Mit KI zur individuellen Krebstherapie

Mit Daten und KI zu Patientengruppierungen und Therapie

Spinne im Netz

Krebs und andere Erkrankungen weisen häufig unterschiedliche Arten sowie Verläufe auf. Ein modulares Analysesystem soll mit Daten und KI Patientengruppierungen vornehmen, um die bestmögliche Behandlung zu finden und z.B. mit KI zur individuellen Krebstherapie zu gelangen. Das neue Unternehmen aimed analytics der Universität Bonn erhält ein EXIST-Gründungsstipendium in Höhe von 130.000 Euro des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Dr. Kevin Baßler, Dr. Patrick Günther und Karsten Waltemathe haben bereits einen Prototypen des modularen Analyseverfahrens entwickelt, den sie mit Hilfe des Stipendiums auf eine nächste Stufe heben wollen.

Von der Zellanalyse zur Patientengruppierung

Patientengruppierungen für schnelle und erfolgreiche Therapien

Krebs und andere Erkrankungen gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen, deswegen wirken festgelegte Therapien nicht bei allen Patienten gleich gut. In den Tumorzellen z.B. ließe sich jedoch ablesen, welche Tumorzellen aktiv seien und anhand der Aktivität bestimmen, um welche Variante des Krebses es sich handele. Die Daten der Tumorzellen sollen durch eine Eingruppierung der Krebsart bestimmen, welche Therapie am wirksamsten ist.

Das Konzept der Patientengruppierung ließe komplexe Verfahren mit Hilfe von KI automatisieren und beschleunigen, sodass differenzierte Krankheitseinschätzungen möglich werden.

Unterstützt wird das Vorhaben durch Experten und Expertinnen des Transfer Center enaCom der Universität Bonn bei der Entwicklung eines Businessplanes. Außerdem können die Gründer die Räumlichkeiten des Centers nutzen, um sich mit anderen Start-ups auszutauschen.

Dies geht aus einer Presseerklärung der rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn hervor.

Chancen für Patienten

Schnellere Diagnostik und Behandlung

Sollte das fertig entwickelte Analyseverfahren von aimed analytics erfolgreich Patienten und unterschiedliche Erkrankungen mit ihren verschiedenen Varianten gruppieren und den richtigen Behandlungsmethoden zuordnen können, böte es Patienten eine Chance, schneller und effektiver behandelt werden zu können, was insbesondere bei schweren Erkrankungen wie Krebs Leid mildernd und lebensrettend sein könnte.

Fraglich bleibt allerdings, ob die Art der Erkrankung alleine entscheidend für den Krankheitsverlauf und die richtige Therapie ist oder ob weitere Faktoren eine Rolle spielen, wie Vorerkrankungen, psychische Verfassung und genetische Veranlagung der Patienten. Nichtsdestotrotz könnte es die medizinische Hilfe beschleunigen, wenn Ärzte sich nicht ausschließlich auf technische Hilfsmittel verlassen, sondern zusätzlich Berufserfahrung und medizinische Kenntnisse in die Diagnostik und Therapie mit einfließen lassen, so wie das auch bei anderen technischen Hilfsmitteln häufig erforderlich ist.

Sensoren zur Früherkennung von Nierenerkrankungen

Humboldt-Stipendiatin will Früherkennung von Nierenerkrankungen im Speichel messen

Die Humboldt-Stipendiatin aus Brasilien, Dr. Maria Vega, will gemeinsam mit Prof. Stefan Kaskel zur Früherkennung von Nierenerkrankungen, elektrochemische Sensoren entwickeln. Prof Kaskel, Prof. für Anorganische Chemie an der Falkultät Chemie und Lebensmittelchemie der TU Dresden, ist der Gastgeber der Stipendiatin.

Früherkennung Nierenerkrankung, Materialentwicklung
Material

Nierenerkrankungen werden oft zu spät erkannt, häufig werden sie nur zufällig durch Harnuntersuchungen entdeckt, da sie zu Beginn der Erkrankung wenig Symptome bereiten. Bei Routineuntersuchungen fallen sie durch Eiweiß oder Blut im Harn auf.

Prof. Kaskel beschäftigt sich vor allem mit der Erforschung von porösen Materialien für die Umwelttechnik und die Energiewende. Dr. Vega möchte diese Materialien und das gut ausgestattete Labor der TU Dresden nutzen, um Harnstoff im Speichel nachweisen zu können. Dazu soll ein spezifisches Material entwickelt werden, das die Menge des Harnstoffes ohne aufwendige Untersuchung im Speichel feststellen kann. Das neu entwickelte Material soll als elektrochemischer Sensor dienen und zusätzlich zur Diagnosestellung auch die Dialyseleistung messen können.

EbM-Netzwerk fordert Stellungnahme zu Zweck und Ziel einer Impfpflicht

Das Deutsche Netzwerk für evidenzbasierte Medizin fordert von der Bundesregierung Zweck und Ziel einer Impfpflicht zu benennen

Das deutsche Netzwerk für evidenzbasierte Medizin fordert von der Bundesregierung und den beteiligten Institutionen Zweck und Ziel einer Impfplicht zu nennen.

Lichtblick-Blick durch ein Burggatter in den Himmel
Lichtblick

Aus Sicht des EbM-Netzwerkes setzt eine Impfpflicht eine evidenzbasierte Nutzen-Risiko-Analyse voraus. Weder die Bundesregierung noch die beteiligten Institutionen haben eine evidenzbasierte Analyse zum Nutzen der Impfpflicht vorgelegt.

Die Kernfragen zur Impfpflicht und ihrem Zweck

Die Forderungen des EbM-Netzwerkes

Weder die Bundesregierung noch die beteiligten Institutionen haben je ein medizinisches Ziel oder den Zweck für die Impfpflicht benannt. Deswegen stellt das Netzwerk für evidenzbasierte Medizin drei konkrete Fragen an die Bundesregierung:

  1. Was genau sind der Zweck und das Ziel einer Impfpflicht?
  2. Mit welcher Sicherheit wird angenommen, dass dieses Ziel erreicht wird?
  3. Welche Evidenz begründet die Einschätzung der Sicherheit?

Eine sachgemäße Auseinandersetzung mit der Impfpflicht sei ohne die Beantwortung dieser Fragen nicht möglich. Die bisher formulierten Ziele der Bundesregierung waren unpräzise und verhinderten eine Fachdiskussion. Andere ins Feld geführte Argumentationen zielten auf politische Fragen ab, aber nicht auf medizinische, wie etwa „das Erreichen einer Impfquote“ oder „die Vermeidung von Maßnahmen“.

Die Beantwortung der Fragen fordert Prof. Dr.med. Dipl.-Soz. Tanja Krones für den geschäftsführenden Vorstand des Netzwerkes am 01.02.2022 in einer Presseerklärung.

Zweifel am Sinn und Zweck der Impfpflicht

Unkonkrete Zielfomulierungen und bisherige Einschätzungen stellen den Sinn in Frage

Alle bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung waren nicht evidenzbasiert, sondern rein politisch, wie Maskenpflicht, Lockdowns, Ausgangssperren, Lockdowns für Ungeimpfte pp. Politische Ziele nannte die Bundesregierung zwar, hat diese aber bei Erreichen der Ziele sofort wieder abgeändert, um weitere Maßnahmen zu etablieren. Beispiele hierzu gab es zugenüge z.B. das Ziel der Vermeidung überfüllter Krankenhäuser wurde abgeändert zu Verdoppelungsraten innerhalb von 10 Tagen, dann zu R kleinergleich 1 usw.. Die Bundesregierung ließ nichts unversucht beim Erreichen eines Zieles, sich ein nächstes auszudenken. So verfuhr sie bisher auch mit der Impfung: „Die Maßnahmen können beendet werden, sobald die Impfung da ist“ wurde zu „wenn die vulnerablen Gruppen geimpft sind“, wurde zu „wenn 60-70% der Bevölkerung geimpft sind“ bis hin zur derzeit geforderten Impfpflicht.

Inzwischen ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Impfung weder effektiv vor einer Infektion, noch vor einem schweren Verlauf, noch vor dem Tod schützt. Außerdem besteht kein Zweifel darüber, dass Geimpfte die Infektion weitergeben. Superspreader-Events waren z.B. 2G-Partys, 1G-Partys sowie durchgeimpfte Fußballvereine pp.

Der Sinn und Zweck einer Impfpflicht ist unter solchen Bedingungen nur schwer ersichtlich und muss gut begründet werden. Hinzu kommt eine massive Übersterblichkeit im Impfjahr sowie eine starke Zunahme der neurologischen und kardiologischen Notaufnahmen laut RKI in 2021 im Vergleich zu 2019 und 2020. Beides sind klassische Nebenwirkungen der gentechnischen Impfungen. Außerdem gibt es Fragen zu den abweichenden Nebenwirkungen und Verfärbungen der unterschiedlichen Chargen bei BionTech/Pfizer.