Eugenik. – Datensammlungen als Voraussetzung – Eugenische Utopien spielten bereits bei Platon eine Rolle und zogen sich durch die gesamte abendländische Geschichte. Um die Menschenzucht zu verwirklichen, wurden ab dem 17.Jahrhundert Daten zur Bevölkerungskontrolle erhoben und Maßnahmen zur Menschenzucht diskutiert und umgesetzt.
Eugenik im 17. Jahrhundert
Daten als Voraussetzung der Eugenik
Ab dem 17. Jahrhundert reflektierten protestantische Autoren über die Notwendigkeit einer aktiven Bevölkerungspolitik zur Erhöhung der Quantität produktiver Untertanen, wie Bauern und Soldaten, um den Wohlstand der Fürsten zu mehren.
Die Maßnahmenpakete zur Mehrung der Untertanen umfassten:
- aktive Immigrationspolitik durch Religionsfreiheit
- teilweise Aufhebung der Heiratsbeschränkungen für Handwerker und Soldaten
- finanzielle Unterstützung Heiratswilliger
- Aufhebung der Unzuchtstrafen zur Verhütung von Abtreibung und Kindsmord
- Abschaffung des Zölibats
Der Ausbau von Staatsmacht und Bürokratie brachte die Vorstellung eines „Volkskörpers“ damals erst hervor, wie in der Coronakrise erneut, als der Bürger konfrontiert wurde mit „dein Körper gehört dir nicht mehr, er gehört der „Elite“ und hat für soziale, digitale und medizinische Experimente dem Volkskörper zu dienen“.
Der Slogan der Feministinnen „my body, my choice“ wurde 2020 wieder für obsolet erklärt, der 1969 die Selbstbestimmung über den eigenen Körper, die eigene Gesundheit, Pflege und Schwangerschaft forderte und bis 2019 erfolgreich durchgesetzt hatte.
Seit 2020 beobachten wir eine Abkehr vom Feminismus und von der Menschenwürde zurück in alte Zeiten. Bereits Hitler diente das Konstrukt des Volkskörpers für psychologische und medizinische Experimente am Menschen und totalitäre Maßnahmen.
Die Transformation von der Weimarer Republik in das Dritte Reich nannte Hitler „höhere Demokratie“, die Ausbeutung von Zwangsarbeitern „deutschen Sozialismus“, wie die Altparteien heute die Transformation von der Bundesrepublik zum Transhumanismus und in den neuen Faschismus „unsere Demokratie“ nennen und die Ausbeutung der Arbeitskraft und des Körpers „Globalisierung“ oder „Transhumanismus“.
Der Volkskörper sollte im 17.Jahrhundert auf zwei Ebenen gesteuert werden.
- Steuerung auf der Ebene des Individuums, dessen Körper und Verhaltensweisen vermehrt kontrolliert und normiert wurden.
- Steuerung auf der Ebene des Kollektivs, neue Zählungen und Kategorisierungen für auf die Zukunft gerichtete demographische Berechnungen. Statistiken sollten die Grundlage zur Generalisierung werden.
Eine ähnlich zweigeteilte Steuerung sehen wir heute, wenn einerseits mRNA-Krebstherapeutika individuell auf die DNA des Krebskranken entwickelt werden sollen und Erziehungsprogramme das Individuum neu orientieren und normieren sollen, andererseits aber flächendeckende Genexperimente am Kollektiv mit verheerenden Folgen wie schwere Erkrankungen, Behinderungen und Tod erprobt werden.
Außerdem lösten 2020 neue unwillkürliche, nichtssagende Zählungen die Statistik und wissenschaftliche Erkenntnisse ab.
Die transhumanistische Ideologie will u.a.die Aufklärung hinter sich lassen und damit auch die Wissenschaft, zumindest die allgemeine Verfügbarkeit der Wissenschaft für Bevölkerung, Studierende und einfache Akademiker.
Es ist anzunehmen, dass die Wissenschaft nicht komplett abgeschafft wird, sondern militärischer und/oder elitärer Kontrolle unterliegt, da die transhumanistische Elite die Forschungen benötigt, um ihre Ziele zu erreichen, wie „ewige Jugend“, Schönheit, Gesundheit, Lebensverlängerung, übernatürliche Intelligenz und nach Möglichkeit auch die Überwindung des Todes.
Eugenik und Bevölkerungskontrolle
Anatom (1708-1777) legitimierte den totalitären Staat zur Überwachung des gesunden Lebensstils der Bevölkerung folgendermaßen:
„Allein diejenigen, die es für einen ungerechten Zwang halten, wenn die Obrigkeit selbst über ihre (der Untertanen) Diät und Lebensweise gebieten will, werden nunmehr einsehen, was sie hierzu berechtigt“ (S. 89, Maren Lorenz, Menschenzucht)
Damals stand aber im Gegensatz zu heute noch der „mündige Bürger“ Kants einer Ständegesellschaft entgegen, so sei das Hagestolzrecht (Strafgesetz für Junggesellen ab ca Mitte 30) zwar rechtlich zulässig, es dürften allerdings keine Zwangsmittel zur Eheschließung eingesetzt werden, dies widerspreche der deutschen Freiheit.
Zwischen Eugenik und Bevölkerungskontrolle durch Datesammlungen besteht ein direkter Zusammenhang, denn die Menschenzucht mit dem Vermehren erwünschter Eigenschaften und dem Ausmerzen unerwünschter setzt die permanente Überwachung der Bevölkerung in Quantität und Qualität voraus.
Etwa seit Mitte des 18. Jahrhunderts stellte die Bevölkerung eine machtpolitische Ressource dar.
So werden auch heute wieder Volkszählungen durchgeführt, Ataman forderte Arbeitgeber auf, ihre Arbeitnehmer nach Geschlecht, Ethnie und Religionszugehörigkeit zu überprüfen. Spahn unterschrieb die DNA-Daten der Bevölkerung an die EU-Gen-Datenbank weiterzugeben, die u.a. durch PCR-Tests in der Coronakrise gesammelt wurden.
In Anbetracht der Tatsache, dass in Deutschland und in der EU seit 2020 Minderheiten wieder politisch verfolgt werden z.B. aufgrund biologischer Merkmale, wie nicht genmanipuliert oder ethnischer, wie russisch und Biowaffen inzwischen Genom und Etnien spezifisch entwickelt werden, sind das gefährliche Unterfangen, ob das Sammeln der Daten von Arbeitnehmern nach Ethnie, Religionszugehörigkeit oder Diversität nun „Bestandsaufnahme“ oder „Liste“ genannt wird, spielt dabei keine Rolle, oder DNA-Daten gesammelt und weitergegeben werden, wenn Transhumanisten, Politiker und Oligarchen öffentlich fordern und bewerben, die Weltbevölkerung zu reduzieren.
Die Angst vor dem Bevölkerungszuwachs der eugenischen Welt-Elite ist allerdings nichts Neues, sondern beschäftigte die Eugeniker bereits im 19. Jahrhundert.
Säkularisierung und Bevölkerungskontrolle – 19. Jahrhundert
Die Säkularisierung stellte jedoch ab dem 19. Jahrhundert ein machtpolitisches Problem dar. Der Geburtenzuwachs im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, nachdem die Menschen durch die Industrialisierung in die Städte emigrierten, betraf vor allem die Arbeiterschicht, die so viele Kinder wie möglich produzierte, allerdings keine Zeit und kein Geld für die Fürsorge hatte, während sich die Bildungsschichten um einen kontrollierten Nachwuchs kümmerten.
Die Angst vor demBevölkerungszuwachs im Deutschen Reich stieg, die Bevölkerung wuchs von 45 Millionen Menschen 1880 auf 67 Millionen Menschen bis zum Ersten Weltkrieg an.
Malthusianbewegung und Neomalthusianismus
Thomas Robert Malthus und Bevölkerungsreduktion
Es bildeten sich verschiedene Vereinigungen zur Bevölkerungsreduktion, wie die Malthusian-Bewegung, die auf den britischen Ökonom Thomas Robert Malthus zurückgeht, der in seiner Denkschule (1798: Das Bevölkerungsgesetz) den Ansatz vertrat, die Bevölkerungsexplosion führe aufgrund von Ressourcen- und Nahrungsmittelknappheit zu Hungersnöten und Elend. Er trat deswegen für späte Eheschließungen, Enthaltsamkeit und das Abschaffen der Armenfürsorge ein.
Die späteren Vertreter der sozial-ökonomischen Denkschule Malthus bezeichneten sich mit dem Gründer C.R. Drysdal, deutschen Vertretern wie F. Godstein, J. Marcuse, dem schweizer Arzt A. Forcel als Wissenschaftler. Weitere Gesellschaften zur Bevölkerungskontrolle bildeten sich wie u.a. „Die Gesellschaft zur Bekämpfung der Überbevölkerung Deutschlands“, die aber wenig erfolgreich waren.
Feminismus und Bevölkerungsreduktion
Erfolgreicher waren die deutschen Frauenbewegungen wie der „Bund für Mutterschutz“ von 1905 oder die „Internationale Vereinigung für Mutterschutz“ von 1911.
Beendet hat die Geburtenexplosion aber letztendlich erst der Erste Weltkrieg.
Neomalthusianismus heute und
Bevölkerungsreduktion
Parallelen sehen wir heute, einerseits wird mit niedrigen Löhnen, Propaganda gegen eine Mutterschaft und Nachkommenschaft mit Berechnungen des angeblich Leben vernichtenden CO2-Ausstoßes eines Babys und Werbung für Kinder, sie sollten sich Hormonbehandlungen zur Unterdrückung der Pubertät unterziehen und später ihr Geschlecht bestimmen und sich umoperieren lassen sowie mit gefährlichen Genexperimenten an der Bevölkerung und in der Schwangerschaft versucht, die weltweite Bevölkerungsexplosion in den Griff zu bekommen, andererseits werden aufgrund der wenigen Geburten in Europa Menschen aus aller Welt unwillkürlich eingeladen, um das Missverhältnis zwischen Alt und Jung im Westen auszugleichen, da die Europäer seit Jahrzehnten keinen ausreichenden Nachwuchs erzeugen, um die Alterspyramide ausgewogener zu gestalten, die Bevölkerung zu erhalten und Soldaten für den Krieg zu gewinnen.
Eugenik – Krieg und Bevölkerungskontrolle
Von lang ausgedehnten Kriegen wird sich einerseits die Bevölkerungsreduktion erhofft, aber auch versucht die Misswirtschaft des westlichen Kapitalismus sowie die Traumata durch Lockdowns und Menschenjagden, die Toten durch Lockdowns und Genexperimente zu übertünchen, andererseits die Gewinnung von preiswerten Rohstoffen durch die Schwächung rohstoffreicher Länder, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln und die Transformation durch die Zerstörung des Alten in einen neuen faschistischen Totalitarismus zu beschleunigen.
Krieg dient der Bevölkerungskontrolle und des Machtzuwachses. Der heutige Neomalthusianismus erzeugt ebenfalls Angst vor Nahrungsmittel- und Energieknappheit, wie die Malthusianische Denkschule im 18. und 19. Jahrhundert, obwohl im Westen ein Drittel der Lebensmittel entsorgt werden müssen und Großindustrie und Oligarchie den Lohn der Arbeiter in der Dritten Welt lediglich minimal erhöhen müssten, damit sie unbesorgt mit ausreichend Nahrung, medizinischer und Altersversorgung leben könnten und in Folge nicht mehr so viele Kinder bekommen müssten.
Humanität passt aber nicht in das kapitalistische, transhumanistische Denken westlicher Oligarchen und Politik, die den mündigen, gleichberechtigten Bürger Kants und humanistisches Denken hinter sich lassen wollen und deswegen auch im Westen für immer mehr Armut und Abhängigkeit sorgen trotz ihres nie dagewesenen Reichtums.
Armut und Abhängigkeit benötigt die transhumanistische Welt-Elite, um weltweit mit Smart Cities, die Bevölkerung zu überwachen und zu bestrafen sowie sie weiter als Datenträger und Experimentierfeld für technische und gentechnische Experimente zu benutzen, um ihre größenwahnsinnige Utopie, den Menschen selbst zu kreieren, umsetzen und finanzieren zu können.
Hier noch ein Einblick in die Kurzgeschichte der Eugenik
Quellen:
Menschenzucht, Maren Lorenz, Wallstein
Rasse, Blut und Gene, Peter Weingart u.a., Suhrkamp Wissenschaft
Die Hauptwerke, Michel Foucault, Suhrkamp Quarto
Klaus Schwab, Industrie 4.0
Harari, Homo Deus

