nicht zu einer anderen, unterscheidbaren Regierung führen wird) oder c) auf die alten Parteien zu setzen. Will der Bürger also die Regierung mitbestimmen, bleiben ihm nur die am Skandal direkt oder indirekt beteiligten, traditionellen Parteien.
Die Beteiligung der deutschen Regierung/Parteien an Prism und Tempora bietet zwar genug juristisches Material (Gesetzesverstöße), um die Regierung/beteiligten Parteien/Personen am Skandal abzusetzen, offiziell zu entmachten, jedoch dürfte es sich hier um einen jahrelangen Prozess handeln.
Artikel 20 (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden. (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
Für eine zeitnahe Lösung bliebe also eine Revolte, um die Regierung zu stürzen, wie in anderen Ländern üblich, jedoch würde natürlich auch unsere Regierung sich mit Gewalt »verteidigen«, auch wenn sie, wie anderswo, im Unrecht ist.
Sofern die Bürger also Gewalt vermeiden wollen, sind sie schachmatt. Erst einmal.
Tatsächlich hat es mehr Widerstand gegeben als erwartet: Journalisten, Autoren, Künstler, Blogger, Demonstranten sowie Bürger forderten ihre Rechte ein, starteten Petitionen, viele nahmen trotz Überwachung und im Ungewissen, wie gefährlich das bereits sein kann, ihre Meinungsfreiheit wahr. Das ist zwar in Anbetracht dessen, dass die Regierung trotz allem keinerlei Schritte für den Schutz aller und der Demokratie unternimmt, nur ein schwacher Trost, jedoch gibt es Anlass zur Hoffnung, dass ein Zusammenschluss vieler möglich ist, um demokratische Grundrechte zu verteidigen und die bereits verlorenen zurückzufordern.
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beauftragte das Fraunhofer Institut für experimentelles Softwareengineering (IESE) und das deutsche Institut für Urbanistik (Difu) eine praxisorientierte Studie zu erstellen, um KI in die Stadtentwicklung einzubetten.
73 deutsche Städte meldeten sich als Modellprojekte für die überwachte Stadt an. Berlin und Heidelberg sogar als C40-Städte, die zusätzlich auf Autoverkehr, Fleisch- und Milchprodukte verzichten wollen, also Städte für gesunde, junge, kinderlose Veganer entwickeln wollen.
Seit 2019 wird das„Modellprojekt Smart Cities“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen begleitet, die Studie soll das Praxiswissen in die Breite tragen und auch für kleinere und mittlere Kommunen zur Verfügung stellen.
Der Data Act
Smart City – Die überwachte Gesellschaft
2023 verabschiedete das EU-Parlament den Data Act, um die überwachten Städte zu legitimieren und aus den Daten seiner Bürger finanzielle Vorteile zu ziehen, unter dem Motto „Daten sind das neue Öl“.
Verschiedene Modelle der Smart Cities werden unter weiteren Begriffen zusammengefasst als Intelligente Städte, C40 mit strengen „Klimaauflagen“, 15-Minuten-Städte, in denen der Bürger eine Zone von 15 Minuten um seinen Wohnort diesen nicht mehr verlassen muss und soll, oder Smart Cities.
Die Studie
Smart City Modelle in Deutschland
„Die Studie lotet Nutzungspotenziale aus und schlüsselt technische und nichttechnische Voraussetzungen einer erfolgreichen Integration von KI in Kommunen auf … KI wird bereits erfolgreich für die Verschränkung der operativen und planerischen Ebene, die Nutzung, Aufbereitung und Verknüpfung sektorübergreifender Daten, das (teil-)automatisierte Infrastruktur-Monitoring, die bedarfsgerechte Steuerung und Verteilung von Ressourcen sowie für bessere Zugangsmöglichkeiten zu kommunalen Diensten und Prozessen für Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. Aus technischer Sicht häufen sich dabei vor allem Leistungen der KI im Hinblick auf Mustererkennung (Modelle der Bild- und Videoerkennung), Planung (Vorhersagemodelle) und Interaktion (generative Modelle) … Die Überwachung und auch die Sanktionierung von etwaigen Verstößen (z. B. Geldbußen) gegen die vorgenannten Pflichten aus dem AI Act wird für Anbieter von GPAI die Kommission tragen und muss im Übrigen von einer nationalen Behörde übernommen werden, die die Mitglieds-Staaten bis zum 2. August 2025 zu benennen haben. In Deutschland wird dies voraussichtlich die Bundesnetzagentur sein (Stand: Mai 2025).“
Die Studie hat 125 Handlungsfelder der KI für Städte und Regionen untersucht, diese umspannen folgende Bereiche:
Energie und Umwelt
Infrastruktur
Wohnen
Wirtschaft
Soziales und Integration
Gesundheit
Bildung und Kultur
Stadtentwicklung und Planung
Mobilität
E-Government
Sicherheit
Es wurden unterschiedliche Modell-Projekte untersucht, z.B. untersucht Bamberg den eigenen Baumbestand und dessen Pflegebedarf mit Drohnen, Konstanz verfolgt eine intelligente Steuerung der Stromnetze, um erneuerbare Energien besser zu integrieren und Hamburg wertet anhand von Sprachmodellen Rückmeldungen aus der Bevölkerung aus, erkennt und bündelt so Themen.
eID (ID2020), ePA, Sensoren, Gesichtserkennung, Autoerkennung, biometrische Daten, wie Fingerabdrücke und die Gendatenbank, sozialer Status, Einkaufsverhalten, CO2-Verbrauch, Smart Homes (Heizüberwachung, Kühlschranküberwachung pp.) produzieren eine Unmenge an Daten, die gebündelt und durch KI ausgewertet werden sollen für Forschung, Industrie und Staat.
Die Gefahren
Smart Cities – Die überwachte Gesellschaft
Lindner kündigte 2022 an, dass auf dem Personalausweis der Bürger ihre sämtlichen Daten zusammengeführt werden sollen, auch gegen den Willen der Bürger. Die eID soll den gläsernen Bürger ermöglichen über den gläsernen Patienten (ePA) hinaus.
In der Smart-City-Charta von 2017, die inzwischen nur noch in verkürzter Form zur Verfügung steht, war noch zu lesen, mit den Smart Cities könnten Wahlen abgeschafft werden, da der Staat durch die Totalüberwachung mit Sensoren besser wisse, was der Bürger wolle, als der Bürger selbst.
In Paris müssen bereits mehrere hundert Euro bezahlt werden, sollte ein Auto in die Innenstadt fahren, in GB zerstörten Aktivisten einen Großteil der neu installierten Überwachungskameras wieder. Auch in Deutschland gab es am 09. September 2025 einen Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin, der den Firmen galt, die für den militärisch-finanziellen Komplex die Daten der Bürger sammeln, zusammenführen und auswerten sollen. Anarchisten bekannten sich auf der linksradikalen Plattform Indymedia dazu.
In China werden schon längere Zeit verschiedene Modelle der Smart Cities mit Sozialkreditsystem angetestet, das erwünschtes Verhalten von Bürgern belohnt und unerwünschtes abstraft. Dazu gibt es einige arte-Dokumentationen.
Offiziell soll es in der EU kein Sozial-Kredit-System geben, aber auch Deutschland hat bereits mehrere Modellprojekte zum Sozialkreditsystem durchgeführt, so durften in der Corona-Krise nur Menschen, die Staat, Militär, Oligarchen und Industrie gehorchten und sich an den experimentellen Genversuchen beteiligten, am öffentlichen Leben teilnehmen und in manchen Regionen erhalten Asylbewerber eine Bezahlkarte mit digitalem Geld statt Bargeld, das sie nur für bestimmte Produkte und mit einer regionalen Begrenzung ausgeben dürfen. Bargeld zur freien Verfügung erhalten sie lediglich 50 Euro pro Monat. So kann das digitale Geld selbst ohne Smart City zum digitalen Gefängnis werden.
Krieg – Der Todestrieb im 21. Jahrhundert: Laut Claudia von Werlhof ist die Destruktion im Todestrieb Resultat von patriarchalischen Gesellschaften. Tatsächlich gibt es wissenschaftliche Hinweise, dass Zerstörung, Gewalt und Krieg erst seit etwa 6000 Jahren das Leben der Menschheit mitbestimmen.
Ziel des Lebens
Das Ziel des Lebens in Industrienationen
Das Ziel eines jeden Lebens ist der Tod. Diese unumstößliche Tatsache zieht sich vom Pflanzenreich über das Tierreich bis hin zum Menschen. Die Konkurrenz untereinander führt zu Leben, Überleben und Tod, bereits bei den Pflanzen, wenn stärkere weniger starke Pflanzen verdrängen oder sie nach Ablauf ihrer Lebenszeit eingehen.
In den Industrienationen wird der Tod jedoch vom Leben abgespalten, so als gehöre er nicht dazu. Gräber am Rande der Stadt, das Tabu, den Tod anzusprechen, sowie das Ausgliedern der Sterbenden in Heime und Hospize zeugen von einem ungeheuren Kraftaufwand, den Tod aus dem Leben zu verbannen.
Eros und Thanatos
Krieg – Lebenstrieb und Todestrieb bei Freud
Das Abspalten des Todes und des Sterbens in modernen Gesellschaften führt laut Freud erst zur Destruktion in den Industrienationen, die zur Barbarei, zum Töten und zum Krieg führt. Der Tod wird nicht mehr als Teil des Lebens begriffen, er wird aus dem Bewusstsein ausgeschlossen, er muss bekämpft werden. Die beiden Urtriebe, Eros und Thanatos, müssen laut Freud bereits von Anbeginn des Lebens auf der Erde gewirkt haben, die unbelebte Materie wurde belebt und diesem Lebenstrieb wurde der Todestrieb als widerstrebende Kraft mitgegeben, der ein Zurück in die unbelebte Materie möglich macht, in der jedes Leben endet.
Laut Waldhoff führe das Abspalten des Todestriebes (bezahlter Link zum Buch) in modernen Gesellschaften erst zur Lust am Sterben, wie beim Suizid oder beim Töten, wie bei Mord oder im Krieg, sowie zur Abtötung des eigenen Denkens und des Denkens der anderen.
Ohne das Konzept des Todestriebes und dessen destruktive Auswüchse in modernen Gesellschaften ist kaum nachvollziehbar, wieso bei der letzten Bundestagswahl die Parteien die Mehrheit erhielten, die die Zensur in Deutschland einführten, die ein Abtöten des Denkens fördert und fordert sowie die Parteien, die sich unmissverständlich für einen Angriffskrieg gegen die größte Atommacht der Welt aussprachen.
Der Todestrieb bei frühen Hominiden
Die Abwesenheit von Gewalt, Mord und Krieg in frühen Gesellschaften
Frühe menschliche Hominide wie Neandertaler oder frühe Homo sapiens, die ihr Leben dem Lebenszyklus aus Geburt, Wachstum, Reife, Tod und Erneuerung widmeten, verehrten noch das Weibliche als schöpferische Kraft, wie archäologische Funde zeigen.
So hatten bereits die Neandertaler ein Bewusstsein für den Tod, sie gaben ihren Toten Grabzulagen bei und weitere Ausgrabungen geben Hinweise darauf, dass sie die Schwachen und Kranken pflegten. Frühe Hominide verehrten noch das Weibliche als schöpferische Kraft, das Leben spenden und Nahrung bieten kann, wie frühe weibliche Kultskulpturen zeigen, die etwa 30.000 Jahre und älter sind.
400.000 Jahre sollen unsere menschlichen Vorfahren, die das Sterben und den Tod noch nicht aus dem Bewusstsein verbannten, friedlich und mit hoher sozialer Kompetenz zusammengelebt haben. Kreuzungen zwischen den verschiedenen Hominiden-Arten weisen darauf hin, dass die Angst vor dem Fremden noch nicht existiert hat. Noch heute weisen die Menschen auf der Nordhalbkugel genetisches Material zwischen 1,5% und 6% von Neandertalern auf.
Vor etwa 6000 Jahren soll der Mensch dann gewalttätig geworden sein. (Kortum, Die Boten des Bösen) (bezahlter Link zum Buch)
Um zu verstehen, warum in den westlichen Industrienationen die Destruktion, die Unterdrückung des Lebenstriebes, die Barbarei und der Krieg im 21. Jahrhundert wieder so raumgreifend werden konnten, trotz der Erfahrungen im 20. Jahrhundert, benötigt es einen kleinen Blick in die Geschichte.
Der Todestrieb in der Antike
Platon – die Grundlagen für Krieg und Todestrieb im 21. Jahrhundert
Hinweise, sich die Menschen Untertan machen zu wollen und Krieg zu führen, also destruktive Kräfte des Todestriebes, finden wir z.B. bereits in Platons Politeia.
Als idealen Staat sah Platon (bezahlter Link zum Buch) nicht etwa die Demokratie, sondern den auf einem strengen Kastensystem aufgebauten Staat, dessen Führung an erster Stelle die Philosophen als Klügste des Landes übernehmen sollten. An zweiter Stelle sollten die Wächter stehen, die den Staat nach außen verteidigen, gefolgt von den Handwerkern und den Schluss bildeten die Bauern.
Die Wächter sollten bis zum 35. Lebensjahr der strengen Kontrolle und Erziehung der Philosophen unterstehen, um nicht ausscheren zu können. In der Erziehung sollte die Kunst eine wichtige Rolle einnehmen, jedoch sollte diese einer strengen Zensur zum Wohle des Staates unterworfen sein, damit die Wächter nichts erfuhren von grausamen Göttern, die Unglück bringen, Zwistigkeiten austrugen oder Liebesabenteuer hatten.
Männer und Frauen sollten gleichberechtigte Krieger sein und die Kinder der Wächter sollten als Zuschauer mit in den Krieg ziehen.
Platon vergleicht die Wächter mit Hunden: „Du weißt doch wohl, dass es in der Art guter Hunde liegt, gegen Vertraute und Bekannte dankbar, zutraulich, doch ganz anders gegen Unbekannte zu sein.“ (Politeia) (bezahlter Link zum Buch)
Bereits in der Antike spekulierten also die Herrschenden auf die Unterdrückung und die Kontrolle der Gedanken und Handlungen von Untergebenen und nutzten ihre Naivität und Ergebenheit aus. Schon Platon wusste, dass eine „hündische Unterwerfung“ bis zum Tod nur mit Zensur und Kontrolle zu erreichen ist. Ohne eine strenge Zensur könnte Zweifel an den Botschaften und Befehlen der Herrschenden entstehen.
Es ist also nichts Neues im Nationalsozialismus, im Sozialismus, in der Coronakrise, im Krieg und beim Thema Klima gewesen, dass Herrscher eine Zensur für und die totale Kontrolle über die Bevölkerung fordern, sondern liegt bereits in den dunklen Tiefen unserer Schriften begraben.
Die Maske als Maulkorb passt zu Platons Hündischem, das er bereits in Untergebenen sah. Auch wusste Platon schon, um eine Gesellschaft dauerhaft zu beherrschen, ist ein früher Angriff auf die Kinder notwendig: „Weißt du denn noch, dass wir sagten, man müsse die Knaben … ganz in die Nähe des Kampfes bringen und Blut kosten lassen, wie junge Hunde.“ (Politeia)
In der Coronakrise wurden Kinder permanenten Kriegsübungen ausgesetzt, stundenlanger Luftmangel wie bei Angriffen oder im Schützengraben, frieren wie an der Front oder bei Angriffen auf die Infrastruktur, das Alleinlassen von Angehörigen wie für die Front, bei einer Isolation in Kriegsgefangenschaft oder beim Verlieren der Kameraden, der Angehörigen pp.. Außerdem wurde ihnen ununterbrochen eingeredet, sie seien Mörder, was ihnen das Töten später erleichtern sollte. Etwa die Hälfte der Kinder wurden durch diese Kriegsübungen in einer real erscheinenden Simulation psychisch krank, die andere Hälfte dürfte jetzt „hündisch ergeben“ auf das Töten und Getötetwerden im Krieg vorbereitet sein, wie die Knaben der Wächter bei Platon.
Krieg – Der Todestrieb im 21. Jahrhundert
Platon gehört wie andere europäische Philosophen zu den großen Philosophen des Westens, die weltweite Anerkennung genießen. Das Aussparen der destruktiven Aspekte dieser Werke ist ebenfalls Teil des Zerstörerischen, das das Denken abtötet und eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Werken verhindert.
Denn wir können nur verstehen, warum sich der Wille zum Töten, zur Barbarei, zum Krieg wieder so durchsetzen konnte in Europa, wenn wir verstehen, dass wir das Denken, den Tod und das Sterben mit Gewalt über Jahrzehnte, Jahrhunderte und Jahrtausende aus dem Leben verbannten. Es war ein Leichtes für die Herrscher durch die plötzlichen Überflutung mit dem Tabuthema Tod in 2020, die unterdrückten destruktiven Kräfte der Masse zum Leben zu erwecken und an die Oberfläche zu spülen.
Die Ziele für den Aggressionstrieb wurden gleich mitgeliefert, erst die Demonstranten der Demokratiewegung, dann diejenigen, die sich den gefährlichen Menschenversuchen verweigerten, heute die Russen. Um die freigelegten Aggressionen der Bevölkerung auf ein bestimmtes Ziel zu steuern, wurde die Zensur eingeführt und tief in die Tasche des Vokabulars der Nationalsozialisten gegriffen, von der Forderung Abtrünnige nicht mehr medizinsch zu behandeln, über sie seien Sozialschädlinge bis hin sie als Blinddarm der Gesellschaft zu beschimpfen, der aus einer Gesellschaft herausgeschnitten werden könne, war wieder alles dabei, womit auch die Nationalsozialisten die Aggressionen der Bevölkerung auf Minderheiten lenkten.
Hannah Arendt setzt dagegen, dass das Denken (bezahlter Link zum Buch) das Leben begleite und seine Quintessenz sei. Menschen, die nicht denken, seien wie Schlafwandler. Arendt verneinte auch das Recht blind zu gehorchen.
So wurde in der Krise seit 2020 paradoxerweise aus Angst vor dem Tod, der Tod auf vielfältige Art und Weise hervorgerufen: Die Masken führten bei mindestens zwei gesunden 13-jährigen Mädchen zum Tod, sie brachen nach der Schule im Bus unter der Maske zusammen und starben kurz darauf im Krankenhaus, weitere Todesfälle entstanden durch die Isolation, die Einsamkeit, die Angst und die Verweigerung von ärztlicher Behandlung sowie durch die Genexperimente und das Aushungern. Die Welthungerhilfe meldete 2020, dass 130 Millionen Menschen in der Dritten Welt durch die Lockdowns vom Hungertod bedroht seien.
Die für die Masse nicht aufzulösenden Paradoxien sind hier also „wir töten, weil wir euer Leben retten wollen“ in der Coronakrise und „wir führen euch in den Krieg, weil wir Frieden wollen“ im nahenden Krieg. Das erinnert an das Neusprech in Orwells „1984“ (bezahlter Link zum Buch) und ist nur mit nicht abgetötetem Denken aufzulösen.
Das abgetötete Denken in den Industrienationen, das die negativen Eigenschaften und Einstellungen ihrer Philosophen ausspart und abspaltet, aus dem Bewusstsein verbannt, ist ebenfalls Teil des Todestriebes, der sich deswegen so ungehemmt wieder im Denken und Handeln der Menschen ausbreiten konnte, weil er dauerhaft entfernt wurde und Philosophen lediglich glorifiziert werden.
Auch Kants rassistische Schrift „Von den verschiedenen Rassen oder alle Neger stinken“ (bezahlter Link zum Buch) ist den wenigstens bekannt, in der er klar definiert, wer vernunftbegabter Mensch ist oder werden kann und wer nicht: ausschließlich der weiße Mann sei vernunftbegabt. Weder Frauen, noch Kinder, noch Schwarze können nach Kant eines vernünftigen Verstandes fähig sein.
In den alten Schriften sind also nicht nur philosophische Erkenntnisse zu finden, sondern auch häufig die Wurzeln des Übels.
Das ist unter anderem ein Grund, warum sich das Destruktive und das Tötenwollen in den europäischen Gesellschaften im 21. Jahrhundert wieder Bahn brechen konnte, sei es die Russophobie, an die Herrscher leicht anknüpfen konnten, da sie latent im epigenetische Gedächtnis der Bevölkerung aus den Weltkriegen und dem Kaltem Krieg noch vorhanden war und nur durch Gräuelpropaganda und Zensur der eigenen Verantwortung am Krieg und der Historie des Krieges wieder zum Leben erweckt werden konnte; oder der Zugriff auf das Leben, das Verhängen eines Lebensverbots in der Coronakrise sowie der besonders grausame Zugriff auf die Kinder. Die Forderung nach Platons hündischer Unterwerfung äußerte sich nicht nur in Zensur, in Lebensverbot und dem traumatisierenden Zugriff auf die Kinder, sondern auch auf die Körper im Allgemeinen, mit Maskenpflicht, Bewegungseinschränkungen und Kontaktverboten sowie mit Menschenversuchen, wie im Dritten Reich. Abtrünnige wurden gejagt, deren eigenständiges Denken und Handeln in Zukunft mit dem frühen Angriff auf die Kinder und empfindlichen Strafen ausgeschlossen werden soll.
Platons totalitärer Staat war also bereits genauso durchdacht, wie die totalitären Staaten des 20. und 21. Jahrhunderts.
Todestrieb und Wissenschaft
Der Todestrieb im 21. Jahrhundert
Das Weiblich-Schöpferische-Allumfassende konnte sich auf Dauer nicht durchsetzen. Die Wissenschaften sind ein Paradebeispiel für die Destruktion, alles muss zerstückelt werden, um es dann meist mangelhaft wieder zusammenzusetzen.
„Romantiker in der Wissenschaft haben weder das Bedürfnis, die lebendige Wirklichkeit in elementare Komponenten aufzuteilen, noch wollen sie den Reichtum der konkreten Lebensprozesse in abstrakten Modellen darstellen, die die Phänomene ihrer Eigenheiten entkleiden.“ (Alexander Lurija aus Waldhoff)
Die Romantiker wollen das Netzwerk wesentlicher Zusammenhänge unter der Bewahrung ihrer mannigfaltigen Subjektivität aufdecken, die moderne Wissenschaft alles auf ein zerstückeltes Objekt und Codes reduzieren.
Die kulturelle Romantik neigt also zu den Lebenstrieben, während die politische Romantik, wie der Nationalsozialismus, der Sozialismus, der Transhumanismus oder die Klima-Ideologie, zu den Todestrieben neigt, die die Zerstörung als Bedingung für Erkenntnis, Neues und Entwicklung ansehen.
Nach Karl Mannheim lehnt sich das wissenschaftliche Denken an die angeblich exakten Naturwissenschaften an. Durch Rechenoperationen soll der Gegenstand der Erkenntnis durch Reduktion, Leugung, Isolation und Distanz ausgemerzt werden. Die moderne Wissenschaft tötet das Lebendige im Erkennen ab sowie die Beziehung zwischen Gegenstand und Betrachter.
Nur wer die Lebendigkeit aus den Wissenschaften verbannt, kann glauben, die Erkenntnis, das Bewusstsein, die Gefühle und die Vielfalt der Beziehung durch Computer, Roboter und KI ersetzen zu können.
Das Töten des Lebendigen und die politische Komponente in den modernen Wissenschaften führen aber zur Verkehrung von Erkenntnisgewinn und zur Gegenaufklärung. Baudrillard beschreibt es folgendermaßen:
„Das Realitätsprinzip hat sich mit einem bestimmten Stadium des Wertgesetzes gedeckt. Heute kippt das ganze System in die Unbestimmtheit, jegliche Realität wird von Hyperrealität des Codes und der Simulation aufgesogen. Anstelle des alten Realitätsprinzips beherrscht uns von nun an ein Simulationsprinzip.“ (Jean Baudrillard: Der symbolische Tausch und der Tod) (bezahlter Link zum Buch)
In der Coronakrise konnten wir sehen, wie in den Köpfen der Masse mit abstrakten, aus dem Zusammenhang gerissenen Zahlen und Angst einflößenden Modellrechnungen eine zweite Pest simuliert wurde, so wie die Klimaindustrie ein Aussterben der Menschheit mit Klimamodellen in einer möglichen Warmzeit simuliert. Tatsächlich war das Coronavirus weniger tödlich als die Grippe und in der Geschichte der Menschheit machten die Menschen in den Warmzeiten immer Entwicklungsschübe durch, während sich die Eiszeiten tatsächlich als problematisch erwiesen, da die Nahrungssuche schwierig war.
Krieg und Zerstörung – Der Todestrieb im 21. Jahrundert
Der Todestrieb im Transhumanismus
Der Transhumanismus ist eine futuristische Ideologie der Mensch-Maschine-Verschmelzung und der gentechnischen Veränderung des Menschen. Der Transhumanismus versteht sich selbst als Philosophie, erinnert aber inhaltlich eher an eine Religion.
Er speist sich aus der Angst, der homo sapiens könne aussterben aufgrund von Klimaveränderungen und Überbevölkerung. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung zu reduzieren und den neuen Menschen selbst zu kreieren, um ihn schöner, gesünder, intelligenter und möglichst unsterblich zu machen. Zur Steigerung der Intelligenz und zur besseren Überwachung soll den Menschen eine ID und KI eingepflanzt werden.
Mit der Genschere CRISPR-Cas9 z.B. sollen neue Menschen mit perfekten Eigenschaften kreiert werden. Sie sollen nicht mehr dumm, nicht mehr hässlich, nicht mehr schwach und krank sein. Außerdem wird die Unsterblichkeit angestrebt. Tatsächlich erproben bereits Unsterblichkeitsforscher an Fadenwürmern, wie das Leben durch gentechnische Eingriffe verlängert werden kann. Reiche Amerikaner und Russen lassen sich nach dem Tod einfrieren, um wieder aufgetaut zu werden, wenn die ultimative Lebensformel entdeckt wurde, die sie wieder zum Leben erwecken können soll.
Der Transhumanismus will die abendländische Kultur mit Humanismus und Aufklärung zerstören, ein Grund, warum viel Geld in NGOs gesteckt wird, die Kunst- und Kulturgüter beschmieren und warum neue „Realitäten“ wie in der Coronakrise simuliert werden. Auch die „Omas gegen Rechts“ sind hier einzuordnen, denn sie demonstrieren nicht etwa gegen Rechtsextremismus, wie der Name schon sagt, sondern gegen Rechts im Allgemeinen. Traditionell steht Rechts für das Erhalten der Kultur, der Traditionen, wie Weihnachten oder Fastnacht, den Erhalt der Familie, für Sicherheit, Gesetz und Ordnung pp.
Der Todestrieb in Nationalsozialismus und Transhumanismus
Wie im Nationalsozialsimus ist die Ideologie des Transhumanismus von Über- und Untermenschen geprägt, der homo sapiens soll auf die Stufe des Tieres gestellt werden und der Cyborg oder genmanipulierte Mensch auf die Stufe des Übermenschen. Das erklärt das Einsperren in der Coronakrise, wie bei Tieren, und das Absprechen von Grundrechten für Nichtgenmanipulierte, sie durften nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und viele verloren sogar ihre Arbeit. Hier spielt auch noch die fehlende Arbeit durch die Industrie 4.0 eine Rolle, da Berufe wie Ärzte, Pflegekräfte, Verkäufer, Juristen, Verwaltung pp. durch Roboter und KI ersetzt werden sollen. (Harari, (bezahlter Link zum Buch) Lorenz Sorgner, Klaus Schwab)
Um den Wandel der europäischen Bevölkerungen in den letzten Jahren hin zur Aggression gegen Andersdenkende, zur Gewalt gegen sie und zum Bejahen des Krieges besser zu verstehen, nähere ich mich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven, hier gibt es bereits einen kurzen Abriss zur Eugenik im Wandel der Geschichte, zur Propaganda im Dritten Reich und zur Propaganda im Allgemeinen.
Kurzgeschichte der Eugenik – Viele Menschen in Deutschland glauben, die Eugenik -die Menschenzucht- sei auf den Nationalsozialismus begrenzt gewesen, doch eugenische Ideen ziehen sich durch die gesamte Menschheitsgeschichte. Erste eugenische Utopien finden sich bereits bei Platon (Politeia) und gipfeln heute in der Ideologie des Transhumanismus, in Ideen der Mensch-Maschine-Verschmelzung oder der gentechnisch optimierten Menschen.
Frühe Utopien zur Menschenzucht finden sich bereits in Platons Politea, im Gilgamesch-Epos, in der Promotheus-Sage oder der Legende vom Jungbrunnen.
Platon wollte z.B. die Ehe als Fortpflanzungs- und Erziehungsumgebung abschaffen. Die Behörden sollten Männer und Frauen nach guten Eigenschaften aussuchen, sortieren und sie dann zusammenführen. Die Quantität der Eltern und die Qualität ihrer Nachkommen sollten die Behörden kontrollieren. (Platon, Buch IV, Politeia) (#Anzeige)
Bereits in der Spätantike etablierte Augustinus „das Hässliche“, der Schönheit der Schöpfung Abweichende, das Abnorme im christlichen Denken.
Körperzentrierte Utopien zur Menschenzucht, die Körper und Geist optimieren sollten, finden sich auch bei Bacon, Descartes und Condorcet.
Die Menschenzucht war von Beginn an Teil der Philosophie und der Politik, später dann auch der politischen Soziologie.
Erst durch Darwin und die mendelsche Vererbungslehre wurde die Menschenzucht auch Bestandteil der Biologie, der Medizin und der Technik. Die Menschenzucht bekam durch Darwin und Mendel einen neuen Aufschwung und gipfelte schließlich im 20. Jahrhundert in den Sterilisations- und Euthanasieprogrammen der Nationalsozialisten. Heute schlägt sich die Eugenik in der Humangenetik nieder und ist neben der Mensch-Maschine-Verschmelzung Teil der Ideologie des Transhumanismus und des Posthumanismus.
Beschäftigte sich die sogenannte positive Eugenik zunächst in erster Linie mit der gezielten Vermehrung der Stärksten und Intelligentesten durch organisiertes Zusammenführen von Männern und Frauen mit den gewünschten Eigenschaften, entstand im 19. Jahrhundert der Begriff der Degeneration.
Datensammlungen als Voraussetzung der Eugenik
Geschichte der Eugenik: Datensammlungen als Voraussetzung
Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das Sammeln von Daten der Bevölkerung Teil der Bevölkerungspolitik, die Bevölkerung wird zur ökonomisch bedeutsamen Ressource und zum Projekt systematischer Beobachtung. Die Demographie wurde als neues Wissensgebiet eingeführt als Grundlage zur Steuerung des Staatsapparates, so wurden zunächst Geburten- und Sterberaten gesammelt.
100 Jahre später ordnet sich hier die Verwissenschaftlichung der Fortpflanzung auf zwei Ebenen ein, auf die Ebene von Werten und auf die Ebene der Wahl von Handlungsmitteln und der Bewältigung von Folgeproblemen.
Kurzgeschichte der Eugenik: Der Begriff der Degeneration
Um nachzuvollziehen, warum die Eugenik im Nationalsozialismus zu Sterilisation und Euthanasie führte, wie auch im Transhumanismus ab 2020/21, ist die Einführung des Begriffs der Degeneration in der Politik von Bedeutung. Für den Transhumanismus sind weitere Begriffe von Bedeutung wie Ressourcenknappheit und Überbevölkerung, die bereits in den 1950er Jahren den Diskurs mit bestimmten, wie ich weiter unten noch zeigen werde.
Die Degeneration in der politischen Debatte
Während die Degeneration der Bevölkerung im 19. Jahrhundert ein Problem für die Politik darstellte, das sie sich nicht erklären konnte, ist sie im 21. Jahrhundert Ziel der Politik. Durch die Bologna-Reform an den Hochschulen ist die Qualität der Studiengänge massiv gesunken. Auswendiglernen statt Denken ist das Motto, in den letzten Jahren kam die Cancel Culture hinzu, die den wissenschaftlichen Diskurs, der eigentlich Voraussetzung aller Wissenschaft ist, verbietet und Wissenschaft durch Ideologie ersetzt. Ideologisch gefärbte KI soll Bevölkerung und Studierenden zusätzlich die Recherchearbeit abnehmen, Wissenslücken aufspüren und auffüllen. Der Mensch von Morgen soll also weder seine Wissenslücken selbständig füllen können, noch selbständig recherchieren oder denken können. Bereits heute gibt es junge Erwachsene, die keine Schreibschrift mehr gelernt haben.
Im Gegensatz zum 19. Jahrhundert will die Politik des 21. Jahrhunderts eine Degeneration der Bevölkerung und der Studierenden herbeiführen und implementieren, die im 19. Jahrhundert noch als Problem gesehen wurde und zu Strategien der Abwehr der Degeneration führten. Im 19. Jahrhundert wurde außerdem noch großen Wert auf die Quantität der Bevölkerung gelegt, da viele Bauern, Handwerker, Soldaten und später auch Arbeiter in den Fabriken für Wohlstand und Verteidigung eines Landes sorgten.
Durch die Industrialisierung und die Konzentration großer Teile der Bevölkerung um die Fabriken, die Verarmung und die harten Arbeitsbedingungen in den Fabriken breiteten sich Probleme wie Seuchen, Alkoholismus und Verwahrlosung der Kinder aus, die während der Arbeit der Eltern alleine zu Hause waren und weder versorgt noch gefördert werden konnten, sodass körperliche und geistige Entwicklungsstörungen um sich griffen, die allerdings nicht als Folge der harten Arbeit, der mangelnden Hygiene und der mangelnden Fürsorge galten, sondern als Degenerationsprozess der Bevölkerung fehlgedeutet wurden.
Der Begriff der Degeneration als Voraussetzung zum Aussortieren von Menschen
Während sich die frühen Ideologien zur Menschenzucht auf die Züchtung von starken und intelligenten Menschen beschränkten, wurde der Begriff der Degeneration Teil der Negativauswahl, die dann im Nationalsozialismus in der Sterilisation und in der Tötung behinderter Menschen und „niederer Rassen“ gipfelten.
Die Biologisierung der Menschenzucht Charles Darwin und die Folgen
Charles Darwin (1809-1882) definierte den Menschen als Gegenstand der Auslese. Alle Lebewesen stammen nach Darwin von einem Stammbaum ab. Vor Darwin galt die Art als feststehende Konstante mit individuellen Abweichungen. Darwins Untersuchungen legten jedoch nahe, dass eine Art veränderlich ist. Die Art passe sich an ihre Umgebung an und die Nachkommen einer Art können sich in manchen Merkmalen bereits von ihren Vorfahren unterscheiden. Artabweichungen und die Divergenz der Abweichungen führte Darwin auf den Kampf des Überlebens zurück. Der Daseinskampf sei die Ursache der „natürlichen Selektion“. Nur der Tüchtigste überlebe. Eine wirksame Strategie des Überlebens sei die sexuelle Zuchtwahl.
Auch wenn Darwin die Evolution als grundsätzlich vorwärtsgerichtet beschreibt, sei bei Kulturvölkern auch ein Rückschreiten möglich, wenn niederstehende, lasterhaftere, leichtsinnige Menschen sich schneller vermehren als andere. Darwin führte hier auch die Definition des Monströsen ein, das Monströse mit seinen extremen Abweichungen könne sich auch in der ganzen Bevölkerung ausbreiten. Darwin führte hier die Anormalität als Gesetzmäßigkeit bei der Entstehung von Leben ein. Das führte in Folge zu biologisch begründbaren eugenischen Konzepten und Strategien.
Noch vor den Vererbungsgesetzen ließen Darwins Theorien radikalere Eingriffe nötig erscheinen, anstelle von individuellen Heilungen.
Durch die Selektions- und Evolutionstheorie Darwins (bezahlter Link zum Buch) ließen sich Wertsetzungen und die daraus folgenden Handlungen wissenschaftlich herleiten.
In Verbindung mit dem Utilitarismus findet expansiver Szientismus Niederschlag in den Werten: Das Individuum wird abgelöst durch die Gattung. Diese Abstraktion und der Begriff der Erbmasse führten zu Veränderungen in Politik, Ethik und Wissenschaft, die biologische Lösungen vor soziale und gesellschaftliche Lösungen stellten.
Damit richteten sich die neuen Ethiken gegen die christliche Individualethik und den Gleichheitsgrundsatz der Aufklärung.
Begriffsentwicklung: Eugenik und Rassenhygiene – Francis Galton – der Begründer der Eugenik
Als Begründer der Eugenik gilt Francis Galton (1822-1911), der Cousin Charles Darwins. Er entwickelte aus Darwins Theorie der Entwicklung der Arten (bezahlter Link zum Buch) sein Konzept zur Verbesserung der Arten „Genie und Vererbung“ (bezahlter Link zum Buch). Auch entwickelte er wie Darwin eine Kurvenlandschaft des Normalen in der Bevölkerung zur Bemessung der Abweichung.
Galtons Forderung nach einer künstlichen Selektion stellt ihn vor ein forschungsmethodisches Problem, die Daten der „Zuchtwahl“ zu erfassen.
Nach Galton könne die Reputation eine messbare Größe sein, er sieht die guten Eigenschaften nicht gleichmäßig auf die Bevölkerung verteilt, sondern sie häuften sich in bestimmten Familien. Die Fähigkeiten leitete er vom Genie ab, Befähigungen für bestimmte Berufe würden weiter vererbt.
Er entwickelte die Theorie der „reinen Typen“, die besonders für den Überlebenskampf geeignet seien und deren Eigenschaften besonders harmonisch abgestimmt bei einigen Menschen vorkommen. Aus dieser Mischung leitete er den Idealtypus ab. Der Mensch im Allgemeinen befinde sich zwischen Genius und Idiotie.
Im Nationalsozialismus führten die Ärzte dann zahlreiche Vermessungen der verschiedenen Ethnien durch, um ihre Rassentheorien zu begründen.
Kurzgeschichte der Eugenik: Auslese auf der Ebene der Keimzellen August Weismann
Der Zoologe August Weismann (1834-1914) veröffentlichte 1904 seine umfassende Vererbungstheorie. Er verbindet sie mit der Selektionstheorie.
Weismann studierte die Vererbung an Einzellern. Er ging durch seine Beobachtungen unter dem Mikroskop von einer unsterblichen chromatischen Substanz aus, die die Einzeller durch Teilung an ihre Nachkommen weitergeben. Diese Theorie überträgt er auf Mehrzeller. Weismann glaubte, die Keimzellen seien unveränderbar und könnten sich bei allen Lebewesen unendlich durch Teilung vermehren. Hier unterscheidet er sich von Darwin, der eine Änderung der Arten bereits bei direkten Nachkommen beobachtet hatte.
Die Kultur der Menschen rege nach Weismann abwärts gerichtete Keimlinien an. Die Humanität störe deswegen den natürlichen Selektionsprozess. Entfällt so die Regulation auf natürlichem Wege, müsse sie künstlich angeregt werden.
Geschichte der Eugenik: Alfred Ploetz – Rassenhygiene
Was in England Francis Galton unter dem Begriff der Eugenik zusammenfasste, deckt sich mit dem Begriff des deutschen Arztes Alfred Ploetz (1860-1940) der Rassenhygiene. Die internationale Eugenik-Elite benutzte beide Begriffe synonym.
1905 gründete Ploetz die erste eugenische Gesellschaft für Rassenhygiene.
Ploetz vertat die an Darwin angelehnte Theorie, dass Zeugung nicht dem Zufall überlassen werden sollte, sondern sich an die Zeit und an die Wissenschaft anlehnen müsse.
Wenn missgebildete Kinder trotzdem nicht verhindert werden könnten, solle man sie einem sanften Tod zuführen, z.B. mit Morphium. Ärzte sollten zur Beurteilung des Erbwertes und des Fortpflanzungsrechts herangezogen werden und die Entscheidung über Leben und Tod treffen können.
Züchtungsideologien der Sexualmoralisten
Kurzgeschichte der Eugenik
Zu den Züchtungsvorstellungen der Eugeniker kamen die Züchtungsideologien von Sexualmoralisten.
Die Eugeniker und Sexualmoralisten bildeten eine Schnittmenge, in der die Sexualmoral die Vorbedingung der Eugenik sei.
So sollten z.B. nach dem Sexualmoralisten Christian von Ehrenfels (Philosoph und Begründer der Gestaltpsychologie) „rassisch wertvolle Männer“ in Frauenverbänden verweilen, so könnten sie auf diese Weise 1000e Kinder zeugen.
Es bildeten sich eugenische Bünde, wie die Nordische Bewegung, die Bewegung Mittgart „zur Erneuerung der germanischen Rasse“ und ähnliche Bünde wie die „zur Züchtung einer Rasse von Blonden und Blauäugigen“ in denen sich Frauen und Männer bis zur Schwangerschaft treffen sollten.
Eugenik nach 1945 Julien Huxley und der Transhumanismus
Nach den Euthanasieprogrammen der Nationalsozialisten traf sich die eugenische Welt-Elite bereits in den 1950er Jahren wieder um Julien Huxley (Biologe und Bruder von Aldous Huxley), der den Transhumanismus begründete. Der Transhumanismus ist eine eugenische Ideologie der Mensch-Maschine-Verschmelzung und des genetisch optimierten Menschen, die sich stark an den Nationalsozialismus anlehnt. Der Transhumanismus definiert den homo sapiens sapiens als Untermenschen sowie den mit neuen Technologien veränderten und ausgestatteten „Menschen“ als Übermenschen.
Die internationalen Eugeniker, die schon Hitlers Menschenversuche unterstützten, beschlossen die Eugenik zur Bevölkerungskontrolle und zur Optimierung der Bevölkerung aufgrund des Entsetzens über die Sterilisations- und Euthanasieprogramme der Nazis zunächst ruhen zu lassen, bis Gras über den Nationalsozialismus gewachsen ist.
Sie machten sich allerdings damals bereits Gedanken um den Bevölkerungszuwachs, der um die Jahrtausendwende erreicht sein würde. So schrieb Aldous Huxley in seinen Essays von 1959 „Wiedersehen mit der schönen neuen Welt“, eine Reflexion seines Romans „Schöne neue Welt“ (bezahlter Link zum Buch):
„Die kürzeste und und breiteste Straße zum Albtraum der „schönen neuen Welt“ führt wie gesagt, über Überbevölkerung und die beschleunigte Vermehrung der Menschheit – zwei Milliarden achthundert Millionen heute, fünf Milliarden fünf Millionen um die nächste Jahrhundertwende, wobei der größte Teil der Menschheit vor der Wahl zwischen Anarchie und totalitärer Kontrolle stehen wird. Aber der wachsende Bevölkerungsdruck auf die verfügbaren Rohstoffe und Nahrungsmittel ist nicht die einzige Kraft, die uns dem Totalitarismus zutreibt. Dieser geheime biologische Feind der Freiheit ist mit unermeßlichen Kräften verbündet, welche gerade durch diejenigen Fortschritte der Technologie entstehen, auf die wir am stolzesten sind.“ (Wiedersehen mit der schönen neuen Welt- Aldous Huxley, Piper) (bezahlter Link zum Buch)
Während die Eugeniker bis ins letzte Jahrhundert die Bevölkerung zu mehren versuchten, um Vorteile in der Ökonomie und im Krieg zu erlangen, beschäftigen sich die Eugeniker heute mit der Bevölkerungsreduktion aus Angst vor Überbevölkerung und Ressourcenknappheit. Hinzu kommt, dass die KI und die Robotik den Menschen in weiten Teilen ersetzen soll, der Mensch also für die eugenische Welt-Elite nicht mehr nützlich ist, sondern eine finanzielle Belastung darstellt.
In der Politik der Transhumanisten und einschlägiger NGOs erreichte die Eugenik ihren derzeitigen Höhepunkt mit geforderten Verhaltens-, Bewegungs- und Fortpflanzungseinschränkungen, wie z.B. die Bewerbung von Gentherapien in Schwangerschaften oder die Bewerbung von Pubertätsblockern für Kinder und Jugendliche sowie in Berechnungen wie viel CO2 ein Baby im Laufe seines Lebens produziert.
Nahezu zeitgleich mit den Werbekampagnen gegen eine Mutterschaft und Nachkommenschaft sowie gegen das Entwickeln einer erwachsenen, sexuellen Identität im Westen, meldete China, technisch funktionsfähige Gebärmaschinen entwickelt zu haben.
„„Im Jahre 1931, als ich „Schöne neue Welt“ schrieb, war ich überzeugt, dass wir noch viel Zeit hätten. Die völlig organisierte Gesellschaft, das wissenschaftliche Kastensystem, die Abschaffung des freien Willens mittels methodischen Konditionierens, die durch regelmäßige Verabreichung pharmakologisch hervorgerufene Glückseligkeit annehmbar gemachte Versklavung, die in nächtlichen Schlafunterrichtskursen eingetrichterten Glaubensartikel – das alles würde wohl einmal kommen, aber nicht zu meiner Lebenszeit, nicht einmal zu der meiner Enkel. Ich weiß das genaue Datum der in meiner „Schönen neuen Welt“ erzählten Ereignisse nicht mehr; aber sie spielten sich irgendwann im 6. oder 7. Jahrhundert nach F. (Ford) ab. … Siebenundzwanzig Jahre danach, in diesem dritten Viertel des 20. Jahrhunderts n.Chr. und lange vor dem Ende des 1. Jahrhunderts n. F., denke ich beträchtlich weniger optimistisch denn damals als ich „Schöne neue Welt“ schrieb (Anm. der Autorin: Huxley glaubte, die Menschen würden in der Zwischenzeit (nach dem Krieg) das Beste aus der Unordnung des Liberalismus und der viel zu ordentlichen schönen neuen Welt machen, in welcher völlig reibungsloses Funktionieren keinen Raum für Freiheit oder persönlichen Unternehmungsgeist ließe). Die Prophezeihungen von 1931 werden viel früher wahr als ich dachte. Die selige Zeit aus zu wenig Ordnung und dem Albtraum aus zu viel Ordnung hat nicht begonnen und scheint nicht beginnen zu wollen. Zwar erfreuen sich die Menschen im Westen vereinzelt noch immer eines großen Maßes an Freiheit … In der übrigen Welt ist die Freiheit des Individuums schon verschwunden oder ganz offensichtlich im Verschwinden begriffen. Der Albtraum totaler Organisation, den ich ins 7.Jahrhundert n. F. gelegt hatte, ist aus der ungefährlich fernen Zukunft herausgetreten und erwartet uns nun unmittelbar vor unserer Tür.“ (1959, A. Huxley, Wiedersehen mit der Schönen neuen Welt)
Propaganda – Ich zweifle, also bin ich, äußerte einst Descartes, bevor er seinen berühmten Satz, seine Ausgangsthese, „ich denke, also bin ich“, folgerichtig ableiten konnte.
Der Zweifel ist das eigentliche Kernstück von Descartes These, denn denken können viele auch im Kreis oder stur geradeaus, ohne den Blick nach rechts oder links zu wenden.
Propaganda: Das zweifelnde Ich, das des Denkens fähig ist
Descartes, das Denken, das Zweifeln und das Sein
Die propagandistische Phrase „die Wissenschaft sagt …“ ist ein Paradoxon.
Die Wissenschaft sagt nichts Feststehendes, sie stellt Thesen auf, Antithesen und Synthesen und versucht sich damit einer Wahrheit anzunähern, sie zeichnet hier einen kleinen Ausschnitt einer Wirklichkeitskonstruktion, nicht einmal die Wirklichkeit oder die in sich geschlossene Wahrheit selbst, diese haben zu viele Facetten, um vom Menschen erfasst zu werden, selbst dann, wenn es sich aus heutiger Sicht um gute, überprüfbare oder messbare Wissenschaft handelt.
Die Wirklichkeit ist lediglich ein Konstrukt, auf das sich bestimmte Gruppen geeinigt haben, sie hat mindestens drei Bedingungen, die Sprache, die Beobachtung und die Kultur.
„Ich denke, also bin ich“ löst Descartes (#Anzeige) auf in „ich zweifle, also bin ich“, um am Ende seiner Überlegungen wieder beim „ich denke, also bin ich“ anzukommen. Im Rückschluss bedeutet das aber entweder „nur, wenn ich zweifle, bin ich auch“ oder „Denken setzt das Zweifeln voraus“. Wer glaubt (einem anderen, sich selbst) statt zu zweifeln, denkt nicht. Er denkt die Gedanken der anderen, des Vorgedachten, löst sich im anderen, in der Gefolgschaft, in der Masse auf, er ist also noch nicht.
Hier unterscheidet sich das Denken eindeutig vom Glauben, der kein Hinterfragen, keine Leistung, kein Denken, keine Wissenschaft erfordert. Entwicklungspsychologisch handelt es sich hierbei um das noch unausgereifte Denken eines Kindes, das seine Eltern, Lehrer und Erwachsene noch nicht hinterfragen kann.
Ich zweifle, also werde ich
Das frühe Zweifeln im Trotzalter
Ein frühes Zweifeln an der eigenen bisherigen Wirklichkeitskonstruktion und die Unterscheidung zwischen „Ich und Du“, „Ja und Nein“, „Gut und Böse“ lernt ein Kind im Trotzalter, in dem es lernt „ich bin nicht der Mittelpunkt der Welt, um den sich alles dreht“, es gibt auch andere, die ebenfalls etwas wollen. Das kann sich von meinem Wollen unterscheiden. Hier lernt es auch die Unterscheidung zwischen „Ja und Nein“.
Dieser Prozess geht mit viel Wut und Geschrei beim Kind einher, weil die Umgebung zu manchen Bedürfnissen, zum eigenen Willen „Nein“ sagt, das Kind lernt nach der permanenten symbiotischen Versorgung durch die Eltern, eine neue Wirklichkeit kennen, es hat sich der Wirklichkeitskonstruktion der Erwachsenen einen Schritt angenähert und gleichzeitig beginnt es sich langsam aus der Symbiose zu lösen, eine eigene Wirklichkeit und einen eigenen Willen zu entwickeln, die unabhängig von den Eltern sind.
Das Kind entwickelt ein einfaches Weltbild und spaltet die Welt in Gut und Böse auf, z.B. der Papa ist böse, weil er mir den Lutscher nicht gegeben hat, die Mama ist lieb, sie hat mir den Lutscher gegeben.
Ich zweifle und hinterfrage, also werde ich – Nietzsches Löwe
In der Pubertät führt diese Phase dann mit etwa 14 Jahren zu einem ernsthaften Hinterfragen der Eltern und Erwachsenen, bei Nietzsches „Mann mit der Laterne“ entspricht das der Phase des Löwen auf dem Weg der Menschwerdung.
Propaganda, Trotzalter und Kultur
Auf kultureller Ebene ist auf der Entwicklungsstufe des Trotzalters das Schwarz-Weiß-Denken anzusiedeln, das die Propaganda zum Durchsetzen ihrer Agenda oder im Krieg pp. zur Manipulation nutzt oder Autoren im Kitsch-Roman, im Western pp. zur Bildung eines rudimentären Menschen- und Weltbildes.
Faschismen und andere autoritäre Staatsformen bedienen sich dieses Schwarz-Weiß-Denkens, „Ich/meine Partei und meine/unsere Gefolgschaft sind die Guten. Die anderen, die Kritik an uns üben, anderen Idealen oder Werten folgen, einer anderen Ethnie oder Religion angehören oder biologisch anders sind, weil sie z.B. keine Genversuche an sich haben vollziehen lassen, sind die Bösen“.
Faschismus, Totalitarismus und Krieg funktionieren nicht ohne den Rückgriff auf die frühen Entwicklungsstufen des Lebens und der Kultur mit Hilfe von Propaganda.
Propaganda und Emotionalisierung
Der Rückgriff auf diese frühen Stufen der Entwicklung gelingt den Herrschenden in der Regel durch eine dramatische Emotionalisierung der Masse, häufig geschieht das durch Endzeiterzählungen wie „wir werden vernichtet, wenn wir nicht dies oder jenes tun“, im Rahmen der Propaganda, die Herrschenden bündeln die Masse, indem sie Gefühle von Angst oder Wut in einer Gesellschaft zum Eskalieren bringen, um sie danach hinter sich als Führungspersonen zu vereinen. Das funktioniert auch mit positiven Gefühlen, findet aber seltener Anwendung.
Das Bündeln positiver Gefühle
Ein Beispiel für das Bündeln positiver Gefühle in der Propaganda war Merkels „Willkommenskultur“, die viele Ehrenamtliche auf den Plan rief, auch solche, die sonst ohne jede Gefühlsregung oder einen Akt der Menschlichkeit an einem Obdachlosen oder bereits länger hier lebenden Flüchtling vorbeilaufen und die auch nicht darüber nachdachten, dass es doch Merkel war, die von der Leyen erlaubte, Syrien völkerrechtswidrig mit Frankreich zu überfallen, ohne diesen Gewaltakt hätte es die Flüchtlingskrise vielleicht nie gegeben.
Ohne das Bündeln der Masse mit Hilfe von Propaganda zur Aktivierung von Ehrenamtlichen wäre die Flüchtlingskrise in einem Desaster geendet mit verhungernden und erfrierenden Flüchtlingen mitten in Deutschland.
Negative Gefühle in der Propaganda
Ich zweifle, also bin ich
Die Klaviatur des Bedienens negativer Gefühle liegt jedem autoritären Staat und jedem Krieg zugrunde. Jetzt können die einstigen Werte einer Gesellschaft auf den Kopf gestellt werden. Und tatsächlich verrücken die Ismen (Autoritarismus, Faschismus, Totalitarismus) nicht nur Werte etwas nach rechts oder links, nach oben oder unten, sondern sie stellen sie vollständig auf den Kopf, aus Schwarz wird Weiß und aus Weiß Schwarz, jetzt kann das Glauben, Gehorchen, das Ausschließen der Anderen, die Jagd auf die Anderen, der Krieg … beginnen.
Nur der Zweifel am massenhysterischen Denken im Sinne Descartes lässt hier ein Hinterfragen zu, eine Besinnung auf sich und die eigenen Werte, ein Denken, also bin ich.
Ich denke, also bin ich (#Anzeige), ich bin nicht die Masse oder das Gefolge, weil ich gezweifelt habe und mich besinnen und denken konnte.
Warum wird die Wichtigkeit des Zweifels im Denkakt bei Descartes so wenig besprochen?
Ich glaube, das kann sich nun jeder selbst beantworten, das Denken ohne Zweifel ist auch im Kreis möglich oder in Gefolgschaft eines Führers. In diesen Fällen führt das Denken aber nicht zum Sein, sondern zum Schein, zur Auflösung des Ichs in der Masse oder in Gefolgschaft.
Denken heißt Nein sagen – Derrida
Derrida geht hier noch einen Schritt weiter „Denken heißt Nein sagen“ (#Anzeige), nicht mehr nur das Bewusstsein des „Neins“, weil ich hinterfragt habe, sondern auch das Aussprechen desgleichen, die Pflicht zur Sprache der Intellektuellen, die aber häufig genau dann versagt und sich ebenfalls anpasst, ohne laut zu denken, öffentlich zu zweifeln, wenn sie am dringendsten benötigt wird.
Das Motto der Ismen, wer spricht, fliegt aus dem öffentlichen Diskurs oder wird strafverfolgt, lässt die Intellektuellen der Masse oder den Herrschern folgen, statt umgekehrt.
Anstatt das Nein im Denken und Sprechen einzuführen und über den Tellerrand des Jas zu schauen, des Glaubens, der Ismen, machen sie sich ebenfalls zur Gefolgschaft der Herrschaft oder der Masse.
Derrida fand heraus, dass bei geschlossenen Behauptungen seine Studenten nicht mehr in der Lage waren, ein Nein überhaupt zu denken. Die Argumentation der Studierenden berief sich ausschließlich auf das Ja, sodass er seinen Studenten mit seiner Vorlesungsreihe „Denken heißt Nein sagen“ beibrachte über den eigenen Tellerand und die eigenen Glaubenssätze zu schauen.
Das Nein zu denken, lohnt sich grundsätzlich immer, auch dann, wenn es bei weiteren Überlegungen wieder in ein Ja münden sollte. Mit dem Zweifel eröffnen sich zwischen den Rändern des Jas und des Neins Welten der Differenzierung, hier befinden sich die Grautöne, die Schätze des Denkaktes, die Möglichkeiten, die Kompromisse, die Lösungen, die niemand aussparen sollte, wenn er von sich behaupten will, er denke oder er sei. Gerade in Zeiten der Umwälzungen, des Chaos und der Ismen ist das wichtiger denn je.
Wenn das Nein verstummt, wenn die Intellektuellen verstummen und sich anpassen, weil Widerspruch und Ungehorsam bestraft werden, so kann jeder aus dem Geschichtsfundus ableiten, die Zeiten werden ungemütlich, Ismen greifen wieder um sich, ob Faschismus, Totalitarismus, Autoritarismus oder weitere Ismen. Jetzt sind zweifeln und denken gefragt.
Die Wirklichkeitskonstruktion in der Propaganda. Homo sacer – Giorgio Agamben
Zeiten von neuen, autoritären Wirklichkeitskonstruktionen sind nahezu immer von politisch ernannten homo sacer (#Anzeige) (das heilige Leben, das getötet werden darf) geprägt, im Sinne Giorgio Agambens. 2020 erklärte die Politik die alten Menschen und das Pflegepersonal zum homo sacer, um die alten Leute im Anschluss ohne Ärzte wie Schwerverbrecher in die Heime zu sperren und alleine sterben zu lassen oder das Pflegepersonal dazu zu nötigen, sich an gefährlichen Menschenversuchen zu beteiligen.
Jetzt sind die LGBTQs als neue homo sacer ernannt worden, bei denen es nur eine Frage der Zeit ist, wann sie wie die alten Menschen und das Pflegepersonal zum Abschuss freigegeben werden. Verbal sind sie das bereits, denn der Neid derjenigen, die die Gefahr, die in der Rolle des homo sacers liegt, nicht erkennen, die Hintergründe nicht kennen, reagieren nur auf den Ismus, der die Herrscher dazu ermächtigt, eine Gruppe über alle anderen Gruppen zu stellen, sie zum Heiligtum zu erklären.
Freiheit ist die Freiheit Nein zu sagen, wenn der Staat sukzessive in die persönlichsten Bereiche der Bürger vordringen will und Entscheidungs- und Sprachspielräume immer weiter verengt z.B. wann, wie, womit, mit wem und wohin sich jemand bewegen darf, wie er heizt, wie er isst, wie er atmet, welche Medikamente er einzunehmen hat, was er sagen und denken darf oder ob, was, wo und wie er bezahlen darf, wenn das digitale Geld eingeführt wird und bei Asylbewerbern in manchen Gegenden bereits mit entsprechenden Begrenzungen eingeführt wurde.
Die Konstruktion einer Schwarz-Weiß-Welt in Kindheit, Kultur und Psychopathologie
Propaganda – ich zweifle, also bin ich
Die Welt auf naive Kindervorstellungen der Wirklichkeit zu reduzieren, ist ein klassisches Merkmal von Propaganda, der Werbung und der Lüge, das sollte grundsätzlich aufhorchen lassen. Hier ist sicher eines der wichtigsten Merkmale zu finden, dass etwas faul ist, dass etwas hinterfragt werden sollte, dass ein Nein zumindest überdacht werden sollte.
In der Psychopathologie werden diese naiven Wirklichkeitskonstruktionen des Schwarz-Weiß-Denkens Menschen mit schweren Persönlichkeitsstörungen zugeschrieben, wie Narzissmus, Hysterie und Borderline-Störungen, die häufig in bestimmten Entwicklungsstufen stecken, in denen sie schwere Traumata erlebten, aus dieser Zeit stammen dann ihre Sichtweisen, denen sie auch als Erwachsene wieder anheimfallen.
Offenbar sind aber ganze Gesellschaften für primitive Weltbilder anfällig, schaffen es die Herrschenden übertriebene Gefühle wie Panik oder Hass in der Bevölkerung zu schüren. Das wusste bereits die Massenpsychologie Ende des 19. Jahrhunderts mit Vertretern wie Le Bon (#Anzeige), auf dessen Theorien bereits Hitler seine Herrschaft aufbaute und die die Psychologie später im Experiment wiederfand, wie z.B. im Milgram-Experiment.
Gefördert werden solche Weltbilder auch im Alltag, außerhalb von Umbrüchen, z.B. in vereinfachten Weltbildern in Romanen der Trivialliteratur, der täglichen Nachrichten, einseitiger Talkshows oder einseitiger Berichterstattungen oder durch den Aufbau von Feindbildern. Sie dienen der Erziehung und Beeinflussung des Denkens und Handelns der Masse, wie z.B. im Kalten Krieg oder wenn die eigene Regierung einen Angriffskrieg führen will.
Die wehrhafte Demokratie in der Propaganda
Wenn Regierungen des Westens heute von sich geben, „unsere wehrhafte Demokratie lässt keine andere Meinung zu“, z.B. die einer ungeliebten, kritischen Partei oder die des Auslands, unterstreichen sie damit den widersprüchlichen Charakter ihrer Aussagen, wie auch in „unsere Handlungen sind alternativlos“. Der Durchschnittsbürger, der nicht genau hinhört, nicht überlegt, beginnt sich hinter den Politikern zu vereinen, aufgrund der ausgelösten Verwirrung, die solche Paradoxien im Hirn zunächst hinterlassen, die den Bürger zunächst hilflos zurücklassen, aufgrund der Unverständlichkeit und Widersprüchlichkeit der getätigten Aussage.
Die Aussage ist inhaltlich tatsächlich widersprüchlich, es liegt nicht am Bürger, wenn er hier irritiert ist und nichts versteht. Hier werden mit Absicht Paradoxien in die Welt gesetzt, die es in Wirklichkeit nicht gibt.
Entweder haben wir eine Demokratie, dann sind alle Meinungen zugelassen, die nicht zur Gewalt aufrufen oder wir haben keine Demokratie, dann können andere Meinungen verboten werden, wie im Dritten Reich oder im Stalinismus, in denen auch die Handlungen des Staates stets alternativlos waren.
Das Geheimnis der Demokratie liegt doch in der Freiheit des Sprechbaren und der Handlungen, der Gleichberechtigung aller, im Verhandeln, die Demokratie hat es nicht nötig, sich gegen Meinungen, Satire, Witz oder Kritik zur Wehr zu setzen, Alternativen aus dem Diskurs auszuschließen, sondern lernt aus Kritik und argumentiert und verhandelt auch mit unliebsamen Partnern und Meinungen, findet Kompromisse, statt mit Ausschluss oder Gewalt zu drohen und zu reagieren.
Propaganda als Ermächtigung zur Gewalt
Der Ausschluss aus der Gemeinschaft kann sicher als eine höhere Stufe der Gewalt gewertet werden, da er zum einen schwerer als Gewalt zu erkennen ist als andere Gewaltformen, aber Einzelne oder Minderheiten in ihrer Existenz bedroht, zum einen, weil der Mensch biologisch betrachtet ein Herdentier ist und der Ausschluss aus der Gemeinschaft durch das epigenetischen Gedächtnis Existenzängste auslöst, da Ausgestoßene in der Geschichte immer vom Tod bedroht waren, zum zweiten, weil eine reale Gefahr droht, da sich einzelne aus der der Herrschaft folgenden Masse oder die Herrschaft selbst dazu berufen fühlen, zu Gewalt aufzurufen und/oder sie durchzuführen.
Ich erinnere an ein Plakat auf einer von den Herrschenden organisierten Demonstration, das dazu aufrief, AfDler zu töten. Obwohl es sich hier um einen tatsächlich strafbaren Akt handelte, der Mord oder der Aufruf zum Mord sind nach dem Dritten Reich in Deutschland immer strafbar gewesen, griffen weder Regierung noch Polizei dagegen ein. Sind ehemalige (abendländische) Werte im Rahmen eines Schwarz-Denkens erst einmal auf den Kopf gestellt, ist der Barbarei wieder Tür und Tor geöffnet.
Handelt es sich also bei der Staatsform nicht um eine Demokratie, muss sich ein Staat mit Gewalt gegen andere Meinungen, andere Perspektiven anderer Länder oder Parteien und Kritik wehren. Darin liegt das Paradoxon der Aussage, das undurchschaut zu Verwirrung und Hilflosigkeit führt. Hilflosigkeit und Verwirrung fördern aber das Bedürfnis nach starken Führern, was jedem autoritären Staat zugutekommt.
An welchem Punkt stehen wir, fragte Giorgio Agamben (#Anzeige), einer der größten Totalitarismusforscher, bereits 2020, als plötzlich wie in alten Zeiten mit Notstandsgesetzen durchregiert wurde. Es gab sie, die Intellektuellen, die sich noch trauten zu denken und zu zweifeln, doch sie waren rar gesät. „Es gibt kein Recht zu gehorchen“, forderte Hannah Arendt nach dem Zweiten Weltkrieg und appellierte damit an künftige Generationen, zu denken, Nein zu sagen und autoritären Strömungen nicht zu gehorchen.
Propaganda funktioniert nur dort, wo nicht gedacht wird
Wann sollte ich zweifeln? Wie schütze ich mich vor Propaganda?
Alle Menschen sind grundsätzlich anfällig für Propaganda, die einen mehr, die anderen weniger. Niemand kann alles hinterfragen, deswegen ist der Mensch auch in weiten Teilen auf den Glauben angewiesen, erst glaubt er den Eltern, dann den Lehrern, später Intellektuellen oder Wissenschaftlern. Das ist normal, doch woran erkennt einer, wann er zweifeln und hinterfragen sollte? Bereits Hitler benutzte „die Wissenschaft“ für seine Menschenversuche.
Spätestens, wenn die Rechte ohne dass ein (echtes) Verbrechen begangen wurde, eingeschränkt werden oder das eigene Geld in die Taschen anderer gefüllt wird. Das sind sichere Anzeichen, dass etwas faul im Staat ist oder auch in einer Beziehung anderer Art. So, wie es Heiratsschwindler oder betrügerische Banden gibt, so gibt es auch in der Politik und in der Wirtschaft Betrug. Das ist nichts Neues, gerät aber manchmal in Vergessenheit.
Es gibt einen guten Grundsatz, auf den jeder aufbauen kann: „Wenn du wissen willst, was wirklich passiert, wenn viele Turbulenzen im Vordergrund stehen, die Medien und die Politik zu beherrschen scheinen: Schau, wohin das Geld fließt und was im Hintergrund passiert.“
Die Konstruktion der Wirklichkeit – Propaganda Nur, wenn ich an der Propaganda zweifle, bin ich
Nur weil Wirklichkeit grundsätzlich immer konstruiert ist, ist es möglich, Demokratien von heute auf morgen umzustürzen und ein neues staatliches Konstrukt aufzubauen, sie in den Faschismus oder Totalitarismus zu führen. 1933 und 2020 passierte das z.B unter Zuhilfenahme von Notstandsgesetzen in Kombination mit dem Schüren von Angst.
Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
Wie unterschiedlich die Wirklichkeiten der Menschen sind, zeigt bereits der Blick auf die Geschichte des eigenen Landes oder der Blick auf andere Länder. Sie unterscheiden sich schon in ihren Höflichkeitsfloskeln, Begrüßungsformeln oder wie viel Abstand zum anderen als höflich oder unverschämt gilt. Wie bedrängt wir uns fühlen, merken wir bereits, wenn uns ein Fremder so nahe auf den Leib rückt, wie ein guter Freund oder Verwandter. In anderen Ländern kann dieser Abstand durchaus der Abstand der Höflichkeit und des Respekts sein und unser Zurücktreten dann als unhöflich gelten. Das kann bereits zu Spannungen führen, wenn beiden Seiten nicht bewusst ist, was da passiert.
Das ist es in der Regel nicht, weil sich der Abstand zum Fremden in den unterschiedlichen Kulturen auf der emotionalen, nicht auf der Bewusstseinsebene abspielt, der eine fühlt sich bedrängt, der andere durch das Zurücktreten des vermeintlich Bedrängten beleidigt oder abgelehnt. Das kann bereits zu Spannungen, Konflikten und Ablehnung führen.
Propaganda kann Sprache, Normen und Gesetze sprengen
Sprengt ein Staat solche oder andere Normen und die Bevölkerung folgt, kann er auch die Gesetze sprengen. Normen, Sprache und Gesetze, ein anderer Umgang miteinander, ändern sich normalerweise langsam, sie ergeben sich automatisch aus der Entwicklung der Bevölkerung und der Kultur. So führte meine Generation in der Jugend z.B. das „Hallo“ als Begrüßungsform ein. Heute ist diese Begrüßung normal geworden, damals führte sie noch zur Empörung bei den Erwachsenen.
Wird aber von oben eingegriffen und z.B. das Händeschütteln verboten oder das Umarmen, der kulturelle Abstand zum Anderen geändert, wird die Sprache künstlich abgeändert, handelt es sich um autoritäre Maßnahmen, die nicht natürlich aus der Weiterentwicklung der Kultur entstanden sind.
Die Kriegsenkelgeneration hatte bereits ein größeres Bedürfnis nach Nähe und führte deswegen saloppe Grußformeln im eigenen Umfeld ein, als die Kriegskindergeneration, die sich andere noch durch ein tiefes Misstrauen mit förmlichen Grüßen vom Leib halten wollte. Das führte damals zunächst zu Spannungen zwischen den Generationen bis das „Hallo“ zum Alltag wurde.
Elitäre, autoritäre Sprache und Propaganda
Heute gelten ein kleiner Wortschatz, vereinfachte Grammatik, das Wegfallen des Genitivs und kurze Sätze sowie die vielen Anglizismen und das Gendern als woke und wurden vielfach künstlich autoritär auferlegt. Es entstand dadurch wenig bis kein Gewinn, dafür viel Verarmung und Verunstaltung der Sprache, die in weiten Teilen trotz Vereinfachung zu immer mehr Unverständlichkeit führt.
Wer die elitäre, verunstaltete Sprachkultur nicht unterstützt, macht bisher einfach bei der Sprachvergewaltigung nicht mit, obwohl sie im Rahmen der Krise autoritär auferlegt werden sollte. Bestimmten Gruppen wird sie aber aufgezwungen, wie Studenten oder Beamten. Migranten, Flüchtlingen, Kindern und Behinderten wird so das Sprachverständnis noch erschwert, sie werden von den selbst ernannten Eliten einerseits bewusst ausgegrenzt, andererseits lernen sie kein richtiges Deutsch mehr.
Zum Glück macht der größte Teil der Bevölkerung hierbei nicht mit, zweifelte die angeblich edlen Motive zurecht an, und integriert die Schwächsten einer Gesellschaft dadurch weiterhin.
In denjenigen, die bei den neuen Sprachregelungen ohne Not mitmachen, kann man die treue Gefolgschaft der Herrschaftsklasse erkennen, die entweder ohne zu denken mitmacht oder aber sich Vorteile durch das Nachahmen der elitären Sprachregelung erhofft.
Veränderung von Sprache, Ritualen, Begrenzungen und Werten durch Propaganda
Der beste Boden für Veränderung, Faschismus und Totalitarismus ist gelegt mit der Beschäftigung des Einübens von neuen Ritualen, neuer Sprache, den neuen Begrenzungen des Sprechbaren und neuen Werten. So wird die Bevölkerung davon abgelenkt, wohin ihr Geld fließt und welche Gesetze hinter ihrem Rücken abgeschlossen werden, denn die neue Staats-Wirklichkeit brav zu erlernen ist anstrengend genug.
Propaganda – Werte müssen auf dem Kopf stehen
An diesem Punkt können auch die Werte leicht auf den Kopf gestellt werden.
Wieso werden Werte nicht einfach nach rechts oder nach links verrückt, sondern auf den Kopf gestellt? Vermutlich, weil sie so leichter einzuprägen sind und zum Zweiten, weil so weiterhin das Schwarz-Weiß-Schema bedient werden kann, auch die Herrschenden müssen dann wenig hinzulernen.
Wenn aus aufgenötigten Menschenversuchen (Zwang) Freiheit wird, aus der Isolationsfolter von alten Menschen in Heimen Schutz, dann wird es beim Denken ohne zu denken, am fehlenden Zweifel der Richtigkeit der neuen Werte, der Bevölkerung sehr leicht gemacht, sich die neu erschaffene Wirklichkeit mit den neuen Werten einzuprägen.
Wenn aus Menschen, die unser Grundgesetz hochhalten und sein Einhalten einfordern, plötzlich Nazis und Faschisten werden, dann haben bereits Demokratie und Faschismus ihre Position und ihre Bewertung getauscht.
Ich zweifle am Schein und finde das Sein – Propaganda
Homo Sacer durch Denken erkennen
Denken heißt hier auch den Schein aufzudecken, den Schein in mir, den Schein in dem anderen.
In jeder Erhöhung steckt immer auch eine Abwertung. Stelle ich also einen anderen oder eine Gruppe über mich, werte ich mich selbst ab, umgekehrt genauso, dann werte ich die anderen ab und erhöhe mich selbst-
Legt der Staat solche Aufwertungen und Abwertungen bestimmter Bevölkerungsgruppen an den Tag, erhöht er z.B. die Alten, das Pflegepersonal, LGBTQs oder die Ukrainer und stellt sie über die Bevölkerung, z.B. indem er nicht die alle gleichberechtigt verbindende deutsche Fahne, sondern die Fahnen bestimmter Minderheiten hissen lässt, handelt er a) aus rassistischen, menschenverachtenden Motiven und b) aus dem Bestreben die Bevölkerung zu spalten, um die eigene Macht zu stärken und c) schafft er homo sacer, die zunächst auf ein erhöhtes Podest gestellt werden, um sie danach zum Abschuss freizugeben.
So etwas geschieht nicht zufällig, sondern ist Teil von faschistischen Staaten. Es lenkt die Aggression vom faschistischen Staat weg auf eine bestimmte Gruppe der Bevölkerung. Hier zielen die Herrschenden auf Gefühle wie Neid und verletztes Gerechtigkeitsgefühl ab, die wiederum Angst und Wut in den Anderen, Abgewerteten auslösen und im schlimmsten Fall zum Bürgerkrieg führen können, zumindest aber zu Spannungen, Ängsten und Spaltungen in der Bevölkerung.
Verstärkt wird das Ganze heutzutage mit Trollfabriken, die in den sozialen Netzwerken, Witze oder Beschimpfungen oder auch die Erhöhungen von Minderheiten teilen und echte Menschen dazu anstiften, es ihnen gleich zu tun. Für Menschen, die den Schein nicht hinterfragen, sind hier viele Fallen. aufgestellt. Der angebliche Rechtsruck scheint Wirklichkeit zu werden, aus dem Erhöhten wird der Verfolgte und umgekehrt, zumindest in den Köpfen der Menschen.
Angefeuert wird der homo sacer (#Anzeige) von Medien und Politik, die z.B. Auftritte von LGBTQs aus dem Rotlichtmiliieu in Schulen oder Kindergärten fördern, Massenvergewaltigungen von Kindern und jungen Frauen und Messerattacken gegen die bunte Zivilgesellschaft durch eingewanderte Terroristen eisern als richtig verteidigen und ohne ernsthafte Konsequenzen lassen. Auch hier wurden homo sacer geschaffen, heilige Leben, die getötet werden dürfen.
Propaganda und Wirklichkeitskonstruktion
Die Propaganda zu verschiedenen Themen, die Strategien, die Fallen und die unterschiedlichen Wirklichkeitskonstruktionen, die in der Regel nicht viel mit der Wahrheit zu tun haben, können nur mit Zweifel und Denken erkannt und überwunden werden mit dem Abgleich der Realität draußen, mit der Besinnung auf das eigene Sein und das des anderen, mit dem Abgleichen der eigenen und der abendländischen Werte oder der Werte des Grundgesetzes.
Um beim Beispiel „AfDler ausgrenzen oder töten“ zu bleiben, muss hinterfragt werden, entspricht es wirklich meinen Werten, dass bestimmte Gruppen oder Parteien aus der Gemeinschaft ausgeschlossen oder getötet werden dürfen, nur weil sie eine andere Meinung als die Herrschenden haben, diese kritisieren und deswegen zum Abschuss freigegeben werden?
Propaganda: Wirklichkeitskonstruktion und Barbarei
Abschlussworte
Auf den Schauplätzen der neuen Wirklichkeitskonstruktionen wird an allen Ecken und Enden der Köder der Barbarei ausgelegt. Manche haben ihn bereits geschluckt, grenzten Ungeimpfte aus, wollen gegen Russen in den Krieg ziehen, denunzieren Kritiker beim Berliner Register, sprechen sich gegen Muslime aus oder fordern bereits einen Staat, der alles kontrolliert und vorschreibt und jeden Abweichler, jeden Zweifler, jeden Denker ausschließt.
Solchen Menschen fehlt der Mut zum Denken, zum Zweifeln, zum Sein. Sie benötigen das Lob des Staates, die Bestätigung zu den Guten zu gehören, um den Anschein eines Seins zu erhalten.
Diese Menschen haben längst vergessen, dass das Sein, das Denken und das Gute nur in sich selbst zu finden sind und dass dies alles kein Staat der Welt für sie übernehmen kann. Das ist schon in der Vergangenheit immer schief gegangen.
Novel Food – Lebensmittel der Zukunft. Neu auf europäischen Tischen: Davidslilie und Hausgrille sowie die Larve des Getreideschimmelkäfers
Gentechnik: Lebensmittel der Zukunft sollen laut Bundesregierung und Steakholderfoods genetisch veränderte Nahrungsmittel und andere Novel Foods wie kultiviertes Fleisch, proteinreiche Insekten, Meerespflanzen und Algen sein.
Was ist Novel Food?
Insekten und GVOs in Lebensmitteln
Novel Foods sind neuartige Lebensmittel, die in der EU erst kurz zugelassen sind. Hierbei handelt es sich um Lebensmittel, die in anderen Ländern bereits traditionell erprobt sind, als auch um genmanipulierte Mikroorganismen, wie z.B. modifizierte Escherichia Coli – Stämme zur Fermentation von Lebensmitteln wie Milchprodukten, gentechnisch verändertes Gemüse, Nahrungsergänzungsmittel oder Insekten.
Für die Zulassung eines Novel Food in der EU muss ein Antrag gestellt werden. Der Antrag muss wissenschaftliche Daten zur Unschädlichkeit des neuartigen Lebensmittels enthalten.
Allerdings durchläuft das neue Nahrungsmittel oder der Mikroorganismus keine unabhängige Kontrolle, sondern der Antragsteller kann die Daten selbst erheben, sodass unbewusste oder bewusste Manipulationen der Daten möglich sind.
Larve des Getreideschimmelkäfers (Alphitobius diaperinus)
Die Insekten dürfen getrocknet, gefroren, pastös oder pulverisiert in Lebensmitteln enthalten sein, es besteht jedoch eine Kennzeichnungspflicht.
In welchen Lebensmitteln sind Insekten zugelassen?
Müsli-Riegel
Brot und Brötchen
Müsli und Frühstückzerealien
Backmischungen
Gerichte auf Getreidebasis
Chips und Knabberzeug
Schokolade
Erdnussbutter
Fleischzubereitungen und Fleischalternativen
Alternativen von Milch und Milchprodukten
In welchen Produkten sollen Insekten in Zukunft zugelassen werden?
Back- und Teigwaren,
Bier
Saucen und Fertiggerichte
Kartoffelerzeugnisse
Pizza
Snacks wie Chips und Cracker
Nudeln
Fleischersatzprodukte
Insekten enthalten gesunde Proteine, es gibt jedoch keine EU-Vorschrift, dass die Chitinpanzer vor der Verarbeitung entfernt werden müssen.
Chitin ist ein uneinheitliches Bio-Polymer und das zweithäufigste Polymer nach der Cellulose. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist Chitin nicht für die Härte des Panzers einen Insekts verantwortlich, sondern für seine Weichheit und Biegsamkeit. Es befindet sich z.B. auch in Pilzen. Erst durch die Verbindung mit dem Struktur-Protein Sklerotin wird der Panzer oder das Exosklelett von Gliederfüßern mit Chitin hart.
Gentechnik als Nahrung und ihre Auswirkungen auf die Umwelt
Novel Food: Gentechnisch veränderte Pflanzen
Ein Teil der genmodifizierten Nahrungspflanzen unterliegt nicht mehr dem EU-Gesetz für GVOs. Da bei gentechnisch veränderten Lebensmitteln nicht nur eine negative Auswirkung auf den Menschen, sondern auch auf die Umwelt befürchtet wird, unterliegt der Anbau genmodifizierter Pflanzen in der EU noch strengeren Kontrollen.
Bisher darf in der EU nur eine modifizierte Maissorte, die GV-Maislinie (MON810), ausgesät werden, andere Pflanzen unterliegen strengen Laborauflagen und werden zunächst in anderen Ländern in der Umwelt erprobt, wenn die nationalen Gesetze des Landes es zulassen. Das Ausbringen von GVOs unterliegt nationalen Gesetzen, in Österreich ist die Maislinie MON810 noch verboten.
Doch Vorsicht! Bestimmte GVOs sollen nicht mehr den Gesetzen der Gentechnik unterworfen werden.
Neue Rechtslage zu gentechnisch veränderten Pflanzen
Die Abgeordneten des EU-Parlaments stimmten den vom Agrarausschuss erarbeiteten Regelungen für die NGT-Pflanzen der Kategorie 1 im Februar 2024 zu, diese werden den gezüchteten Pflanzen gleichgestellt, die Regelungen für GVOs sollen entfallen. Für diese NGT-Pflanzen der Kategorie 1 soll es keine Kennzeichnungspflicht geben, da sie den Pflanzen aus Züchtungen gleichgestellt werden sollen. Komplexere genetische Veränderungen der Kategorie 2 oder höher unterliegen weiter der Kennzeichnungspflicht. Zur aktuellen Diskussion
Wie werden gentechnisch veränderte Pflanzen hergestellt?
Beim neuen Gentechnikgesetz zu den NGT-Pflanzen der Kategorie 1 handelt es sich um Nutzpflanzen, die mittels Mutagenese, Cisgenese (Übetragung von Genen zwischen verwandten Arten), Intragenese oder einer Mischnung aus den verschiedenen gentechnischen Verfahren, z.B. auch mit der Genschere Crispr/Cas verändert wurden und nun gezüchteten Pflanzen gleichgestellt werden. Ein Patentrecht soll es aber nicht auf sie geben. Neue Verfahren in der Pflanzenzüchtung-EU-Parlament
Novel Food Pflanzen
Welche gentechnischen Lebensmittel sind bei uns im Handel erlaubt?
Sojabohnen: 26 Linien zugelassen
Raps: 8 Linien zugelassen
Zuckerrübe: 1 Linie zugelassen
Mais: 51 Linien zugelassen
Diese genmanipulierten Lebensmittel sind für den Import in die EU zugelassen, dürfen aber nicht angebaut werden. Zum Anbau ist in der EU bisher nur eine GV-Maislinie (MON810) zugelassen, in Österreich besteht jedoch ein Anbauverbot.
Der Anbau von den in der EU zugelassenen genmodifizierten Lebensmitteln unterliegt nationalem Recht. Der Anbau unterliegt in der EU strengen Regeln, weil er Auswirkungen auf die Umwelt haben könnte.
Es wird angenommen, dass GVOs, die z.B. gegen Fressfeinde entwickelt wurden, auch negative Auswirkungen auf Nutzinsekten haben oder sich die genetisch veränderten Arten mit Wildpflanzen kreuzen. So muss die die Entwicklung der GVOs unter Laborbedingungen und in speziell dafür eingerichteten Gewächshäusern stattfinden.
Die NGT-Pflanzen können nach der Entwicklung in andere Länder exportiert werden, deren nationale Gesetze den Anbau von GVOs erlauben, um sie dort im Feldversuch zu prüfen.
Gentechnisch veränderte Mikroorganismen, Enzyme und Aminosäuren
Verstecktes Novel Food
Gentechnisch veränderte Mikroorganismen, Enzyme und Aminosäuren sind in vielen verarbeiteten Lebensmitteln enthalten und unterliegen keiner Kennzeichnungspflicht.
Gentechnisch veränderte Mikroorganismen werden z.B. für die Fermentation von Lebensmitteln eingesetzt. Sie gelten als sicher.
Fermentation von Lebensmitteln mit genetisch veränderten Mikroorganismen
Liste der Lebensmittel, die genetisch veränderte Enzyme enthalten können
Das Berliner Start-up Formo produziert z.B. Milchproteine für alternative Käseprodukte.
Einige Vitamine und Aromen werden mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt, wie etwa Vitamin C, B2 und B12.
Genmodifizierte Mikroorganismen, wie z.B. Escherichia-coli-Bakterienstämme, die zur Produktion von Enzymen, Vitaminen und anderen Zusatzstoffen benötigt werden, sind in der EU erlaubt, genau wie genveränderte Hefen für z.B. Bier oder Brot sowie modifizierte Schimmelpilze.
Welche Aminosäuren können mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden?
Lysin
Threonin
Phenylalanin
Methionin
Tryptophan
Leucin
Glutaminsäure
Cystein
Aminosäuren, die mit Hilfe von genmanipulierten Mikroorganismen hergestellt wurden, sind nicht kennzeichnungspflichtig.
Die EU stellt eine vollständige Liste der zugelassenen Novel Food zur Verfügung.
In der EU werden die Auswirkungen der GVOs von der EFSA, der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, auf die Sicherheit für Mensch, Tier und Umwelt überprüft.
Kultiviertes Fleisch und Fleischersatzprodukte
Novel Food – Fleisch der Zukunft
In-vitro-Fleisch, kultiviertes Fleisch, wird in einem mehrstufigen Prozess hergestellt. Zunächst werden einem Tier Stammzellen entnommen. Diese Stammzellen werden in Bioreaktoren in eine Nährlösung aus Wasser, Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen gegeben, mit deren Hilfe aus den Stammzellen Fleisch gezüchtet wird.
Aus Stammzellen kann jede Art von Gewebe herangezüchtet werden, wie z.B. Muskelfleisch, Fett, Lunge oder auch Hirn. Durch die Lenkung in den Bioreaktoren wird bestimmt, welche Art von Fleisch entstehen soll.
Um dem Laborfleisch Struktur zu geben, sind weitere Schritte notwendig. Dazu kann ein Zellgerüst verwendet werden, an dem sich das Fleisch zur Strukturbildung anheften kann. Das Zellgerüst des in-vitro-Fleisches besteht jedoch nicht aus natürlichen Protein – Fasern. Es wird dem Fermentationsprozess zugegeben.
Wenn das Fleisch fertig ist, kann das Wasser abgegossen und das Fleisch weiter verarbeitet werden.
Der gesamte Prozess soll mehrere Wochen bis Monate dauern.
Welche Unternehmen stellen kultiviertes Fleisch her?
Novel Food Unternehmen der Zukunft
In der EU gibt es einige Start Ups, die nach und nach auf den Markt streben. So stelllte das französische Startup Gourmey im Sommer 2024 einen Antrag auf den Verkauf von kultiviertem Fleisch in der EU.
Das deutsche Unternehmen Wiesenhof investierte in zwei Unternehmen für in-vitro-Fleisch, in den niederländischen Lebensmittelhersteller Mosa Meat, der Rindfleisch herstellt und in ein israelisches Unternehmen, das Hühnerfleisch entwickelt.
Das tschechische Unternehmen Bene Meat bekam für sein in-vitro-Fleisch eine Zulassung als Beimischung für Tierfutter.
Ein deutsches Start Up stellte einen Antrag auf Zulassung für sein gezüchtetes Fleisch als Beimischung zu Hot Dogs.
Das gezüchtete Fleisch kann unter Verwendung von Gentechnik hergestellt werden.
Vegane Wurst- und Fleischersatzprodukte
Vegane Wurst- oder Fleischersatzprodukte bestehen nicht aus GVOs, allerdings werden viele Zusatz- und Hilfsstoffe in veganen Fleischersatzprodukten verwendet, die mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden, wie modifizierten Pilzen, Bakterien und Hefen. Sie sind nicht kennzeichnungspflichtig.
Die French-Theorie als Ursache von Autoritarismus in der Wissenschaft
Wissenschaft zwischen Freiheit und Autoritarismus – Ringvorlesung: Am Montag, den 25.11.2024, beginnt die Vorlesungsreihe Wissenschaft zwischen Freiheit und Autoritarismus. Eva Illouz bildet den Auftakt dieser spannenden Reihe mit ihrem Vortrag „Between Freedom and Authoritarianism – French Theory and US Academic Politics“. Die Vorlesung findet in der Aula der alten Universität Heidelberg um 18.00 Uhr statt.
Eva Illouz spricht über die French Theory, eine kritisch-analytische Denkschule, und das Verhältnis zwischen Politik und Wissenschaft in den USA.
Die French Theorie ist eine kritische Denkschule der 1980er Jahre, die von französischen Intellektuellen wie Foucault, Derrida (#Anzeige)und Deleuze in den USA entwickelt wurde. Laut Illouz ebnete die French Theorie paradoxerweise einer autoritären Wissenschaft den Weg.
Prof. Dr. Eva Illouz ist Soziologin der Ecole des Hautes en Sciences Sociales, einer französischen Elite-Hochschule in Paris, und mehrfach ausgezeichnet. Ihr Beitrag ist Teil der Ruperto Carola Ringvorlesung, die sich in diesem Wintersemester mit dem Thema „Freiheit?! Die Universität als Diskursraum“ beschäftigt.
Illouz These zum Autoritarismus in der Wissenschaft
Die Frenchtheorie ist eine postmoderne kritische Theorie, die in den USA in den Sozial- und Geisteswissenschaften eine wichtige Rolle spielt. Illouz vertritt die These, die French Theory ebnete mit ihrer Verwendung durch politische Akteure und für politische Zwecke der autoritären Wissenschaft den Weg. In ihrem Vortrag geht die Referentin der Frage nach, wie aus der kritisch-analytischen Perspektive der French-Theorie, die frühere Wissensansprüche und angebliche Wahrheiten entkräften und dekonstruieren wollte, ein autoritärer Wissenszugang erwachsen konnte.
Im Anschluss an den Vortrag will Eva Illouz mit ihrem Dialogpartner Prof. Dr. Günther Leypoldt vom Anglistischen Seminar der Universität Heidelberg diskutieren.
Die Vorlesungsreihe wurde von der Sinologin Prof. Dr. Barbara Mittler und der Medienanthropologin Prof. Dr. Brosius vom Heidelberger Centrum für transkulturelle Studien entwickelt.
Für wen? Wo?
Präsenzvorlesung – Digitale Vorlesung
Wissenschaft zwischen Freiheit und Autoritarismus-Ringvorlesung
Das Thema Freiheit in der Wissenschaft soll mit dem Format einer Ringvorlesung einer breiten Öffentlichkeit zugängig gemacht werden. Auf den Auftakts-Vortrag „Between Freedom and Authoritarianism – French Theory and US Academic Politics“ am 25.11.2024 von Eva Illouz sollen in diesem Wintersemester noch vier weitere Vorträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern folgen, jeweils montags um 18.00 Uhr in der Aula der Alten Universität Heidelberg. Die Vorträge werden aufgezeichnet und stehen etwas später auf heiOnline, dem zentralen Portal der Universität für digitale Medien, zur Verfügung.
Insbesondere in den letzten Jahren konnten nicht nur Studierende und Wissenschaftler, sondern die Bürger der gesamten westlichen Welt erfahren, wie die Wissenschaft von politischen Akteuren, NGOs, Oligarchen und Großkonzernen unterlaufen und missbraucht wurde. Wo liegen die Ursachen? Wie konnte es so weit kommen? Gibt es ein Zurück zur freien Wissenschaft? Diesen Fragen stellen sich die Wissenschaftler in ihren Vorträgen und Diskussionen, die Hoffnung auf einen neuen offenen Diskurs säen, wie wir ihn in den 1980er Jahren an den Hochschulen noch erleben durften und der Wissenschaft schließlich erst zur Wissenschaft macht, da sich Dogma, insbesondere in Kombination mit Cancel Culture, und Wissenschaft gegenseitig ausschließen.