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Cyborg

Zum ersten Mal setzte ein Transplantationsteam in den USA am 07.01.2022 einem 57-Jährigen ein genetisch modifiziertes Schweineherz ein. Der Mann litt an einer lebensgefährlichen Herzkrankheit, die Operation in Maryland dauerte acht Stunden. Medienberichten zufolge gehe es dem Mann gut.

Die FDA (U.S. Food and Drug Administration) erteilte für die Operation eine Notfallgenehmigung, der Mann hätte sonst nicht überlebt. Grundätzlich fehlen für solche Notfalloperationen häufig rettende Organe, das Schwein ist dem Menschen genetisch sehr ähnlich. Schon in der Vergangenheit wurden Schweinen Herzklappen entnommen und Menschen mit einer bedrohlichen Herzklappeninsuffizienz eingesetzt.

Genmodifikationen des Schweineherzens zur Transplantation

Zunächst wurden bei dem Schwein drei Gene ausgeschaltet, die beim Menschen für eine Abstoßungsreaktion sorgen würden, außerdem eines, das das Herzgebewebe zu schnell wachsen lassen würde. Sechs menschliche Gene wurden hinzugefügt, um es dem Immunsystem zu erleichtern, das tierische Herz anzunehmen. Es ist handelt sich hierbei weltweit um die erste Transplantation eines Schweineherzens. Sollte die Operation auch langfristig erfolgreich verlaufen sein, der 57-Jährige das Herz nicht abstoßen und mit dem tierischen Herz weiterleben können, könnten trotz Organknappheit viele Menschenleben gerettet werden.

Xenotransplantion – die Transplantation von Tier auf Mensch

Die Xenotransplantation umfasst die Transplantation von Zellen, Geweben bis hin zu ganzen Organen vom Tier auf den Menschen. 2021 wurde in New York das erste Mal eine Schweineniere in den hirntoten Körper einer Patientin verpflanzt. Um die Schweineniere beobachten zu können, brachten die Wissenschaftler sie außerhalb des Körpers an, nachdem die Patientin eine Nierenschwäche entwickelt hatte. Vorher mussten sie die unverträglichen Zucker des Schweines gentechnisch so verändern, dass die Niere nicht abgestoßen wurde. Die Operation verlief erfolgreich, die Niere fing an zu arbeiten und das Blut der Patientin zu reinigen.

Herzklappen vom Schwein

Bereits seit den 1960er Jahren befasst sich die Forschung mit der Xenotransplantation. Sie stieß allerdings Jahrzehnte lang auf die Abstoßungsreaktion des menschlichen Körpers. 1998 gelang es Forschern aus Hannover erstmals eine lebende Herzklappe eines Schweines erfolgreich zu transplantieren. Mit Formalin haltbar gemachte Herzklappen lösten zuvor zwar keine Abwehrreaktion aus, aber Entzündungen, die verkalkten und sich schließlich zersetzten. Klappen aus Metall und Kunststoff erhöhen wiederum die Thrombosegefahr. Die Mediziner der Hochschule Hannover lösten aus den Schweineherzklappen enzymatisch die Schweinezellen heraus, übrig blieben bei dem Verfahren nur noch die Fasern und Kollagen. Aus einem herausgenommenen Stück Vene des Patienten wurden die Zellen dieser vermehrt und auf das Gerüst aus Fasern und Kollagen aufgebracht. Es entstand dabei praktisch eine menschliche Herzklappe, die auf kaum Abwehrreaktionen stieß, ähnlich wie bei Xenotransplantaten von genetisch veränderten Schweinen.

Gentechnisch veränderte Organe vom Schwein

Versuche der Xenotransplantation werden auch mit weiteren Organen durchgeführt, neben Herz und Niere auch z.B. mit der Lunge. Ob der erste Versuch der Xenoatransplantation mit einem ganzen Organ an einem lebenden Menschen in Maryland erfolgreich sein wird, muss sich erst noch herausstellen.

In Deutschland warten derzeit 9100 Menschen auf ein Spenderorgan. 2020 gab es 913 Organspenden, 767 der Wartenden sind verstorben. Sollte die Verpflanzung von Schweineorganen gelingen, könnten diejenigen profitieren, für die ein menschliches Spenderorgan zu spät käme-

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