Der gläserne Patient soll Realität werden. Krankenakte, Gen-Datenbank, Sozialdaten und Bürger ID sollen miteinander verknüpft werden können. Im Januar 2025 ist das Anlegen der elektronischen Patientenakte für alle gesetzlich Versicherten in Deutschland geplant.
2020 verabschiedete der Bundestag mit dem neuen Infektionsschutzgesetz §11-§15 IfSG u.a., dass Patienten-Daten für die Landesbehörden frei zugänglich gemacht werden können, für staatliche Organisationen, wie das Robert-Koch-Institut, und weitere Organisationen, wie z.B. die WHO.
HealthData@EU startete im Oktober 2022 als Pilot-Projekt die EHDS-Infrastruktur (Europäischer Raum für Gesundheitsdaten) zur Sekundärnutzung der Gesundheitsdaten. Hier sollen Ärzte, Patienten, Forscher, politische Entscheidungsträger und Unternehmen Zugang zu den Daten der EU-Bürger erhalten. Es soll einen Datenschutz geben.
Im Juni 2023 gründete Deutschland eine EDHS-Koalition, um den EDHS schnell umzusetzen und eine möglichst umfassende Datenbank zu erstellen.
Am 28. Juni 2023 verabschiedete das Europäische Parlament den Data Act, das EU-weite Datengesetz. Der Data Act tritt 2025 in Kraft.
Der Data Act – Gesetz zum Datenaustausch
Der gläserne Patient – Daten sind das neue Öl
In der Presse-Erklärung des Europäischen Parlamentes vom 14.03.2023 heißt es dazu:
„Das EU-Datengesetz („Data Act“) soll Hindernisse beseitigen, die den Zugang von Verbraucherinnen und Verbrauchern und Unternehmen zu Daten behindern. Das fördert Innovationen.
Der am Dienstag im Europäischen Parlament in Straßburg angenommene Gesetzesentwurf ist die Position des Parlaments für die Verhandlungen mit den EU-Staaten. Das Datengesetz regelt den Umgang mit nicht-personalisierten Daten und soll neue Dienste ermöglichen, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz, wo große Datenmengen für das Training von Algorithmen benötigt werden. Die geplanten Neuerungen können auch zu besseren Preisen für Kundendienstleistungen und Reparaturen von vernetzten Geräten führen.
Faire Datenverträge zwischen Verbrauchern und Herstellern
Die von Menschen und Maschinen erzeugten Datenmengen nehmen exponentiell zu und werden zu einem entscheidenden Faktor für Innovationen in Unternehmen und Behörden, etwa bei der Gestaltung intelligenter Städte. Diese Daten werden auch als „das neue Öl“ bezeichnet.
Das Datengesetz legt Regeln für den Austausch und die gemeinsame Nutzung von Daten fest, die durch die Verwendung vernetzter Produkte wie Windkraftanlagen, intelligenter Hausgeräte oder moderner Autos oder damit verbundenen Dienste im Internet der Dinge erzeugt werden. So sollen faire Verträge über die gemeinsame Nutzung von Daten möglich werden.“
Der Data Act geht weit über die Gesundheitsdaten hinaus. Bisher beteiligen sich Deutschland, Frankreich und Finnland die Gesundheitsdaten ihrer Bürger abzugeben. Auch die Niederlande, Portugal und Großbritannien wollen die Gesundheitsdatenforschung ausbauen.
Genomsequenzierung Deutschland
Datenaustausch in Deutschland
Im Juli 2021 hat die Bundesregierung das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) veröffentlicht.
Mit dem neuen Gesetz können jetzt Modellvorhaben zur Gensequenzierung verwirklicht werden. Die Vorarbeit hierzu leistete die deutsche Genom-Initiative genomDE, die vom Gesundheitsministerium initiiert wurde.
In Deutschland soll zunächst eine Datenbank für die Onkologie entstehen, die genomische und phänotypische Daten aus der Krebsbehandlung verknüpft und so bessere Analysen liefern soll.
Patienten sollen eine genetisch personalisierte Versorgung erhalten, für die Forschung entsteht ein Datensatz, der Zusammenhänge zwischen Genomik und Therapieansätzen finden soll. Es besteht die Hoffnung, mit der Gensequenzierung onkologische Therapieansätze zu verbessern.
Laut Prof. Berlage vom Fraunhofer-Institut seien Gesamtgenomsequenzierungen und eine große Patientenkohorte notwendig, um die Daten sinnvoll auszuwerten.
Es sei eine Dateninfrastruktur notwendig, die es Krankenhäusern, onkologischen Praxen, Laboren und Patienten ermögliche, Daten mitzuteilen.
Eine solche Dateninfrastruktur soll als dezentrales Netzwerk angelegt werden. Zuständig hierfür soll das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sein.
Um das Projekt umzusetzen, sei es allerdings notwendig, sich in die Abhängigkeit von Stakeholdern zu begeben. Das könne laut Berlage nur gelingen, wenn Krankenhäuser und andere Einrichtungen bereit sind, mit Stakeholdern zusammenarbeiten.
Theoretisch könne für die Dateninfrastruktur die elektronische Patientenakte benutzt werden, eine gesetzliche Grundlage hierfür existiere bereits.
Finnland als Vorbild
Der gläserne Patient am Beispiel von Finnland
Für die finnische Datenerhebung wurde Findata gegründet, eine eigene Behörde, die bereits Gesundheitsdaten und Sozialdaten verknüpft. Sie gilt als Vorbild, da auch Deutschland und die EU alle Daten ihrer Bürger zusammenführen wollen.
Finnland beschloss 2019 ein neues Gesetz, die digitale Patientenakte mit Primärversorgung zusammen mit medizinischen Registern, Sozialdaten aller Art und Daten aus epidemiologischen Studien zugänglich zu machen für Forschung, Statistik und Politik.
Zusammengeführt werden diese Daten über eine persönliche Bürger-Identifikations-Nummer, die bereits jeder Finne besitzt und die EU weit sowie weltweit eingeführt werden soll (ID 2020).
Der Data Act ermöglicht das in der gesamten EU.
ID2020 – Das Zusammenführen aller Daten
Vom gläsernen Patienten zum gläsernen Bürger
In der EU ist Finnland Vorreiter beim Erstellen einer Bürger-ID (ID2020), der Zusammenführung unterschiedlicher Daten der Bürger auf einen Blick. Persönliche Daten, Gesundheitsakte, biometrische Daten wie Fingerabdruck und DNA, Finanzen und andere Sozialdaten wie Einkaufsverhalten oder CO2-Verbrauch sollen hier zusammengeführt werden können.
Weltweiter Vorreiter ist China, das bereits mehrere Projekte zum Zusammenführen der Daten hat mit digitalem Geld und verschiedenen Sozialkreditsystemen in der Testphase, um das Verhalten seiner Bürger über die Zusammenführung der Daten zu steuern.
Die Zusammenführung der Daten ließe sich z.B. wie in der Coronakrise durch einen QR-Code auf dem Smartphone verwirklichen, durch den Personalausweis, die Bankkarte oder auch durch ein Hautimplantat, wie es in Schweden zum Teil schon für verschiedene Zwecke verwendet wird.
„Mangel an effizienter Identitätskontrolle koste die Welt dreistellige Milliardenbeträge jährlich. Das will ID2020 ändern. Eine Allianz von Hightech-Konzernen wie Microsoft und Accenture, der Rockefeller-Stiftung, großer Hilfsorganisationen wie Mercy Corps, CARE und der von Bill Gates finanzierten Impfallianz GAVI. Enger Kooperationspartner sei auch das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, berichtet Dakota Gruener.“ (Quelle: Leben in der überwachten Gesellschaft, Deutschlandfunk Kultur)
Uneindeutige Machtverhältnisse und das Spiel mit der Wahrnehmung
Macht und Wahrnehmung: Überall, wo soziales Leben stattfindet, findet auch Macht statt. Tatsächlich scheint, unabhängig vom Willen zur Macht (Nietzsche), Macht auch notwendig zu sein, um eine soziale Ordnung zu schaffen und mit der sozialen Ordnung Wohlbefinden und psychische Gesundheit.
Bateson u.a. untersuchten die Bedingungen in Familien, in denen ein oder mehrere Kinder an Schizophrenie erkrankten, ein besonderes Merkmal dieser Familien war, dass es keine geregelten Machtverhältnisse gab, kein Familienoberhaupt. Die Rolle des Familienoberhauptes fällt bei günstigsten Bedingungen zur Entwicklung der Kinder beiden Eltern zu, in noch nicht schädigenden Familien einem der beiden Elternteile.
In Familien ohne Hierarchie kämpfen im Grunde alle Familienmitglieder täglich aufs Neue um die Macht, z.B. wird täglich diskutiert, wer das größte Stück Fleisch bekommt oder am Tischende (Platz des Familienoberhauptes) sitzen darf.
In der westlichen Welt begünstigt also die Abwesenheit von Hierarchien in der Familie eine schwere psychische Störung bei einem oder mehreren Kindern, die mit Wahnvorstellungen und Halluzinationen einhergeht (in anderen Ländern/Kulturen wird der Fokus eher auf die besonderen Fähigkeiten dieser Menschen gelegt).
Kindliche Bedürfnisse nach Sicherheit, Geborgenheit und Ordnung können in solchen Familien nicht befriedigt werden, da das Kind mit den Eltern und Geschwistern um die Machtrolle kämpft, so sind permanente Niederlagen vorprogrammiert, da Eltern objektiv betrachtet mächtiger sind als Kinder.
Durch das Negieren der tatsächlichen Machtverhältnisse über die gesamte Entwicklung wird systematisch die Wahrnehmung der Kinder verzerrt, was später zu Wahnvorstellungen und Halluzinationen führt.
Uneindeutige eindeutige Machtverhältnisse oder das Spiel mit der Wahrnehmung
Macht und Wahrnehmung
Macht und Gewalt sind heute diffuser denn je, Macht wird vermutlich ohne Gewalt nie funktionieren, ob die moderne abstrakte seelische Gewalt wirklich humaner ist als physische, dieser Frage will ich mich in meinem Essay nach und nach nähern.
Im ersten Essay betrachtete ich im Gegensatz zum Beispiel oben zwar geregelte, aber wahrnehmungsundeutliche Machtverhältnisse. Dort betrachtete ich die Hierarchiemuster von nicht gleichberechtigten Paaren und riss bereits kurz an, warum diese zum Scheitern verurteilt sind. Traditionelle, nicht gleichberechtigte Beziehungen bauen die Basis ihrer Beziehung in der Regel auf folgende Rollenmodelle auf:
Herrscherrolle: Dienerrolle Elternrolle: Kindrolle oder die Rollen kreuzen sich: Herrscherrolle: Kindrolle Elternrolle: Dienerrolle
Zur Vertiefung verweise ich auf mein erstes Essay: Macht dienen glücklich oder mächtig? Langfristig ist so keine Liebesbeziehung aufrecht zu erhalten, denn nimmt einer der Partner die Dienerrolle an, verliert der andere den Respekt, nimmt einer die Kindrolle an, ist durch Entmännlichung/Entweiblichung und Inzesttabu langfristig keine erotische Liebe möglich.
Untersuchen wir weiter, wie Dienende Macht ausüben. Ein Mittel Macht auszuüben sind die sogenannten Dummspiele (Eric Berne: Blöd-Spiel, Schlehil). Da die dienende Rolle früher der Frau zugeschrieben wurde, wies ich bereits darauf hin, wie in sogenannten Eheratgebern der Frau geraten wurde, dem Mann keinesfalls zu zeigen, dass sie intelligenter ist und bestimmte Dinge besser kann als er. So befriedigt sie einerseits seinen Narzissmus, andererseits kann sie so unbemerkt, die Fäden in der Hand halten und die Kontrolle über die Familie sowie über ihn ausüben.
In der Psychopathologie/Transaktionsanalyse werden die heute zum Teil unbewussten Dumm-Spiele vor allem depressiven und hysterischen Menschen zugeordnet, beide Erkrankungen gelten als sogenannte Frauenerkrankungen, wobei sich durch zunehmenden Leistungsdruck und fortgeschrittene Emanzipation, diese immer weniger als klassische Frauenkrankheiten deklarieren lassen: Frauen werden narzisstischer, Männer hysterischer und depressiver.
Während Eric Berne in erster Linie davon ausgeht, Dummspieler wollten nicht dazu lernen, vertrete ich eher die These, Dummspieler wollen Kontrolle und Macht über andere, denn Folgendes ist zu beobachten: Andere übernehmen die Aufgaben des Dummspielers, er hat nicht selten eine „Horde Dienende“ um sich. Um bei den traditionellen Rollen zu bleiben, haben z.B. Männer, die Dummspiele beherrschen häufig Mutter, Schwester und/oder Frau/Freundinnen, die sie bekochen, ihre Wäsche waschen, ihre Kinder hüten etc., während Frauen oft Mann/Freund/ Verehrer haben, die ihnen Glühbirnen oder Abflussrohre austauschen, die Wände streichen usw.. In erster Linie geht es hier häufig um Arbeiten, die auch unterdurchschnittlich begabte Menschen gut erledigen können, also um Arbeiten, die zwar unangenehm sein mögen, aber nicht schwierig sind. Dummspiele werden also benutzt, um Befehle zu erteilen und den Befehlsempfängern die Möglichkeit „nein“ zu sagen zu nehmen. Macht und Wahrnehmung der Macht unterscheiden sich hier, da der Mächtige der unterlegen scheinende Dummspieler ist.
Des Weiteren geht es hier natürlich auch darum, insbesondere bei den klassischen Dummspielen, die alten Rollenverteilungen und Abhängigkeiten aufrecht zu erhalten, obwohl sie überflüssig geworden sind. Das mag zum Teil traditionelle Hintergründe haben, sichert aber auch eine Position in der heutigen Zeit, die durch die vielen Neuerungen für große Verunsicherung im eigenen Rollenbild sorgt und neue Lebensmodelle fordert: Neues macht immer auch Angst, also wird an den alten, überflüssig gewordenen Rollenbildern festgehalten.
Macht durch Dummspiele
Macht und Wahrnehmung
In einer (scheinbar) unterdrückten Rolle, im Beispiel oben die Dienerrolle oder die Kindrolle, können durch Dummspiele (Eric Berne) Machtverhältnisse verschoben oder sogar umgekehrt werden.
In klassischen Beziehungen sehen Dummspiele häufig folgendermaßen aus: „ich bin zu dumm, um einen Nagel in die Wand zu schlagen, zu kochen, zu putzen oder waschen, eine Glühbirne einzuschrauben oder eine Bohrmaschine zu benutzen, ein Abflussrohr auszutauschen usw. Tatsächlich gibt es Menschen, die sich auf diese Weise ihre gesamte Macht über andere sichern, sie besitzen häufig einen ganzen Trupp an Dienenden. In den Gegenübern tauchen manipulierte Gefühle wie Verantwortung, Stärke, Hilfsbereitschaft auf, sie implizieren ihnen Macht, die in Wirklichkeit beim Dummspieler liegt, der so das Handeln der anderen bestimmt und niedere Arbeiten verteilt, die er selbst nicht erledigen will.
Das Dummspielen gehört zur Kategorie „Macht durch Täuschung, List und Manipulation“, in vielen Machttheorien wird bei schwer durchschaubarer Gewalt eine Gewaltfreiheit angenommen, die es aber nicht gibt, Menschen, die das Dummspielen gut beherrschen, halten sich häufig eine ganze Gruppe Unterworfener, die alle ungeliebten Arbeiten für sie verrichten, weigert sich jemand die auf diese Weise erhaltenen Arbeitsanweisungen auszuführen, so wird der erpresserische, gewalttätige Hintergrund deutlich durch Machtkämpfe, Druck ausüben auf das Gewissen des anderen usw.
Macht durch Dummspiele gibt es überall, so halten sich auch manche Arbeitnehmer ungeliebte Arbeiten damit vom Hals oder Frau Merkel die Verantwortung für die NSA-Affäre: „Das Internet ist immer noch Neuland“ (inhaltliches Zitat). Hier griff Frau Merkel in die weibliche Trickkiste ich bin zu dumm, um technische Zusammenhänge zu verstehen, denn ich habe das Internet nach Jahrzehnten immer noch nicht begriffen, ist die dahinterliegende Botschaft zur Machtsicherung, die vor allem von einer immer noch patriarchalisch geprägten Arbeitswelt in Deutschland gerne geglaubt (und verziehen) wird, obwohl Frau Merkel Physikerin ist und selbstverständlich wesentlich umfassendere technische Zusammenhänge versteht als der größte Teil der Bevölkerung. Sie implizierte hier, jedem PC-Nutzer scheinbar unterlegen zu sein, das kam der immer narzisstischeren Bevölkerung entgegen, die sich nun in einer überlegenen Rolle glaubte und nicht mehr an Frau Merkels Macht kratzte, obwohl sie sich weiter ihrer Verantwortung im NSA-Konflikt nicht stellte und nicht für die Einhaltung unserer Grundrechte sorgte. Ein weiterer PR-Gag von Frau Merkel war der Skandal, um ihr abgehörtes Handy, denn der Skandal um die Abhöraffäre war nicht, das Abhören von Poltikern und Wirtschaft, dafür sind Geheimdienste ganz offiziell eingesetzt, sondern das Abhören von unbescholtenen Bürgern, hier implizierte sie einerseits, wir sitzen alle in einem Boot, andererseits sicherte sie damit ihre Macht, indem sie die Bedrohung der Affäre von der Bevölkerung auf sich lenkte.
Dummspieler greifen also in die Trickkiste, um wahre Machtverhältnisse zu verschleiern, zu leugnen, verzerren die Wahrnehmung anderer, um Macht zu erhalten oder zu sichern, sie manipulieren und täuschen ihre Umwelt, stellen sich als Opfer dar und beklagen den „Ungläubigen“ als Täter, wenn sie jemand durchschaut und ihre Anweisungen nicht befolgt, um sich weiterhin die Macht des Umfeldes zu sichern. Sie sind herrschsüchtig und dulden keinen Widerspruch, haben also ein hohes Maß an Gewaltbereitschaft, auch wenn sie in der Regel keine physische Gewalt anwenden.
Die Macht der Gutmenschen und des Helfersyndroms
Macht und Wahrnehmung – das Spiel mit der Macht
Der Begriff Gutmensch hat einen negativen Beigeschmack und das nicht zu Unrecht. Dem Gutmenschen geht es nicht um eine moralisch korrekte Handlungsweise, die anderen objektiv hilft oder sie weiterbringt, auch Gutmenschen geht es um Macht durch Manipulation. Ein Mensch, der tatsächlich Gutes bewirken will, muss sich ständig hinterfragen, sich häufig unbeliebt machen, um ein Problem zu lösen, um Fortschritt in einer Situation, einer Sache oder bei einer anderen Person/Gruppe zu bewirken. Dem Gutmenschen geht es aber nicht um gute Taten, Entwicklungen und Lösungen, sondern um eine große Anhängerschaft, Zugehörigkeitsgefühl und Macht. Er besitzt eine hohe soziale Intelligenz, nutzt gesellschaftliche Vorurteile, was gut sei, aber in ihrer Konsequenz häufig Schlechtes bewirken kann.
Gutmenschen neigen z.B. zu einem Zuviel an Fürsorge, nutzen ein Helfersyndrom oder Geld, um andere in Abhängigkeit zu halten, in Unterdrückung, sie sichern sich ihre Macht über andere nicht nur durch die Unterdrückung, das Kleinhalten des anderen, sondern zusätzlich durch die Anerkennung der Gesellschaft, die sie durch ihre scheinbar „guten Taten“ erhalten. Nach außen spielen sie häufig eine Märtyrerrolle, was ihnen zusätzliche Macht sichert. Sie verzerren die Wahrnehmung des Abhängigen und die der Umgebung, um Macht zu erzielen und zu sichern, dabei bedienen sie sich gesellschaftlicher Vorurteile oder Moden. Auch hier steht massive psychische Gewalt im Hintergrund, man stelle sich vor, der Unterdrückte würde ausbrechen wollen, er hätte nicht nur den Gutmenschen gegen sich, sondern auch das gesamte manipulierte Umfeld. Gutmenschen greifen hier zu kulturell oder politisch anerkannten Handlungsweisen, die in ihrer Konsequenz aber negative Auswirkungen haben können. Der Gutmensch und sein Umfeld hinterfragen seine Taten nicht, so lässt es sich auch erklären, wieso aus Demokratien immer wieder Diktaturen oder totalitäre Staaten wurden. In diesem Fall bestimmen die Regierenden was gut sei und ignorieren die fatalen Folgen für die Bevölkerung und ihre Opfer. Das den Menschen innewohnende Bedürfnis gut sein zu wollen, führt sie dann durch Manipulation leicht zum Gutmenschentum und lässt sie im Sinne des scheinbar Guten auch Grausames tun.
An den Beispielen der Dummspieler und Gutmenschen wird deutlich, dass wahre Machtverhältnisse verschleiert und vertuscht werden können, Macht durch Täuschung, Verdeckung und List ausgeübt werden kann, die dahintersteckende Gewalt ist aber nicht nicht vorhanden, sondern so massiv, dass der Unterdrückte sich durch die Wahrnehmungsverschiebung nicht oder nur sehr schwer aus der Unterdrückung lösen kann. Ein physisch Misshandelter merkt die Misshandlung durch die direkte Gewaltanwendung, den hervorgerufenen Schmerz, der Manipulierte aber ist so diffuser Gewalt ausgesetzt, dass er diese kaum benennen und sich in Folge auch nur sehr schwer daraus befreien kann und häufig den Eindruck gewinnt, sein Schmerz sei verkehrt, was ihn in eine noch abhängigere, unterdrücktere Position bringt. Hier sind die Machtverhältnisse zwar analytisch eindeutig, jedoch für Betroffene und Umfeld schwer zu erkennen. Es handelt sich hierbei um Macht durch List Täuschung, Manipulation, bzw. um Macht durch Wahrnehmungsverzerrung, (übertragen ins Politische z.B. durch einseitige Berichterstattung erhaltene/gesicherte Macht, Verkehrung von Werten in ihr Gegenteil pp.). Anhaltende Wahrnehmungsverzerrungen können zu psychischen Erkrankungen beim anderen führen, die Folgen müssen die Betroffenen häufig jahre- bis lebenslang ausbaden.
Es gibt aber auch tatsächlich Begegnungen mit unklaren Machtverhältnissen, objektiv betrachtet ist die Macht hier nicht vorhanden, die Partner sind gleichberechtigt oder die Machtverhältnisse (noch) unklar, bzw. noch nicht austariert.
Erst das Wissen um die Wahrnehmung des anderen kann die Machtverhältnisse ändern.
Macht durch Ausbeutung
Denkbar ist ebenfalls, dass sich in Begegnungen der Macht, beide als mächtig erleben und überlegen fühlen, obwohl es sich um die gleiche objektive, objektiv im Sinne von sinnlich wahrnehmbar, Situation handelt.
Freier Ausbeutung Prostituierte
Durch das Thema Ausbeutung, das Freier und Prostituierte vereint, kommt es in Folge zur Machtfrage, zur Frage, wer beutet wen aus. Objektiv betrachtet, dürfte es sich um eine gegenseitige Ausbeutung handeln. In der Wahrnehmung beider sieht das aber häufig anders aus, wobei beide die gleiche oder eine unterschiedliche Wahrnehmung haben können:
Der Freier gibt (Geld, Geschenke) Ô Prostituierte beutet aus
Der Freier kauft (die Frau) Ô Prostituierte lässt sich ausbeuten
Im ersten Beispiel ist die Prostituierte die Mächtige, sie nimmt Geld oder Geschenke für »Leistungen«, die normalerweise aus Zuneigung, Sympathie und Gefallen gegeben werden, im zweiten Beispiel ist der Freier der Mächtige, der mit Geld die Prostituierte kauft (ausbeutet).
Durch das Thema der Ausbeutung kommt also in das zunächst objektiv gleichberechtigte Geschäft, die Machtfrage, die Frage der Unterwerfung mit ins Spiel. Auch hier sind wieder verschiedene Kommunikations-/Wahrnehmungsmuster denkbar:
F: Ich bin der Mächtige, weil ich dich kaufen kann
F: Frauen beuten mich nur aus, ich muss immer bezahlen
F: Frauen beuten mich nur aus, ich muss immer bezahlen
P: Ich bin die Mächtige, weil du ohne Gegenleistung nichts von mir erhältst und ich bestimme
P: Männer sehen nur ein Objekt in mir
P: Ich bin die Mächtige, weil du ohne Gegenleistung nichts von mir erhältst
Wenn beide Parteien ihre Position nicht kommunizieren, so kann das Geschäft äußerlich gleichberechtigt bleiben, sofern es sich um ein kurzes Geschäft handelt, in einer Prostitutionsehe/-beziehung werden die Machtverhältnisse irgendwann deutlich und können wie bei einem gewöhnlichen Paar auf beiden Seiten liegen. Befinden sich beide in ihrer Wahrnehmung in der überlegenen Position, so kommt es zu Machtkämpfen, die wieder eine Hierarchie entstehen lassen in der einer ausbeutet und der andere ausgebeutet wird. Wie diese Hierarchie aussieht, bestimmt vor allem die innerpsychische persönliche Stärke der Mitstreitenden.
Neue Funktionen der Genschere CRISPR-Cas9 entdeckt
Die Genschere CRISPR-Cas9 sorgte für einen Durchbruch in der Gentherapie. Nun haben Forschende neue Funktionen der Genschere entdeckt. CRISPR-Cas9 war die erste Genschere, die ohne Schäden DNA zerschneiden und auch ersetzen konnte. Alte Genscheren schnitten zu ungenau, um sie gezielt einsetzen zu können. 2020 erhielten die Forscherinnen Jennifer Doudna und Emmanuelle Charpentier, zwei Forscherinnen des Max-Planck-Instituts, dafür den Chemie-Nobelpreis.
Mit CRISPR Cas9 wehren Bakterien Phagen (Viren, die Bakterien befallen) ab. Wenn die Viren die Bakterien befallen, zwingen sie die Bakterien, die Viren zu vermehren. Als Abwehrmechanismus haben einige Bakterien deswegen die Genschere CRISPR entwickelt. Mit der Genschere finden und zerschneiden die Bakterien die Phagen und machen sie damit unschädlich. Die Bakterien integrieren die so enstandenen Bruchstücke der Viren in ihr Genom. Diese integrierten Bruchstücke dienen den Bakterien als Gedächtnis, sodass der nächste Angriff der Viren schnell erkannt und ausgeschaltet werden kann.
CRISPR sendet zusätzlich Signalmoleküle aus, um ein komplexes Angreifen zu ermöglichen. Die Forschenden haben nun entdeckt, dass diese Moleküle u.a. an ein Protein gebunden sind, namens CalpL, das einen enzymatischen Eiweißabbau durch Spaltung bewirkt. Die neu entdeckte Genschere zerschneidet das Protein CalpT, dabei sichert es ein drittes Eiweißmolekül, das den Stoffwechsel des Bakteriums auf Angriff umstellt, namens CalpS. Welche Gene CalpS dabei anschaltet, wissen die Forschenden noch nicht. Sie hoffen aber, dass sich die Genschere durch die neue Entdeckung noch vielfältiger gestaltet.
Ähnlich wie die Virenabwehr des Bakteriums funktioniert auch das menschliche Immunsystem, wenn Viren die Zellen des Körpers befallen.
Kurze Geschichte der Genschere CRISPR-Cas9
Chemie-Nobelpreis 2020
Die Grundlagenforschung zur Genschere begann bereits 1989. In den 1990er Jahren verfolgte Francisco Mojica die ersten Spuren der Genschere, er entdeckte ungewöhnliche DNA-Muster in den Chromosen von Mikroben. Mojica entdeckte die CRISPR-Repeats und fand heraus, dass sie zum Stammbaum des Lebens gehören. Um die Jahrtausendwende bekommt CRISPR ihren offiziellen Namen.
Ruud Jansen entdeckte 2002, dass CRISPR und Cas zusammengehören.
10 Jahre dauerte es dann noch bis eine passgenaue Genschere gefunden wurde.
Jennifer Doudna und Emmanuelle Charpentier erhielten schließlich 2020 den Chemie-Nobelpreis für ihre 2012 publizierte Arbeit zur Genschere CRISPR Cas9 mit der sie zielgenau DNA aufspüren, reparieren, aufschneiden und ersetzen können. CRISPR-Cas9 ist die Genschere des Bakteriums Streptokokkus, das mit der Genschere Viren abwehren kann.
Die Entdeckung gab der Genforschung neuen Aufschwung und Hoffnung, mit CRISPR Cas9 zu immunisieren, Krankheiten zu heilen und selbst Schöpfer zu sein.
So immunisierte der chinesische Wissenschaftler He Jiankui mit der Genschere zwei Mädchen gegen HIV, die 2018 geboren wurden.
Chancen und Gefahren der CRISPR Cas9 Methode
Grenzen der Forschung: Neue Funktionen der CRISPR Cas9 Methode
Mit CRISPR Cas9 fanden die Forscherinnen ein Werkzeug, Krankheiten zu heilen, die bis dahin unheilbar waren, wie z.B. die spinale Muskelatrophie, vorausgesetzt der Arzt weiß, welche Teile der DNA die Erkrankungen aufweisen, herausgeschnitten und ersetzt werden müssen.
Wissenschaftler gehen von einem Durchbruch in der Medizin aus, bislang unheilbare Krankheiten wollen sie mit CRISPR Cas9 beheben. Mit der Genschere sei alles möglich, bemerkte kürzlich auch Hendrik Streeck in einem Interview mit der Welt, Krankheiten heilen, aber auch die Augenfarbe bestimmen und vieles mehr sei möglich. An dieser Stelle spricht Streeck die Eugenik an, die mittels Genschere noch weitere Auswüchse annehmen könnte, als mit den Versuchen der Menschenzucht des letzten Jahrhunderts. Designerbabys aus dem Katalog wären möglich, Aussehen, Intelligenz und Charakter könnten frei ausgewählt werden, Erbkrankheiten, Behinderungen und Schwächen ausgemerzt.
Doch ist das so leicht und was ist ethisch vertretbar?
Die 2018 geborenen chinesischen Zwillinge, die mit der Genschere CRISPR Cas9 gegen das HI-Virus immunisiert wurden, mittels einer Mutation des CCR5-Gens, wurden zwar gegen HIV immunisiert, dafür stieg die Anfälligkeit für andere Erkrankungen vermutlich an.
Der chinesische Wissenschaftler He Jiankui hat das Gen CCR5 mittels Genschere funktionsunfähig gemacht, da ein von diesem Gen hergestelltes Protein als Haupteintrittsquelle von HIV in die Zellen gilt. Die Mutation des CCR-5-Gens ähnelt der natürlich auftretenden Mutation D32, die die Lebenserwartung laut Analyse von über 400.000 Datensätzen der britschen Gendatenbank senkt. So zeigten Menschen mit zwei Veränderungen an CCR5 eine deutlich niedrigere Lebenserwartung als Menschen ohne Mutation oder nur einer Mutation an CCR-5. Daraus schlussfolgerten die Forscher, dass auch die beiden Babys eine geringere Lebenserwartung haben könnten. Die Kinder seien durch die Manipulation am Erbgut zwar immun gegen HIV, aber anfälliger für andere Infektionskrankheiten. Die Lebenserwartung sei gesenkt. Die Studie erschien auf Nature.
Immunreaktionen auf CRISPR Cas9 aus Streptokokkus
2018 erschien auf Nature Medicine bereits eine Pilot-Studie, dass Menschen auf das Eiweißmolekül Cas9 mit Abwehrreaktionen reagieren könnten, da es von dem Bakterium Streptokokkus stammt, das der menschliche Organismus als feindliches Eiweiß erkennt. Angina oder Scharlach sind z.B. Streptokokkeninfektionen, die der menschliche Körper natürlicherweise abwehrt.
Erste Untersuchungen deuteten darauf hin, das CRISPR Cas9 ungewollte Erbgutveränderungen auslöst und das Krebsrisiko erhöht.
Die Studie der Charité gab Hinweise darauf, dass ungewollte Immunreaktionen auf Cas9 ausgelöst werden. Im Laborversuch reagierte das Blut von 48 Frauen und Männern mit einer T-Zellen-Reaktion auf das Eiweißmolekül. T-Zellen sind sogenannte Killerzellen im menschlichen Körper, die ein Gedächtnis gegen ihnen bekannte Erreger entwickeln und angreifen, sobald ein bekannter Krankheitserreger auftritt. Diese T-Zellen reagierten nicht nur auf Cas9 aus Streptokokkus, sondern auch auf Eiweißmoleküle anderer Erreger.
Beim Einsatz der Genschere außerhalb des Körpers können die Immunreaktionen vorher geprüft werden, innerhalb des Körpers, was bei vielen Krankheiten nötig ist, kann der Einsatz gefährlich werden, hier wird nach zusätzlichen Methoden geforscht.
Ob neue Funktionen der CRISPR Cas9 Methode ein besseres Sicherheitsprofil ermöglichen, ist noch unbekannt.
Zu den medizinischen Risiken durch CRISPR Cas9, die eine Anwendung nur bei schwersten Leiden rechtfertigen könnten, kommen die ethischen Fragen. Wo sind die Grenzen der Forschung? Was darf Medizin, was nicht? Will der Mensch sich hier zum Gott erheben? Welche Sicherheiten erhält der Bürger?
An den illegalen Erbgutmanipulationen des chinesischen Wissenschaftlers He Jiankui und in der Coronakrise wurde schnell deutlich, wie leicht Menschenrechte, Verfassungen und Medizinrecht außer Kraft gesetzt werden können, wenn nur genug Geld und Macht im Spiel ist.
Forschung: Kein Hinweis auf Hirnbeteiligung bei Covid-19
Lange Zeit wurde vermutet, dem Geruchsverlust bei Omikron und anderen Varianten von SARS-CoV-2 liege eine Hirnbeteiligung zugrunde. Diese Hypothese konnte jetzt widerlegt werden.
Wissenschaftler entnahmen Gewebeproben aus der Nase und dem Gehirn von Patienten, die an Covid-19 verstorben waren. Untersucht wurden Patienten der Corona-Varianten Delta und Omikron BA1 und BA2. Bei den über 100 Obduktionen ergab sich kein Hinweis auf eine Hirnbeteiligung.
Schutz vor Hirnbeteiligung durch das SARS-CoV-2-Virus
Nasenschleimhaut schützt vor Überwindung der Blut-Hirn-Schranke
Anosmie, also Geruchsverlust, tritt häufig im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion auf. Die Anomsie kann vorübergehend oder auch länger anhaltend sein.
Die Wissenschaftler der Forschungsstelle Neurogenetik des Max-Planck-Instituts Frankfurt entnahmen in Zusammenarbeit mit Ärzten und Wissenschaftler der Uniklinik Leuven sowie Krankenhäusern in Brügge und Brüssel Gewebeproben aus Nasenschleimhaut und Gehirn der verstorbenen Patienten. Bei über 100 Patienten, die an Covid-19 starben, konnte keine Hirnbeteiligung nachgewiesen werden.
Untersucht wurden ausschließlich Patienten mit schweren Verläufen von Covid-19, die an Covid-19 starben und bei denen am ehesten eine Hirnbeteiligung vermutet hätte werden können.
Die Methode
Bereits im November 2021 wiesen Forschende darauf hin, dass der Geruchsverlust durch SARS-CoV-2 nicht durch die Hirnnerven, sondern durch die Stützzellen des Riechepithels ausgelöst wird. SARS-CoV-2 dringt nicht einmal bis zum Riechkolben vor, der die Verbindungsstelle zum Gehirn darstellt.
In der Nase leitet die Riechschleimhaut Gerüche an den Riechkolben weiter. Im Riechkolben befinden sich Geruchsnerven, die die Gerüche an die Hirnnerven weiterleiten.
Das Forscherteam hat eine chirurgische Methode entwickelt, die es den Forschenden erlaubt, Gewebeproben bereits ein bis zwei Stunden nach dem Tod zu entnehmen. Das führt dazu, dass diese Proben besonders gut für histologische und molekulare Untersuchungen geeignet sind.
70 Patienten wurden untersucht, ob eine Hirnbeteiligung vorliegt. Die Gewebeproben wurden der Nase, dem Riechkolben, dem Rachen und dem Frontallappen des Gehirns der Patienten entnommen. Die Proben wurden mikroskopisch auf RNA und Proteine des Virus untersucht.
Geruchsverlust bei Omikron, Delta, Alpha und der Wuhan-Variante
Alle Befunde negativ
Zusätzlich untersuchten die Forschenden Proben aus den Gehirnen der ursprünglichen Wuhan-Variante und der Alpha-Variante. Insgesamt wurden Proben von über 100 Patienten entnommen.
Auch Hirnwasser wurde untersucht. Alle Proben waren negativ.
Wie die Zellen, die perineurialen Fibroblasten, die um den Riechnerv angeordnet sind, den Riechnerv vor SARS-CoV-2 und anderen Atemwegserregern schützen, wissen die Forscher nicht.
Die Forschung dürfte auch deswegen interessant sein, weil die Spikeproteine, die durch die Impfung gegen das Virus verabreicht werden, um sich im Körper zu vervielfachen und so eine Antikörperreaktion hervorrufen sollen, die Hirnschranke überwinden zu können scheinen. Darauf weisen Pathologieberichte hin aber auch der Untersuchungsbericht von Pfizer selbst, der bereits im Februar 2021 u.a. Schlaganfälle und neurologische Erkrankungen als Nebenwirkungen der Impfungen aufgelistet hatte.
Forschung: Ernährungsweise und Umweltgifte ermitteln
Im Urin können durch Massenspektrometrie Umweltgifte nachgewiesen werden. Das neue Forschungsprojekt will nun die Essgewohnheiten im Urin bestimmen.
Lebensmittelchemiker Hans-Ulrich Humpf untersucht mit seinem Team an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, WWU, Lebensmittelgifte im Urin von Patienten, wie z.B. Schimmelpilze. Aber auch falsche Essgewohnheiten können zu Krankheiten führen. Der Chemiker will anhand von Blut- und Urinuntersuchungen mit Hilfe der Massenspektrometrie herausfinden wollen, wie sich Menschen ernähren und welchen Umweltgiften sie ausgesetzt sind.
So untersucht er in Simbabwe, im Gemeinschaftsprojekt unter Koordination der US-amerikanischen Cornell-Universität, die Ursachen von Entwicklungsstörungen bei Kindern, die Schimmelpilzen auf Mais zuzuordnen sein könnten, den die Mütter zu sich nehmen und der früh zugefüttert wird.
In Bangladesch werden Schimmelpilze auf Reis und Gewürzen untersucht.
Das neue Forschungsprojekt
Essgewohnheiten im Urin bestimmen
Lebensmittelrückstände lassen sich noch 10-24 Stunden nach dem Verzehr im Urin feststellen. Hans-Ulrich Humpf hat dafür ein Massenspektrometer, das fünfmal sensibler messen kann als übliche Geräte.
Bisherige Verfahren zur Bestimmung der Nahrungsaufnahme
Ernährungswissenschaftler nutzen Ernährungstagebücher von Patienten, um den Verzehr ungesunder Lebensmittel, ungesunde Mengen an Lebensmitteln oder ungenügende Kombinationen der Lebensmittel, bzw. fehlende Vielfalt festzustellen. In diesen Tagebüchern schreibt der Patient alle Lebensmittel und Getränke auf, die er zu sich nimmt. Anhand des Tagebuchs kann der Ernährungsmediziner erkennen, worauf z.B. Übergewicht oder gehäufte Gichtanfälle zurückzuführen sind.
Die Untersuchungsmethode
Einige Hundert Biomarker für Lebensmittel sind inzwischen bekannt. Allerdings wurden sie nicht ausreichend auf ihre Tauglichkeit geprüft, hinzu kommt, dass sie teilweise mehreren Ernährungsgruppen zuzuordnen sind. Amelie Frank, Humpfs Doktorandin, sucht deswegen nach Biomarkern, die sich einzelnen Lebensmitteln konkret zuordnen lassen, etwa bestimmten Getreide- oder Gemüsesorten.
Sind die Biomarker der unterschiedlichen Lebensmittel einmal bekannt, so könnten sie mit Hilfe der Massenspektrometrie innerhalb von 10-24 Stunden nach dem Essen im Urin oder Blut nachgewiesen werden.
Nach Frank könne das Ernährungsfehler aufspüren bei Menschen, die beim Ernährungstagebuch unterschlagen werden oder die nicht in der Lage sind, ein Ernährungstagebuch zu führen.
Quelle: Christina Hoppenbrock, Unizeitung wissen
Diskussion
Mit Hilfe der Ermittlung von Biomarkern für die einzelnen Lebensmittel könnten diese Lebensmittel im Urin oder Blut mittels Massenspektrometrie nachgewiesen werden. Die derzeitigen Geräte können Lebensmittel innerhalb von 10-24 Stunden nach Verzehr nachweisen. Um die Ernährungsgewohnheiten von Patienten festzustellen, wären also tägliche Untersuchungen notwendig. Das übliche Ernährungstagebuch für Patienten von Fachärzten für Ernährungswissenschaft werden sie deswegen kaum ersetzen können.
Erschwerend käme in den Industrieländern hinzu, dass die Fülle an Lebensmitteln, inklusive der Produkte der Lebensmittelindustrie, einen sehr hohen Arbeitsaufwand beim Erfassen bedeutet.
Nutzbar wäre das Forschungsprojekt voraussichtlich zunächst in Nichtindustrieländern, die begrenzte Nahrungsmittel zur Verfügung haben.
Eine große Chance sehe ich aber in der Kombination Umweltgifte auf Lebensmitteln im Menschen festzustellen. Auch wenn z.B. Schimmelpilze durch die strengeren Lebensmittelkontrollen in den Industrieländern in der Regel nicht in höheren, schädlichen Mengen zu sich genommen werden, so könnte sich bei regelmäßigem Verzehr eines bestimmten Lebensmittel ein anderes Bild der Menge von Pilzen im Körper ergeben.
Auch dürfte das Projekt insofern für die Industrienationen von Bedeutung sein, wenn zusätzlich zu Keimen und Pilzen nach zugesetzten Giften gesucht wird. Insbesondere in den Industrienationen sind viele Grundahrungsmittel mit einer Vielzahl an Pestiziden, Herbiziden und chemischem Dünger versetzt, deren Auswirkungen beim Verzehr weitgehend unerforscht sind. Hinzu kommen Schwermetalle und Medikamentenrückstände selbst im Trinkwasser sowie die chemischen Zusätze der Nahrungsmittelindustrie.
Um den Zusammenhang zwischen Erkrankung und Giften in der Nahrung hinreichend zuordnen zu können, müssten aber zusätzlich wenigstens statistische Erhebungen erstellt werden.
Am 24.11. hält Professor Timothy Garton Ash die Adam-von-Trott-Lecture mit dem Titel Vom Nachkriegseuropa zum Nachmauereuropa-und zurück. Die Vorlesung findet am 24. November 2022 um 19.00 Uhr im Adam-von-Trott-Saal am Wilhelmsplatz 3 der Universität Göttingen statt. Die Vorlesung ist kostenfrei, die Teilnahme ist auch online möglich.
Das Kooperationsprojekt Widerstand – Demokratie – Internationalität
Adam von Trott zu Solz
Die Vorlesungsreihe Adam von Trott Lecture erinnert als öffentliche Vorlesungsreihe an den Widerstandskämpfer Adam von Trott zu Solz. Adam von Trott zu Solz (1909-1944) studierte an der Universität Göttingen Rechtswissenschaften, promovierte in Völkerrecht, bis ihn ein Stipendium schließlich von 1931-1933 an die Universität Oxford führte. Er war ein früher Gegner des Nationalsozialismus und gehörte zur Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis, die Konzepte für die Zeit nach dem Nationalsozialismus entwarf. Ab 1940 arbeitete er für das Auswärtige Amt und knüpfte internationale Verbindungen zur Erweiterung des Widerstandsnetzwerkes. Er setzte sich stark für die internationale Unterstützung gegen Hitler und die Nationalsozialisten ein. Von Trott unterstützte dabei das Attentat seines Freundes Graf von Stauffenberg. Am 20. Juli 1944 wurde von Trott verhaftet und vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 26. August 1944 in Berlin hingerichtet.
Timothy Garton Ash
Timothy Garton Ash, geboren 1955, ist Historiker mit dem Forschungsschwerpunkt europäische Geschichte seit 1945 an der Universität Oxford sowie Direktor des europäischen Studienzentrums des St. Anthony Colleges, Oxford. Außerdem betätigt er sich als Sachbuchautor.
Kommentar: Vom Nachkriegseuropa zum Nachmauereuropa – und zurück
Brisanz der Vorlesung
Im Jahr 2020 läuteten Politiker in Europa und global eine Zeitenwende ein. Technische Fortschritte wurden und werden im Eiltempo entwickelt und unter Aushebelung der Menschenrechte und der Verfassungen in Europa durchgesetzt; Abschaffung des Bargeldes, Aufbau von Totalüberwachung sowie Gen-Datenbanken. Gentechnik am Menschen und psychologische Großversuche wurden mit Hilfe von nie dagewesener Groß-Propaganda durchgesetzt. Für Politiker, Oligarchen und Forschung ein Schlaraffenland, doch wohin steuert Europa ethisch?
Darf ein Staat im 21. Jahrhundert Menschen in ein Gefängnis sperren, um dann die Zunahme von Gewalt gegen Frauen und Kinder unter Extrembedingungen zu untersuchen? Darf er Kinder wieder zu absolutem Gehorsam erziehen, darf er sie Mörder nennen, wenn sie nicht gehorchen, sie einschüchtern und das Spielen, Raufen und Kuscheln mit Freunden und Familie verbieten? Darf der Staat alte Menschen einer Isolation aussetzen, die laut Amnesty International als Folter gilt? Darf er Menschen wieder aus der Gesellschaft und dem Beruf ausgrenzen? Darf er vorschreiben mit wem der Bürger Kontakt hat und ohne richterlichen Beschluss in Wohnungen eindringen? Darf er Kleidervorschriften machen? Darf er wieder Zeitungen, den öffentlichen Rundfunk und soziale Netzwerke zensieren sowie Aufklärung und Widerstand bestrafen?
Ist das in einer Demokratie überhaupt denkbar?
Muss technischer Fortschritt automatisch mit ethischem Verfall einhergehen? Muss Technik zwangsläufig in eine Technokratie führen und müssen ethische Errungenschaften wie der Humanismus und die Aufklärung einfach ausgelöscht werden, wie im Europa des 20. Jahrhunderts oder dürfen Menschenrechte doch noch eine Rolle spielen?
Die neue Gesellschaftsordnung wirft viele Fragen auf, soll die Menschheit in die finstersten Zeiten des 20. Jahrhunderts zurückgeführt werden und die Frage nach einem noch sehr zaghaften Widerstand sind wohl die brennensten. Umso erfreulicher, dass Timothy Garton Ash mit seiner von Trott Lecture mit dem Thema „Vom Nachkriegseuropa und Nachmauereuropa – und zurück“ diese Fragen aufzunehmen scheint. Das Thema hat eine Brisanz erreicht, wie seit 1945 nicht mehr. Umso erfreulicher ist, dass die von Trott-Lecture nicht nur eine Präsenzvorlesung ist, sondern auch die Möglichkeit einer Internetzuschaltung besteht. Möge der wissenschaftliche Diskurs wieder angestoßen werden und Ethik wieder eine Rolle spielen dürfen in Wissenschaft, Bildung, Beruf und Gesellschaft.
Forschung: Mark Zuckerberg fördert KI zur Bildanalyse für das Zell-Tracking und die Massenspektrometrie
KI für das Zell-Tracking und die Massenspektrometrie: Laut Leibnitz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) fördern Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan die Weiterentwicklung der Dortmunder Bildanalyse-Plattform napari zur besseren Analyse mikroskopischer und biochemischer Aufnahmen. Mit jeweils 20.000 Euro werden die Software zur Bildanalyse des Zell-Trackings als auch die der Massenspektrometrie-Analyse gefördert.
Derzeitige Problemstellung beim Zell-Tracking und der Massenspektrometrie-Analyse
Zell-Tracking
Um z.B. die Bewegung von Tumorzellen besser analysieren und besser einordnen zu können, müssen viele mikroskopischen Aufnahmen gemacht werden. Beim Zell-Tracking werden die Zellen erst segmentiert und dann in einen örtlich-zeitlichen Zusammenhang gebracht. So lassen sich die Migration von Zellen oder die Zellteilung besser erkennen. Eine automatische Zellverfolgung funktioniert derzeit nur begrenzt und Biomediziner müssen zeitaufwendige Nachbesserungen durchführen. Derzeitige Methoden erzeugen große Datenmengen, die von den Forschenden kaum nachzuvollziehen und auszuwerten sind.
Massenspektrometrie
Bei der Massenspektrometrie erkennen Chemiker Substanzen aufgrund ihrer Masse. Das Massenspektrometer misst das Masse-zu-Ladungsverhältnis m/q von Teilchen und kann so die Art und Menge der vorhandenen Teilchen analysieren. Forschende stellen mit Hilfe des Massenspektrometers z.B. fest, welche Stoffwechselprodukte in welcher Menge vorhanden sind. Biochemiker können so metabolische und zelluläre Auflösungen feststellen, die mit Gewebeaufnahmen verglichen werden können.
Napari-Aufrüstung mit KI für Zell-Tracking und Massenspektrometrie
KI Software für Biomediziner
Um die Daten der Wissenschaftler zu optimieren und sie nicht regelmäßig händisch nachbessern zu müssen, will der Leiter der Nachwuchsgruppe AMBIOM Dr. Jianxu Chen mit seinem Team gemeinsam mit Immunologen am ISAS, dem Universitätsklinikum Essen und der Universität Duisburg-Essen kooperieren. Die geförderte Software.“Human-in-the-Cell-Tracking“ soll die drei Module Segmentierung, Tracking und Analyse enthalten. Um die KI zu trainieren, sollen Wissenschaftler direkt händisch in die Automatisierung eingreifen können, um Fehler der Automatik auszubessern und diese Prozesse in Zukunft zu beschleunigen. Menschliches Eingreifen soll nach dem Training der KI weitgehend überflüssig werden. Die Daten sollen weltweit zur Nutzung für andere Biomediziner zum Abgleich und zur Weiterentwicklung zur Verfügung gestellt werden.
Dr. Prasad Phapale, Chemiker und Leiter von Spatial Metabolomics, will mit dem Plug-In „Biochemical Spectrometry Imaging Data“ die Massenspektrometrie-Daten mit anderen Bildformaten fusionieren, sodass Wissenschaftler weltweit die MSI-Bilder mit Metaboliten-Datenbanken abgleichen können sowie mit weiteren Bildern, etwa aus der Mikroskopie.
Gefördert wird die KI für das Zell-Tracking und die Massenspektronomie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie von der Chan Zuckerberg Initiative (CZI).
Künstliche Intelligenz und künstliches Sehen verleihen Robotern einen Tastsinn
Ein künstlicher Daumen mit Tastsinn für Roboter wurde von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen des Max-Planck-Instituts in Stuttgart entwickelt. Die flexiblen Sensoren reagieren auf Druck, die so erhaltenen Verformungen des Daumens zeichnet die eingebaute Kamera auf.
Die Hülle des Daumens besteht aus einem formfesten, aber elastischen, verformbaren Kunststoff (Elastomer). Die Kamera kann mit Hilfe der Verformungen ein dreidimensionales Abbild der Kräfte, die auf den Daumen einwirken, abbilden. Durch unterschiedlich starke Kräfte und Winkel des ausgeübten Drucks trainierte das Stuttgarter Team der im Daumen enthaltenen KI so ein tiefes neuronales Netz an.
Wie kann der künstliche Daumen sehen und tasten?
Der Aufbau künstlicher Daumen für Roboter
Der Daumen ist dem menschlichen Daumen nachempfunden, er besteht aus einem steifen Skelett, der Sensor wird aus einem 4 mm dicken Elastomer hergestellt, der rund um das Skelett in Form eines Daumens angebracht wird. Damit der Daumen nicht transparent ist, werden dem Elastomer dunkle Aluminiumflocken beigemischt, die das Licht reflektieren können. Die Lichtmuster werden mit einer Fischaugenkamera aufgezeichnet, die einen Radius von 160° hat. Verschiedenfarbige LEDs im Inneren können so die unterschiedlichen Lichtmuster erzeugen. Anders als beim Menschen ist der Fingernagel die empfindlichste Stelle des Daumens, hier weist der Elastomer nur eine Dicke von 1,2 mm auf. Der Fingernagel kann durch seine höhere Sensibilität selbst kleinste Kräfte und unterschiedlichste Formen erkennen.
Bisherige Sensoren an Robotern waren aufwendig und schwer herzustellen, instabil und wiesen für Feinarbeiten eine zu geringe Sensibilität auf. Für die Arbeit am Menschen oder Tier waren sie deswegen nur bedingt geeignet.
Die Stuttgarter Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen testen den Daumen auch bereits an den ersten Robotern.
Vor- und Nachteile menschenähnlicher Roboter
Roboter und KI im Rahmen der Agenda 2030
Roboter mit Sensoren und KI erleichtern den Menschen bereits heute die Arbeit, so warnen beim Fahren mit modernen Autos die Sensoren vor nahenden Gegenständen oder anderen Autos, um Unfälle zu vermeiden oder Staubsaugerroboter lernen mit Hilfe ihrer Sensoren das Haus oder die Wohnung ihres Besitzers kennen, um sie nach wenigen Trainingsstunden vollkommen abzufahren und zu reinigen.
Sensoren sollen in Zukunft all unsere biometrischen Daten erfassen sowie Bedürfnisse ertasten und damit eine Rundum-Versorgung gewährleisten können, wie es einst im Säuglingsalter die Eltern für ihr Neugeborenes übernahmen. Sie sollen unsere biometrischen Daten erspüren und davon ableiten, was wir für ein Rundum-Wohlfühl-Gefühl oder eine gute Konzentration benötigen und uns diese Bedingungen, wie z.B. die angenehmste Umgebungstemperatur, das Flüssigkeitsbedürfnis pp. steuern und liefern (KI-Ringvorlesung der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz). Die Universitäten Ulm und Karlsruhe entwickeln KIs für Schüler und Studenten, die ihnen im Home-Studium den wissenschaftlichen Austausch, das systematische Lernen und das Recherchieren abnehmen sollen.
Apps sollen Ärzte ablösen, Spahn wollte bereits während der Coronakrise eine App einführen, die Notärzte überflüssig machen sollte, indem sie durch bestimmte Fragestellungen entscheidet, ob jemand ein Krankenhausbett erhält oder nicht. Nur durch den Widerstand der Ärzte wurde diese App (noch) nicht eingeführt.
Pflegeroboter sollen in Zukunft im Rahmen der Agenda 2030 Pflegekräfte ersetzen können, hierfür wäre ein druckempfindlicher, sensorischer Daumen notwendig, um durch KI z.B. zu erlernen, wie viel Druck auf eine Wunde oder beim Waschen angewendet werden kann. Aber auch Haushaltsroboter benötigen einen druckempfindlichen Daumen, um z.B. Getränke einzuschenken und zu überreichen.
Im Rahmen der Coronakrise wurden die Menschen bereits auf minimierte soziale Kontakte vorbereitet und ein erhöhtes Interagieren und Kommunizieren mit digitalen Medien. Das diente nicht nur der Entwöhnung von sozialen Kontakten, sondern auch der Datensammlung, die für eine Beschleunigung der Agenda 2030 notwendig ist.
Jens Spahn wollte bereits während der Coronakrise Notärzte durch Apps ersetzen. Die Apps sollten durch einen Fragenkatalog entscheiden, ob jemand ein Krankenhausbett erhält oder nicht. Krankenhäuser wurden geschlossen oder in die Insolvenz getrieben und Pflegekräfte durch Arbeitsverschärfungen und Mehrarbeit aus dem Arbeitsleben vergrault.
Auch wenn im Rahmen der Agenda 2030 ein Großteil der Arbeitsplätze, insbesondere Arbeitsplätze von Akademikern und besser ausgebildeten Arbeitskräften durch KI und Roboter ersetzt werden sollen, ist es insbesondere im Gesundheitsbereich besonders fatal die Arbeitskräfte bereits jetzt auszudünnen, bevor halbwegs funktionierende Apps und Roboter zur Verfügung stehen. Auch kann ein Roboter, selbst wenn er bereits emotional ausgebildet wird und einfache Gefühle schon erkennen kann, keine sozialen Kontakte oder menschliche Zuwendung ersetzen. Aus psychologischer, soziologischer und pädagogischer Sicht ist es kaum sinnvoll, Menschen auf die Retardierungsstufe eines Säuglings zurück zu katapultieren, wenn sie in Zukunft nicht mehr selbst für ihre Bedürfnisse und Lernerfolge sorgen sollen, sondern ein hochsensorischer Roboter, wie es im Rahmen der Agenda 2030 geplant ist.
Im Sicherheitsbericht von Pfizer befinden sich neun Seiten Impfnebenwirkungen
Ganze neun Seiten Impfnebenwirkungen befinden sich in dem Sicherheitsbericht von Pfizer für seinen mRNA-Impfstoff Comirnaty. Vor der bedingten Zulassung für ein weiteres Jahr hätte Pfizer im Sommer 2021 seinen Sicherheitsbericht offenlegen sollen. Das ist nicht geschehen. Als die Studienergebnisse im Oktober 2021 immer noch nicht vorlagen, verlängerte die EMA die bedingte Zulassung des Impfstoffes Comirnaty von Pfizer/Biontech um ein weiteres Jahr.
Der Sicherheitsbericht umfasst lediglich die ersten drei Monate der Impfversuche vom 1. Dezember 2020 bis zum 28. Februar 2021. Beim Sicherheitsbericht von Pfizer handelt es sich nicht um eine Studie, sondern lediglich um die Dokumentation der Daten, die Pfizer aus unterschiedlichen Ländern und von unterschiedliche Personen gemeldet bekam. Eine Unterererfassung der Meldeländer kann Pfizer nicht berücksichtigen. Über den Prozentsatz, wie viele Geimpfte geschädigt wurden, kann der Bericht deswegen nichts aussagen. Dafür hat Andreas Schöfbeck, ehemaliges Vorstandsmitglied der BKK, aus den Patientenakten der BKK eine Analyse erstellen können.
Datenanalyse: 3 Millionen behandlungsbedürftige Impfnebenwirkungen in Deutschland
Die BKK Pro Vita sei durch die Häufung der Diagnosen typischer Impfnebenwirkungen beunruhigt worden. Laut ehemaligem BKK-Chef Andreas Schöfbeck, der die Krankenakten nach Diagnosen der typischen Impfnebenwirkungen durchgesehen und analysiert hat, sind bei den Patientenakten der BKK bis Mitte des Dritten Quartals bereits 216.695 behandlungsbedürftige Impfnebenwirkungen in den ersten 7 Monaten bei der BKK aufgetreten. Hochgerechnet auf alle Geimpften und auf das Jahr wären das laut Datenanalyse 3 Millionen Impfopfer, die zumindest behandlungsbedürftige Erkrankungen aufwiesen oder noch aufweisen. Das zeigt deutlich, dass die Impfnebenwirkungen beim Paul-Ehrlich-Institut stark untererfasst sind, das bis 31.12. 2021 lediglich 244.576 Nebenwirkungen aller Geimpfter erfasst hatte. Rund 31.000 Todesfälle dürfte es mindestens außerdem durch die Impfung gegeben haben, wenn man die Meldeversäumnisse beim PEI durch die Ärzte (Unwissenheit, Zeitaufwand, fehlende Bezahlung) hochrechnet mit dem Faktor 13,86, wie bei der Unterfassung der Nebenwirkungen. Tatsächlich gab es eine Übersterblichkeit von mindestens 30.000 Menschen im Impfjahr, während es im Coronajahr ohne Impfung laut der Unversität Duisburg/Essen zu keiner Übersterblichkeit kam.
Sicherheitsbericht von Pfizer
1223 gemeldete Todesfälle in den ersten drei Monaten bei Pfizer
Insgesamt gab es bei Pfizer bis zum 28. Februar 2021 42.086 gemeldete Fallberichte mit 158.893 Nebenwirkungen, überwiegend gingen Meldungen aus den USA und Großbritannien ein von insgesamt 29914 Frauen und 9182 Männern. Das durchschnittliche Medelalter lag bei 50,9 Jahren.
In den ersten drei Monaten wurden Pfizer bereits 1223 Todesfälle gemeldet, 25.957 Fälle von Erkrankungen des Nervensystems, 17.283 Erkrankungen des Bindegewebes, 14.096 Magen-Darm-Erkrankungen, 8.476 Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes, 8848 Erkrankungen der Atemwege und des Brustraumes und des Mediastinums, 4610 parasitäre Erkrankungen, 5560 Verletzungen, Vergiftungen und durch den Eingriff verursachte Komplikationen sowie über 50.000 allgemeine Erkrankungen und 3693 Ermittlungen.
Einige Erkrankungen wurden gesondert aufbereitet, darunter folgende:
Covid-19 nach Impfung mit Pfizer
In den ersten drei Monaten der Impfung wurden Pfizer bereits 3067 Fälle Covid-19-Infektionen als Nebenwirkung gemeldet, wovon 2556 schwerwiegend waren und 136 tödlich ausgingen. 547 waren noch ungelöst, 9 mit Folgen aufgelöst und der Rest ist unbekannt. Die Todesrate bei Covid-19 ohne Impfung liegt laut WHO bei 0,14%-0,2%, schwere Verläufe sind selten.
Neurologische Erkrankungen
Pfizer wurden ebenfalls unterschiedliche neurologische Erkrankungen gemeldet von Anfällen (204), Epilepsie (83), Generalisierter tonisch-klonischer Anfall (33), Guillain-Barré-Syndrom (24), Fibromyalgie und Trigeminus Neuralgie (jeweils 17), Fieberkrämpfe, (15), Status epilepticus(12), Aura und Myelitis transversal (jeweils 11), Multiple Sklerose Rückfall und Optikusneuritis (jeweils 10), Petit-Mal-Epilepsie und Tonic Krämpfe (jeweils 9), Ataxie (8), Enzephalopathie und tonisch klonische Bewegungen (jeweils 7), Schaum vor dem Mund (5), Multiple Sklerose, Narkolepsie und partielle Anfälle (jeweils 4), schlechtes Gefühl, Demyelinisierung, Meningitis, postiktaler Zustand, Krampfanfälle, Phänomene und Zungenbeißen (jeweils 3);
16 Fälle verliefen tödlich, 265 konnten behoben werden,13 nur mit Folgen, 89 waren nicht gelöst und der weitere Verlauf von 161 Fällen ist unbekannt.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Insgesamt gab es 1403 Meldefälle von kardiologischen Erkrankungen, wovon 946 schwerwiegend waren, sie reichten von Tachykardie, Herzstillstand, Herzinsuffizienz bis hin zu 41 Herzinfarkten und 89 Myokardinfarkten und 6 Arterienerkrankungen.
Pfizer wurden 300 Schlaganfälle gemeldet, von denen alle schwerwiegend verliefen.
Es gab 151 thromboembolische Ereignisse von verschiedenen Thrombosen bis zur Lungenembolie, 54 konnten wieder behoben werden, 6 wurden mit Folgen behoben, 18 verliefen tödlich und der Rest war zum Berichtszeitpunkt nicht gelöst oder unbekannt.
Vorfälle in der Schwangerschaft
Insgesamt wurden 413 Fälle von Schwangerschaftsvorfällen gemeldet, 84 davon ernst und 4 Fälle von Föten. 48 Spontanaborte, 6 weitere Todesfälle durch Frühgeburt und weitere Komplikationen, bei 238 Schwangerschaften ist das Ergebnis unbekannt. Bei vier Föten war das Wachstum eingeschränkt.
Muskel- und Skelett-Erkrankungen
Insgesamt gab es 3640 relevante Meldungen zu Muskel- und Skelett-Erkrankungen in den ersten drei Monaten, darunter auch 4 Kinder, 2 Jugendliche und 1 Säugling. 1614 waren schwerwiegend, zum Berichtende waren davon 959 nicht aufgelöst, 59 wurden mit Folgen gelöst und bei 853 Fällen ist das Ergebnis unbekannt. Der Rest konnte aufgelöst werden.
Erkrankungen des Blutes
Insgesamt gab es 1080 hämatologische Erkrankungen, von denen 681 schwerwiegend waren. Bei 371 Fällen ist der Ausgang unbekannt, 34 verliefen tödlich, ungelöst waren 271, mit Folgen aufgelöst 17, 393 konnten wieder aufgelöst werden.
Autoimmunkrankheit und Zytokinsturm
Es gab 1050 Fälle von Autoimmunkrankheiten und Zytokinsturm, 1077 Ereignisse, davon 780 schwerwiegend und 297 waren nicht ernst. Sie reichten von Überempfindlichkeit über perihere Neuropathie, Myokarditis, Dermatitis, bis hin zu Enzephalitis, Zytokinsturm und Autoimmunkrankheiten. 512 davon konnten wieder gelöst werden, 12 verliefen tödlich, 22 wurden mit Folgen behoben und 312 waren dem Bericht zufolge unbekannt.
Neun weitere Seiten Impfnebenwirkungen beim Impfstoff von Biontech/Pfizer
Einen Teil der relevantesten Impfnebenwirkungen bei Comirnaty (BNT162b2) von Pfizer wurde oben bereits zusammengefasst. Weitere Erkrankungen wie allergische Erkrankungen bis hin zum allergischen Schock, verschiedene Herpesarten und andere Infektionskrankheiten pp. führt der Sicherheitsbericht von Pfizer noch gesondert auf. Von Seite 30-38 werden weitere Nebenwirkungen in neun Seiten Fließtext dargestellt, ohne weitere Auswertung. Wer also nach der Impfung Symptome hat, die er und sein Arzt nicht einordnen können, könnte hier fündig werden.
Sowohl an der hohen Übersterblichkeit im Impfjahr in den Ländern mit hoher Impfquote (Deutschland, Österreich pp), als auch an den unbeantworteten Fragen der Chemiker an Biontech zur Qualitätssicherung sowie an den Krankendaten der BKK und an dem Sicherheitsbericht von Pfizer selbst über nur einen kurzen Berichtszeitraum von 2-3 Monaten (einige Länder begannen erst später mit der Impfung), lässt sich schnell feststellen, dass die mRNA-Technologie noch nicht ausgereift ist, zumindest nicht für eine Massenimpfung. Nach wie vor liegen keine Ergebnisse vor, ob und wie lange die Impfung überhaupt schützt und für wen sie eventuell trotz massiver Nebenwirkungen in Frage kommt, da bleibende Impfschäden und Todesfolge keine Ausnahmen sind.
Nachtrag 24.11.2024
Inzwischen sind die Sicherheitsberichte von Pfizer und Moderna zu ihren mRNA-Impfstoffen gegen Covid-19 vollständig herausgeklagt worden. Sie sind von Naomi Wolf und Amy Kelly sowie von über 3000 ehrenamtlichen Wissenschaftlern aufgearbeitet worden.
Die Sicherheitsberichte sind käuflich zu erwerben, bisher allerdings nur in englischer Sprache.
Mit Daten und KI zu Patientengruppierungen und Therapie
Spinne im Netz
Krebs und andere Erkrankungen weisen häufig unterschiedliche Arten sowie Verläufe auf. Ein modulares Analysesystem soll mit Daten und KI Patientengruppierungen vornehmen, um die bestmögliche Behandlung zu finden und z.B. mit KI zur individuellen Krebstherapie zu gelangen. Das neue Unternehmen aimed analytics der Universität Bonn erhält ein EXIST-Gründungsstipendium in Höhe von 130.000 Euro des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
Dr. Kevin Baßler, Dr. Patrick Günther und Karsten Waltemathe haben bereits einen Prototypen des modularen Analyseverfahrens entwickelt, den sie mit Hilfe des Stipendiums auf eine nächste Stufe heben wollen.
Von der Zellanalyse zur Patientengruppierung
Patientengruppierungen für schnelle und erfolgreiche Therapien
Krebs und andere Erkrankungen gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen, deswegen wirken festgelegte Therapien nicht bei allen Patienten gleich gut. In den Tumorzellen z.B. ließe sich jedoch ablesen, welche Tumorzellen aktiv seien und anhand der Aktivität bestimmen, um welche Variante des Krebses es sich handele. Die Daten der Tumorzellen sollen durch eine Eingruppierung der Krebsart bestimmen, welche Therapie am wirksamsten ist.
Das Konzept der Patientengruppierung ließe komplexe Verfahren mit Hilfe von KI automatisieren und beschleunigen, sodass differenzierte Krankheitseinschätzungen möglich werden.
Unterstützt wird das Vorhaben durch Experten und Expertinnen des Transfer Center enaCom der Universität Bonn bei der Entwicklung eines Businessplanes. Außerdem können die Gründer die Räumlichkeiten des Centers nutzen, um sich mit anderen Start-ups auszutauschen.
Sollte das fertig entwickelte Analyseverfahren von aimed analytics erfolgreich Patienten und unterschiedliche Erkrankungen mit ihren verschiedenen Varianten gruppieren und den richtigen Behandlungsmethoden zuordnen können, böte es Patienten eine Chance, schneller und effektiver behandelt werden zu können, was insbesondere bei schweren Erkrankungen wie Krebs Leid mildernd und lebensrettend sein könnte.
Fraglich bleibt allerdings, ob die Art der Erkrankung alleine entscheidend für den Krankheitsverlauf und die richtige Therapie ist oder ob weitere Faktoren eine Rolle spielen, wie Vorerkrankungen, psychische Verfassung und genetische Veranlagung der Patienten. Nichtsdestotrotz könnte es die medizinische Hilfe beschleunigen, wenn Ärzte sich nicht ausschließlich auf technische Hilfsmittel verlassen, sondern zusätzlich Berufserfahrung und medizinische Kenntnisse in die Diagnostik und Therapie mit einfließen lassen, so wie das auch bei anderen technischen Hilfsmitteln häufig erforderlich ist.