Atomforschung und Humangenetik als Hort der Eugenik

Eugenik von 1945-1970

Atomforschung und Humangenetik als Hort der Eugenik – Von 2020-2022 fand das größte medizinische Experiment der Menschheitsgeschichte statt, ein Großteil der Weltbevölkerung wurde in Geiselhaft (Lockdown) genommen und genetischen Menschenversuchen unterzogen.

Wieso das 75 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg möglich wurde, erklärt sich aus der Geschichte der Eugenik.

Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen viele deutsche Eugeniker in die USA und nach Argentinien. Die Geheimdienste und Militärs verschiedener Länder hatten großes Interesse an den Forschungen der Nationalsozialisten, so entstand z.B. in den USA das Geheimdienstprojekt MK Ultra, das die psychologischen Experimente zur Mind Control (Gedankenkontrolle) mit Hilfe von Hypnose, Drogen und Foltermethoden der Nationalsozialisten übernahm und weiter entwickelte.

2020 wurden die Experimente zur Gedankenkontrolle mit weißer Folter im Großexperiment an der gesamten Weltbevölkerung getestet. Isolationshaft, englisch Lockdown, ist von Amnesty International offiziell als weiße Folter anerkannt.

Weltweit wurden die Menschen, die sich in Isolationshaft befanden, aus allen technischen Geräten mit den gleichen Erzählungen und religiös anmutenden Botschaften bespielt. Techniken wie Propaganda, Hypnose, Gaslighting, Nudging, psychologische Operationen (PsyOps) pp. kamen zur Anwendung und Cannabis wurde in Deutschland legalisiert. Ritalin zur Leistungssteigerung von Schülern und Studenten ist schon lange auf dem Vormarsch, rund 4-5 Kinder pro Schulklasse werden mit dem Amphetamin (Aufputschmittel, Speed) „behandelt“. Politische und wissenschaftliche Forderungen zu LSD in der Psychotherapie wurden wieder laut, wie in den 60-/70er Jahren des letzten Jahrhunderts, das damals schließlich wieder aus der Psychotherapie verschwand, LSD kann zu Psychosen führen.

Die Erde wurde zu einem großen sozial-psychologischen Versuchslabor.

Ab 2021 kam es dann auch zu groß angelegten biologischen Menschenversuchen, Bio-Eugeniker und Militär setzten bei einem großen Teil der Weltbevölkerung gentechnische Experimente aus der Gain-of-Function-Forschung ein, die von vorab ausgewählten Firmen hergestellt wurden und bei vielen schnell zu Herzinfarkten, Schlaganfällen, Autoimmunkrankheiten, Immunschwäche, Fehlgeburten, Krebs und Tod führten.

Alle Impfländer bis auf Schweden wiesen 2021 und 2022 eine hohe Übersterblichkeit auf. Seit 2022 steigt der Geburtenrückgang stetig an, inzwischen fehlen rund 100.000 Geburten im Jahr im Vergleich zum Vorspritzenzeitraum alleine in Deutschland, 100.000 Menschen starben 2021 und 2022 mehr als zu erwarten gewesen wären und in den Vorjahren gestorben sind, Arbeitsausfälle und Pflegebedürftigkeit stiegen ebenfalls an.

Schweden zeigte nur eine geringe Übersterblichkeit von 3%, es war zum Zeitpunkt der mRNA-Spritze noch kein NATO-Mitglied und beteiligte sich auch nicht an den totalitären und repressiven Maßnahmen der NATO-Länder. Die hohe Übersterblichkeit in Resteuropa von 10-20% ist dringend rechtfertigungsbedürftig.

Atombehörden als Hort der Eugenik

Atomforschung und Humangenetik als Hort der Eugenik

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die Sorge um den Genpool der internationalen Eugeniker weiterhin bestehen.

Unzweideutige Sorgen gingen zunächst von den Atombomben über Hiroshima und Nagasaki und den Atomwaffentests in der Atmosphäre aus.

Jetzt waren es die Atomenergiebehörden, die weiterhin Menschenversuche finanzierten sowie die genetische Erfassung von Teilen der Bevölkerung. Genetikregister und humangenetische Institute wurden auf- und ausgebaut.

In Los Alamos, wo die Atombombe entwickelt wurde, befanden sich weitere Waffenlabore und auch der Beginn der Molekularbiologie, die der militärischen Nutzung dienen sollte und später der Gain-of-Function-Forschung (Biowaffenforschung) diente. Die Gain-of-Function-Forschung arbeitet daran, Viren für den Menschen gefährlicher zu gestalten und ist aufgrund der Gefahren für die Menschheit inzwischen in den USA verboten.

Doch erst 1984 war es so weit, es entstand das Human Genom Projekt, 2020 erhielten die Forscherinnen Jennifer Doudna und Emmanuelle Charpentier für die fünf Jahre zuvor entwickelte Genschere CRISPR Cas9 den Nobelpreis, die Pflanzen, Tiere und Menschen gezielt genetisch verändern kann. Seit Mai 2021 gilt das menschliche Genom als vollständig entschlüsselt.

Ob der großangelegte eugenische Menschenversuch mit Vektor-, mRNA- und DNA-Produkten gezielt bestimmte Menschengruppen beseitigte oder es sich um eine individuelle Reaktion des Immunsystems handelte, ist bisher ungeklärt, auffällig ist aber, dass z.B. die Übersterblichkeit in Schweden nach den genetischen Experimenten wesentlich geringer war als im Rest von Europa und dass nicht alle Chargen der genetischen Impfstoffe gleich gefährlich waren.

Rote und braune Eugeniker

An dieser Stelle ist zu bemerken, dass in den letzten beiden Jahrhunderten rote und braune Eugeniker sich in Theorie und Handlungsfolgen noch unterschieden, was seit 2020 nicht mehr zu beobachten ist. Rote Eugeniker der letzten beiden Jahrhunderte führten „Fehlentwicklungen“ der Bevölkerung auf Armut und schlechte Arbeitsbedingungen zurück und wollten dies verändern, während biologisch-konservative und später rechtsextreme Eugeniker die Erbanlagen als Ursache ansahen, die im Nationalsozialismus zu den Euthanasieprogrammen führten.

Seit 2020 unterscheiden sich die roten eugenischen Ideale nicht mehr von den braunen, waren es doch vor allem Grüne, linke Parteien und die Antifa, die Kritiker der biologischen Eugenik und Ungeimpfte beschimpften, diffamierten, jagten und aus Beruf und Gesellschaft ausschlossen und ebenfalls biologische Lösungen gemeinsam mit der CDU in den Mittelpunkt ihrer eugenischen Ideologie stellten, wie früher die Nationalsozialisten.

Eugeniker heute halten die Erde für überbevölkert und schieben die Verantwortung für die Umweltverschmutzung auf die Weltbürger, die Eugeniker, NGOs, Militärs, Großindustrie, Kartelle und Oligarchen sowie Politiker auf der Erde verursachten und weiterhin verursachen. Aus Sicht der Eugeniker sind also die Existenzvernichtung der Bürger und Betriebe, der Terror gegen sie, die Bevölkerungsreduktion mit Hilfe von Aushungern, Gotteskriegern, Gain-of-Function-Produkten und Kriegen etwas Gutes.

Hier wird deutlich, dass Gut und Böse eine Frage der Perspektive sind, auch wenn die Geschichtsschreibung auf der Seite der Unterdrückten und Misshandelten steht, sind aktuelle Bewertungen lediglich eine Machtfrage.

Atombomben und Atomtests als Forschungsfeld der Eugenik

Eugenik in den USA nach dem Zweiten Weltkrieg

Nachdem Japan zur Kapitulation bereit war, warfen die Amerikaner am 06.08.1945 die Atombomben „Little Boy“ auf Hiroshima und am 09.08.1945 „Fat Man“ auf Nagasaki ab. Die Wissenschaftler um Oppermann jubelten, Oppermann bedauerte lediglich, dass die Bombe nicht rechtzeitig für Deutschland fertig geworden war. Später trat Oppermann allerdings mit den Worten „Ich habe Blut an meinen Händen“ zurück.

300.000 Menschen starben direkt oder in Folge der Atombomben, darunter auch koreanische Zwangsarbeiter.

Weitere 200.000 Menschen starben an den Spätfolgen der Strahlenbelastung.

Kurz nach dem Abwurf der Bomben wurden amerikanische Ärzte nach Japan geschickt, nicht um die Opfer zu behandeln, sondern um die Folgen der nuklearen Strahlung auf das Erbgut der Japaner zu untersuchen. Am 02.09.1945 begann eine amerikanische Untersuchungskommission in Hiroshima die Auswirkungen der Atombombe zu studieren.

In Los Alamos, der Geburtsstätte der Atombombe, wurde die erbgutschädigende Wirkung bei Forschern, Arbeitern und Militär festgestellt.

Von radioaktiver Strahlung betroffene Japaner durften nicht heiraten und keine Kinder bekommen, um Missbildungen vorzubeugen.

Beginn des weltweiten nuklearen Aufrüstens und der Atombombentests

Es begann ein weltweites nukleares Aufrüsten mit Atombombentests in der Atmosphäre, die Amerikaner stellten 70.000 Atombomben her.

Von 1946-1958 explodierten 67 amerikanische Atombomben in der Südsee im Gebiet der Marschall-Inseln, davon 23 auf dem Bikini-Atoll. Hunderte Kinder kamen zum Teil bis zur Unkenntlichkeit missgebildet auf die Welt.

Um ein Wettrüsten zu verhindern, schlug die UdSSR vor, Atombomben zu verbieten. Die UNO trug den Vorschlag den Amerikanern vor, die ihn ablehnten. Die UdSSR sah sich im Zugzwang und testete ihre erste Atombombe 1949 in der Atmosphäre. Es begann ein nukleares Wettrüsten, die UdSSR, Frankreich, Großbritannien und China bauten und testeten ebenfalls Atombomben. Von 1945 bis in die 70er Jahre fanden etwa 150 überirdische und 1.400 unterirdische Atombombenversuche statt.

In den 80ern wurde dann angesichts der vielen Atombombentests in der Atmosphäre die fragliche These als Fakt aufgestellt, die Bürger hätten mit ihrem Deospray das Ozonloch verursacht, das Spray enthielt sogenannte Treibhausgase (FCKW).

Etwa 430.000 Menschen sollen bis zum Jahr 2000 an Krebs als Folge von Atomtests gestorben sein laut „Internationaler Ärzte zur Verhinderung eines Atomkriegs“.

Noch heute setzen NATO-Länder abgereichertes Uran zur Erbgutschädigung anderer Völker in ihren Kriegen ein, z.B. schickte GB abgereichertes Uran in die Ukraine, in der Ostukraine, die seit 2014 von der Westukraine bombardiert wird, leben in erster Linie ethnische Russen.

Ein weites Feld der Erbgutforschung wurde so erschlossen, nachdem die Forschung der Nationalsozialisten als offiziell beendet galt.

Die Atom-Lobby und andere Lobbyvereine kapern die WHO

1959 wurden die WHO und die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA), beide Unterorganisationen der UNO, vertraglich dazu verpflichtet, sich zu heiklen Strahlenschäden nicht öffentlich zu äußern. Die WHO verlor also bereits 1959 im Interesse von Atom-Lobby und weiterer Lobby-Verbände ihre Unabhängigkeit in Gesundheitsfragen.

Der Vertrag führte dazu, dass die WHO sich in Folge nicht zu den Strahlenschäden durch den Einsatz von Waffen mit abgereichertem Uran z.B. im Golfkrieg (1991) oder in Serbien (1999) äußerte, wie auch nicht zu den Folgen von Atomunfällen, wie in Tschernobyl oder in Japan.

Obwohl die WHO bereits seit 1959 keine Unabhängigkeit mehr besitzt und von Lobbyverbänden der Wirtschaft und Oligarchen gekapert wurde, gaben die Mitgliedsländer jetzt ihre Souveränität freiwillig auf und legen mit den neuen Infektionsschutzvorschriften und dem neuen Pandemievertrag die Gesundheit, das Leben und den Tod ihrer Bürger in die Hand dieser Organisation. Mit den neuen Internationalen Gesundheitsvorschriften wurden die Anweisungen der WHO für alle Mitgliedsstaaten verpflichtend, der Grund, warum die USA aus der WHO ausgetreten sind. Einen Probelauf gab es in der Coronakrise, als totalitäre und repessive Maßnahmen mit den Empfehlungen der WHO fast weltweit umgesetzt wurden.

Atombehörden und Humangenetik als Hort der Eugenik

Rassenhygieniker in Deutschland nach 1945

Auch in Deutschland beschäftigte sich die Eugenik nach dem Krieg mit Radioaktivität, Strahlenschäden und den entsprechenden Erbgutschäden.

Die Fortsetzung der Eugenik wurde zunächst von der Atombehörde und später vom Gesundheitsministerium finanziert. Um die dunklen Seiten der Eugenik, die im Dritten Reich zutage traten zu übertünchen, wurde für die Rassenhygiene der Begriff Humangenetik eingeführt.

Zahlreiche deutsche Rassenhygieniker setzten ihre Universitätskarriere nach dem Krieg fort.

Das Kaiser-Wilhelm-Institut wird zur Max-Planck-Gesellschaft

Max Planck und die Eugenik

1927 wurde das Kaiser-Wilhelm-Institut (KWI) mit den Abteilungen Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik gegründet. 1933 musste kein Mitarbeiter als Nichtarier oder Oppositioneller entlassen werden. Lediglich Hermann Ackermann als Ex-Jesuit und Diözesanpriester und Eugen Fischer mussten gehen. Sie gerieten trotz Anpassung an die Politik des Nationalsozialismus als Vertreter der Weimarer Zeit unter Beschuss von NS-Rassenbiologen.

Das KWI war das wichtigste Forschungs-Institut der Nationalsozialisten zur Verbreitung und Durchsetzung ihrer Rassenideologien, ihren Forschungen und schließlich Selektionen.

Max Planck und die Eugenik

Bereits vor dem Dritten Reich nahm die Rockefeller-Foundation Kontakt zur Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft auf, der Max Planck vorstand, für ein Notprogramm nach dem Ersten Weltkrieg. Peace, der medizinische Leiter der Rockefeller-Foundation interessierte vor allem Kraeplins Institut für Hirnforschung als mögliches Ausbildungsinstitut für amerikanische Ärzte.

Ab 1930 wurden die deutsche Physik, die Zellbiologie und die Genetik von der Rockefeller-Foundation unterstützt, insbesondere die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft mit ihren Instituten für Physik und Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik.

Im Zeichen der „Zeitenwende“ setzte sich die Innere Mission 1932 offen für die antidemokratische Umgestaltung der Republik ein mit einer Besinnung auf Rasse, Volkstum und Autorität. Im Mittelpunkt standen die kostenintensiven Anstalten für geistig und körperlich chronisch behinderte Patienten, eine Sterilisation der Patienten solle nicht nur die Kosten senken, sondern auch der Volksgesundheit dienen.

Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie wurde zur Wissenschaftszentrale des Rassenwahns der Nationalsozialisten und begründete diesen auf wissenschaftlicher Basis, so wie die Bundesregierung das weisungsgebundene Robert-Koch-Institut für den Coronawahn als Wissenschaftszentrale vorspannte und wissenschaftliche Begründungen für menschenverachtende, gesundheitsschädliche und tödliche Maßnahmen einforderte. Im KWI wurden auch Ärzte und Amtsärzte ausgebildet.

Max Planck, der Präsident der Kaiser-Wilheim-Gesellschaft, beteuerte mehrfach, dass die Gesellschaft den Nationalsozialisten zur Verfügung stehe, so sagte er z.B. zu Innenminister Frick: „Dem Herrn Reichsminister des Inneren beehre ich mich ergebenst mitzuteilen, dass die KWG zur Förderung der Wissenschaften gewillt ist, sich systematisch in den Dienst des Reiches hinsichtlich der rassenhygienischen Forschung zu stellen.“ (Zitiert aus Ernst Klee, Deutsche Medizin im Dritten Reich, Karrieren vor und nach 1945)

1946 wurde die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in Max-Planck-Gesellschaft umbenannt, nachdem einige Wissenschaftler für ein halbes Jahr in England interniert waren. Die Briten forderten lediglich eine Namensänderung. Bis heute trägt die Gesellschaft den Namen eines der größten Zuarbeiter der Rassentheorien der Nationalsozialisten.

Das Robert-Koch-Institut

Das Robert-Koch-Institut war vor dem Dritten Reich ein regionales Institut für Infektion und Impfpropaganda. Es gab Empfehlungen zur Hygiene, wie Händewaschen und zu Impfungen.

Im Dritten Reich wurde es zur Reichsbehörde erhoben, jüdische und oppositionelle Wissenschaftler wurden entlassen, es wurden Verbindungen ins Ausland, zu NGOs und in die Pharmaindustrie geknüpft und die Tuberkulose als „jüdische Erbkrankheit“ deklariert. Es unterstützte die Rassentheorien und Menschenversuche mit Impfmitteln der Nationalsozialisten, so wurden z.B. Menschenversuche mit Gelbfieberimpfungen an den Insassen des KZs Buchenwald durchgeführt, da in Dänemark eine Gelbfieber-Epidemie ausgebrochen war.

Nach dem Krieg wurden die im Dritten Reich geknüpften Verbindungen nie gekappt, das RKI blieb weisungsgebunden und war weiterhin für hygienische Empehlungen in den Grippewellen und für Impfpropaganda zuständig und musste 2020/21 erneut politische und eugenische Maßnahmen pseudowissenschaftlich untermauern, wie bereits im Nationalsozialismus.

Die Nachkriegskarrieren der Nazi-Wissenschaftler

Atomforschung und Humangenetik als Hort der Eugenik im Nachkriegsdeutschland

Um zu verstehen, wieso heute Wissenschaftler wieder eingeschüchtert, gejagt und entlassen werden, wie im Nationalsozialismus, wenn sie sich gegen eugenische Ideale und Krieg stellen, muss auch ein Blick auf die Nachkriegsgeschichte der Hochschulen erfolgen.

Gemessen an der Gesamtzahl deutscher Ärzte und Wissenschaftler, die die Nazis in ihrem Rassenwahn unterstützten sind nur wenige 1947 bei den Nürnberger Prozessen verurteilt worden.

Parteigenossen der Nationalsozialisten, nationalsozialistische Beamte, Juristen und Mediziner besetzten nach dem Krieg weiter wichtige Posten in Politik, Justiz, Wirtschaft und Wissenschaft.

Nicht nur im Ausland konnten die Nazi-Wissenschaftler weiterarbeiten, auch in Deutschland machten sie weiter Karriere, z.B.:

  • Hans Harmsen, Eugeniker und ehemaliger Leiter von „Pro Familia“ und Geschäftsführer der „Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundheit“ der „Inneren Mission“ stimmte 1933 dem Gesetzesentwurf zum „Gesetz zur Verhinderung erbkranken Nachwuchses“ zu. Ohne sich davon zu distanzieren wurde er 1946 Professor und Direktor des hygienischen Instituts in Hamburg, er versammelte renommierte Rassenhygieniker vor 1945 in wissenschaftlichen Vereinigungen. Später arbeitete er auch für die Bundesregierung und wurde Sachverständiger des Bundesministeriums für Familie und Jugend.
  • Fritz Lenz, ehemaliges Mitglied des nationalsozialistischen „Sachverständigenbeirats für Bevölkerungs-und Rassenhygiene“, wurde als außerordentlicher Professor 1946 an die Universität Göttingen berufen.
  • Peter Emil Becker, Schüler von Lenz und ehemaliger Assistent im KWI, wurde 1957 Nachfolger von Lenz in Göttingen.
  • Wolfgang Lehmann, Mitglied der NSDAP und des NS-Ärztebundes sowie Professor für Rassenbiologie in Straßburg, wurde 1948 Leiter des Instituts für Humangenetik in Kiel und Sachverständiger für Vaterschaftsfragen der „Deutschen Gesellschaft für Anthropologie“.
  • Eugen Fischer, als Rektor der Universität Berlin unterstützte er den Aufruf „Hochschullehrer für Adolf Hitler“ und sorgte für die Entlassung jüdischer Mitarbeiter, um die deutsche Rasse vor „minderwertigen“ Rassen zu schützen, er galt als Mitläufer und wurde später Ehrenmitglied der „Deutschen Gesellschaft für Anthropologie“ und weiterer deutscher Gesellschaften.
  • Lothar Loeffler, KWI-Mitglied und Schüler Eugen Fischers, wurde nach dem Krieg Dozent an der TH Hannover und war ab 1956 Humangenetiker im Arbeitskreis „Strahlenbiologie“der Deutschen Atomkommision, die Weichen für die Weiterentwicklung der Humangenetik in Deutschland stellte
  • Adolf Butenandt, Leiter des KWIs für Biochemie, setzte seine Karriere nach dem Krieg ungebrochen fort. Durch die Korrespondenz mit der Rockefeller-Foundation und die strategische Forschung an Kulturpflanzen, Viren und Krebs bereits vor Kriegsende durfte er seine Karriere ungebrochen fortsetzen.
  • pp..

Verschuer, Nachtsheim, Lehmann und Wendt erhielten sogar Finanzmittel der Atomkommission, dem neuen Hort der Eugenik.

1952 befürwortete Nachtsheim, der international anerkannt und zu Unrecht als unbelastet galt, er führte Unterdruckversuche durch, ein Sterilisationsgesetz mit erweiterten Indikationen, für einen staatlichen Sterilisationszwang sei die Bevölkerung noch nicht reif.

1957 fand in Kopenhagen der erste Internationale Kongress der Humangenetik mit dem Thema „Strahlengenetik und die Mutationsforschung am Menschen“ statt, die Naziärzte waren wieder vertreten. Die Erfassung genetischer Daten der Bevölkerung wurde erneut eingeführt.

Otmar von Verschuer, der in den 30ern die erbbiologischen Bestandsaufnahme der Stadt Frankfurt übernahm, baute 1957 Genetikregister für Münster und Kiel auf zur Erfassung der genetischen Schäden durch die Belastung mit radioaktiven Fallouts. 37.000 Erbkranke mit verschiedenen Merkmalen wurden registriert.

1960 empfahl der Wissenschaftsrat an allen medizinischen Fakultäten einen Lehrstuhl für Humangenetik einzuführen. Das war der Startschuss für eine neue Phase der Humangenetik nach dem Dritten Reich in Deutschland. Adolf Butenandt wurde 1960 Präsident der Max-Planck-Gesellschaft.

Die deutsche Humangenetik blieb also im Griff der Rassenhygieniker des Dritten Reiches und bildete weiter Ärzte aus.

Menschenversuche nach 1945 mit nuklearem Material, biologischen und chemischen Kampfstoffen

Um die Auswirkungen von Röntgenstrahlen auf die Fortpflanzung zu untersuchen, wurden von 1963-1971 die Hoden von Strafgefangenen in Oregon und Washington bestrahlt. Später wurden die Strafgefangenen sterilisiert, um erbkranken Nachwuchs zu verhindern

Um herauszufinden, welche Folgen die Atomversuche hatten, wurden 1956 17 als unheilbar geltende Krebskranke am Oxforder Churchill Krankenhaus am ganzen Körper mit Plutonium bestrahlt. Gewissenhaft wurde dokumentiert wie die Patienten danach dahinsiechten und starben.

Um die Wirkung nuklearer Strahlung auf das ungeborene Leben zu untersuchen, erhielten 1952 270 schwangere Frauen am Hammersmith Hospital in London radioaktive Sodiumlösungen kurz vor der Geburt in die Plazenta gespritzt. Ähnliche Versuche gab es in Liverpool und Schottland.

Nach und nach verlegten die Briten die Versuche gezielt in die Gegenden der indischen Bevölkerung, viele sprachen kein Englisch. Unabhängig von der Diagnose wurde den indischen Frauen die gleiche „Kur“ verordnet, wenn sie einen Arzt aufsuchten: Es wurde „Chapatti“ an sie ausgeteilt, ein indisches Brot, das vorher radioaktiv angereichert wurde.

Von 1960-1972 testeten US-Atomforscher an 82 Krebskranken starke Überdosen von Strahlenbelastung. 25 Testpersonen starben innerhalb der ersten 60 Tage.

1961 entflammte die Eugenik-Debatte erneut im Hinblick auf Keimbahneingriffe auf dem 2. Internationalen Kongress für Humangenetik in Rom.

1961 wurde entgegen der Genfer Konvention das chemische Kriegsprogramm „Operation Ranch Hand“ in den USA genehmigt. 1965 als der Vietnamkrieg eskalierte, wurde „Agent Orange“ zur Entlaubung der Wälder und über Dörfern eingesetzt, es enthielt das giftigste und tödlichste Dioxin.

1961 führte der britische Gynokologe Ian Donald das Ultraschallverfahren für die Prädiagnostik ein. Die schlechte Qualität des Geräts und die Unerfahrenheit damit führten zu Fehldiagnosen und zahlreichen Schwangerschaftsabbrüchen.

Zwischen 1958 und 1963 kam es zum Contergan-Skandal, schwangere Frauen, denen das Schlafmittel Thalidomit verordnet wurde, brachten missgebildete Kinder zur Welt mit Nervenschäden, Missbildungen am Kopf, der inneren Organe und der Extremitäten. Grünenthal, der Vertreiber des Medikaments, beauftragte einen Gutachter, der ihm ein Gutachten zu seinen Gunsten schrieb. Grünenthal versuchte den Skandal herunterzuspielen und das Medikament weiter zu verkaufen. Während der Contergan-Prozesse wurden jedoch die versteckten Akten zum Medikament gefunden und beschlagnahmt. 1979 endete der Prozess mit einem Vergleich.

Zwischen 1947 und 1974 erkrankten rund 100 Patienten an Pocken trotz Pockenschutzimpfung.

Auftgetretene Lähmungen ab den 70ern wurden durch die Schluckimpfung gegen Kinderlähmung mit dem Lebendvirus ausgelöst.

Hermann J.Muller, Nobelpreisträger für Physiologie und Medizin, hielt 20% der Bevölkerung durch Mutationen für erbgutgeschädigt. Seiner Meinung nach sollten diese Menschen von der Fortpflanzung ausgeschlossen werden, damit die genetische Belastung nicht zunehme. Außerdem plädierte er für eine Kontrolle der Kinderzahl einer Familie. Den Ausweg zur Verbesserung des Erbgutes sah Muller in Samenbanken mit Spendern, die intellektuell herausragten, wie z.B. Lenin, Newton, Einstein und Darwin. Tatsächlich gründete der Multimillionär Robert Graham 1980 dann eine Genie-Samenbank

Nach 1945 wurde die Eugenik mit der Atomforschung und der Humangenetik weitergeführt, im Rahmen der UNESCO, ebenfalls eine Unterorganisaton der UNO, der der Eugeniker Julien Huxley vorstand, wurden u.a. die weiteren Vorgehensweisen geplant. Bis auf Nachtsheim, der internationale Anerkennung besaß, obwohl er Unterdruckversuche durchführte, wurden die deutschen Wissenschaftler bis zu ihrer Rehabilitierung ausgeschlossen.

Menschenversuche mit biologischen und chemischen Kampfstoffen

Im Auftrag der US-Army wurden von 1963-1971 an 320 Strafgefangenen in Pennsylvania harte bewusstseinsverändernde Drogen getestet, um herauszufinden, ab welcher Dosis Soldaten kampfunfähig werden.

Außerdem wurden an den Gefangenen Dioxin und andere giftige Bestandteile von „Agent Orange“ erprobt, einem Herbizid, das im Vietnamkrieg zur Entlaubung der Wälder eingesetzt wurde und zu Hautrötungen, Blasenbildungen, Organschäden und unerträglichen Schmerzen führte. Noch drei Generationen später kamen missgebildete Kinder zur Welt.

Etwa 20 Krankheiten gelten als Folge von Agent Orange, wie die Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte, Parkinson, Wirbelsäulenspalten, Immunschwäche und Diabetes.

Bis in die 70er Jahre führten Pharmafirmen Menschenversuche an Gefängnisinsassen durch.

1974 wurde im US-Kongress der „National Research Act“ zum Schutz medizinischer Probanden verabschiedet, 1975 setzte das Gesundheitsamt erstmals medizinische Standards für das Humanexperiment auf. Schon bald forderten aber regierungsnahe Lobbyvereine eine „Liberalisierung“ des Gesetzes für Gefängnisinsassen.

Die chemischen Kampfstoffe wurden später als Pestizide und Herbizide zum Pflanzenschutz und zur Unkraut- und Ungeziefervernichtung als Zweitverwertung vertrieben.

Weitere eugenische Programme nach 1945

Auf Veranlassung von John D. Rockefeller (III) fanden in den 50er Jahren Menschenversuche und Massensterilisationen von ärmeren Frauen in Puerto Rico statt. 1965 waren bereits ca 35% der Puertorikanerinnen sterilisiert, die Frauen wurden heimlich während der Geburt ihres zweiten Kindes sterilisiert.

1951 brachte Großbritannien geistig und körperlich behinderte Menschen in seine Testgebiete in Australien, um sie Atombombentests auszusetzen. 2001 räumte London ein, auch 12 Soldaten den Versuchen ausgesetzt zu haben, um Schutzkleidung gegen die Strahlenbelastung an ihnen zu testen.

Um staatliche Übergriffe im Nachkriegsdeutschland zunächst zu verhindern, wurden Beratungstsellen für Eltern aufgebaut und die Prädiagnostik vorangetrieben, um erbkranken Nachwuchs zu verhindern.

Unter dem Deckmantel von Atombehörden und Humangenetik konnte die Eugenik also ohne Unterbrechung nach dem Zweiten Weltkrieg weitergeführt werden.

1970 wurde ein Ethikrat gegründet, ein Lobbyverein für die europäischen Eugeniker, Bundeskanzler Schröder lockerte schließlich die strengere, individuelle Eugenik für Deutschland wieder. Dazu demnächst mehr.

Weiterführend:

Datensammlungen als Voraussetzung der Eugenik

Kurzgeschichte der Eugenik

Quellen und weiterführende Literatur:

Ernst Klee, Deutsche Medizin im Dritten Reich

Richard Fuchs, Life Science

Infektion und Institution, Marion Hulverschmidt und Anja Laukotter

Medizin ohne Menschlichkeit, A. Mitscherlich und F. Mielke


Eugenik – Datensammlungen als Voraussetzung

Eugenik. – Datensammlungen als Voraussetzung – Eugenische Utopien spielten bereits bei Platon eine Rolle und zogen sich durch die gesamte abendländische Geschichte. Um die Menschenzucht zu verwirklichen, wurden ab dem 17.Jahrhundert Daten zur Bevölkerungskontrolle erhoben und Maßnahmen zur Menschenzucht diskutiert und umgesetzt.

Eugenik im 17. Jahrhundert

Daten als Voraussetzung der Eugenik

Ab dem 17. Jahrhundert reflektierten protestantische Autoren über die Notwendigkeit einer aktiven Bevölkerungspolitik zur Erhöhung der Quantität produktiver Untertanen, wie Bauern und Soldaten, um den Wohlstand der Fürsten zu mehren.

Die Maßnahmenpakete zur Mehrung der Untertanen umfassten:

  1. aktive Immigrationspolitik durch Religionsfreiheit
  2. teilweise Aufhebung der Heiratsbeschränkungen für Handwerker und Soldaten
  3.  finanzielle Unterstützung Heiratswilliger
  4. Aufhebung der Unzuchtstrafen zur Verhütung von Abtreibung und Kindsmord
  5. Abschaffung des Zölibats

Der Ausbau von Staatsmacht und Bürokratie brachte die Vorstellung eines „Volkskörpers“ damals erst hervor, wie in der Coronakrise erneut, als der Bürger konfrontiert wurde mit „dein Körper gehört dir nicht mehr, er gehört der „Elite“ und hat für soziale, digitale und medizinische Experimente dem Volkskörper zu dienen“. 

Der Slogan der Feministinnen „my body, my choice“ wurde 2020 wieder für obsolet erklärt, der 1969 die Selbstbestimmung über den eigenen Körper, die eigene Gesundheit, Pflege und Schwangerschaft forderte und bis 2019 erfolgreich durchgesetzt hatte.

Seit 2020 beobachten wir eine Abkehr vom Feminismus und von der Menschenwürde zurück in alte Zeiten. Bereits Hitler diente das Konstrukt des Volkskörpers für psychologische und medizinische Experimente am Menschen und totalitäre Maßnahmen. 

Die Transformation von der Weimarer Republik in das Dritte Reich nannte Hitler  „höhere Demokratie“, die Ausbeutung von Zwangsarbeitern „deutschen Sozialismus“, wie die Altparteien heute die Transformation von der Bundesrepublik zum Transhumanismus und in den neuen Faschismus „unsere Demokratie“ nennen und die Ausbeutung der Arbeitskraft und des Körpers „Globalisierung“ oder „Transhumanismus“.

Der Volkskörper sollte im 17.Jahrhundert auf zwei Ebenen gesteuert werden.

  1. Steuerung auf der Ebene des Individuums, dessen Körper und Verhaltensweisen vermehrt kontrolliert und normiert wurden.
  2. Steuerung auf der Ebene des Kollektivs, neue Zählungen und Kategorisierungen für auf die Zukunft gerichtete demographische Berechnungen. Statistiken sollten die Grundlage zur Generalisierung werden.

Eine ähnlich zweigeteilte Steuerung sehen wir heute, wenn einerseits mRNA-Krebstherapeutika individuell auf die DNA des Krebskranken entwickelt werden sollen und Erziehungsprogramme das Individuum neu orientieren und normieren sollen, andererseits aber flächendeckende Genexperimente am Kollektiv mit verheerenden Folgen wie schwere Erkrankungen, Behinderungen und Tod erprobt werden. 

Außerdem lösten 2020 neue unwillkürliche, nichtssagende Zählungen die Statistik und wissenschaftliche Erkenntnisse ab.

Die transhumanistische Ideologie will u.a.die Aufklärung hinter sich lassen und damit auch die Wissenschaft, zumindest die allgemeine Verfügbarkeit der Wissenschaft für Bevölkerung, Studierende und einfache Akademiker. 

Es ist anzunehmen, dass die Wissenschaft nicht komplett abgeschafft wird, sondern militärischer und/oder elitärer Kontrolle unterliegt, da die transhumanistische Elite die Forschungen benötigt, um ihre Ziele zu erreichen, wie „ewige Jugend“, Schönheit, Gesundheit, Lebensverlängerung, übernatürliche Intelligenz und nach Möglichkeit auch die Überwindung des Todes. 

Eugenik und Bevölkerungskontrolle

Anatom (1708-1777) legitimierte den totalitären Staat zur Überwachung des gesunden Lebensstils der Bevölkerung folgendermaßen:

„Allein diejenigen, die es für einen ungerechten Zwang halten, wenn die Obrigkeit selbst über ihre (der Untertanen) Diät und Lebensweise gebieten will, werden nunmehr einsehen, was sie hierzu berechtigt“ (S. 89, Maren Lorenz, Menschenzucht)

Damals stand aber im Gegensatz zu heute noch der „mündige Bürger“ Kants einer Ständegesellschaft entgegen, so sei das Hagestolzrecht (Strafgesetz für Junggesellen ab ca Mitte 30) zwar rechtlich zulässig, es dürften allerdings keine Zwangsmittel zur Eheschließung eingesetzt werden, dies widerspreche der deutschen Freiheit.

Zwischen Eugenik und Bevölkerungskontrolle durch Datesammlungen besteht ein direkter Zusammenhang, denn die Menschenzucht mit dem Vermehren erwünschter Eigenschaften und dem Ausmerzen unerwünschter setzt die permanente Überwachung der Bevölkerung in Quantität und Qualität voraus.

Etwa seit Mitte des 18. Jahrhunderts stellte die Bevölkerung eine machtpolitische Ressource dar.

So werden auch heute wieder Volkszählungen durchgeführt, Ataman forderte Arbeitgeber auf, ihre Arbeitnehmer nach Geschlecht, Ethnie und Religionszugehörigkeit zu überprüfen. Spahn unterschrieb die DNA-Daten der Bevölkerung an die EU-Gen-Datenbank weiterzugeben, die u.a. durch PCR-Tests in der Coronakrise gesammelt wurden.

In Anbetracht der Tatsache, dass in Deutschland und in der EU seit 2020 Minderheiten wieder politisch verfolgt werden z.B. aufgrund biologischer Merkmale, wie nicht genmanipuliert oder ethnischer, wie russisch und Biowaffen inzwischen Genom und Etnien spezifisch entwickelt werden, sind das gefährliche Unterfangen, ob das Sammeln der Daten von Arbeitnehmern nach Ethnie, Religionszugehörigkeit oder Diversität nun „Bestandsaufnahme“ oder „Liste“ genannt wird, spielt dabei keine Rolle, oder DNA-Daten gesammelt und weitergegeben werden, wenn Transhumanisten, Politiker und Oligarchen öffentlich fordern und bewerben, die Weltbevölkerung zu reduzieren.

Die Angst vor dem Bevölkerungszuwachs der eugenischen Welt-Elite ist allerdings nichts Neues, sondern beschäftigte die Eugeniker bereits im 19. Jahrhundert.

Säkularisierung und Bevölkerungskontrolle – 19. Jahrhundert

Die Säkularisierung stellte jedoch ab dem 19. Jahrhundert ein machtpolitisches Problem dar. Der Geburtenzuwachs im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, nachdem die Menschen durch die Industrialisierung in die Städte emigrierten, betraf vor allem die Arbeiterschicht, die so viele Kinder wie möglich produzierte, allerdings keine Zeit und kein Geld für die Fürsorge hatte, während sich die Bildungsschichten um einen kontrollierten Nachwuchs kümmerten. 

Die Angst vor demBevölkerungszuwachs im  Deutschen Reich stieg, die Bevölkerung wuchs von 45 Millionen Menschen 1880 auf 67 Millionen Menschen bis zum Ersten Weltkrieg an.

Malthusianbewegung und Neomalthusianismus

Thomas Robert Malthus und Bevölkerungsreduktion

Es bildeten sich verschiedene Vereinigungen zur Bevölkerungsreduktion, wie die Malthusian-Bewegung, die auf den britischen Ökonom Thomas Robert Malthus zurückgeht, der in seiner Denkschule (1798: Das Bevölkerungsgesetz) den Ansatz vertrat, die Bevölkerungsexplosion führe aufgrund von Ressourcen- und Nahrungsmittelknappheit zu Hungersnöten und Elend. Er trat deswegen für späte Eheschließungen, Enthaltsamkeit und das Abschaffen der Armenfürsorge ein.

Die späteren Vertreter der sozial-ökonomischen Denkschule Malthus bezeichneten sich mit dem Gründer C.R. Drysdal, deutschen Vertretern wie F. Godstein, J. Marcuse, dem schweizer Arzt A. Forcel als Wissenschaftler. Weitere Gesellschaften zur Bevölkerungskontrolle bildeten sich wie u.a. „Die Gesellschaft zur Bekämpfung der Überbevölkerung Deutschlands“, die aber wenig erfolgreich waren.

Feminismus und Bevölkerungsreduktion

Erfolgreicher waren die deutschen Frauenbewegungen wie der „Bund für Mutterschutz“ von 1905 oder die „Internationale Vereinigung für Mutterschutz“ von 1911.

Beendet hat die Geburtenexplosion aber letztendlich erst der Erste Weltkrieg.

Neomalthusianismus heute und

Bevölkerungsreduktion

Parallelen sehen wir heute, einerseits wird mit niedrigen Löhnen, Propaganda gegen eine Mutterschaft und Nachkommenschaft mit Berechnungen des angeblich Leben vernichtenden CO2-Ausstoßes eines Babys und Werbung für Kinder, sie sollten sich Hormonbehandlungen zur Unterdrückung der Pubertät unterziehen und später ihr Geschlecht bestimmen und sich umoperieren lassen sowie mit gefährlichen Genexperimenten an der Bevölkerung und in der Schwangerschaft versucht, die weltweite Bevölkerungsexplosion in den Griff zu bekommen, andererseits werden aufgrund der wenigen Geburten in Europa Menschen aus aller Welt unwillkürlich eingeladen, um das Missverhältnis zwischen Alt und Jung im Westen auszugleichen, da die Europäer seit Jahrzehnten keinen ausreichenden Nachwuchs erzeugen, um die Alterspyramide ausgewogener zu gestalten, die Bevölkerung zu erhalten und Soldaten für den Krieg zu gewinnen. 

Eugenik – Krieg und Bevölkerungskontrolle

Von lang ausgedehnten Kriegen wird sich einerseits die Bevölkerungsreduktion erhofft, aber auch versucht die Misswirtschaft des westlichen Kapitalismus sowie die Traumata durch Lockdowns und Menschenjagden, die Toten durch Lockdowns und Genexperimente zu übertünchen, andererseits die Gewinnung von preiswerten Rohstoffen durch die Schwächung rohstoffreicher Länder, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln und die Transformation durch die Zerstörung des Alten in einen neuen faschistischen Totalitarismus zu beschleunigen.

Krieg dient der Bevölkerungskontrolle und des Machtzuwachses. Der heutige Neomalthusianismus erzeugt ebenfalls Angst vor Nahrungsmittel- und Energieknappheit, wie die Malthusianische Denkschule im 18. und 19. Jahrhundert, obwohl im Westen ein Drittel der Lebensmittel entsorgt werden müssen und Großindustrie und Oligarchie den Lohn der Arbeiter in der Dritten Welt lediglich minimal erhöhen müssten, damit sie unbesorgt mit ausreichend Nahrung, medizinischer und Altersversorgung leben könnten und in Folge nicht mehr so viele Kinder bekommen müssten. 

Humanität passt aber nicht in das kapitalistische, transhumanistische Denken westlicher Oligarchen und Politik, die den mündigen, gleichberechtigten Bürger Kants und humanistisches Denken hinter sich lassen wollen und deswegen auch im Westen für immer mehr Armut und Abhängigkeit sorgen trotz ihres nie dagewesenen Reichtums.

Armut und Abhängigkeit benötigt die transhumanistische Welt-Elite, um weltweit mit Smart Cities, die Bevölkerung zu überwachen und zu bestrafen sowie sie weiter als Datenträger und Experimentierfeld für technische und gentechnische Experimente zu benutzen, um ihre größenwahnsinnige Utopie, den Menschen selbst zu kreieren, umsetzen und finanzieren zu können.

Hier noch ein Einblick in die Geschichte der Eugenik

Quellen:

Menschenzucht, Maren Lorenz, Wallstein

Rasse, Blut und Gene, Peter Weingart u.a., Suhrkamp Wissenschaft

Die Hauptwerke, Michel Foucault, Suhrkamp Quarto

Klaus Schwab, Industrie 4.0

Harari, Homo Deus

Postmoderner Moralismus-Vorwärts in die Vergangenheit

Postmoderner Moralismus-Vorwärts in die Vergangenheit „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere Aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“ (Immanuel Kant)

Im Data Act wird das foucaultsche Panopticon innerhalb der Smart Cities geregelt. Daten der Bürger wie Gesundheitsstatus, Impfstatus, Einkaufsverhalten, Fortbewegung, Schulden, Eigentum, Gehalt, CO2-Abdruck, DNA, Emotionen, Kritik pp. sollen über die ePA, die eID, das digitale Geld, soziale Netzwerke pp. gesammelt, analysiert und zu einem Profil zusammengefügt werden.

Postmoderner Moralismus

Überwachung der Bevölkerung in Deutschland

Durch Edward Snowden erfuhren wir bereits 2013, dass wir alle digital überwacht und Persönlichkeitsprofile aus unseren Daten generiert werden. Nach und nach wurden an öffentlichen Plätzen und im Nahverkehr Videokamaras eingesetzt. Im Schatten der Coronakrise kündigte Seehofer 2020 an, dass er an Bahnhöfen und Flughäfen auch die Gesichtserkennung einführen will.

So entstehen im Postmodernen Moralismus auch im analogen Raum weitere Überwachungsmaßnahmen. Mit dem Internet der Dinge (IoT) soll dann auch die äußerste Privatsphäre, das Zuhause, überwacht werden. Smarte Fernseher, Heizungen, Kühlschränke, Öfen pp. sollen ans WLAN angeschlossen und keinen Winkel des Bürgers mehr unüberwacht lassen, keine Privatssphäre mehr ermöglichen, ganz nach dem Vorbild von Foucaults Panopticon.

Foucaults Panopticon ist ein rundes lichtdurchflutetes gläsernes Gefängnis mit zwei Fenstern pro Zelle, eines nach draußen und eines nach innen. Die Zellen sind rund um einen Turm angeordnet, in dem ein Wächter sitzt, der ausreicht, um jede Zelle im Auge behalten zu können, während der Wächter selbst unbeobachtet bleibt. In jeder Zelle kann ein Irrer, ein Arbeiter, ein Sträfling, ein Schüler untergebracht werden, die Insassen selbst können jedoch keinen Kontakt zu anderen Insassen aufnehmen, da die Zellen an der Seite Wände haben.

„Jeder Käfig ist ein kleines Theater, in dem jeder Akteur allein ist, vollkommen individualisiert und ständig sichtbar. Die panoptische Anlage schafft Raumeinheiten, die es ermöglichen, ohne Unterlaß zu sehen und zugleich zu erkennen. Das Prinzip des Kerkers wird umgekehrt, genauer gesagt: von seinen drei Funktionen – einsperren, verdunkeln, verbergen – wird nur die erste aufrechterhalten, die beiden anderen fallen weg. Das volle Licht und der Blick des Aufsehers erfassen besser als das Dunkel, das auch schützte. Die Sichtbarkeit ist eine Falle.“ (Michel Foucault: Überwachen und Strafen, III. Disziplin)

Die Grausamkeit des Panopticons besteht nicht unbedingt in der 24-Stunden-Überwachung, sondern in der Möglichkeit in der gläsernen Zelle jederzeit überwacht zu werden. Alleine das führt laut Foucault zu einer Manipulation des Verhaltens und damit zur Unfreiheit. Dem Gefangenen wird so die begrenzte Freiheit genommen, seine Identität zu erhalten, die eine Gefängniszelle ohne Glasscheibe normalerweise noch bietet.

Was der Postmoderne Moralismus fordert, erfährt der „Insasse“ durch Politiker und Medien: „kein Fleisch mehr essen“, „Kritiker beschimpfen“, „Wissenschaftler mit anderer Perspektive diffamieren“, „Russen hassen“, „Palästinenser hassen“, „Krieg und Wehrpflicht befürworten“, „Geld der Bürger rationieren“, „Bauern beschimpfen“, „Industrie ablehnen“, „preiswerte Energie verschmähen“, „Rentner zur Arbeit verpflichten und verarmen“, „Menschenversuche gutheißen und bejubeln“, „kein Auto fahren“, „Kontaktschuld vermeiden“, „auf Kinder verzichten“, „Überwachung gutheißen“ pp. Das Denk-, Sprach- und Handlungsfenster wird sukzessive immer weiter verengt und stärker überwacht.

Noch findet in Deutschland keine flächendeckende Überwachung statt, doch Smart Cities und smarte Haushaltsgeräte, die sich mit dem Internet verbinden lassen, sind auf dem Vormarsch und bieten die Möglichkeit dazu.

Foucaults Panopticon zeigt aber, dass eine permanente Überwachung auch nicht notwendig ist, um ein Gefängnis zu errichten. Es reicht, wenn der Bürger nicht weiß, ob und wann er überwacht wird.

Postmoderner Moralismus: Die visuelle Überwachung

Kameras an öffentlichen Plätzen, im Nah- und Fernverkehr bieten die Möglichkeit der Echtzeitüberwachung und der Nachverfolgung der Bevölkerung durch Videoaufzeichnungen.

Wärmebildkameras haben zusätzliche Funktionen, da sie auch in der Dunkelheit sehen, durch die Materie schauen und abbilden können. Im Einzelfall ist das durchaus nützlich, etwa bei Verschüttungen nach einem Erdbeben oder bei Hochwasser können so durch das Wärmebild Menschen aufgespürt werden.

Wärmebildkameras werden an Polizeihubschraubern und Polizeidrohnen eingesetzt, zur Vermisstensuche, zur Fahndung oder bei mobilen Großeinsätzen sowie bei unübersichtlichem Gelände wie in der Nacht, im Wald pp.

Die Bundespolizeit überwacht mit Wärmebildkameras Grenzen, Häfen und Flughäfen.

Außerdem werden sie zur Verkehrs- und Infrastrukturüberwachung, zur Kennzeichenerkennung von Autos eingesetzt sowie zur Gebäude- und Energieüberwachung an Häusern und zur Dämmungsanalyse.

Die Bundeswehr übewacht mit Wärmebildkameras ihre Kasernen und Übungsplätze.

Staatlich beauftragte Stellen überwachen kritische Infrastruktur wie militärische Anlagen, Umspannwerke und Bahnstrecken.

In der Coronakrise wurden Wärmebildkameras auch zum Fiebermessen an Eingängen von Geschäften, Behörden, an Flughäfen und am Arbeitsplatz eingesetzt. In Italien wurden Drohnen zum Fiebermessen am Strand eingesetzt.

Sensorische Überwachung

Auch die sensorische Überwachung wird immer weiter ausgebaut, nicht nur in Autos und Haushaltsrobotern, auch die Städte werden immer stärker sensorisch überwacht.

  • Hamburg setzt ein groß angelegtes Projekt zur thermischen und Kamera-Sensorüberwachung von Verkehrsfluss, Autos, Fahrrädern, Fußgängern pp. ein, bei dem Tausende Sensoren an Ampeln und Lichtmasten installiert werden. Außerdem hat Hamburg ein KI-gestütztes Überwachungsprojekt zum sozialen Verhalten der Bürger
  • In Darmstadt sollen mit intelligenten Verkehrs- und Umweltsensoren Verkehrsdynamik, Fahrzeugtypen und Geschwindigkeiten pp. überwacht werden
  • Rüsselsheim überwacht und analysiert im Rahmen von Smart City-Initiativen mit Hilfe von LIDAR- und IoT-Sensoren z.B. Verkehrsdichte und Bewegung. Das Verkehrsüberwachungssystem LIDAR wird mit KI kombiniert, die eine 3D-Karte in Echtzeit mit allen Fußgängern, Fahrrädern und Kraftfahrzeugen erstellt.
  • Coburg, Dresden und Langenfeld setzen Micro-Climate-Sensoren ein, um urbane Wärmeinselns zu erfassen sowie Temperatur, Luftdruck und Feuchte, um „Klimaeffekte“ besser zu verstehen, obwohl jeder weiß, dass Bäume, Parks und Wald für ein natürlicheres, kühleres Klima sorgen als eng bebaute, asphaltierte Wohngegenden, in denen sich die Hitze staut.
  • Infrastruktur, Bundeswehr-Anlagen sowie Brücken werden strukurell überwacht.
  • Städte, Echtzeitüberwachung von Verkehrs- und Umweltparametern. Jeder, der einmal im Berufsverkehr durch die Stadt gefahren ist, weiß auch ohne Überwachung, wo sich die Staus befinden.

Personenbezogene Daten, die bei Kennzeichenerfassung und Fußgängerzählung automatisch miterfasst werden, unterliegen noch dem Datenschutz und sind in Deutschland noch mit Löschfristen versehen.

Gesichtserkennung

Nach Seehofers Forderung 2020 Gesichtserkennung per Videoüberwachung einzusetzen, gibt es inzwischen erste Projekte zur Gesichtserkennung in Hessen, Sachsen, Berlin und Bayern.

Seit Juli 2025 soll die Polizei am Frankfurter Hauptbahnhof 50 Kameras mit Live-Gesichtserkennung einsetzen. Die Bilder werden mit Fahndungsfotos abgeglichen, bei einem Treffer schlägt die Polizei zu. Laut Roman Possek (CDU) handelt es sich nicht mehr um ein Testsystem, sondern um eine feste Installation. Eine Gesetzesänderung im Landtag machte es möglich. Alle Personen, die das Gebiet passieren, werden gescannt und mit gesuchten Personen verglichen, die in das System eingespeist wurden.

Besonders heikel ist hier, dass nicht nur Straftäter nach einem richterlichen Beschluss ins System eingespeist werden können, sondern durch die Gesetzesänderungen der letzten Jahre auch Menschen, denen die Polizei einen Anschlag zutraut, wie z.B. die inhaftierten Reichsbürger um Prinz Reuss, die bisher nicht durch Straftaten auffielen, nur durch skurrile Ansichten und Nerven von Behörden. Quellen: netztpolitik.org

In Berlin und Sachsen findet eine nahezu Liveübertragung zur Gesichtserkennung im öffentlichen Raum statt. Wo sich die Überwachungssysteme befinden, wird geheim gehalten.

Das Einsetzen von biometrischen Daten zur Gesichtserkennung und zum Lauschangriff verletzt die Persönlichkeitsrechte der Bürger und ist nur mit den entsprechenden Gesetzesänderungen im Polizeigesetz der Länder möglich. Berlin begann bereits 2024 mit einem Pilotprojekt, das sich weiter ausdehnte und in einigen Bundesländern bereits umgesetzt wird, in anderen wird die Umsetzung diskutiert.

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verbietet die Nutzung biometrischer Daten, lässt aber ausreichend Spielraum für die oben genannten Fälle, wenn andere Gesetze, wie die Polizeigesetze der Länder, sie zulassen, sodass sie im Prinzip nutzlos ist, außer Richter weigern sich bei Verdacht, dass eine gefährdende Straftat geplant sein könnte, die Erlaubnis zu erteilen.

Hier befinden sich die neuen Gesetze bereits im Graubereich der Beweislastumkehr, wie auch bei den Verhaftungen der Reichsbürger. Wie sollte ein Bürger beweisen können, dass er keinen Anschlag geplant hat? Ein Wutausbruch, ein Witz, Phantasie unter Freunden im Netz oder auch die von Beamten können ausreichen, um als sogenannter Gefährder eingestuft und evtl. sogar verhaftet zu werden.

Der Data Act der EU regelt den Zugang zu den technischen Daten, der AI Act verbietet aber noch eine dauerhafte, flächendeckende Nutzung biometrischer Daten der Bürger in Artikel 5.

Lauschangriffe

Nach Artikel 13 des GG ist ein Lauschangriff auf den Bürger nur bei einem begründeteten Verdacht auf ein Schwerverbrechen zulässig.

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat jedoch mit den Stimmen von CDU, SPD und AfD im Dezember 2025 die Polizeirechte massiv ausgebaut, sodass ihr heimliche Wohnungseinbrüche und das Einbringen von Staatstrojanern erlaubt wird.

In §24c ASOG Bln wird der Polizei die Erlaubnis erteilt, Bodycams zur Sicherung von Gefahrensituationen auch in Wohnungen einzusetzen.

In §36 wird geregelt, wann die Polizei in Wohnungen einbrechen und diese durchsuchen darf, nicht wie bisher nur bei einer Gefahrenlage oder einer schweren Straftat, zur Sicherstellung von Beweismitteln einer schweren Straftat, sondern auch bei Verstoß gegen das Aufenthaltsbestimmungsrecht, bei Prostitution sowie bei „Vorbereitungen einer Straftat“, also auch bei Ordnungswidrigkeiten (Aufenthaltsbestimmungsrecht) und bei Verdacht auf Vorbereitung einer Straftat (Beweislastumkehr) und Prostitution (nicht strafbar bisher).

Nach §26 ASOG darf die Polizei in Zukunft unbemerkt in Wohnungen eindringen und Staatstrojaner installieren, wenn der Verdacht auf eine schwere Straftat vorliegt oder Grund zur Annahme besteht, dort werde eine schwere Straftat vorbereitet, z.B. Terrorismus, Clan-Kriminalität pp.. Auch hier ist der unbescholtene Bürger in der Situation der Beweislastumkehr. Polizei darf Wohnungen zur Staatstrojaner-Installation heimlich betreten

§28a ASOG „„Die Polizei kann biometrische Daten zu Gesichtern und Stimmen
der in den Nummern 1 bis 3 genannten Personen und deren Kontakt- und
Begleitpersonen, auf die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben zugreifen
darf, mittels einer automatisierten Anwendung zur Datenverarbeitung
zum Zweck der Identifizierung und der Ermittlung des
Aufenthaltsorts biometrisch mit allgemein öffentlich zugänglichen
personenbezogenen Daten aus dem Internet abgleichen, wenn …“

Außerdem dürfen Polizeibeamte nach §42 ASOG personenbezogene und biometrische Daten zu Trainingszwecken auch für die KI nutzen.

Bereits Nancy Faeser forderte eine Beweislastumkehr bei Clan-Kriminalität und im Disziplinarverfahren gegen Beamte, das am 01. April 2024 umgesetzt wurde.

Beweislastumkehr ist ein klassisches Merkmal totalitärer Staaten, in Demokratien muss nicht der Verdächtige oder der Kritiker Beweise seiner Unschuld vorlegen, sondern der Staat muss Beweise seiner Schuld erbringen. So wurde es auch bis 2019 in der BRD gehandhabt.

Ethik: Postmoderner Moralismus – Zurück in die Vergangenheit

Überwachen und Strafen in modernen Gesellschaften

Während Kritik bis 2019 zur Verbesserung von staatlichen Verhaltensweisen und Gesetzen genutzt wurde, geraten Kritiker im Postmodernen Moralismus schnell in den Verdacht, Staatsfeinde zu sein.

Das führt vielfach zum Anlass strenge Gesetze, die zur Eingrenzung der Staatsmacht für ein demokratisches Handeln des Staates geschaffen wurden, zu umgehen und diese Gesetze mit neuen Gesetzen wie den Polizeigesetzen der Länder, dem AI-Act der EU, dem Data Act der EU oder dem Infektionsschutzgesetz auszuhebeln und zu staatlichen Übergriffen, wie polizeiliche Überfälle in der privaten Wohnung bei Minimaldelikten wie Beleidigung oder zur Beschlagnahmung von Arbeitsgeräten wie PCs, Smartphones pp. und Verhaftungen bei Ärzten, die sich an die Genfer Konvention und den Nürnberger Kodex hielten, also ihrem Berufsethos treu blieben gegen menschenverachtende, unmedizinische und gesundheitsgefährdende Vorgaben aus der Politik. Hausdurchsuchungen waren nach Artikel 13 GG in Deutschland vor den neuen Polizeigesetzen eigentlich nur bei schweren Verbrechen nach richterlichem Beschluss rechtmäßig.

Der Nürnberger Kodex wurde nach dem zweiten Weltkrieg geschaffen, um staatliche Übergriffe im medizinischen Bereich in Zukunft zu verhindern. Das funktionierte bis 2019 gut in Europa, obwohl die im Dritten Reich gebildeten Netzwerke aus Staat, Pharmaindustrie, Waffenindustrie, Banken, eugenischen NGOs, wie z.B. die Rockefeller-Stiftung, weisungsgebundenen Staatsanwaltschaften und Behörden, wie dem Robert-Koch-Institut, nach dem Krieg nie zerschlagen oder reformiert wurden.

Da die Eugenik nach dem zweiten Weltkrieg durch den Holocaust, die Grundlagenforschung am Menschen und die Zwangsmedikation zur Erprobung neuer Impfstoffe und Medikamente sowie die Zwangssterilisation einen schlechten Ruf bekam, wurden abstraktere Begriffe für die Eugnik eingeführt, wie Transhumanismus, Bioethik, Biotechnologie pp., von denen viele nicht einmal wissen, dass sie synonym zur Eugenik eingesetzt werden. Dieses Unwissen führte vielerorts auch zur beruflichen und gesellschaftichen Verfolgung von Kritikern der Eugenik und totalitärer Maßnahmen, auch durch Arbeitgeber, Kollegen und Bürger.

Wer sich also nach den Grundsätzen der Aufklärung mit Informationen versorgte und den Mut hatte, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, war und ist nicht nur staatlichen Repressionen ausgesetzt, sondern auch beruflichen und gesellschaftlichen, wie z.B. auch die Studie der Freien Universität Berlin zur Wissenschaftsfreiheit belegt.

Postmoderner Moralismus

„Jeder ist an seinem Platz sicher in seiner Zelle eingesperrt, wo er dem Blick des Aufsehers ausgesetzt ist; aber die seitlichen Mauern hindern ihn daran, mit seinen Gefährten in Kontakt zu treten. Er wird gesehen, ohne selber zu sehen; er ist Objekt einer Information, niemals Subjekt einer Kommunikation. …Sind die Gefangenen Sträflinge so besteht keine Gefahr eines Komplottes, … handelt es sich um Kranke, besteht keine Ansteckungsgefahr; sind es Irre gibt es kein Risiko gegenseitiger Gewalttätigkeiten; sind es Kinder, so gibt es kein Abschreiben, keinen Lärm, kein Schwätzen, keine Zerstreuung; handelt es sich um Arbeiter, gibt es keine Schlägereien, keine Diebstähle, keine Verbindungen und keine Zerstreuungen, welche die Arbeit verzögern und weniger vollkommen machen oder zu Unfällen führen. … Daraus ergibt sich die Hauptwirkung des Panopticon: die Schaffung eines bewußten und permanenten Sichtbarkeitszustandes beim Gefangenen, der das automatische Funktionieren der Macht sicherstellt. Die Wirkung der Überwachung ist permanent, auch wenn ihre Durchführung sporadisch ist“ (Foucault, Überwachen und Strafen, III Disziplin)

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“ (Kant)

Neues Hirnimplantat – ALS, Schlaganfall, Lähmung

Neues Hirnimplantat – ALS, Schlaganfall, Lähmung – Über 60.000 Elektroden auf einem hauchdünnen Chip entschlüsseln mit Hilfe von KI Bewegungen, Wahrnehmungen und Absichten von Menschen.

Wissenschaftler der Columbia University School of Engineering and Applied Science entwickelten ein hauchdünnes neues Hirnimplantat (BISC), das eine Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Hirn und Computer herstellen kann.

Ein hauchdünner Siliziumchip schafft eine Gehirn-Computer-Schnittstelle (BCI). Dieser Chip bildet eine drahtlose Verbindung zwischen Gehirn und externen Computern. Das gesamte System nennt sich Biological Interface System to Cortex (BISC).

Das Apparatur wurde in Zusammenarbeit zwischen der Columbia University, dem New-York-Presbyterian Hospital, der Stanford University und der University of Pennsylvania hergestellt.

Mit einem minimalinvasivem Eingriff, einer kleinen Bohrung durch die Schädeldecke, kann das neue Hirnimplantat in das Gehirn eingebracht werden, wie erste erfolgreiche Versuche zeigten.

Die Wissenschaftler erhoffen sich dadurch bei neurologischen Erkrankungen wie Epilepsie die Anfallskontrolle zu unterstützen und bei Schlaganfall, ALS sowie Rückenmarksverletzungen eine Wiederherstellung von motorischen, visuellen und verbalen Fähigkeiten.

Technik des neuen Hirnimplantates

Die meisten computergesteuerten Implantate nehmen viel Platz im Körper ein, der neue Chip ist aber so hauchdünn, dass er Platz zwischen Schädel und Gehirn im Subduralraum findet und auf dem Hirn unter der Schädeldecke aufliegt.

Nicht-penetrierende Elektroden werden in flexible Substrate eingebettet, um die elektrische Aktivität der Hirnoberfläche aufzuzeichnen.

Die drahtlose Gehirn-Computerschnittstelle besitzt 65.536 Elektroden zum Aufzeichnen mit 1024 auswählbaren Kanälen. Die Stromversorgung erfolgt ebenfalls drahtlos. Die gesamte Technik wird in einem einzigen Metall-Oxid-Halbleiter-Substrat integriert.

Durch die drahtlose Verbindung fehlen die bisher benötigten Verdrahtungen bei Hirnimplantaten, die die Implantate unpraktisch und anfällig für Störungen machten.

Das neue Hirnimplantat kann unter der Dura Mater (der Hirnhaut) implantiert mit einer externen Relaisstation kommunizieren.

Taesung Jung, Nanyu Zeng u.a. konnten zeigen, dass das Gerät bei Schweinen 2 Wochen und bis zu zwei Monate bei nicht-menschlichen Primaten zuverlässige Aufzeichnungen aus dem somatosensorischen, motorischen und visuellen Kortex lieferte und Hirnsignale mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung dekodierte.

Die präklinische Untersuchungen im motorischen und visuellen Kortex wurden an der Universität Pennsylvania durchgeführt.

Laut Bijan Pesaran bietet das Miniaturmodell auch Möglichkeiten für neue Technologien wie Licht und Ton, sodass sie in Zukunft auch bei Schwerhörigkeit und Blindheit nützlich sein könnten.

Neues Hirnimplantat – Ethik

Gehirn-Computer-Schnittstellen wie das neue Hirnimplantat bieten eine große Chance für Menschen mit neurologischen Erkrankungen und Behinderungen, wie ALS, schwere Epilepsie, Lähmungen, Rückenmarksverletzungen pp.. In Zukunft könnten sie auch bei Schwerhörigkeit und Erblindung Nutzen bringen.

Wie viele große Forschungen stellen sie aber auch eine Gefahr dar, so kündigte die US-Luftwaffe an, ihren Soldaten Gehirn-Computer-Schnittstellen einzubauen, um sich einen Vorteil im Krieg zu verschaffen, wenn die US-Luftwaffe so durch eine rasante Datenauswertung von Wärme-Bild-Kameras, Sensoren, GPS pp. Ziele der Zerstörung und der Tötung schneller und präziser treffen kann.

Andere wiederum erhoffen sich Vorteile in Ausbildung und Beruf, wenn sie mit einer Gehirn-Computer-Schnittstelle schnell auf Daten zugreifen können. Jeder vierte amerikanische Student würde sich laut Umfrage eine Gehirn-Computer-Schnittstelle einbauen lassen.

Hinzu kommen medizinische Risiken, die jede OP hat, sowie psychologische, soziale und emotionale Risiken, wenn Cyborgs in bestimmten Situationen den homo sapiens überlegen sind z.B. durch das schnelle Abrufen von Daten und Informationen, andererseits das eigenständige Recherchieren, Denken und Lernen nicht mehr beherrschen und dem homo sapiens hier weit unterlegen sein werden.

Bereits heute zeigt sich, wie die Digitalisierung zur Servicewüste und zur Beschäftgungstherapie avanciert sowie zum Abbau der Denkleistung, etwa in Pisa-Studien, aber auch, wenn Medien, Führer und Suchmaschinen Scharlatanerie betreiben und erfolgreich erklären mit hohen Steuerausgaben und Verarmung der Bevölkerung könne das Klima verändert werden oder mit Gehorsam, Plünderung von Betrieben und Krankenkassen sowie Wunderheilern können Infektionskrankheiten ausgemerzt werden.

Quellen:

https://www.nature.com/articles/s41928-025-01509-9

Wissenschaftsfreiheit in Gefahr?

Wissenschaftsfreiheit in Gefahr – 85% der deutschen Wissenschaftler sehen die Wissenschaftsfreiheit in Gefahr. Das zeigt eine neue Studie der Freien Universität Berlin.

Spätestens seit der Coronakrise wurde nicht nur Wissenschaftlern, sondern auch der Bevölkerung deutlich, dass die Wissenschaftsfreiheit in Gefahr ist. Wissenschaftler, die nicht den Regierungs-Politikern, der Pharmalobby, der Waffenlobby und den Fernsehwissenschaftlern folgten, sondern Fakten zum Infektionsgeschehen und der Krankenhausbelegung benannten und Evidenz forderten, wurden systematisch aus dem öffentlichen Diskurs ausgeschlossen, diskreditiert und entlassen, wie z.B. Ulrike Guérot, die zwischen Maßnahmenbefürwortern und Maßnahmenkritikern vermittelte oder Patrik Baab, der sich wagte auf beiden Seiten der Front in der Ukraine zu recherchieren. Insgesamt wurden rund 50 Wissenschaftler in Deutschland in den letzten Jahren entlassen, die der Meinung der Regierung widersprachen.

Ähnlich eingeschüchtert wie beim Thema Corona, mRNA, Klima oder Ukraine werden jetzt auch Wissenschaftler, deren Forschungen einen Nahost-Bezug haben. Damit beschäftigt sich die Studie von Jannis Julien Grimm, Sven Chojnacki u.a., die am 15. September 2025 am Zentrum für interdisziplinäre Friedens- und Konfliktforschung der Freien Universität Berlin veröffentlicht wurde.

Die Studie: Wissenschaftsfreiheit in Gefahr!

Selbstzensur und Einschränkungen seit dem 07. Oktober 2023

Die Studie befragte insgesamt rund 2000 Wissenschaftler in einer disziplinübergreifenden Online-Befragung, deren Forschungen einen Nahostbezug haben-

Im Spannungsfeld zwischen dem Anspruch offener, wissenschaftlicher Debatten und der politischen Diskursverengung, Anfechtungen und Sanktionen befinden sich Forschende in Verunsicherung und Zurückhaltung ihrer Ergebnisse zu Israel/Palästina. Besonders betroffen fühlen sich Forschende mit unsicheren Beschäftigungsverhältnissen oder hoher Drittmittelabhängigkeit.

Einig waren sich die Wissenschaftler, dass die zentrale Aufgabe von Universitäten der Schutz der pluralen Meinungsäußerung sei.

Die Studie liefert zum ersten Mal eine Evidenz der fehlenden Wissenschaftsfreiheit in Deutschland und deckt sich mit den Befunden der US-Erhebungen des Middle East Scholar Barometer.

Die Ergebnisse: Wissenschaftsfreiheit in Gefahr

85% der Befragten nehmen eine zunehmende oder stark zunehmende Abnahme der Wissenschaftsfreiheit wahr. Unter den Postdocs (nach der Dr.-Arbeit) ist die Bedrohung mit 90,5% am größten.

Selbstzensur der Wissenschaftler:

  • 76% halten sich bei Themen zu Israel zurück
  • 81%, bei öffentlichen Veranstaltungen
  • 54% in den Medien
  • 42%. im Kollegium

Über 50% der Wissenschaftler nehmen einen gestiegenen Druck an ihrer Hochschule wahr, das Thema Israel zu meiden.

  • 53% waren von Bedrohungen und Einschränkungen betroffen
  • 14% wurden institutionell ausgegrenzt
  • 16% waren von Ausladungen betroffen
  • 16% von medialer Diffamierung
  • 19% von Antisemitismusvorwürfen
  • 19% von Hassreden und Drohungen im Netz

Besonders hohe Werte der Selbstzensur zeigen sich in den Disziplinen

  • Arabistik
  • Islamwissenschaft
  • Kultur
  • Politik
  • Sozialwissenschaften

Methodik der Studie

Die Studie basiert auf einer Online-Erhebung von in Deutschland tätigen Wissenschaftlern mit einem wissenschaftlichen Bezug zu Israel/Palästina. Einbezogen wurden Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und wissenschaftliche Think Tanks. In der Auswertung wurden quantitativ-statistische Analysen mit Freitextantworten zu den Themenbereichen kombiniert.

Einordnung der Studienergebnisse

Die Studie weist Parallelen zu den Befunden des Middle East Barometers in den USA auf sowie zu anderen Erhebungen in Deutschland zur akademischen Redefreiheit und zu Anfeindungen gegen Forschende.

Die Besonderheiten im deutschen Kontext sind die hohe öffentliche Politisierung der Wissenschaft und die Reaktionen innerhalb der Hochschulen.

Es ist dringender Handlungsbedarf gefordert, der die Wissenschaftsfreiheit, die Debattenkultur und den Schutz der Forschenden wieder herstellt. Der Einfluss von Politik, Industrie und Stakeholdern auf Hochschulen, Institute und Forschende muss unterbunden werden, wenn an deutschen Hochschulen wieder Wissenschaftsfreiheit und unmanipulierte, evidenzbasierte Wissenschaft stattfinden soll.

Weiterführend:

Wissenschaft zwischen Freiheit und Autoritarismus

Quellen:

Studie: myScience

Middle East Scholar Barometer

Patrik Baab: Auf beiden Seiten der Front

Größenwahn und Kontrollsucht – Ende der Demokratie?

Ende der Demokratie? Seit 2020 können wir beobachten wie Verfassungen, Menschenrechte, Nürnberger Kodex, Genfer Konvention, Gentechnikgesetze, Medizinrecht, Datenschutz pp. westenweit gesprengt wurden und systematisch auch juristisch abgeschafft werden.

Westliche Werte wie Frieden, Freiheit, Einheit, Brüderlichkeit, Menschenwürde und Demokratie gehören der Vergangenheit an. Die Bevölkerung ist tief gespalten zwischen denen, die ihre Souveränität und ihre Menschenwürde zurückerhalten wollen und denen, die froh sind, dass sie keine Verantwortung für ihr Handeln mehr übernehmen müssen und die Verantwortung gern an den Staat abgegeben haben. Freiheit ist ein hohes demokratisches und abendländisches Gut, andererseits erfordert sie eigenverantwortliches Handeln, damit sind viele überfordert und halten deswegen das Gehorchen zunächst für das kleinere Übel, aber …

„Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren“ (Benjamin Franklin)

Wo sind die Ursprünge? Wann begann das System zu kippen?

Wann kippte die Demokratie? Viele machen Ex-Bundeskanzlerin Merkel verantwortlich, die zugegebenermaßen einige Entscheidungen ohne Bevölkerung und ohne Bundestag getroffen hat, entgegen der demokratischen Gesetze und die auch tatsächlich 2020 gegen Grundgesetz und Menschenrechte mit dem Ministerpräsidentenrat repressiv durchregierte.

Im Osten Deutschlands beginnt für viele bereits nach der Wiedervereinigung ein autokratisches Durchregieren des Westens über die Köpfe des Ostens hinweg, die sich Demokratie anders vorstellten als nun westlicher Führung unterworfen zu werden.

Im Westen war zu diesem Zeitpunkt noch alles in Ordnung, aber auch hier begann der Kipppunkt bereits mit Ex-Bundeskanzler Schröder und den Grünen, die Arbeitslose enteigneten und entrechteten sowie den ersten völkerrechtswidrigen Angriffskrieg nach dem zweiten Weltkrieg gegen Serbien mit einer False-Flag-Aktion führten, also schon einige Jahre vor Merkel, die lieber völkerrechtswidrige Kriege gegen muslimische Länder führte und 2020 die Demokratie nachhaltig abschaffte.

Zu den Kipppunkten der Demokratie habe ich bereits 2013 ein Essay geschrieben, als Edward Snowden nach Moskau fliehen musste, nachdem er die damals noch geheimen Überwachungsprogramme der USA preisgab. Aufgrund der Aktualität wurde es bei KUNO 2023 erneut veröffentlicht und ich veröffentliche es heute auch hier noch einmal, da es meiner Ansicht nach die Fäulnis- und Kipppunkte der Demokratie in ein totalitäres System ganz gut herausgearbeitet hat:

Größenwahn und Kontrollsucht – Das Ende der Demokratie?

„Jahrtausende hindurch ist der Mensch das geblieben, was er für Aristoteles war: ein lebendes Tier, das auch einer politischen Existenz fähig ist. Der moderne Mensch ist ein Tier, in dessen Politik sein Leben als Lebewesen auf dem Spiel steht.“ (Foucault, Der Wille zum Wissen)

Gott ist tot (Friedrich Nietzsche) und mit ihm die demokratischen Werte, so scheint es in Anbetracht von Prism, Tempora …

Die Macht der Sprache oder wie wird aus einem X ein U

Fast zeitgleich mit der finanziellen Abwertung bestimmter Berufe ging eine sprachliche Aufwertung einher. Was passiert, wenn dem für unmündig gehaltenen Bürger etwas genommen werden soll, was er zum Leben benötigt: eine sprachliche Aufwertung. So wurde z.B. aus dem Hausmeister ein Facility Manager, um mit dem verbalen Aufstieg zum Manager darüber hinwegzutäuschen, dass fortan ein Großteil des Gehaltes nicht mehr auf sein Konto eingeht, sondern auf das seiner Personalvermittlungsfirma. Nach der Einführung der sozialen, beruflichen und finanziellen Verarmung der Arbeitslosen mittels Hartz IV, Zwangsarbeit und weiteren Zwangsmaßnahmen, wurden aus den ehemaligen Klienten »Kunden«, um die menschenverachtende Arbeitspolitik zu vertuschen, die autoritären Verhältnisse zu leugnen. Diese Liste ließe sich ewig fortsetzen, jedoch sollen hier wenige Beispiele genügen, um aufzuzeigen, wie mit Sprache manipuliert und Macht ausgeübt wird.

Ähnliches passierte bei Prism, statt den Lauschangriff als solchen anzuerkennen, wird er als Sicherheitsmaßnahme zur Terror- und Kriminalitätsbekämpfung dargeboten, in der Hoffnung der Bürger denke nicht nach: Die Ausrede, es könne sich hierbei um Kriminalitätsbekämpfung handeln, ist lächerlich, da die organisierte Kriminalität in unserem Land objektiv zugenommen hat: Menschenhandel, Drogenringe, Pädophilenringe sowie Waffenhandel wurden nicht ausgehebelt, sondern als Subkulturen am Rande der Gesellschaft weiterhin gepflegt. Wären die Lauschangriffe aus Sicherheitsgründen eingeführt, ist festzustellen, dass kriminelle Vereinigungen weder verschwunden sind, noch hat es nennenswerte Erfolge zur Bekämpfung dieser gegeben, dies lässt nur zwei Schlüsse zu, 1. die Kriminalitätsbekämpfung ist nicht gewollt oder 2. es geht nicht um Sicherheit. Wenn also unsere Gefängnisse weiterhin von Kleinkriminellen besiedelt sind, obwohl angesichts der Totalüberwachung und ihren Möglichkeiten, Gefängnisse auch mit Großkriminellen belegt werden könnten, müssen wir zu dem Schluss kommen, es geht allein um Macht, um Weltherrschaft, ein Wissen über alles und jeden. Wo aber bleibt die Demokratie, die jedem Menschen ein Grundrecht auf Freiheit und Privatheit zusichert?

Ist die Demokratie in Gefahr?

Spätestens seit Prism wissen wir, dass unser Leben als Lebewesen auf dem Spiel steht, Privatheit wurde abgeschafft, Grundrechte auf Würde, Freiheit und Unversehrtheit existieren nur noch auf dem Papier. Wir sind geschockt, so geschockt, dass die Reaktionen von „ich habe nichts zu verbergen“ bis hin zu „unsere Demokratie ist in Gefahr“ reichen.

Giorgio Agamben untersuchte das nackte Leben in Lagern und totalitären Staaten. In Homo sacer untersucht er, wieso eine Gesellschaft von einer Demokratie in einen totalitären Staat umgewandelt werden kann und umgekehrt, er beschreibt die Berührungspunkte von Demokratie und totalitärem System folgendermaßen:

„Die Sache ist die, daß ein und dieselbe Einforderung des nackten Lebens in den bürgerlichen Demokratien zu einem Vorrang des Privaten gegenüber dem Öffentlichen und der individuellen Freiheiten gegenüber den kollektiven Pflichten führt, in den totalitären Staaten dagegen zum entscheidenden politischen Kriterium und zum Ort souveräner Entscheidungen schlechthin wird. Und nur weil das biologische Leben mit seinen Bedürfnissen überall zum „politisch“ entscheidendem Faktum geworden ist, besteht überhaupt die Möglichkeit, die sonst unerklärliche Geschwindigkeit zu begreifen, mit der in unserem Jahrhundert die parlamentarischen Demokratien in totalitäre Staaten haben umstürzen und die totalitären Staaten sich beinah ohne Übergangslösung in parlamentarische Demokratien haben umwandeln können. In beiden Fällen vollzogen sich die Umbrüche in einem Umfeld, wo die Politik sich schon seit längerem in Biopolitik verwandelt hatte und wo der Einsatz nunmehr bloß darin bestand, zu bestimmen, welche Organisationsform sich für die Pflege, die Kontrolle und den Genuß des nackten Lebens am wirksamsten erweisen würde. Wenn das nackte Leben zur fundamentalen Referenz geworden ist, verlieren die traditionellen politischen Unterscheidungen (wie jene zwischen rechts und links, Liberalismus und Totalitarismus, privat und öffentlich) ihre Klarheit und Intelligibilität und treten in eine Zone der Unbestimmtheit. Auch das plötzliche Abdriften der Klassen des Exkommunismus in den extremsten Rassismus (wie in Serbien mit den Programmen der „ethnischen Säuberung“) und die Wiedergeburt des Faschismus in Europa haben hier ihre Wurzeln.“ (Giorgio Agamben, Homo sacer, Die souveräne Macht und das nackte Leben, S. 130)

Wo hört also die Demokratie auf und wann fängt das totalitäre System an?

Das Ende der Demokratie?

 Prism ist hier der erste Höhepunkt, ein wahrnehmbarer Skandal für jeden, gegen die Grundrechte einer Demokratie. Doch wo waren die Anfänge? Laut Agamben kippt ein demokratisches System u.a. durch Unbestimmtheit, fehlende Klarheit, die annähernde Gleichheit der Parteien in ein totalitäres System.

Spätestens seit Gerhard Schröder wissen wir, auch unsere Regierungsparteien unterscheiden sich nur noch diffus voneinander, die SPD, die früher den Sozialstaat verteidigte, hat mit dem Einführen von Hartz IV und Zwangsarbeit für Arbeitslose (1-Euro-Jobs) bewiesen, dass sie ihre sozialdemokratische Position aufgegeben und damit dem Einführen von Niedriglöhnen, Lohndumping und ein Ausbeuten von Leiharbeiten durch Vermittlungsfirmen und Arbeitgeber Vorschub geleistet hat. Heute ist es im Niedriglohnsektor kaum noch möglich, wenigstens das volle, niedrige Gehalt zu erhalten, welches der Arbeitgeber zahlt, da ein Großteil des Gehaltes von den Vermittlungsfirmen eingestrichen wird.

Die Einführung der Zwangsarbeit (1-Euro-Jobs) war bereits ein großer Angriff auf die deutsche Verfassung, in der in Artikel 12 ein Grundrecht auf Berufsfreiheit und ein Verbot der Zwangsarbeit erlassen sind.

Um eine Gegenwehr der Arbeitslosen in Bezug auf die Zwangsarbeit auszuschließen, wurde ihnen die Würde genommen, indem ihnen statt eines kleinen staatlichen Gehaltes, weiterhin Hartz IV plus einem Sklavenlohn ausgehändigt wurde, der zur Deckung des ordnungsmäßigen Erscheinens (wie Fahrkarte, neues Hemd) bezahlt wurde. Statt die Arbeit (etwas besser) zu bezahlen, wurden nun aber Arbeitgeber mit 500 Euro monatlich entlohnt, wenn sie zu dieser Versklavung beitrugen, was zur Folge hatte, dass weitere Stellen gestrichen werden konnten.

Um die Bevölkerung vom Verfassungsverstoß abzulenken und auf die Seite der undemokratischen Maßnahmen zu ziehen, wurde zeitgleich eine Medienhetze gegen Arbeitslose gestartet, in der Arbeitslose als faul und schmarotzend dargestellt wurden: Die Folge war, dass nicht der Verfassungsbruch angeprangert wurde, sondern der Arbeitslose selbst, der von nun an vom gesellschaftlichen Leben weitgehend ausgeschlossen bleiben sollte. Dies diente natürlich auch zur Abschreckung der arbeitenden Bevölkerung, deren Angst, Anpassung und Konkurrenzdruck wuchs und dadurch in weiten Teilen, Arbeitende von mündigen, kritischen Arbeitnehmern zu angepassten, obrigkeitsgläubigen Untergebenen mutierten. Sie wurden zum Spielball, sodass sich undemokratische, antisoziale Strukturen nicht nur in der Politik, sondern auch im Arbeitsleben und der Gesellschaft verbreiteten. Die Folge ist ein steigendes Aufkommen an Mobbing sowie Burnout-Syndrom.

Seit langem können Telefonate abgehört werden. Das Eindringen in die Privatsphäre eines Menschen unterlag und unterliegt immer noch, eindeutigen gesetzlichen Regelungen: In Deutschland ist es legitim, wenn ein begründeter Verdacht auf ein schwerwiegendes Verbrechen vorliegt, ein Richter entscheidet über die Genehmigung einer Abhörmaßnahme (Artikel 13). Durch Prism und Tempora werden also unsere demokratischen Grundsätze ausgehebelt, inwieweit die deutsche Regierung selbst in diesen Skandal, die demokratischen Grundrechte zu unterlaufen, involviert ist, selbst einen Nutzen davon trägt, ist ungewiss, sicher ist, sie hat nicht schützend eingegriffen, weder politisch, noch technisch.

Searle  unterscheidet ökologische Macht von politischer: Politische Mächte beruhen nicht auf einem Verlangen, sondern seien deontisch. Ein politisches System sei nur aufgrund von Versprechen möglich, diese Versprechen befinden sich in den Gesetzbüchern, unter anderem sind hier unsere Grundrechte geregelt.

Macht ist nicht von vornherein etwas Schlechtes, sie wird schlecht, wenn sie missbraucht wird, wenn sie zum eigenen Vorteil und dem Nachteil der anderen eingesetzt wird. Kontrollsüchtige, narzisstische und größenwahnsinnige Menschen neigen zum Machtmissbrauch. Leute mit diesen Eigenschaften sind stark verunsichert, wenn ihre Macht-, Kontroll- oder Bewunderungsbedürfnisse nicht (mehr) befriedigt werden, sind aber häufig in hohen Positionen und Politik anzutreffen. Hier werden dann einstige Versprechen missachtet, ignoriert und gebrochen. Das Bedürfnis nach Allherrschaft setzt sich durch, um Macht aufrechtzuerhalten, zu sichern oder wieder zu erlangen.

Die Legitimierung unserer Regierung von Prism war also nicht der erste Anschlag auf unsere freiheitlich demokratische Verfassung, wohl aber der größte, er betrifft nicht nur einen Teil der Bevölkerung direkt, sondern alle Menschen. Das Schweigen und Nichtstun unserer Regierung spricht Bände, ob es um die Teilhabe an der Macht geht oder ob sie durch Prism selbst erpressbar geworden ist, sei einmal dahingestellt.

Hier demonstriert die Regierung Verfassungsverstöße in weitreichendem Umfang, da in einer Demokratie nicht nur die Bürger, sondern auch die Mächtigen sich der Verfassung und den Gesetzen zu beugen haben. Über dem gesamten BGB steht Artikel 1 Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Mit dem Nicht-Einschreiten gegen Prism, Tempora wird auch gegen Artikel 2 der Grundrechte verstoßen: (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

„Verschieben sich die Machtverhältnisse wesentlich, so vergehen Rechte und es bilden sich neue, — dies zeigt das Völkerrecht in seinem fortwährenden Vergehen und Entstehen. Nimmt unsere Macht wesentlich ab, so verändert sich das Gefühl Derer, welche bisher unser Recht gewährleisteten: sie ermessen, ob sie uns wieder in den alten Vollbesitz bringen können, — fühlen sie sich hierzu außer Stande, so leugnen sie von da an unsere »Rechte«.“ (Morgenröthe, Nietzsche)

Möglichkeiten des politischen und technischen Schutzes der Grundrechte sowie der Demokratie

Mit Erschrecken müssen wir feststellen, dass bis heute weder eine Forderung zum Abstellen des Lauschangriffes, noch ein Antrag auf eine internationale Untersuchungskommission gestellt wurden.

Weder Behörden mit sensiblen Daten noch Privatpersonen wurden Verschlüsselungsprogramme zur eigenständigen Spionageabwehr geboten, in Aussicht gestellt oder öffentlich gefordert, bzw. in Auftrag gegeben. Das lässt eigentlich nur zwei Schlüsse zu: Entweder ist die Bundesregierung viel tiefer in den Skandal involviert als bisher bekannt oder die Regierung selbst ist durch den Lauschangriff so erpressbar geworden, dass sie nicht mehr regierungsfähig ist.

Ein Wehren oder Abtreten würde hier Größe demonstrieren, wäre ein Indiz für demokratische Ziele, für einen verantwortungsvollen Umgang mit Macht, ein Zeichen gegen Machtmissbrauch und totalitäre Systeme.

Ein Abtreten widerspräche jedoch dem narzisstischen Selbst und der These Nietzsches, dem Willen zur Macht, dem jedes Individuum erliege. Politische, menschliche Größe werden wir hier also nicht erwarten können. Folglich ist das Volk gefordert.

Die Rolle des Volkes oder das Ende der Demokratie?

Presse, Offene Briefe, Petitionen, Demonstrationen ließen die Regierung bisher unberührt, sie hat sich offensichtlich dazu entschlossen, die Affäre auszusitzen und zu hoffen, dass bis zur Wahl nicht allzu viel ans Licht kommt. Nach dem Schweigen ein paar beruhigende Worte und ein mehr oder weniger geschicktes Umschiffen des Skandals.

Den Umfragen zufolge scheint die Rechnung aufzugehen, das Volk hat sich gebeugt, akzeptiert stillschweigend, dass wichtige Grundrechte verletzt wurden, dass für die Regierung demokratische Gesetze nicht mehr gelten sowie dass sie keinen Einhalt mehr vor den Persönlichkeitsrechten des Einzelnen, in diesem Falle aller, gewährt. Nun wird dem deutschen Volk ja von vielen Seiten Obrigkeitshörigkeit vorgeworfen, dies würde auch die Unterwerfung der Regierung unter den »großen Bruder« erklären, obwohl ein Lauschangriff dieser Größenordnung eine eindeutige Kriegserklärung darstellt, vorausgesetzt, dass er nicht in Zusammenarbeit mit unserer Regierung/unseres Geheimdienstes stattgefunden hat.

Der Bürger, der jedoch nur scheinbar die Möglichkeit hat, mit der Wahl einen Regierungswechsel zu ermöglichen durch das chaotische Gebaren der Alternativparteien und dem Angleichen der wenigen, wechselnden Regierungsparteien untereinander (siehe oben), hat bei der Wahl keine Wahl. Die Wahl des einzelnen Bürgers besteht im Moment nur aus drei Alternativen, a) dem Wahlboykott, b) der Protestwahl (die aber wie der Boykott nicht zu einer anderen, unterscheidbaren Regierung führen wird) oder c) auf die alten Parteien zu setzen. Will der Bürger also die Regierung mitbestimmen, bleiben ihm nur die am Skandal direkt oder indirekt beteiligten, traditionellen Parteien.

Die Beteiligung der deutschen Regierung/Parteien an Prism und Tempora bietet zwar genug juristisches Material (Gesetzesverstöße), um die Regierung/beteiligten Parteien/Personen am Skandal abzusetzen, offiziell zu entmachten, jedoch dürfte es sich hier um einen jahrelangen Prozess handeln.

Artikel 20 (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Für eine zeitnahe Lösung bliebe also eine Revolte, um die Regierung zu stürzen, wie in anderen Ländern üblich, jedoch würde natürlich auch unsere Regierung sich mit Gewalt »verteidigen«, auch wenn sie, wie anderswo, im Unrecht ist.

Sofern die Bürger also Gewalt vermeiden wollen, sind sie schachmatt. Erst einmal.

Tatsächlich hat es mehr Widerstand gegeben als erwartet: Journalisten, Autoren, Künstler, Blogger, Demonstranten sowie Bürger forderten ihre Rechte ein, starteten Petitionen, viele nahmen trotz Überwachung und im Ungewissen, wie gefährlich das bereits sein kann, ihre Meinungsfreiheit wahr. Das ist zwar in Anbetracht dessen, dass die Regierung trotz allem keinerlei Schritte für den Schutz aller und der Demokratie unternimmt, nur ein schwacher Trost, jedoch gibt es Anlass zur Hoffnung, dass ein Zusammenschluss vieler möglich ist, um demokratische Grundrechte zu verteidigen und die bereits verlorenen zurückzufordern.

Bleibt Gott tot?

Weiterführende Artikel zum Thema: Der gläserne Patient-Daten sind das neue Öl und Smart Cities-Die überwachte Gesellschaft

Quellen:

Giorgio Agamben: homo sacer 

Michel Foucault: Der Wille zum Wissen

Friedrich Nietzsche: Die fröhliche Wissenschaft, Morgenröthe 

John R. Searle: Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit  

Smart Cities – Die überwachte Gesellschaft

Smart Cities – Die überwachte Gesellschaft

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beauftragte das Fraunhofer Institut für experimentelles Softwareengineering (IESE) und das deutsche Institut für Urbanistik (Difu) eine praxisorientierte Studie zu erstellen, um KI in die Stadtentwicklung einzubetten.

73 deutsche Städte meldeten sich als Modellprojekte für die überwachte Stadt an. Berlin und Heidelberg sogar als C40-Städte, die zusätzlich auf Autoverkehr, Fleisch- und Milchprodukte verzichten wollen, also Städte für gesunde, junge, kinderlose Veganer entwickeln wollen.

Seit 2019 wird das„Modellprojekt Smart Cities“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen begleitet, die Studie soll das Praxiswissen in die Breite tragen und auch für kleinere und mittlere Kommunen zur Verfügung stellen.

Der Data Act

Smart City – Die überwachte Gesellschaft

2023 verabschiedete das EU-Parlament den Data Act, um die überwachten Städte zu legitimieren und aus den Daten seiner Bürger finanzielle Vorteile zu ziehen, unter dem Motto „Daten sind das neue Öl“.

Verschiedene Modelle der Smart Cities werden unter weiteren Begriffen zusammengefasst als Intelligente Städte, C40 mit strengen „Klimaauflagen“, 15-Minuten-Städte, in denen der Bürger eine Zone von 15 Minuten um seinen Wohnort diesen nicht mehr verlassen muss und soll, oder Smart Cities.

Die Studie

Smart City Modelle in Deutschland

Die Studie lotet Nutzungspotenziale aus und schlüsselt technische und nichttechnische Voraussetzungen einer erfolgreichen Integration von KI in Kommunen auf … KI wird bereits erfolgreich für die Verschränkung der operativen und planerischen Ebene, die Nutzung, Aufbereitung und Verknüpfung sektorübergreifender Daten, das (teil-)automatisierte Infrastruktur-Monitoring, die bedarfsgerechte Steuerung und Verteilung von Ressourcen sowie für bessere Zugangsmöglichkeiten zu kommunalen Diensten und Prozessen für Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. Aus technischer Sicht häufen sich dabei vor allem Leistungen der KI im Hinblick auf Mustererkennung (Modelle der Bild- und Videoerkennung), Planung (Vorhersagemodelle) und Interaktion (generative Modelle) …
Die Überwachung und auch die Sanktionierung von etwaigen Verstößen (z. B. Geldbußen) gegen
die vorgenannten Pflichten aus dem AI Act wird für Anbieter von GPAI die Kommission tragen und muss im Übrigen von einer nationalen Behörde übernommen werden, die die Mitglieds-Staaten bis zum 2. August 2025 zu benennen haben. In Deutschland wird dies voraussichtlich die Bundesnetzagentur sein (Stand: Mai 2025).“

Die Studie hat 125 Handlungsfelder der KI für Städte und Regionen untersucht, diese umspannen folgende Bereiche:

  • Energie und Umwelt
  • Infrastruktur
  • Wohnen
  • Wirtschaft
  • Soziales und Integration
  • Gesundheit
  • Bildung und Kultur
  • Stadtentwicklung und Planung
  • Mobilität
  • E-Government
  • Sicherheit

Es wurden unterschiedliche Modell-Projekte untersucht, z.B. untersucht Bamberg den eigenen Baumbestand und dessen Pflegebedarf mit Drohnen, Konstanz verfolgt eine intelligente Steuerung der Stromnetze, um erneuerbare Energien besser zu integrieren und Hamburg wertet anhand von Sprachmodellen Rückmeldungen aus der Bevölkerung aus, erkennt und bündelt so Themen.

eID (ID2020), ePA, Sensoren, Gesichtserkennung, Autoerkennung, biometrische Daten, wie Fingerabdrücke und die Gendatenbank, sozialer Status, Einkaufsverhalten, CO2-Verbrauch, Smart Homes (Heizüberwachung, Kühlschranküberwachung pp.) produzieren eine Unmenge an Daten, die gebündelt und durch KI ausgewertet werden sollen für Forschung, Industrie und Staat.

Die Gefahren

Smart Cities – Die überwachte Gesellschaft

Lindner kündigte 2022 an, dass auf dem Personalausweis der Bürger ihre sämtlichen Daten zusammengeführt werden sollen, auch gegen den Willen der Bürger. Die eID soll den gläsernen Bürger ermöglichen über den gläsernen Patienten (ePA) hinaus.

In der Smart-City-Charta von 2017, die inzwischen nur noch in verkürzter Form zur Verfügung steht, war noch zu lesen, mit den Smart Cities könnten Wahlen abgeschafft werden, da der Staat durch die Totalüberwachung mit Sensoren besser wisse, was der Bürger wolle, als der Bürger selbst.

In Paris müssen bereits mehrere hundert Euro bezahlt werden, sollte ein Auto in die Innenstadt fahren, in GB zerstörten Aktivisten einen Großteil der neu installierten Überwachungskameras wieder. Auch in Deutschland gab es am 09. September 2025 einen Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin, der den Firmen galt, die für den militärisch-finanziellen Komplex die Daten der Bürger sammeln, zusammenführen und auswerten sollen. Anarchisten bekannten sich auf der linksradikalen Plattform Indymedia dazu.

In China werden schon längere Zeit verschiedene Modelle der Smart Cities mit Sozialkreditsystem angetestet, das erwünschtes Verhalten von Bürgern belohnt und unerwünschtes abstraft. Dazu gibt es einige arte-Dokumentationen.

Offiziell soll es in der EU kein Sozial-Kredit-System geben, aber auch Deutschland hat bereits mehrere Modellprojekte zum Sozialkreditsystem durchgeführt, so durften in der Corona-Krise nur Menschen, die Staat, Militär, Oligarchen und Industrie gehorchten und sich an den experimentellen Genversuchen beteiligten, am öffentlichen Leben teilnehmen und in manchen Regionen erhalten Asylbewerber eine Bezahlkarte mit digitalem Geld statt Bargeld, das sie nur für bestimmte Produkte und mit einer regionalen Begrenzung ausgeben dürfen. Bargeld zur freien Verfügung erhalten sie lediglich 50 Euro pro Monat. So kann das digitale Geld selbst ohne Smart City zum digitalen Gefängnis werden.

Quelle:

Smart-City-Dialog

Künstliche Intelligenz in smarten Städten und Regionen

Nervenzellen verantworten Übergewicht und Lust auf Süßes

Nervenzellen verantworten Übergewicht und Lust auf Süßes, das deckten Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes für Stoffwechselforschung auf.

Übergewicht ist ein weit verbreitetes Phänomen in Industrienationen, die über einen Nahrungsmittelüberfluss verfügen.

Durch die ungesicherte Nahrungsaufnahme unserer Vorfahren entwickelte der Mensch die Möglichkeit Fettzellen aufzubauen, um in schlechten Zeiten davon zehren zu können, in Zeiten der Ernteausfälle, im oder nach einem Krieg oder bei anderen Hungerkatastrophen. So sicherte er sein Überleben.

Übergewicht – eine sinnvolle Einrichtung der Natur

Jahrzehntelanger Nahrungsüberschuss nach dem zweiten Weltkrieg in den Industrienationen führte bei vielen Menschen zu einem ungesunden Übergewicht, da Hungersnöte fehlten, in denen Menschen auf das angesammelte Körperfett zugreifen, um das Überleben zu sichern.

Dieser nützliche biologische Mechanismus wurde in den letzten Jahrzehnten in sein Gegenteil gekehrt, sodass viele Menschen an sogenannten „Zivilisationkrankheiten“ leiden, wie Diabetes Typ II, Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, Fetteber, Atemnot pp., die nach derzeitigem Forschungsstand bei vielen Menschen auf den Nahrungsüberschuss und den Aufbau von zu viel Körperfett zurückzuführen sind, häufig in Kombination mit Bewegungsmangel durch vorwiegend sitzende Tätigkeiten.

Nervenzellen verantworten Übergewicht

Nervenzellen verantworten Übergewicht und Lust auf Süßes

Forscher des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung fanden nun heraus, dass Übergewicht auf bestimmte Nervenzellen zurückzuführen ist.

Die Forschergruppe untersuchte den Hypothalamus von Mäusen und stellte fest, dass für eine erhöhte Nahrungsaufnahme PNOC/NPY-Nervenzellen verantwortlich sind. Diese Nervenzellen befinden sich auch im Gehirn von Menschen.

Die Forscher stellten das mit Hilfe neuer molekularbiologischer und genetischer Methoden fest, die die Vielzahl an Nervenzellen in Cluster unterteilen können.

Etwa 10% der Nervenzellen besitzen einen Leptin-Rezeptor. Das Hormon Leptin wird im Fettgewebe hergestellt und unterdrückt den Hunger.

Entfernten die Forscher den Leptin-Rezeptor, stellte sich bei den Mäusen kein Sättigungsgefühl ein und sie wurden übergewichtig.

Aufgrund der neuen Erkenntnisse, erhoffen sich die Forscher Medikamente gegen Übergewicht entwickeln zu können.

Die Lust auf Süßes nach dem Essen

Warum bei vielen Menschen nach dem Essen die Lust auf Süßes bleibt und ein Dessert gegessen wird, untersuchte das Stoffwechselzentrum ebenfalls-

Untersuchungen an Mäusen ergaben, dass gesättigte Mäuse wie Menschen noch ein Dessert essen.

Durch Hirnuntersuchungen der Mäuse konnte festgestellt werden, dass für das Sättigungsgefühl ebenfalls Nervenzellen verantwortlich sind, sogenannte POMC-Neuronen, die den Appetit unterdrücken.

Die POMC-Neuronen schütten bei den Mäusen nicht nur Sättigungssignale, sondern auch das körpereigene Opiat ß-Endorphin aus, das auf andere Opiat-Rezeptoren wirkt, die Belohnungssignale ausschütten. Das veranlasst die Mäuse dazu, Zucker zu essen, um die Belohnungssignale zu verstärken. Dieser Schaltkreis wird nur bei Zucker ausgelöst, nicht bei üblicher fettreicher Nahrung.

Wird dieser Weg von den Forschern zum Belohnungssystem blockiert, verzichten die Mäuse auf Zucker, allerdings nur satte Mäusen, hungrige nicht.

Wie reagieren Menschen auf Zucker?

Hirnscans konnten zeigen, dass auch bei Menschen das Belohnungssystem im Gehirn reagierte, wenn sie Zuckerlösung erhielten. Wie bei Mäusen liegen die Sättigungs-Neuronen dicht neben den Opiatrezeptoren.

Aus biologischer Sicht ist dieser Mechanismus sinnvoll, da Zucker in der Natur selten ist, aber schnell Energie liefert.

Die Forscher sehen hier eine Relevanz bei der Behandlung von Übergewicht, es gäbe bereits Medikamente, die den Opiatweg im Gehirn blockieren, aber der Gewichtsverlust durch diese Medikamente ist begrenzt. In Kombination mit anderen Medikamenten, könnten sie allerdings hilfreich zur Bekämpfung des Übergewichts sein.

Quelle: Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung

Diskussion

Nervenzellen verantworten Übergewicht und Lust auf Süßes

Lange Zeit wurde übergewichtigen Menschen unterstellt, dass sie ein Disziplinproblem haben. Hier ist die Forschung inzwischen fortgeschrittener und räumt mit den alten Vorurteilen auf. Körperfett aufzubauen sei evolutionär sogar sinnvoll, um Hungersnöte überleben zu können.

Durch den jahrzehntelangen Wohlstand und den Nahrungsmittelüberschuss in den westlichen Industrienationen, die vorangegangenen Hungersnöte in den Kriegs- und Nachkriegszeiten, entwickelte sich jedoch das Problem des Übergewichts mit entsprechenden körperlichen Einschränkungen und gesundheitlichen Problemen bei vielen.

Da durch jahrelanges Übergewicht das Übergewicht aber bei sehr vielen Menschen durch Diäten und Nahrungsumstellung nicht mehr in den Griff zu bekommen ist, werden derzeit in Deutschland vielen Übergewichtigen Magenverkleinerungen, Schlauchmagen, Diätspritzen oder Medikamente zur Gewichtsreduktion angeboten.

Medikamente und Operationen bergen aber Risiken, die die Risiken des Übergewichts übertreffen können, insbesondere können die Operationen gefährlich werden in Zeiten der wirtschaftlichen und politischen Umstrukturierung und von drohenden sowie bestehenden Kriegen. Diätmedikamente können gefährliche Nebenwirkungen haben, Eiweißpulver und Vitaminprodukte, die operierte ehemals Übergewichtige einnehmen müssen, um ihren Körper ausreichend versorgen zu können, können in der Umstrukturierung von Wirtschaft und Macht sowie im Wirtschaftskrieg oder einem möglichen heißen Krieg in den Regalen von Supermärkten, Drogerien und Apotheken fehlen oder stark überteuert sein.

Hinzu kommt, dass die Forschung trotz der beachtlichen Erkenntnisse das Problem nicht löst. Übergewicht in Zeiten wie diesen, kann im Rahmen durchaus sinnvoll sein, wenn keiner weiß, wohin der Wirtschaftskrieg der EU noch führt, der andere Länder treffen sollte, aber auf die EU zurückfällt und die EU zur Zeit Kriegsvorbereitungen trifft.

Die Forschungen untersuchen nicht, wieso ein Mensch übergewichtig wird, der andere nicht. Das kann viele Ursachen haben, die offen bleiben. Auch sind nicht alle Menschen darauf konditioniert, mit Zucker ihr Belohnungssystem anzuregen, sie wollen kein Dessert, wenn sie satt sind.

Denkanstoß zu den möglichen Ursachen von Übergewicht und Lust auf Süßes

Während des Wirtschaftsaufschwungs in den 70er/80er Jahren wurden viele Kinder gezwungen, ihren Teller aufzuessen, auch wenn sie satt waren, da die Eltern noch Hungersnot in der Kriegs- und Nachkriegszeit erlebt hatten. Führte das zu Beginn noch zu Übelkeit, lernte das Kind mit der Zeit, sein Sättigungsgefühl nicht mehr zu spüren und aß häufig mehr, als es benötigte, was es auch im Erwachsenenalter beibehielt.

In vielen Familien wurde dieses und ähnliches Verhalten weitergegeben an die Nachfolgegenerationen, sodass auch mehrere Generationen nach dem Krieg immer noch Übergewicht entsteht.

Menschen mit viel Lust auf Süßes, die zeitweise oder permanent ihr Belohnungssystem aktivieren wollen, haben möglicherweise wenig andere Möglichkeiten sich zu belohnen, was sie aber lernen könnten.

Weitere Ursachen können zu Übergewicht führen, wenn z.B. einem Säugling immer, wenn er schreit, die Flasche gegeben wird, auch wenn er aus ganz anderen Gründen als Hunger schreit. So lernt der Säugling früh, Probleme mit Nahrung zu kompensieren, statt sie zu lösen.

Weitere Faktoren spielen eine Rolle, da Kinder heute ihre Freizeit häufig vor dem Smartphone, dem PC oder der Spielekonsole verbringen, statt auf dem Spielplatz, im Wald oder auf dem Sportplatz.

Um nicht nur Symptombekämpfung mit Hilfe von Medikamenten oder Operationen zu betreiben, sollte zusätzlich nach den Ursachen geforscht und ein Umgang mit ihnen gefunden werden oder eine Behandlung für sie, da auch genetische Faktoren eine Rolle spielen sollen, auch wenn eine Symptombekämpfung im Einzelfall richtig sein kann, etwa wenn sonst ein Herzinfarkt droht.

Mittel- oder langfristig sollten Kinder aber lernen, ihrem natürlichen Sättigungsgefühl nachgehen zu dürfen sowie ihrem Bewegungsdrang. Das dürfte die beste Vorbeugung gegen ein ungesundes Übergewicht sein, Eltern müssten befähigt werden, ihren Kindern diese Freiräume einzuräumen.

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Weiterführend zur Ernährung:

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Schlaf – Gesunder Schlaf, Schlafstörungen und Erkrankungen

Schlaf – Gesunder Schlaf, Schlafstörungen und Erkrankungen – Viele Menschen leiden an Schlafstörungen. Sie können nicht einschlafen, durchschlafen oder wachen zu früh auf. Die Folgen einer unruhigen Nacht sind oft allgemeines Unwohlsein, Konzentrationsmangel, unangenehme Erinnerungen und Zwangsgedanken.

Ein gesunder Schlaf beträgt zwischen 7 und 9 Stunden pro Nacht. Es gibt allerdings Abweichungen, manche Menschen benötigen mehr oder weniger Schlaf.

Schlafstörungen und Gedächtnis

Schlafstörungen und Zwangsgedanken

Marcus O. Harrington und Theodoros Karapanagiotidis von der University of California fanden heraus, dass durch den Schlafmangel Gedächtniskontrolldefizite im menschlichen Gehirn entstehen.

Patienten mit Schlafstörungen leiden unter Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen oder zu frühem Aufwachen. Schlafstörungen können ein Hinweis auf die Entwicklung oder das Bestehen einer psychischen Erkrankung sein.

Schlafstörungen und Zwangsgedanken gehen häufig einer psychischen Erkrankung voraus und begleiten diese.

Wie wirkt sich Schlafmangel aufs Gehirn aus?

Schlaf und Schlafentzug

Die kalifornischen Forscher fanden heraus, dass auch gesunde Menschen bei Schlafentzug Probleme haben, ihre Zwangsgedanken unter Kontrolle zu halten.

Da psychischen Erkrankungen häufig Schlafstörungen vorausgehen, könnte die Studie helfen, Präventions- und Behandlungsstrategien für psychische Erkrankungen zu entwickeln, z.B. könnten Problembewältigungsstrategien und Problemlösungen zu einem besseren Schlaf und dem Verhindern einer psychischen Erkrankung führen.

REM – Schlaf und Gedächtnis

Schlaf und Hirnalterung

Schlafentzug stört die präfrontale Hemmung des Gedächtnisabrufs. Die Hemmung des Gedächtnisabrufs ist notwendig, um im Alltag nicht von unangenehmen Erinnerungen heimgesucht zu werden. Der Hemmungsmechanismus, der während des Tages abnimmt, wird im REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) während des nächtlichen Schlafes wieder hergestellt.

Forscher um Congying Chu und Sebastian C. Holst fanden heraus , dass eine Nacht Schlafentzug das Gehirn um 1-2 Jahre altern lässt-. Die Hirnalterung bilde sich aber bei normalem Schlaf in Folge wieder zurück-.

Marcus O. Harrington und Theodoros Karapanagiotidis setzten ihre Probanden einem Schlafentzug aus und stellten fest, dass die durch den Schlafentzug entstandenen Funktionsstörungen des Gedächtnisses zu einem Defizit führen, unerwünschte Erinnerungen unterdrücken zu können und verschlechtern das selbst erzeugte Denken. Durch die Störung der neuronalen Schaltkreise werden Zwangsgedanken hervorgerufen, wie immer wiederkehrende schlechte Erinnerungen oder sich wiederholende negative Gedanken.

Die Kontrollfunktionen des Hirnes, negative Gedanken und Erinnerungen aus dem Gedächtnis fernzuhalten, scheinen auf den REM-Schlaf angewiesen zu sein.

Neurokognitive Ebene der Erinnerungen

Auf neurokognitiver Ebene werden Erinnerungen durch den rechten dorsolateralen präfrontalen Kortex gesteuert, der Abrufvorgänge im Hippocampus herunterreguliert. rDLPFC ist ein übergreifender Inhibitor (Stoff, der chemische, biologische oder physikalische Vorgänge hemmt oder verlangsamt), der Handlungen stoppen und Erinnerungen unterdrücken kann. Schlafentzug verringerte die Aktivierung von rDLPFC und führte zu einem Zusammenbruch der Aufgaben. Auch die Amygdala wird bei bedrohungsbezogener Informationsverarbeitung gestört, sodass es nachts zu Angstzuständen kam. Hippocampus und Amygdala gehören zum Stammhirn und geben Erinnerungen an die Großhirnrinde ab. Bei Fehlsteuerungen kann es zu Angstzuständen und Abspalten von Erinnerungen kommen.

Die Studie

Schlaf und Schlafentzug

Depressionen, Angststörungen und posttraumatische Belastungsstörungen gehen mit Zwangsgedanken und unangenehmen Erinnerungen einher. Während unangenehme Erinnerungen und Zwangsgedanken für Gesunde nur eine vorübergehende Erscheinung sind, sind sie für psychisch kranke Menschen oft belastender Alltag.

Gesunde können sich der belastenden Erinnerungen und der Zwangsgedanken erwehren, indem sie sie nicht wieder aufrufen oder unterdrücken. Diese Möglichkeit hängt auch von einem guten Schlaf ab, da im REM-Schlaf die Kontrollfunktionen des Hirnes aufgefrischt werden.

Die zielgerechte Unterdrückung unerwünschter Erinnerungen hängt auch von der adaptiven Trennung der funktionellen Netzwerke im Gehirn ab.

Um die Folgen von Schlafstörungen zu untersuchen, setzten die Wissenschaftler ihre gesunden Probanden einem Schlafentzug aus, die Kontrollgruppe schlief normal.

Die Probanden der Studie mit Schlafentzug berichteten bei den Aufgabenstellungen, die sie nach dem Schlafentzug erhielten, häufiger von einer Ablenkung durch unerwünschte Gedanken statt einem auf die Aufgaben fokussierten Denken als ausgeruhte Probanden, was auf den Zusammenbruch des Kontrollprozesses im Hirn hinweist.

Untersucht wurden Herzfrequenz, das Gehirn mittels MRT, der REM-Schlaf und die Denkmuster der Schlafentzugs- und der Kontrollgruppe.

Untersucht wurden 87 gesunde Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren. Die Wissenschaftler erhoffen, dass durch die Studie Präventivmaßnahmen gegen psychische Erkrankungen, wie z.B. bessere Problemlösungsstrategien, und eine bessere Behandlung von Schlafstörungen entwickelt werden können.

Ursachen von Schlafstörungen

Wo kommen Schlafstörungen her?

Die Ursachen von chronischen Schlafstörungen sind vielfältig und reichen von äußeren Anlässen, wie Schichtarbeit, über Hormonstörungen und psychische Erkrankungen bis hin zu physischen Erkrankungen.

Mögliche Ursachen von Schlafstörungen

  • Verschobener Tages-Nacht-Rhythmus, wie z.B. bei Schichtarbeit
  • Stress und Sorgen
  • Hormonstörungen, wie z.B. in den Wechseljahren
  • Psychische Erkrankungen, wie z.B. Depressionen, Posttraumatische Störungen, Persönlichkeitsstörungen und Psychosen
  • Schilddrüsenerkrankungen, wie Hyperthyreose (Überfunktion der Schilddrüse)
  • Häufiger Harndrang, wie z.B. bei Diabetes
  • Medikamente
  • Infektionskrankheiten
  • neurologische Erkrankungen
  • neurodegenerative Erkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Schmerzkrankheiten
  • Lungenerkrankungen pp.

Welcher Arzt bei Schlafstörungen?

Schlafstörungen – Wann zum Arzt?

Können Stress, Sorgen und ein verschobener Schlafrhythmus ausgeschlossen werden, sollten auch körperliche Erkrankungen, wie Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes oder Prostataerkrankungen (häufiger Harndrang) pp. ausgeschlossen werden, bevor ein Psychiater, Psychotherapeut oder ein Schlaflabor aufgesucht wird.

Ein Facharzt für Allgemeinmedizin kann hier erste Untersuchungen einleiten, um z.B. eine Schilddrüsenerkrankung zu bestätigen oder auszuschließen. Bei einer Bestätigung wird an einen Nuklearmediziner oder Endokrinologen zur Behandlung überwiesen. Bei der Feststellung von Diabetes wird an einen Diabetologen weiter überwiesen, bei Schmerzerkrankungen an einen Rheumatologen pp..

Können physische Erkrankungen ausgeschlossen werden, kann an einen Psychotherapeuten oder Psychiater weiter verwiesen werden. Chronische Schlafstörungen, die nicht mehr in den Griff zu bekommen sind, können Vorboten einer psychischen Erkrankung sein und sollten behandelt werden, um einen Ausbruch zu verhindern.

Ein Schlaflabor kann weitere Ursachen für die Schlafstörungen feststellen.

Hausmittel für einen gesunden Schlaf

Was tun bei Schlafstörungen?

Schlafstörungen, die durch Stress, verschobenen Tag-Nacht-Rhythmus, Sorgen und Nöte ausgelöst sind, können häufig auch ohne Arzt behandelt werden.

Bei Überarbeitung und Stress kann z.B. eine bessere Organisation des Allltags und/oder eine Prioritätenliste hilfreich sein. Dazu wird zunächst eine Liste mit allen Aufgaben angelegt. Danach werden die Aufgaben von wichtig bis unwichtig unterteilt, z.B. in einer solchen Tabelle:

Sehr wichtigWichtig, aber verschiebbarWeniger wichtigKann gestrichen werden
z.B. Arbeitz.B. Wäsche waschenz.B. Garagentor streichenz.B. zusätzliche Vereinsarbeit
z.B. Hausaufgaben kontrollieren
Abendessen

Nach dem Eintragen in die Tabelle können die Aufgaben der 4. Spalte direkt gestrichen, die in der 3. Spalte als verzichtbar angesehen werden.

Jetzt können die Augaben der Spalte 1 und 2 in einen Wochenplaner eingetragen werden, ist er danach noch unrealistisch voll, um Entspannung im Alltag zu erlangen, müssen die Aufgaben noch einmal überdacht werden. Welche Aufgaben können verschoben oder doch gestrichen werden, welche Aufgaben können delegiert werden? Welches Zeitlimit soll für welche Aufgabe angesetzt werden? Bleibt genug Zeit für Freizeit und Entspannung?

Gesunder Schlaf – Was kann noch für Entspannung sorgen?

  • Spaziergang
  • Entspannungstechniken, wie z.B. autogenes Training, Yoga, Meditation
  • Sport, insbesondere bei Büroarbeit sorgt der körperliche Ausgleich für Entspannung
  • ein gutes Buch
  • Kerzenlicht
  • bei religiösen Menschen ein Gebet
  • Waldbaden oder Waldspaziergang, das Grün und die ätherischen Öle der Bäume und Pflanzen sorgen für Entspannung
  • Hobby, Spiel und Spaß
  • Kräutertees, insbesondere beruhigende Kräuter, wie Baldrian, Hopfen pp.. Bei Allergien oder Johanniskraut vorher einen Arzt zu Rate ziehen: Johanniskraut ist z.B. nach Organtransplantationen nicht geeignet und macht lichtempfindlich.
  • Entspannungsphase einige Stunden vor dem Schlafengehen einläuten
  • festen Tag-Nacht-Rhythmus einhalten

Hilfreich kann auch das Führen eines Schlaftagebuchs sein, wie z.B. das 6 Minuten Schlaftagebuch – Endlich besser ein- und durchschlafen Tagebuch für Erwachsene (bezahlter Link zum Buch)

Schlafstörungen bei Sorgen, Nöten und Problemen

Sorgen, Ängste und Schuldgefühle können den Schlaf rauben, insbesondere tagsüber verdrängte Probleme suchen sich abends im Bett ihren Raum, in der Entspannung kreisen dann die Gedanken um die ungelösten Probleme und halten vom Schlafen ab.

Das Gute ist, es kann vermieden werden: Die meisten Konflitke sind lösbar, nur auf wenige Probleme haben wir keinen Einfluss.

Dabei ist es wichtig, sich tagsüber Zeit für die eigenen Probleme zu nehmen, müde lassen sich Probleme nur schwer lösen, Gedankenkreisen im Bett führt selten zu einem befriedigenden Ergebnis. Ausgeruht aber können für die meisten Nöte Lösungen gefunden werden, sei es eine Aussprache mit dem Partner, die Entwicklung einer Strategie im Beruf oder privat oder ein notwendiges Konsequenzen ziehen bei andernfalls nicht lösbaren Konflikten.

Nur auf wenige Schwierigkeiten hat der Mensch kaum bis keinen Einfluss, wie z.B. auf die politische Situation, eine schwere Erkrankung, eine Kündigung vom Arbeitgeber, den Tod einer nahestehenden Person oder eine ungewollte Trennung.

Auch hier ist es wichtig, sich tagsüber Zeit zu nehmen, bei solchen Konflikten geht es nicht um direkte, unmögliche Lösungen des Problems, sondern um das Verarbeiten desgleichen und den Umgang mit ihm.

Trauer, Wut und Angst sind notwendig für den Verarbeitungsprozess, werden sie tagsüber vermieden, können sich Gefühle und Gedanken abends im Bett ausbreiten und zu Schlafstörungen führen. Der bewusste Verarbeitungsprozess mit allen Trauerphasen ist aber notwendig, um Trost zu finden und zur Entwicklung neuer Lebenswege.

Nutzen die eigenen Strategien nicht, um die Schlafstörungen in den Griff zu bekommen, können Beratungsstellen und Psychotherapeuten weiterhelfen.

Hilfreiche und weiterführende Links:

Das große Buch vom Schlaf: Die enorme Bedeutung des Schlafs – Beste Vorbeugung gegen Alzheimer, Krebs, Herzinfarkt und vieles mehr (bezahlter Link)

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Krieg – Der Todestrieb im 21. Jahrhundert

Krieg – Der Todestrieb im 21. Jahrhundert: Laut Claudia von Werlhof ist die Destruktion im Todestrieb Resultat von patriarchalischen Gesellschaften. Tatsächlich gibt es wissenschaftliche Hinweise, dass Zerstörung, Gewalt und Krieg erst seit etwa 6000 Jahren das Leben der Menschheit mitbestimmen.

Ziel des Lebens

Das Ziel des Lebens in Industrienationen

Das Ziel eines jeden Lebens ist der Tod. Diese unumstößliche Tatsache zieht sich vom Pflanzenreich über das Tierreich bis hin zum Menschen. Die Konkurrenz untereinander führt zu Leben, Überleben und Tod, bereits bei den Pflanzen, wenn stärkere weniger starke Pflanzen verdrängen oder sie nach Ablauf ihrer Lebenszeit eingehen.

In den Industrienationen wird der Tod jedoch vom Leben abgespalten, so als gehöre er nicht dazu. Gräber am Rande der Stadt, das Tabu, den Tod anzusprechen, sowie das Ausgliedern der Sterbenden in Heime und Hospize zeugen von einem ungeheuren Kraftaufwand, den Tod aus dem Leben zu verbannen.

Eros und Thanatos

Krieg – Lebenstrieb und Todestrieb bei Freud

Das Abspalten des Todes und des Sterbens in modernen Gesellschaften führt laut Freud erst zur Destruktion in den Industrienationen, die zur Barbarei, zum Töten und zum Krieg führt. Der Tod wird nicht mehr als Teil des Lebens begriffen, er wird aus dem Bewusstsein ausgeschlossen, er muss bekämpft werden. Die beiden Urtriebe, Eros und Thanatos, müssen laut Freud bereits von Anbeginn des Lebens auf der Erde gewirkt haben, die unbelebte Materie wurde belebt und diesem Lebenstrieb wurde der Todestrieb als widerstrebende Kraft mitgegeben, der ein Zurück in die unbelebte Materie möglich macht, in der jedes Leben endet.

Laut Waldhoff führe das Abspalten des Todestriebes (bezahlter Link zum Buch) in modernen Gesellschaften erst zur Lust am Sterben, wie beim Suizid oder beim Töten, wie bei Mord oder im Krieg, sowie zur Abtötung des eigenen Denkens und des Denkens der anderen.

Ohne das Konzept des Todestriebes und dessen destruktive Auswüchse in modernen Gesellschaften ist kaum nachvollziehbar, wieso bei der letzten Bundestagswahl die Parteien die Mehrheit erhielten, die die Zensur in Deutschland einführten, die ein Abtöten des Denkens fördert und fordert sowie die Parteien, die sich unmissverständlich für einen Angriffskrieg gegen die größte Atommacht der Welt aussprachen.

Der Todestrieb bei frühen Hominiden

Die Abwesenheit von Gewalt, Mord und Krieg in frühen Gesellschaften

Frühe menschliche Hominide wie Neandertaler oder frühe Homo sapiens, die ihr Leben dem Lebenszyklus aus Geburt, Wachstum, Reife, Tod und Erneuerung widmeten, verehrten noch das Weibliche als schöpferische Kraft, wie archäologische Funde zeigen.

So hatten bereits die Neandertaler ein Bewusstsein für den Tod, sie gaben ihren Toten Grabzulagen bei und weitere Ausgrabungen geben Hinweise darauf, dass sie die Schwachen und Kranken pflegten. Frühe Hominide verehrten noch das Weibliche als schöpferische Kraft, das Leben spenden und Nahrung bieten kann, wie frühe weibliche Kultskulpturen zeigen, die etwa 30.000 Jahre und älter sind.

400.000 Jahre sollen unsere menschlichen Vorfahren, die das Sterben und den Tod noch nicht aus dem Bewusstsein verbannten, friedlich und mit hoher sozialer Kompetenz zusammengelebt haben. Kreuzungen zwischen den verschiedenen Hominiden-Arten weisen darauf hin, dass die Angst vor dem Fremden noch nicht existiert hat. Noch heute weisen die Menschen auf der Nordhalbkugel genetisches Material zwischen 1,5% und 6% von Neandertalern auf.

Vor etwa 6000 Jahren soll der Mensch dann gewalttätig geworden sein. (Kortum, Die Boten des Bösen) (bezahlter Link zum Buch)

Um zu verstehen, warum in den westlichen Industrienationen die Destruktion, die Unterdrückung des Lebenstriebes, die Barbarei und der Krieg im 21. Jahrhundert wieder so raumgreifend werden konnten, trotz der Erfahrungen im 20. Jahrhundert, benötigt es einen kleinen Blick in die Geschichte.

Der Todestrieb in der Antike

Platon – die Grundlagen für Krieg und Todestrieb im 21. Jahrhundert

Hinweise, sich die Menschen Untertan machen zu wollen und Krieg zu führen, also destruktive Kräfte des Todestriebes, finden wir z.B. bereits in Platons Politeia.

Als idealen Staat sah Platon (bezahlter Link zum Buch) nicht etwa die Demokratie, sondern den auf einem strengen Kastensystem aufgebauten Staat, dessen Führung an erster Stelle die Philosophen als Klügste des Landes übernehmen sollten. An zweiter Stelle sollten die Wächter stehen, die den Staat nach außen verteidigen, gefolgt von den Handwerkern und den Schluss bildeten die Bauern.

Die Wächter sollten bis zum 35. Lebensjahr der strengen Kontrolle und Erziehung der Philosophen unterstehen, um nicht ausscheren zu können. In der Erziehung sollte die Kunst eine wichtige Rolle einnehmen, jedoch sollte diese einer strengen Zensur zum Wohle des Staates unterworfen sein, damit die Wächter nichts erfuhren von grausamen Göttern, die Unglück bringen, Zwistigkeiten austrugen oder Liebesabenteuer hatten.

Männer und Frauen sollten gleichberechtigte Krieger sein und die Kinder der Wächter sollten als Zuschauer mit in den Krieg ziehen.

Platon vergleicht die Wächter mit Hunden: „Du weißt doch wohl, dass es in der Art guter Hunde liegt, gegen Vertraute und Bekannte dankbar, zutraulich, doch ganz anders gegen Unbekannte zu sein.“ (Politeia) (bezahlter Link zum Buch)

Bereits in der Antike spekulierten also die Herrschenden auf die Unterdrückung und die Kontrolle der Gedanken und Handlungen von Untergebenen und nutzten ihre Naivität und Ergebenheit aus. Schon Platon wusste, dass eine „hündische Unterwerfung“ bis zum Tod nur mit Zensur und Kontrolle zu erreichen ist. Ohne eine strenge Zensur könnte Zweifel an den Botschaften und Befehlen der Herrschenden entstehen.

Es ist also nichts Neues im Nationalsozialismus, im Sozialismus, in der Coronakrise, im Krieg und beim Thema Klima gewesen, dass Herrscher eine Zensur für und die totale Kontrolle über die Bevölkerung fordern, sondern liegt bereits in den dunklen Tiefen unserer Schriften begraben.

Die Maske als Maulkorb passt zu Platons Hündischem, das er bereits in Untergebenen sah. Auch wusste Platon schon, um eine Gesellschaft dauerhaft zu beherrschen, ist ein früher Angriff auf die Kinder notwendig: „Weißt du denn noch, dass wir sagten, man müsse die Knaben … ganz in die Nähe des Kampfes bringen und Blut kosten lassen, wie junge Hunde.“ (Politeia)

In der Coronakrise wurden Kinder permanenten Kriegsübungen ausgesetzt, stundenlanger Luftmangel wie bei Angriffen oder im Schützengraben, frieren wie an der Front oder bei Angriffen auf die Infrastruktur, das Alleinlassen von Angehörigen wie für die Front, bei einer Isolation in Kriegsgefangenschaft oder beim Verlieren der Kameraden, der Angehörigen pp.. Außerdem wurde ihnen ununterbrochen eingeredet, sie seien Mörder, was ihnen das Töten später erleichtern sollte. Etwa die Hälfte der Kinder wurden durch diese Kriegsübungen in einer real erscheinenden Simulation psychisch krank, die andere Hälfte dürfte jetzt „hündisch ergeben“ auf das Töten und Getötetwerden im Krieg vorbereitet sein, wie die Knaben der Wächter bei Platon.

Krieg – Der Todestrieb im 21. Jahrhundert

Platon gehört wie andere europäische Philosophen zu den großen Philosophen des Westens, die weltweite Anerkennung genießen. Das Aussparen der destruktiven Aspekte dieser Werke ist ebenfalls Teil des Zerstörerischen, das das Denken abtötet und eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Werken verhindert.

Denn wir können nur verstehen, warum sich der Wille zum Töten, zur Barbarei, zum Krieg wieder so durchsetzen konnte in Europa, wenn wir verstehen, dass wir das Denken, den Tod und das Sterben mit Gewalt über Jahrzehnte, Jahrhunderte und Jahrtausende aus dem Leben verbannten. Es war ein Leichtes für die Herrscher durch die plötzlichen Überflutung mit dem Tabuthema Tod in 2020, die unterdrückten destruktiven Kräfte der Masse zum Leben zu erwecken und an die Oberfläche zu spülen.

Die Ziele für den Aggressionstrieb wurden gleich mitgeliefert, erst die Demonstranten der Demokratiewegung, dann diejenigen, die sich den gefährlichen Menschenversuchen verweigerten, heute die Russen. Um die freigelegten Aggressionen der Bevölkerung auf ein bestimmtes Ziel zu steuern, wurde die Zensur eingeführt und tief in die Tasche des Vokabulars der Nationalsozialisten gegriffen, von der Forderung Abtrünnige nicht mehr medizinsch zu behandeln, über sie seien Sozialschädlinge bis hin sie als Blinddarm der Gesellschaft zu beschimpfen, der aus einer Gesellschaft herausgeschnitten werden könne, war wieder alles dabei, womit auch die Nationalsozialisten die Aggressionen der Bevölkerung auf Minderheiten lenkten.

Hannah Arendt setzt dagegen, dass das Denken (bezahlter Link zum Buch) das Leben begleite und seine Quintessenz sei. Menschen, die nicht denken, seien wie Schlafwandler. Arendt verneinte auch das Recht blind zu gehorchen.

So wurde in der Krise seit 2020 paradoxerweise aus Angst vor dem Tod, der Tod auf vielfältige Art und Weise hervorgerufen: Die Masken führten bei mindestens zwei gesunden 13-jährigen Mädchen zum Tod, sie brachen nach der Schule im Bus unter der Maske zusammen und starben kurz darauf im Krankenhaus, weitere Todesfälle entstanden durch die Isolation, die Einsamkeit, die Angst und die Verweigerung von ärztlicher Behandlung sowie durch die Genexperimente und das Aushungern. Die Welthungerhilfe meldete 2020, dass 130 Millionen Menschen in der Dritten Welt durch die Lockdowns vom Hungertod bedroht seien.

Die für die Masse nicht aufzulösenden Paradoxien sind hier also „wir töten, weil wir euer Leben retten wollen“ in der Coronakrise und „wir führen euch in den Krieg, weil wir Frieden wollen“ im nahenden Krieg. Das erinnert an das Neusprech in Orwells „1984“ (bezahlter Link zum Buch) und ist nur mit nicht abgetötetem Denken aufzulösen.

Das abgetötete Denken in den Industrienationen, das die negativen Eigenschaften und Einstellungen ihrer Philosophen ausspart und abspaltet, aus dem Bewusstsein verbannt, ist ebenfalls Teil des Todestriebes, der sich deswegen so ungehemmt wieder im Denken und Handeln der Menschen ausbreiten konnte, weil er dauerhaft entfernt wurde und Philosophen lediglich glorifiziert werden.

Auch Kants rassistische Schrift „Von den verschiedenen Rassen oder alle Neger stinken“ (bezahlter Link zum Buch) ist den wenigstens bekannt, in der er klar definiert, wer vernunftbegabter Mensch ist oder werden kann und wer nicht: ausschließlich der weiße Mann sei vernunftbegabt. Weder Frauen, noch Kinder, noch Schwarze können nach Kant eines vernünftigen Verstandes fähig sein.

In den alten Schriften sind also nicht nur philosophische Erkenntnisse zu finden, sondern auch häufig die Wurzeln des Übels.

Das ist unter anderem ein Grund, warum sich das Destruktive und das Tötenwollen in den europäischen Gesellschaften im 21. Jahrhundert wieder Bahn brechen konnte, sei es die Russophobie, an die Herrscher leicht anknüpfen konnten, da sie latent im epigenetische Gedächtnis der Bevölkerung aus den Weltkriegen und dem Kaltem Krieg noch vorhanden war und nur durch Gräuelpropaganda und Zensur der eigenen Verantwortung am Krieg und der Historie des Krieges wieder zum Leben erweckt werden konnte; oder der Zugriff auf das Leben, das Verhängen eines Lebensverbots in der Coronakrise sowie der besonders grausame Zugriff auf die Kinder. Die Forderung nach Platons hündischer Unterwerfung äußerte sich nicht nur in Zensur, in Lebensverbot und dem traumatisierenden Zugriff auf die Kinder, sondern auch auf die Körper im Allgemeinen, mit Maskenpflicht, Bewegungseinschränkungen und Kontaktverboten sowie mit Menschenversuchen, wie im Dritten Reich. Abtrünnige wurden gejagt, deren eigenständiges Denken und Handeln in Zukunft mit dem frühen Angriff auf die Kinder und empfindlichen Strafen ausgeschlossen werden soll.

Platons totalitärer Staat war also bereits genauso durchdacht, wie die totalitären Staaten des 20. und 21. Jahrhunderts.

Todestrieb und Wissenschaft

Der Todestrieb im 21. Jahrhundert

Das Weiblich-Schöpferische-Allumfassende konnte sich auf Dauer nicht durchsetzen. Die Wissenschaften sind ein Paradebeispiel für die Destruktion, alles muss zerstückelt werden, um es dann meist mangelhaft wieder zusammenzusetzen.

„Romantiker in der Wissenschaft haben weder das Bedürfnis, die lebendige Wirklichkeit in elementare Komponenten aufzuteilen, noch wollen sie den Reichtum der konkreten Lebensprozesse in abstrakten Modellen darstellen, die die Phänomene ihrer Eigenheiten entkleiden.“ (Alexander Lurija aus Waldhoff)

Die Romantiker wollen das Netzwerk wesentlicher Zusammenhänge unter der Bewahrung ihrer mannigfaltigen Subjektivität aufdecken, die moderne Wissenschaft alles auf ein zerstückeltes Objekt und Codes reduzieren.

Die kulturelle Romantik neigt also zu den Lebenstrieben, während die politische Romantik, wie der Nationalsozialismus, der Sozialismus, der Transhumanismus oder die Klima-Ideologie, zu den Todestrieben neigt, die die Zerstörung als Bedingung für Erkenntnis, Neues und Entwicklung ansehen.

Nach Karl Mannheim lehnt sich das wissenschaftliche Denken an die angeblich exakten Naturwissenschaften an. Durch Rechenoperationen soll der Gegenstand der Erkenntnis durch Reduktion, Leugung, Isolation und Distanz ausgemerzt werden. Die moderne Wissenschaft tötet das Lebendige im Erkennen ab sowie die Beziehung zwischen Gegenstand und Betrachter.

Nur wer die Lebendigkeit aus den Wissenschaften verbannt, kann glauben, die Erkenntnis, das Bewusstsein, die Gefühle und die Vielfalt der Beziehung durch Computer, Roboter und KI ersetzen zu können.

Das Töten des Lebendigen und die politische Komponente in den modernen Wissenschaften führen aber zur Verkehrung von Erkenntnisgewinn und zur Gegenaufklärung. Baudrillard beschreibt es folgendermaßen:

„Das Realitätsprinzip hat sich mit einem bestimmten Stadium des Wertgesetzes gedeckt. Heute kippt das ganze System in die Unbestimmtheit, jegliche Realität wird von Hyperrealität des Codes und der Simulation aufgesogen. Anstelle des alten Realitätsprinzips beherrscht uns von nun an ein Simulationsprinzip.“ (Jean Baudrillard: Der symbolische Tausch und der Tod) (bezahlter Link zum Buch)

In der Coronakrise konnten wir sehen, wie in den Köpfen der Masse mit abstrakten, aus dem Zusammenhang gerissenen Zahlen und Angst einflößenden Modellrechnungen eine zweite Pest simuliert wurde, so wie die Klimaindustrie ein Aussterben der Menschheit mit Klimamodellen in einer möglichen Warmzeit simuliert. Tatsächlich war das Coronavirus weniger tödlich als die Grippe und in der Geschichte der Menschheit machten die Menschen in den Warmzeiten immer Entwicklungsschübe durch, während sich die Eiszeiten tatsächlich als problematisch erwiesen, da die Nahrungssuche schwierig war.

Krieg und Zerstörung – Der Todestrieb im 21. Jahrundert

Der Todestrieb im Transhumanismus

Der Transhumanismus ist eine futuristische Ideologie der Mensch-Maschine-Verschmelzung und der gentechnischen Veränderung des Menschen. Der Transhumanismus versteht sich selbst als Philosophie, erinnert aber inhaltlich eher an eine Religion.

Er speist sich aus der Angst, der homo sapiens könne aussterben aufgrund von Klimaveränderungen und Überbevölkerung. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung zu reduzieren und den neuen Menschen selbst zu kreieren, um ihn schöner, gesünder, intelligenter und möglichst unsterblich zu machen. Zur Steigerung der Intelligenz und zur besseren Überwachung soll den Menschen eine ID und KI eingepflanzt werden.

Mit der Genschere CRISPR-Cas9 z.B. sollen neue Menschen mit perfekten Eigenschaften kreiert werden. Sie sollen nicht mehr dumm, nicht mehr hässlich, nicht mehr schwach und krank sein. Außerdem wird die Unsterblichkeit angestrebt. Tatsächlich erproben bereits Unsterblichkeitsforscher an Fadenwürmern, wie das Leben durch gentechnische Eingriffe verlängert werden kann. Reiche Amerikaner und Russen lassen sich nach dem Tod einfrieren, um wieder aufgetaut zu werden, wenn die ultimative Lebensformel entdeckt wurde, die sie wieder zum Leben erwecken können soll.

Der Transhumanismus will die abendländische Kultur mit Humanismus und Aufklärung zerstören, ein Grund, warum viel Geld in NGOs gesteckt wird, die Kunst- und Kulturgüter beschmieren und warum neue „Realitäten“ wie in der Coronakrise simuliert werden. Auch die „Omas gegen Rechts“ sind hier einzuordnen, denn sie demonstrieren nicht etwa gegen Rechtsextremismus, wie der Name schon sagt, sondern gegen Rechts im Allgemeinen. Traditionell steht Rechts für das Erhalten der Kultur, der Traditionen, wie Weihnachten oder Fastnacht, den Erhalt der Familie, für Sicherheit, Gesetz und Ordnung pp.

Der Todestrieb in Nationalsozialismus und Transhumanismus

Wie im Nationalsozialsimus ist die Ideologie des Transhumanismus von Über- und Untermenschen geprägt, der homo sapiens soll auf die Stufe des Tieres gestellt werden und der Cyborg oder genmanipulierte Mensch auf die Stufe des Übermenschen. Das erklärt das Einsperren in der Coronakrise, wie bei Tieren, und das Absprechen von Grundrechten für Nichtgenmanipulierte, sie durften nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und viele verloren sogar ihre Arbeit. Hier spielt auch noch die fehlende Arbeit durch die Industrie 4.0 eine Rolle, da Berufe wie Ärzte, Pflegekräfte, Verkäufer, Juristen, Verwaltung pp. durch Roboter und KI ersetzt werden sollen. (Harari, (bezahlter Link zum Buch) Lorenz Sorgner, Klaus Schwab)

Um den Wandel der europäischen Bevölkerungen in den letzten Jahren hin zur Aggression gegen Andersdenkende, zur Gewalt gegen sie und zum Bejahen des Krieges besser zu verstehen, nähere ich mich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven, hier gibt es bereits einen kurzen Abriss zur Eugenik im Wandel der Geschichte, zur Propaganda im Dritten Reich und zur Propaganda im Allgemeinen.

Quellen und weiterführende Literatur:

Igor R. Schafarewitsch: Der Todestrieb in der Geschichte (bezahlter Link zum Buch)

Hans-Peter Waldhoff: Eros und Thanatos (bezahlter Link zum Buch)

Hannah Arendt: Vom Leben des Geistes (bezahlter Link zum Buch)

R.G. Kortum: Die Boten des Bösen (bezahlter Link zum Buch)

Jean Baudrillard: Der symbolische Tausch und der Tod (bezahlter Link zum Buch)

Harari: Homo Deus (bezahlter Link zum Buch)

Platon: Der Staat (bezahlter Link zum Buch)

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