Krieg – Der Todestrieb im 21. Jahrhundert

Krieg – Der Todestrieb im 21. Jahrhundert: Laut Claudia von Werlhof ist die Destruktion im Todestrieb Resultat von patriarchalischen Gesellschaften. Tatsächlich gibt es wissenschaftliche Hinweise, dass Zerstörung, Gewalt und Krieg erst seit etwa 6000 Jahren das Leben der Menschheit mitbestimmen.

Ziel des Lebens

Das Ziel des Lebens in Industrienationen

Das Ziel eines jeden Lebens ist der Tod. Diese unumstößliche Tatsache zieht sich vom Pflanzenreich über das Tierreich bis hin zum Menschen. Die Konkurrenz untereinander führt zu Leben, Überleben und Tod, bereits bei den Pflanzen, wenn stärkere weniger starke Pflanzen verdrängen oder sie nach Ablauf ihrer Lebenszeit eingehen.

In den Industrienationen wird der Tod jedoch vom Leben abgespalten, so als gehöre er nicht dazu. Gräber am Rande der Stadt, das Tabu, den Tod anzusprechen, sowie das Ausgliedern der Sterbenden in Heime und Hospize zeugen von einem ungeheuren Kraftaufwand, den Tod aus dem Leben zu verbannen.

Eros und Thanatos

Krieg – Lebenstrieb und Todestrieb bei Freud

Das Abspalten des Todes und des Sterbens in modernen Gesellschaften führt laut Freud erst zur Destruktion in den Industrienationen, die zur Barbarei, zum Töten und zum Krieg führt. Der Tod wird nicht mehr als Teil des Lebens begriffen, er wird aus dem Bewusstsein ausgeschlossen, er muss bekämpft werden. Die beiden Urtriebe, Eros und Thanatos, müssen laut Freud bereits von Anbeginn des Lebens auf der Erde gewirkt haben, die unbelebte Materie wurde belebt und diesem Lebenstrieb wurde der Todestrieb als widerstrebende Kraft mitgegeben, der ein Zurück in die unbelebte Materie möglich macht, in der jedes Leben endet.

Laut Waldhoff führe das Abspalten des Todestriebes (bezahlter Link zum Buch) in modernen Gesellschaften erst zur Lust am Sterben, wie beim Suizid oder beim Töten, wie bei Mord oder im Krieg, sowie zur Abtötung des eigenen Denkens und des Denkens der anderen.

Ohne das Konzept des Todestriebes und dessen destruktive Auswüchse in modernen Gesellschaften ist kaum nachvollziehbar, wieso bei der letzten Bundestagswahl die Parteien die Mehrheit erhielten, die die Zensur in Deutschland einführten, die ein Abtöten des Denkens fördert und fordert sowie die Parteien, die sich unmissverständlich für einen Angriffskrieg gegen die größte Atommacht der Welt aussprachen.

Der Todestrieb bei frühen Hominiden

Die Abwesenheit von Gewalt, Mord und Krieg in frühen Gesellschaften

Frühe menschliche Hominide wie Neandertaler oder frühe Homo sapiens, die ihr Leben dem Lebenszyklus aus Geburt, Wachstum, Reife, Tod und Erneuerung widmeten, verehrten noch das Weibliche als schöpferische Kraft, wie archäologische Funde zeigen.

So hatten bereits die Neandertaler ein Bewusstsein für den Tod, sie gaben ihren Toten Grabzulagen bei und weitere Ausgrabungen geben Hinweise darauf, dass sie die Schwachen und Kranken pflegten. Frühe Hominide verehrten noch das Weibliche als schöpferische Kraft, das Leben spenden und Nahrung bieten kann, wie frühe weibliche Kultskulpturen zeigen, die etwa 30.000 Jahre und älter sind.

400.000 Jahre sollen unsere menschlichen Vorfahren, die das Sterben und den Tod noch nicht aus dem Bewusstsein verbannten, friedlich und mit hoher sozialer Kompetenz zusammengelebt haben. Kreuzungen zwischen den verschiedenen Hominiden-Arten weisen darauf hin, dass die Angst vor dem Fremden noch nicht existiert hat. Noch heute weisen die Menschen auf der Nordhalbkugel genetisches Material zwischen 1,5% und 6% von Neandertalern auf.

Vor etwa 6000 Jahren soll der Mensch dann gewalttätig geworden sein. (Kortum, Die Boten des Bösen) (bezahlter Link zum Buch)

Um zu verstehen, warum in den westlichen Industrienationen die Destruktion, die Unterdrückung des Lebenstriebes, die Barbarei und der Krieg im 21. Jahrhundert wieder so raumgreifend werden konnten, trotz der Erfahrungen im 20. Jahrhundert, benötigt es einen kleinen Blick in die Geschichte.

Der Todestrieb in der Antike

Platon – die Grundlagen für Krieg und Todestrieb im 21. Jahrhundert

Hinweise, sich die Menschen Untertan machen zu wollen und Krieg zu führen, also destruktive Kräfte des Todestriebes, finden wir z.B. bereits in Platons Politeia.

Als idealen Staat sah Platon (bezahlter Link zum Buch) nicht etwa die Demokratie, sondern den auf einem strengen Kastensystem aufgebauten Staat, dessen Führung an erster Stelle die Philosophen als Klügste des Landes übernehmen sollten. An zweiter Stelle sollten die Wächter stehen, die den Staat nach außen verteidigen, gefolgt von den Handwerkern und den Schluss bildeten die Bauern.

Die Wächter sollten bis zum 35. Lebensjahr der strengen Kontrolle und Erziehung der Philosophen unterstehen, um nicht ausscheren zu können. In der Erziehung sollte die Kunst eine wichtige Rolle einnehmen, jedoch sollte diese einer strengen Zensur zum Wohle des Staates unterworfen sein, damit die Wächter nichts erfuhren von grausamen Göttern, die Unglück bringen, Zwistigkeiten austrugen oder Liebesabenteuer hatten.

Männer und Frauen sollten gleichberechtigte Krieger sein und die Kinder der Wächter sollten als Zuschauer mit in den Krieg ziehen.

Platon vergleicht die Wächter mit Hunden: „Du weißt doch wohl, dass es in der Art guter Hunde liegt, gegen Vertraute und Bekannte dankbar, zutraulich, doch ganz anders gegen Unbekannte zu sein.“ (Politeia) (bezahlter Link zum Buch)

Bereits in der Antike spekulierten also die Herrschenden auf die Unterdrückung und die Kontrolle der Gedanken und Handlungen von Untergebenen und nutzten ihre Naivität und Ergebenheit aus. Schon Platon wusste, dass eine „hündische Unterwerfung“ bis zum Tod nur mit Zensur und Kontrolle zu erreichen ist. Ohne eine strenge Zensur könnte Zweifel an den Botschaften und Befehlen der Herrschenden entstehen.

Es ist also nichts Neues im Nationalsozialismus, im Sozialismus, in der Coronakrise, im Krieg und beim Thema Klima gewesen, dass Herrscher eine Zensur für und die totale Kontrolle über die Bevölkerung fordern, sondern liegt bereits in den dunklen Tiefen unserer Schriften begraben.

Die Maske als Maulkorb passt zu Platons Hündischem, das er bereits in Untergebenen sah. Auch wusste Platon schon, um eine Gesellschaft dauerhaft zu beherrschen, ist ein früher Angriff auf die Kinder notwendig: „Weißt du denn noch, dass wir sagten, man müsse die Knaben … ganz in die Nähe des Kampfes bringen und Blut kosten lassen, wie junge Hunde.“ (Politeia)

In der Coronakrise wurden Kinder permanenten Kriegsübungen ausgesetzt, stundenlanger Luftmangel wie bei Angriffen oder im Schützengraben, frieren wie an der Front oder bei Angriffen auf die Infrastruktur, das Alleinlassen von Angehörigen wie für die Front, bei einer Isolation in Kriegsgefangenschaft oder beim Verlieren der Kameraden, der Angehörigen pp.. Außerdem wurde ihnen ununterbrochen eingeredet, sie seien Mörder, was ihnen das Töten später erleichtern sollte. Etwa die Hälfte der Kinder wurden durch diese Kriegsübungen in einer real erscheinenden Simulation psychisch krank, die andere Hälfte dürfte jetzt „hündisch ergeben“ auf das Töten und Getötetwerden im Krieg vorbereitet sein, wie die Knaben der Wächter bei Platon.

Krieg – Der Todestrieb im 21. Jahrhundert

Platon gehört wie andere europäische Philosophen zu den großen Philosophen des Westens, die weltweite Anerkennung genießen. Das Aussparen der destruktiven Aspekte dieser Werke ist ebenfalls Teil des Zerstörerischen, das das Denken abtötet und eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Werken verhindert.

Denn wir können nur verstehen, warum sich der Wille zum Töten, zur Barbarei, zum Krieg wieder so durchsetzen konnte in Europa, wenn wir verstehen, dass wir das Denken, den Tod und das Sterben mit Gewalt über Jahrzehnte, Jahrhunderte und Jahrtausende aus dem Leben verbannten. Es war ein Leichtes für die Herrscher durch die plötzlichen Überflutung mit dem Tabuthema Tod in 2020, die unterdrückten destruktiven Kräfte der Masse zum Leben zu erwecken und an die Oberfläche zu spülen.

Die Ziele für den Aggressionstrieb wurden gleich mitgeliefert, erst die Demonstranten der Demokratiewegung, dann diejenigen, die sich den gefährlichen Menschenversuchen verweigerten, heute die Russen. Um die freigelegten Aggressionen der Bevölkerung auf ein bestimmtes Ziel zu steuern, wurde die Zensur eingeführt und tief in die Tasche des Vokabulars der Nationalsozialisten gegriffen, von der Forderung Abtrünnige nicht mehr medizinsch zu behandeln, über sie seien Sozialschädlinge bis hin sie als Blinddarm der Gesellschaft zu beschimpfen, der aus einer Gesellschaft herausgeschnitten werden könne, war wieder alles dabei, womit auch die Nationalsozialisten die Aggressionen der Bevölkerung auf Minderheiten lenkten.

Hannah Arendt setzt dagegen, dass das Denken (bezahlter Link zum Buch) das Leben begleite und seine Quintessenz sei. Menschen, die nicht denken, seien wie Schlafwandler. Arendt verneinte auch das Recht blind zu gehorchen.

So wurde in der Krise seit 2020 paradoxerweise aus Angst vor dem Tod, der Tod auf vielfältige Art und Weise hervorgerufen: Die Masken führten bei mindestens zwei gesunden 13-jährigen Mädchen zum Tod, sie brachen nach der Schule im Bus unter der Maske zusammen und starben kurz darauf im Krankenhaus, weitere Todesfälle entstanden durch die Isolation, die Einsamkeit, die Angst und die Verweigerung von ärztlicher Behandlung sowie durch die Genexperimente und das Aushungern. Die Welthungerhilfe meldete 2020, dass 130 Millionen Menschen in der Dritten Welt durch die Lockdowns vom Hungertod bedroht seien.

Die für die Masse nicht aufzulösenden Paradoxien sind hier also „wir töten, weil wir euer Leben retten wollen“ in der Coronakrise und „wir führen euch in den Krieg, weil wir Frieden wollen“ im nahenden Krieg. Das erinnert an das Neusprech in Orwells „1984“ (bezahlter Link zum Buch) und ist nur mit nicht abgetötetem Denken aufzulösen.

Das abgetötete Denken in den Industrienationen, das die negativen Eigenschaften und Einstellungen ihrer Philosophen ausspart und abspaltet, aus dem Bewusstsein verbannt, ist ebenfalls Teil des Todestriebes, der sich deswegen so ungehemmt wieder im Denken und Handeln der Menschen ausbreiten konnte, weil er dauerhaft entfernt wurde und Philosophen lediglich glorifiziert werden.

Auch Kants rassistische Schrift „Von den verschiedenen Rassen oder alle Neger stinken“ (bezahlter Link zum Buch) ist den wenigstens bekannt, in der er klar definiert, wer vernunftbegabter Mensch ist oder werden kann und wer nicht: ausschließlich der weiße Mann sei vernunftbegabt. Weder Frauen, noch Kinder, noch Schwarze können nach Kant eines vernünftigen Verstandes fähig sein.

In den alten Schriften sind also nicht nur philosophische Erkenntnisse zu finden, sondern auch häufig die Wurzeln des Übels.

Das ist unter anderem ein Grund, warum sich das Destruktive und das Tötenwollen in den europäischen Gesellschaften im 21. Jahrhundert wieder Bahn brechen konnte, sei es die Russophobie, an die Herrscher leicht anknüpfen konnten, da sie latent im epigenetische Gedächtnis der Bevölkerung aus den Weltkriegen und dem Kaltem Krieg noch vorhanden war und nur durch Gräuelpropaganda und Zensur der eigenen Verantwortung am Krieg und der Historie des Krieges wieder zum Leben erweckt werden konnte; oder der Zugriff auf das Leben, das Verhängen eines Lebensverbots in der Coronakrise sowie der besonders grausame Zugriff auf die Kinder. Die Forderung nach Platons hündischer Unterwerfung äußerte sich nicht nur in Zensur, in Lebensverbot und dem traumatisierenden Zugriff auf die Kinder, sondern auch auf die Körper im Allgemeinen, mit Maskenpflicht, Bewegungseinschränkungen und Kontaktverboten sowie mit Menschenversuchen, wie im Dritten Reich. Abtrünnige wurden gejagt, deren eigenständiges Denken und Handeln in Zukunft mit dem frühen Angriff auf die Kinder und empfindlichen Strafen ausgeschlossen werden soll.

Platons totalitärer Staat war also bereits genauso durchdacht, wie die totalitären Staaten des 20. und 21. Jahrhunderts.

Todestrieb und Wissenschaft

Der Todestrieb im 21. Jahrhundert

Das Weiblich-Schöpferische-Allumfassende konnte sich auf Dauer nicht durchsetzen. Die Wissenschaften sind ein Paradebeispiel für die Destruktion, alles muss zerstückelt werden, um es dann meist mangelhaft wieder zusammenzusetzen.

„Romantiker in der Wissenschaft haben weder das Bedürfnis, die lebendige Wirklichkeit in elementare Komponenten aufzuteilen, noch wollen sie den Reichtum der konkreten Lebensprozesse in abstrakten Modellen darstellen, die die Phänomene ihrer Eigenheiten entkleiden.“ (Alexander Lurija aus Waldhoff)

Die Romantiker wollen das Netzwerk wesentlicher Zusammenhänge unter der Bewahrung ihrer mannigfaltigen Subjektivität aufdecken, die moderne Wissenschaft alles auf ein zerstückeltes Objekt und Codes reduzieren.

Die kulturelle Romantik neigt also zu den Lebenstrieben, während die politische Romantik, wie der Nationalsozialismus, der Sozialismus, der Transhumanismus oder die Klima-Ideologie, zu den Todestrieben neigt, die die Zerstörung als Bedingung für Erkenntnis, Neues und Entwicklung ansehen.

Nach Karl Mannheim lehnt sich das wissenschaftliche Denken an die angeblich exakten Naturwissenschaften an. Durch Rechenoperationen soll der Gegenstand der Erkenntnis durch Reduktion, Leugung, Isolation und Distanz ausgemerzt werden. Die moderne Wissenschaft tötet das Lebendige im Erkennen ab sowie die Beziehung zwischen Gegenstand und Betrachter.

Nur wer die Lebendigkeit aus den Wissenschaften verbannt, kann glauben, die Erkenntnis, das Bewusstsein, die Gefühle und die Vielfalt der Beziehung durch Computer, Roboter und KI ersetzen zu können.

Das Töten des Lebendigen und die politische Komponente in den modernen Wissenschaften führen aber zur Verkehrung von Erkenntnisgewinn und zur Gegenaufklärung. Baudrillard beschreibt es folgendermaßen:

„Das Realitätsprinzip hat sich mit einem bestimmten Stadium des Wertgesetzes gedeckt. Heute kippt das ganze System in die Unbestimmtheit, jegliche Realität wird von Hyperrealität des Codes und der Simulation aufgesogen. Anstelle des alten Realitätsprinzips beherrscht uns von nun an ein Simulationsprinzip.“ (Jean Baudrillard: Der symbolische Tausch und der Tod) (bezahlter Link zum Buch)

In der Coronakrise konnten wir sehen, wie in den Köpfen der Masse mit abstrakten, aus dem Zusammenhang gerissenen Zahlen und Angst einflößenden Modellrechnungen eine zweite Pest simuliert wurde, so wie die Klimaindustrie ein Aussterben der Menschheit mit Klimamodellen in einer möglichen Warmzeit simuliert. Tatsächlich war das Coronavirus weniger tödlich als die Grippe und in der Geschichte der Menschheit machten die Menschen in den Warmzeiten immer Entwicklungsschübe durch, während sich die Eiszeiten tatsächlich als problematisch erwiesen, da die Nahrungssuche schwierig war.

Krieg und Zerstörung – Der Todestrieb im 21. Jahrundert

Der Todestrieb im Transhumanismus

Der Transhumanismus ist eine futuristische Ideologie der Mensch-Maschine-Verschmelzung und der gentechnischen Veränderung des Menschen. Der Transhumanismus versteht sich selbst als Philosophie, erinnert aber inhaltlich eher an eine Religion.

Er speist sich aus der Angst, der homo sapiens könne aussterben aufgrund von Klimaveränderungen und Überbevölkerung. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung zu reduzieren und den neuen Menschen selbst zu kreieren, um ihn schöner, gesünder, intelligenter und möglichst unsterblich zu machen. Zur Steigerung der Intelligenz und zur besseren Überwachung soll den Menschen eine ID und KI eingepflanzt werden.

Mit der Genschere CRISPR-Cas9 z.B. sollen neue Menschen mit perfekten Eigenschaften kreiert werden. Sie sollen nicht mehr dumm, nicht mehr hässlich, nicht mehr schwach und krank sein. Außerdem wird die Unsterblichkeit angestrebt. Tatsächlich erproben bereits Unsterblichkeitsforscher an Fadenwürmern, wie das Leben durch gentechnische Eingriffe verlängert werden kann. Reiche Amerikaner und Russen lassen sich nach dem Tod einfrieren, um wieder aufgetaut zu werden, wenn die ultimative Lebensformel entdeckt wurde, die sie wieder zum Leben erwecken können soll.

Der Transhumanismus will die abendländische Kultur mit Humanismus und Aufklärung zerstören, ein Grund, warum viel Geld in NGOs gesteckt wird, die Kunst- und Kulturgüter beschmieren und warum neue „Realitäten“ wie in der Coronakrise simuliert werden. Auch die „Omas gegen Rechts“ sind hier einzuordnen, denn sie demonstrieren nicht etwa gegen Rechtsextremismus, wie der Name schon sagt, sondern gegen Rechts im Allgemeinen. Traditionell steht Rechts für das Erhalten der Kultur, der Traditionen, wie Weihnachten oder Fastnacht, den Erhalt der Familie, für Sicherheit, Gesetz und Ordnung pp.

Der Todestrieb in Nationalsozialismus und Transhumanismus

Wie im Nationalsozialsimus ist die Ideologie des Transhumanismus von Über- und Untermenschen geprägt, der homo sapiens soll auf die Stufe des Tieres gestellt werden und der Cyborg oder genmanipulierte Mensch auf die Stufe des Übermenschen. Das erklärt das Einsperren in der Coronakrise, wie bei Tieren, und das Absprechen von Grundrechten für Nichtgenmanipulierte, sie durften nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und viele verloren sogar ihre Arbeit. Hier spielt auch noch die fehlende Arbeit durch die Industrie 4.0 eine Rolle, da Berufe wie Ärzte, Pflegekräfte, Verkäufer, Juristen, Verwaltung pp. durch Roboter und KI ersetzt werden sollen. (Harari, (bezahlter Link zum Buch) Lorenz Sorgner, Klaus Schwab)

Um den Wandel der europäischen Bevölkerungen in den letzten Jahren hin zur Aggression gegen Andersdenkende, zur Gewalt gegen sie und zum Bejahen des Krieges besser zu verstehen, nähere ich mich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven, hier gibt es bereits einen kurzen Abriss zur Eugenik im Wandel der Geschichte, zur Propaganda im Dritten Reich und zur Propaganda im Allgemeinen.

Quellen und weiterführende Literatur:

Igor R. Schafarewitsch: Der Todestrieb in der Geschichte (bezahlter Link zum Buch)

Hans-Peter Waldhoff: Eros und Thanatos (bezahlter Link zum Buch)

Hannah Arendt: Vom Leben des Geistes (bezahlter Link zum Buch)

R.G. Kortum: Die Boten des Bösen (bezahlter Link zum Buch)

Jean Baudrillard: Der symbolische Tausch und der Tod (bezahlter Link zum Buch)

Harari: Homo Deus (bezahlter Link zum Buch)

Platon: Der Staat (bezahlter Link zum Buch)

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Kurzgeschichte der Eugenik

Eugenik im Wandel der Zeit

Kurzgeschichte der Eugenik – Viele Menschen in Deutschland glauben, die Eugenik -die Menschenzucht- sei auf den Nationalsozialismus begrenzt gewesen, doch eugenische Ideen ziehen sich durch die gesamte Menschheitsgeschichte. Erste eugenische Utopien finden sich bereits bei Platon (Politeia) und gipfeln heute in der Ideologie des Transhumanismus, in Ideen der Mensch-Maschine-Verschmelzung oder der gentechnisch optimierten Menschen.

Frühe Utopien zur Menschenzucht finden sich bereits in Platons Politea, im Gilgamesch-Epos, in der Promotheus-Sage oder der Legende vom Jungbrunnen.

Platon wollte z.B. die Ehe als Fortpflanzungs- und Erziehungsumgebung abschaffen. Die Behörden sollten Männer und Frauen nach guten Eigenschaften aussuchen, sortieren und sie dann zusammenführen. Die Quantität der Eltern und die Qualität ihrer Nachkommen sollten die Behörden kontrollieren. (Platon, Buch IV, Politeia) (#Anzeige)

Bereits in der Spätantike etablierte Augustinus „das Hässliche“, der Schönheit der Schöpfung Abweichende, das Abnorme im christlichen Denken.

Auch gab es in der Antike bereits Ideologien zu Mensch-Gott-Chimären, antike Götter waren halb Mensch, halb Gott und Mensch-Tier-Chimären, wie z.B. die Sphinx, waren halb Tier, halb Mensch, wie wir sie heute im Transhumanismus wiederfinden. Harari nennt die selbst kreierten Menschen „homo deus“ (bezahlter Link zum Buch), wie sein gleichnamiges Werk zum Transhumanismus, durch Mensch-Maschine-Verschmelzungen und die Genforschung soll in Zukunft der Mensch vom Menschen selbst kreiert werden, wie erste Versuche z.B. beim Einpflanzen eines menschlichen Hirn-Organoids in ein Rattenhirn zeigen.

Körperzentrierte Utopien zur Menschenzucht, die Körper und Geist optimieren sollten, finden sich auch bei Bacon, Descartes und Condorcet.

Die Menschenzucht war von Beginn an Teil der Philosophie und der Politik, später dann auch der politischen Soziologie.

Erst durch Darwin und die mendelsche Vererbungslehre wurde die Menschenzucht auch Bestandteil der Biologie, der Medizin und der Technik. Die Menschenzucht bekam durch Darwin und Mendel einen neuen Aufschwung und gipfelte schließlich im 20. Jahrhundert in den Sterilisations- und Euthanasieprogrammen der Nationalsozialisten. Heute schlägt sich die Eugenik in der Humangenetik nieder und ist neben der Mensch-Maschine-Verschmelzung Teil der Ideologie des Transhumanismus und des Posthumanismus.

Beschäftigte sich die sogenannte positive Eugenik zunächst in erster Linie mit der gezielten Vermehrung der Stärksten und Intelligentesten durch organisiertes Zusammenführen von Männern und Frauen mit den gewünschten Eigenschaften, entstand im 19. Jahrhundert der Begriff der Degeneration.

Datensammlungen als Voraussetzung der Eugenik

Geschichte der Eugenik: Datensammlungen als Voraussetzung

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das Sammeln von Daten der Bevölkerung Teil der Bevölkerungspolitik, die Bevölkerung wird zur ökonomisch bedeutsamen Ressource und zum Projekt systematischer Beobachtung. Die Demographie wurde als neues Wissensgebiet eingeführt als Grundlage zur Steuerung des Staatsapparates, so wurden zunächst Geburten- und Sterberaten gesammelt.

100 Jahre später ordnet sich hier die Verwissenschaftlichung der Fortpflanzung auf zwei Ebenen ein, auf die Ebene von Werten und auf die Ebene der Wahl von Handlungsmitteln und der Bewältigung von Folgeproblemen.

Kurzgeschichte der Eugenik: Der Begriff der Degeneration

Um nachzuvollziehen, warum die Eugenik im Nationalsozialismus zu Sterilisation und Euthanasie führte, wie auch im Transhumanismus ab 2020/21, ist die Einführung des Begriffs der Degeneration in der Politik von Bedeutung. Für den Transhumanismus sind weitere Begriffe von Bedeutung wie Ressourcenknappheit und Überbevölkerung, die bereits in den 1950er Jahren den Diskurs mit bestimmten, wie ich weiter unten noch zeigen werde.

Die Degeneration in der politischen Debatte

Während die Degeneration der Bevölkerung im 19. Jahrhundert ein Problem für die Politik darstellte, das sie sich nicht erklären konnte, ist sie im 21. Jahrhundert Ziel der Politik. Durch die Bologna-Reform an den Hochschulen ist die Qualität der Studiengänge massiv gesunken. Auswendiglernen statt Denken ist das Motto, in den letzten Jahren kam die Cancel Culture hinzu, die den wissenschaftlichen Diskurs, der eigentlich Voraussetzung aller Wissenschaft ist, verbietet und Wissenschaft durch Ideologie ersetzt. Ideologisch gefärbte KI soll Bevölkerung und Studierenden zusätzlich die Recherchearbeit abnehmen, Wissenslücken aufspüren und auffüllen. Der Mensch von Morgen soll also weder seine Wissenslücken selbständig füllen können, noch selbständig recherchieren oder denken können. Bereits heute gibt es junge Erwachsene, die keine Schreibschrift mehr gelernt haben.

Im Gegensatz zum 19. Jahrhundert will die Politik des 21. Jahrhunderts eine Degeneration der Bevölkerung und der Studierenden herbeiführen und implementieren, die im 19. Jahrhundert noch als Problem gesehen wurde und zu Strategien der Abwehr der Degeneration führten. Im 19. Jahrhundert wurde außerdem noch großen Wert auf die Quantität der Bevölkerung gelegt, da viele Bauern, Handwerker, Soldaten und später auch Arbeiter in den Fabriken für Wohlstand und Verteidigung eines Landes sorgten.

Durch die Industrialisierung und die Konzentration großer Teile der Bevölkerung um die Fabriken, die Verarmung und die harten Arbeitsbedingungen in den Fabriken breiteten sich Probleme wie Seuchen, Alkoholismus und Verwahrlosung der Kinder aus, die während der Arbeit der Eltern alleine zu Hause waren und weder versorgt noch gefördert werden konnten, sodass körperliche und geistige Entwicklungsstörungen um sich griffen, die allerdings nicht als Folge der harten Arbeit, der mangelnden Hygiene und der mangelnden Fürsorge galten, sondern als Degenerationsprozess der Bevölkerung fehlgedeutet wurden.

Der Begriff der Degeneration als Voraussetzung zum Aussortieren von Menschen

Während sich die frühen Ideologien zur Menschenzucht auf die Züchtung von starken und intelligenten Menschen beschränkten, wurde der Begriff der Degeneration Teil der Negativauswahl, die dann im Nationalsozialismus in der Sterilisation und in der Tötung behinderter Menschen und „niederer Rassen“ gipfelten.

Die Biologisierung der Menschenzucht
Charles Darwin und die Folgen

Charles Darwin (1809-1882) definierte den Menschen als Gegenstand der Auslese. Alle Lebewesen stammen nach Darwin von einem Stammbaum ab. Vor Darwin galt die Art als feststehende Konstante mit individuellen Abweichungen. Darwins Untersuchungen legten jedoch nahe, dass eine Art veränderlich ist. Die Art passe sich an ihre Umgebung an und die Nachkommen einer Art können sich in manchen Merkmalen bereits von ihren Vorfahren unterscheiden. Artabweichungen und die Divergenz der Abweichungen führte Darwin auf den Kampf des Überlebens zurück. Der Daseinskampf sei die Ursache der „natürlichen Selektion“. Nur der Tüchtigste überlebe. Eine wirksame Strategie des Überlebens sei die sexuelle Zuchtwahl.

Auch wenn Darwin die Evolution als grundsätzlich vorwärtsgerichtet beschreibt, sei bei Kulturvölkern auch ein Rückschreiten möglich, wenn niederstehende, lasterhaftere, leichtsinnige Menschen sich schneller vermehren als andere. Darwin führte hier auch die Definition des Monströsen ein, das Monströse mit seinen extremen Abweichungen könne sich auch in der ganzen Bevölkerung ausbreiten. Darwin führte hier die Anormalität als Gesetzmäßigkeit bei der Entstehung von Leben ein. Das führte in Folge zu biologisch begründbaren eugenischen Konzepten und Strategien.

Noch vor den Vererbungsgesetzen ließen Darwins Theorien radikalere Eingriffe nötig erscheinen, anstelle von individuellen Heilungen.

Durch die Selektions- und Evolutionstheorie Darwins (bezahlter Link zum Buch) ließen sich Wertsetzungen und die daraus folgenden Handlungen wissenschaftlich herleiten.

In Verbindung mit dem Utilitarismus findet expansiver Szientismus Niederschlag in den Werten: Das Individuum wird abgelöst durch die Gattung.
Diese Abstraktion und der Begriff der Erbmasse führten zu Veränderungen in Politik, Ethik und Wissenschaft, die biologische Lösungen vor soziale und gesellschaftliche Lösungen stellten.

Damit richteten sich die neuen Ethiken gegen die christliche Individualethik und den Gleichheitsgrundsatz der Aufklärung.

Begriffsentwicklung: Eugenik und Rassenhygiene –
Francis Galton – der Begründer der Eugenik

Als Begründer der Eugenik gilt Francis Galton (1822-1911), der Cousin Charles Darwins. Er entwickelte aus Darwins Theorie der Entwicklung der Arten (bezahlter Link zum Buch) sein Konzept zur Verbesserung der Arten „Genie und Vererbung“ (bezahlter Link zum Buch). Auch entwickelte er wie Darwin eine Kurvenlandschaft des Normalen in der Bevölkerung zur Bemessung der Abweichung.

Galtons Forderung nach einer künstlichen Selektion stellt ihn vor ein forschungsmethodisches Problem, die Daten der „Zuchtwahl“ zu erfassen.

Nach Galton könne die Reputation eine messbare Größe sein, er sieht die guten Eigenschaften nicht gleichmäßig auf die Bevölkerung verteilt, sondern sie häuften sich in bestimmten Familien. Die Fähigkeiten leitete er vom Genie ab, Befähigungen für bestimmte Berufe würden weiter vererbt.

Er entwickelte die Theorie der „reinen Typen“, die besonders für den Überlebenskampf geeignet seien und deren Eigenschaften besonders harmonisch abgestimmt bei einigen Menschen vorkommen. Aus dieser Mischung leitete er den Idealtypus ab. Der Mensch im Allgemeinen befinde sich zwischen Genius und Idiotie.

Im Nationalsozialismus führten die Ärzte dann zahlreiche Vermessungen der verschiedenen Ethnien
durch, um ihre Rassentheorien zu begründen.

Kurzgeschichte der Eugenik: Auslese auf der Ebene der Keimzellen
August Weismann

Der Zoologe August Weismann (1834-1914) veröffentlichte 1904 seine umfassende Vererbungstheorie. Er verbindet sie mit der Selektionstheorie.

Weismann studierte die Vererbung an Einzellern. Er ging durch seine Beobachtungen unter dem Mikroskop von einer unsterblichen chromatischen Substanz aus, die die Einzeller durch Teilung an ihre Nachkommen weitergeben. Diese Theorie überträgt er auf Mehrzeller. Weismann glaubte, die Keimzellen seien unveränderbar und könnten sich bei allen Lebewesen unendlich durch Teilung vermehren. Hier unterscheidet er sich von Darwin, der eine Änderung der Arten bereits bei direkten Nachkommen beobachtet hatte.

Die Kultur der Menschen rege nach Weismann abwärts gerichtete Keimlinien an. Die Humanität störe deswegen den natürlichen Selektionsprozess. Entfällt so die Regulation auf natürlichem Wege, müsse sie künstlich angeregt werden.

Geschichte der Eugenik: Alfred Ploetz – Rassenhygiene

Was in England Francis Galton unter dem Begriff der Eugenik zusammenfasste, deckt sich mit dem Begriff des deutschen Arztes Alfred Ploetz (1860-1940) der Rassenhygiene. Die internationale Eugenik-Elite benutzte beide Begriffe synonym.

1905 gründete Ploetz die erste eugenische Gesellschaft für Rassenhygiene.

Ploetz vertat die an Darwin angelehnte Theorie, dass Zeugung nicht dem Zufall überlassen werden sollte, sondern sich an die Zeit und an die Wissenschaft anlehnen müsse.

Wenn missgebildete Kinder trotzdem nicht verhindert werden könnten, solle man sie einem sanften Tod zuführen, z.B. mit Morphium.
Ärzte sollten zur Beurteilung des Erbwertes und des Fortpflanzungsrechts herangezogen werden und die Entscheidung über Leben und Tod treffen können.

Züchtungsideologien der Sexualmoralisten

Kurzgeschichte der Eugenik

Zu den Züchtungsvorstellungen der Eugeniker kamen die Züchtungsideologien von Sexualmoralisten.

Die Eugeniker und Sexualmoralisten bildeten eine Schnittmenge, in der die Sexualmoral die Vorbedingung der Eugenik sei.

So sollten z.B. nach dem Sexualmoralisten Christian von Ehrenfels (Philosoph und Begründer der Gestaltpsychologie) „rassisch wertvolle Männer“ in Frauenverbänden verweilen, so könnten sie auf diese Weise 1000e Kinder zeugen.

Es bildeten sich eugenische Bünde, wie die Nordische Bewegung, die Bewegung Mittgart „zur Erneuerung der germanischen Rasse“ und ähnliche Bünde wie die „zur Züchtung einer Rasse von Blonden und Blauäugigen“ in denen sich Frauen und Männer bis zur Schwangerschaft treffen sollten.

Eugenik nach 1945
Julien Huxley und der Transhumanismus

Nach den Euthanasieprogrammen der Nationalsozialisten traf sich die eugenische Welt-Elite bereits in den 1950er Jahren wieder um Julien Huxley (Biologe und Bruder von Aldous Huxley), der den Transhumanismus begründete. Der Transhumanismus ist eine eugenische Ideologie der Mensch-Maschine-Verschmelzung und des genetisch optimierten Menschen, die sich stark an den Nationalsozialismus anlehnt. Der Transhumanismus definiert den homo sapiens sapiens als Untermenschen sowie den mit neuen Technologien veränderten und ausgestatteten „Menschen“ als Übermenschen.

Die internationalen Eugeniker, die schon Hitlers Menschenversuche unterstützten, beschlossen die Eugenik zur Bevölkerungskontrolle und zur Optimierung der Bevölkerung aufgrund des Entsetzens über die Sterilisations- und Euthanasieprogramme der Nazis zunächst ruhen zu lassen, bis Gras über den Nationalsozialismus gewachsen ist.

Sie machten sich allerdings damals bereits Gedanken um den Bevölkerungszuwachs, der um die Jahrtausendwende erreicht sein würde. So schrieb Aldous Huxley in seinen Essays von 1959 „Wiedersehen mit der schönen neuen Welt“, eine Reflexion seines Romans „Schöne neue Welt“ (bezahlter Link zum Buch):

„Die kürzeste und und breiteste Straße zum Albtraum der „schönen neuen Welt“ führt wie gesagt, über Überbevölkerung und die beschleunigte Vermehrung der Menschheit – zwei Milliarden achthundert Millionen heute, fünf Milliarden fünf Millionen um die nächste Jahrhundertwende, wobei der größte Teil der Menschheit vor der Wahl zwischen Anarchie und totalitärer Kontrolle stehen wird. Aber der wachsende Bevölkerungsdruck auf die verfügbaren Rohstoffe und Nahrungsmittel ist nicht die einzige Kraft, die uns dem Totalitarismus zutreibt. Dieser geheime biologische Feind der Freiheit ist mit unermeßlichen Kräften verbündet, welche gerade durch diejenigen Fortschritte der Technologie entstehen, auf die wir am stolzesten sind.“
(Wiedersehen mit der schönen neuen Welt- Aldous Huxley, Piper) (bezahlter Link zum Buch)

Während die Eugeniker bis ins letzte Jahrhundert die Bevölkerung zu mehren versuchten, um Vorteile in der Ökonomie und im Krieg zu erlangen, beschäftigen sich die Eugeniker heute mit der Bevölkerungsreduktion aus Angst vor Überbevölkerung und Ressourcenknappheit. Hinzu kommt, dass die KI und die Robotik den Menschen in weiten Teilen ersetzen soll, der Mensch also für die eugenische Welt-Elite nicht mehr nützlich ist, sondern eine finanzielle Belastung darstellt.

In der Politik der Transhumanisten und einschlägiger NGOs erreichte die Eugenik ihren derzeitigen Höhepunkt mit geforderten Verhaltens-, Bewegungs- und Fortpflanzungseinschränkungen, wie z.B. die Bewerbung von Gentherapien in Schwangerschaften oder die Bewerbung von Pubertätsblockern für Kinder und Jugendliche sowie in Berechnungen wie viel CO2 ein Baby im Laufe seines Lebens produziert.

Nahezu zeitgleich mit den Werbekampagnen gegen eine Mutterschaft und Nachkommenschaft sowie gegen das Entwickeln einer erwachsenen, sexuellen Identität im Westen, meldete China, technisch funktionsfähige Gebärmaschinen entwickelt zu haben.

Der groß angelegte Menschenversuch seit 2020/21 der eugenischen Welt-Elite soll laut kanadischer Studie inzwischen bereits 30 Millionen Menschenleben gekostet haben.

„„Im Jahre 1931, als ich „Schöne neue Welt“ schrieb, war ich überzeugt, dass wir noch viel Zeit hätten. Die völlig organisierte Gesellschaft, das wissenschaftliche Kastensystem, die Abschaffung des freien Willens mittels methodischen Konditionierens, die durch regelmäßige Verabreichung pharmakologisch hervorgerufene Glückseligkeit annehmbar gemachte Versklavung, die in nächtlichen Schlafunterrichtskursen eingetrichterten Glaubensartikel – das alles würde wohl einmal kommen, aber nicht zu meiner Lebenszeit, nicht einmal zu der meiner Enkel. Ich weiß das genaue Datum der in meiner „Schönen neuen Welt“ erzählten Ereignisse nicht mehr; aber sie spielten sich irgendwann im 6. oder 7. Jahrhundert nach F. (Ford) ab. … Siebenundzwanzig Jahre danach, in diesem dritten Viertel des 20. Jahrhunderts n.Chr. und lange vor dem Ende des 1. Jahrhunderts n. F., denke ich beträchtlich weniger optimistisch denn damals als ich „Schöne neue Welt“ schrieb (Anm. der Autorin: Huxley glaubte, die Menschen würden in der Zwischenzeit (nach dem Krieg) das Beste aus der Unordnung des Liberalismus und der viel zu ordentlichen schönen neuen Welt machen, in welcher völlig reibungsloses Funktionieren keinen Raum für Freiheit oder persönlichen Unternehmungsgeist ließe). Die Prophezeihungen von 1931 werden viel früher wahr als ich dachte. Die selige Zeit aus zu wenig Ordnung und dem Albtraum aus zu viel Ordnung hat nicht begonnen und scheint nicht beginnen zu wollen. Zwar erfreuen sich die Menschen im Westen vereinzelt noch immer eines großen Maßes an Freiheit … In der übrigen Welt ist die Freiheit des Individuums schon verschwunden oder ganz offensichtlich im Verschwinden begriffen. Der Albtraum totaler Organisation, den ich ins 7.Jahrhundert n. F. gelegt hatte, ist aus der ungefährlich fernen Zukunft herausgetreten und erwartet uns nun unmittelbar vor unserer Tür.“ (1959, A. Huxley, Wiedersehen mit der Schönen neuen Welt)

Datensammlungen und eine totale Ordnung, wie mit der Planung von Smart Cities, digitaler Patientenakte, digitaler ID, Smart Homes, digitalem Geld pp., sind Teil der Eugenik und Bevölkerungskontrolle und in den letzten fünf Jahren juristisch und organisatorisch vorbereitet worden.

Weiterführende Quellen und Fachliteratur:

Maren Lorenz – Menschenzucht – Wallstein (bezahlter Link zum Buch)

Rasse, Blut und Gene: Geschichte der Eugenik und Rassenhygiene in Deutschland (suhrkamp taschenbuch wissenschaft), Weingart, Kroll, Bayertz (bezahlter Link zum Buch)

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