Zukunftsvision-KI

Ulmer Forschende entwickeln digitale Lernsysteme, die sich den Fähigkeiten und Vorkenntnissen der Studierenden anpassen sollen. Unterstützt wird das Forschungsvorhaben „2LIKE“ vom BMBF mit zwei Millionen Euro. Bereits im Wintersemester 2022/23 sollen die KI-basierten Lernsysteme in ausgewählten Studienfächern eingesetzt werden.

Die Coronakrise habe gezeigt, dass Studierende die Unterstützung der betreuenden Professoren, der Seminar- und Übungsleiter sowie die ihrer Kommilitonen benötigen, um erfolgreich ihr Studium abzuschließen. Damit Studierende weiterhin vereinzelt im Home-Studium bleiben können, soll sie in Zukunft eine KI begleiten, die ihnen das notwendige Feedback ihres Lernerfolges gibt sowie auf ihre individuellen Fähigkeiten und Vorkenntnisse eingeht.

Die bereits vorhandene Lernplattform Moodle, die z.B. die Fernuniversität Hagen nutzt, um Berufstätigen ein Studium zu ermöglichen, erlaubt zwar bereits gewisse Anpassungen, individuelle Rückmeldungen kann sie jedoch nicht geben. Mit 2LIKE soll sich das ändern. 2LIKE soll die Defizite der Studierenden aufspüren und individuelle Angebote hierzu machen können. Hierfür sei eine interdisziplinäre Zusammenarbeit notwendig.  Wissensbasierte KI und maschinelles Lernen sollen die Universitäts-Institute  Künstliche Intelligenz und Neuroinformatik einbringen, die digitale Infrastruktur soll das Kommunikations- und Informationszentrum der Universität Ulm liefern. Das psychologische und didaktische Konzept entwirft die Abteilung Lehr- und Lernforschung des Instituts für Psychologie und Pädagogik.

Das gab die Presseabteilung der UUlm am 17.01.2022 bekannt.

Bereits im September 2020 hat die Pädagogische Hochschule Karlsruhe ein Institut für Informatik und digitale Bildung gegründet. Hier wird erforscht wie digitale Lernumgebungen optimal umgesetzt werden können, es werden Lehr-Lern-Konzepte entwickelt mit denen fachwissenschaftliche Inhalte mit praktischem Wissen verknüpft werden sollen. Zur Anwendung sollen die digitalen Lernkonzepte in Schule und Hochschule kommen. (Presseerklörung der Universität Karlsruhe)

Soziale Fähigkeiten, Empathie sowie Eigenständigkeit, wie Selbsteinschätzung und eigene Recherche, gehen Studierenden  so verloren. Auch wäre mit einer solchen KI leicht steuerbar, welche wissenschaftlichen Werke, Studien und Erkenntnisse Studierende lesen und welche nicht. Eigenständiges Denken, Austausch über wissenschaftliche Erkenntnisse sowie ein Diskurs darüber gingen so verloren. All diese Fähigkeiten benötigt eine zukünftige Elite aber, um verantwortungsbewusst und ethisch in Beruf und Forschung tätig zu werden.

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