Fehlender Verbraucherschutz bei gentechnisch veränderten Agrarprodukten
Neues Gentechnikgesetz: Europas Volkspartei stimmte gemeinsam im Agrarausschuss des Europaparlaments mit der AfD für die Verwendung von Gentechnik, auch im Ökoanbau.
Im Rahmen des Green Deals und weiterer Strategien der Agenda 2030 hat Europas Volkspartei, bestehend aus CDU/CSU, SPD und FDP im Agrarausschuss des Europaparlaments gemeinsam mit der AfD für die Verwendung von Gentechnik auch im Ökoanbau gestimmt. Der Agrarausschuss will neue genomische Techniken bei der Pflanzenzucht (NGT) auch im Bioanbau zulassen.
Der Agrarausschuss will neue genomische Techniken bei der Pflanzenzucht (NGT) auch im Bioanbau zulassen. Hierbei handelt es sich um Mutagenese, Cisgenese (Übetragung von Genen zwischen verwandten Arten), Intragenese oder eine Mischnung aus den verschiedenen gentechnischen Verfahren, z.B. auch mit der Genschere Crispr/Cas. Mikroorganismen und Tiere sind von den neuen Regelungen ausgeschlossen, hier gelten weiter die alten Gesetze.
Auch sollen die Definitionen geändert werden, sodass sie vom Verbraucher schwer als gentechnisch veränderte Lebensmittel erkannt werden können.
Fehlender Verbraucherschutz
EU-Agrarausschuss – Gentechnik im Ökoanbau
Die Pflanzenentwicklung durch NGT soll nicht mehr „genomische Technik zur Pflanzenzucht“ heißen, sondern „Präzisionszüchtung“.
Die Regelungen für die NGT-Pflanzen der Kategorie 1 sollen ausgeweitet werden, sämtliche Regelungen sollen entfallen. Auch sollen die Nachfahren der NGT-Pflanzen der Kategorie 1 weiter gentechnisch verändert werden dürfen, ohne dass sie dadurch ihren Status verlieren. Kreuzungen zweier NGT1-Pflanzen sollen erlaubt werden ohne Statusverlust.
NGT-Pflanzen sollen nicht mehr als gentechnisch verändert bezeichnet werden, sondern als normale Pflanzen, die durch zielgerichtete Mutagenese gezüchtet wurden.
Agrarprodukte und Lebensmittel aus NGT1-Pflanzen entfallen beim neuen Gentechnikgesetz
Definitionsänderungen
Pflanzen der NGT1-Kategorie sollen den aus konventionellen Züchtungen entstandenen Pflanzen gleichgestellt werden.
Die Änderung der Definition und die fehlende Kennzeichnungspflicht lassen den Verbraucher im Dunkeln, ob er ein gezüchtetes Agrarprodukt kauft oder ein gentechnisch verändertes. Auch Lebensmittel, die aus gentechnisch veränderten Agrarprodukten hergestellt werden, müssen nicht gekennzeichnet werden.
Europas Volkspartei, bestehend aus CDU/CSU, SPD und FDP stimmte gemeinsam im Agrarausschuss des Europaparlaments mit der AFD für die Verwendung von Gentechnik auch im Ökoanbau. Der Agrarausschuss will neue genomische Techniken bei der Pflanzenzucht (NGT) auch im Bioanbau zulassen.
Gentechnikgesetz: Weitere Neuregelungen
Ausgeweitet werden sollen auch die Regelungen für die NGT-Pflanzen der Kategorie 1, bei denen durch die Gleichsetzung mit konventionell gezüchteten Pflanzen sämtliche Regelungen entfallen sollen.
Eine Kennzeichnung „keine Gentechnik“ oder ein freiwilliger Hinweis auf Gentechnik sollen verboten werden.
Außerdem soll das Saatgut der NGT-Pflanzen keine Hinweise mehr auf die gentechnische Veränderung enthalten, sodass auch der Bauer nicht mehr weiß, was er aussät.
Gentechnikgesetz und Patente
NGT-Pflanzen werden in der Regel von großen Konzernen patentiert, ein Verbot der Patentierung kann die EU nicht erlassen, Patente unterliegen dem europäischen Patentübereinkommen, einem völkerrechtlichen Vertrag, den 39 europäische Staaten abschlossen und kontrollieren.
Schon heute gibt es auf über 1000 konventionell gezüchtete Pflanzen ein Patent, obwohl die EU-Regeln das eigentlich verbieten.
Das würde bedeuten, dass Bauern kein Saatgut von diesen Pflanzen durch Eigenanbau gewinnen dürfen, wie das in den Verträgen mit afrikanischen Staaten und ihren Bauern bereits häufig der Fall ist.
Der Vorschlag des Positionspapiers zum neuen Gentechnikgesetz wurde mit 34 zu 10 Stimmen angenommen, dagegen stimmten vor allem Abgeordnete der Grünen und der Linken.
Jetzt muss das Positionspapier noch dem Umweltausschuss vorgelegt werden, der federführend in der Frage ist, allerdings ähnliche Positionen wie der Agrarausschuss erarbeitet hat.
Im Februar 2024 soll voraussichtlich im EU-Parlament über die Gesetzesänderung abgestimmt werden.
Die Propaganda der Nationalsozialisten und ihre Rolle in der modernen Propaganda
Propaganda im Dritten Reich – Die Techniken der modernen, westlichen Propaganda beruhen auf der Propagandawissenschaft des Nationalsozialismus. Hitler war der erste, der aus der Propaganda eine Wissenschaft machte, sie erforschte und die systematischen Grundlagen dafür schuf.
Nie war Propaganda in den westlichen Demokratien in Politik und Medien präsenter und durchdringender als in den letzten 3,5 Jahren. Ob Corona, Ukraine, Klima oder Israel, der Bürger wurde und wird von morgens bis abends mit Propaganda überschwemmt, sei es im Fernsehen, in den sozialen Netzwerken oder in den Zeitungen, die allgegenwärtige Botschaft: Das wichtigste sei Haltung. Natürlich nicht die eigene, sondern die der Politik, an die sich die „Volksseele“ anzupassen habe. Krieg kann schließlich nicht ohne Bevölkerung geführt werden-
Die Grundlagen der professionellen Propaganda
Die Rolle der Nationalsozialisten bei der Entwicklung der modernen Propaganda
Hitler baute seine Propaganda auf der Propaganda der Roten, deren Propaganda er sehr bewunderte, und der Kriegspropaganda auf. Allerdings waren die kommunistische Partei und die Arbeiterbewegung auch seine größten Konkurrenten.
Also schürte er Angst vor der KPD, indem er behauptete, sie sei für den Reichstagsbrand verantwortlich und eine Gefahr für Deutschland, so erhielt er die Mehrheit im Reichstag, um mit Notstandsgesetzen durchregieren zu können.
Das Handbuch der neuzeitlichen Wehrwissenschaft definiert Propaganda laut Willi Münzenberg folgendermaßen: „Propaganda (v.lat. propagare=verbreiten) ist Massenwerbung für geistige Gefolgschaft durch Gedanken, für die die Volksmassen durch Beeinflussung gewonnen werden sollen.“
Lenin definierte Propaganda so: „Die Propaganda hat die Aufgabe, die Gesamtheit der Kampfbedingungen und Kampfziele des Proletariats in einer bestimmten Situation zu erhärten, anknüpfend an die Prinzipien des Marxismus. Die Agitation verfolgt den Zweck, diese allgemeinen Richtlinien, die sich aus den Prinzipien des Marxismus ergeben, in besonderen Knotenpunkten zusammenzufassen, sie als Aktionsparolen umzuschmieden.“
Die Grundlagen der professionellen Propaganda lieferte Ende des 19. Jahrhunderts die Massenpsychologie.
Der deutsche Propaganda-Diskurs erhielt eine Wende durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten. Es zeigte sich, dass Propaganda wirkt, denn die Nationalsozialisten schnitten bei der Wahl im März 1933 hervorragend ab.
Die Propaganda auf dem Weg zur professionellen Anwendung Hitlers Forschung zur Propaganda im Dritten Reich
Propaganda hat es schon immer gegeben, ohne Propaganda gäbe es keine Kriege. Soldaten und Bevölkerung müssen auf Kriege eingestimmt werden, um eine Kriegswirtschaft zu befürworten, auf Fremde zu schießen, dem anderen Volk den Tod zu wünschen. In der westlichen Propaganda werden Kriege in der Regel mit einer False Flag, dem Aufbau von Unruhestiftern und Terroreinheiten oder mit dem Unterschlagen von Hintergrundinformationen begonnen, ob Brutkastenlüge, angebliche KZs in Serbien, angebliche Massenvernichtungswaffen in der Hand eines grausamen, nicht zurechnungsfähigen Führers, dem Aufbau von Terroreinheiten im Mittleren und Nahen Osten pp., jedes Mittel ist recht, um ein Land in den Krieg zu führen.
„Wie kommt es zur „Bildung“ der kriegerischen Masse? Was schafft von einem Augenblick auf den anderen, diesen unheimlichen Zusammenhalt? Was bringt den Menschen dazu, so viel aufs Spiel zu setzen? … Es ist ein ganz erstaunliches Unternehmen. Man beschließt, dass man mit physischer Vernichtung bedroht ist und verkündet diese Bedrohung vor aller Welt: „Ich kann getötet werden“, erklärt man und leise denkt man dazu: „Weil ich den oder jenen töten will.“ Der Ton müsste in Wahrheit auf dem Nachsatz liegen: „Ich will den oder jenen töten, deshalb kann ich getötet werden.“ (Elias Canetti, Masse und Macht, Die Doppelmasse: Der Krieg, S. 82, #Anzeige)
Die Nationalsozialisten verleugneten die Propaganda nicht, sondern stellten sie sogar in den Mittelpunkt ihres Erfolges. Propaganda war zur neuen Waffe geworden. Goebbels sagte in seiner Antrittsrede: „Ich verwahre mich dagegen, daß die Propaganda etwas Minderwertiges sei, denn wir säßen heute nicht in den Ministersesseln, wenn wir nicht die großen Künstler der Propaganda wären.“ (Propaganda, Bussemer, S. 153, #Anzeige)
Seiner Meinung nach sei die Propaganda das wichtigste Element in der Lehre des Nationalsozialismus, die den Anspruch auf die Entwicklung einer Sozialethik habe.
Die Propaganda habe drei entscheidende Vorteile, sie
-lenke und unterbinde soziale Konflikte -verbessere die Position Deutschlands auf der internationalen Bühne -diene den Machthabern zur Absicherung ihrer Politik
Journalismus im Mittelpunkt der Politik
Die Propaganda – Wissenschaft im Dritten Reich
Der Journalismus war bis zum Nationalsozialismus ein eher randständiges Fach. Durch die Nationalsozialisten rückte er in den wissenschaftlichen und politischen Mittelpunkt. Früh wurde er von den Nationalsozialisten in Beschlag genommen, es wurde an den Hochschulen das Fach Zeitungswissenschaft eingerichtet, damit wurde der Journalismus zur Wissenschaft erhoben, mit dem es galt, schnell Karriere machen zu können, insbesondere wenn gleichzeitig Propaganda belegt wurde.
Das wichtigste Mittel auf das Hitler und die Nationalsozialisten bauten, war die Propaganda. Sie erhielt ein eigenes Ministerium, dem Goebbels vorstand. Ihren Wahlerfolg im März 1933 führten die Nationalsozialisten auf die Wirksamkeit dieser Propaganda zurück.
Später sollte die Zeitungswissenschaft mit der Publizistik zusammengelegt werden, um Propaganda auch auf Plakaten, in Kinos und im Radio auszusenden. Die Gleichschaltung der Zeitungswissenschaftler wurde beschlossen. In der Leipziger Antrittsvorlesung von Hans Amandus Münster von 1934 hieß es dazu:
„Die volkserzieherische Aufgabe der Zeitungswissenschaft im Rahmen der allgemeinen politischen Erziehungsarbeit besteht darin, Verständnis zu verbreiten für die Notwendigkeit und Art unserer Propaganda und unserer Publizistik. Vertrauen zu seiner Politik erringt ein Volksführer leichter als Einsicht in die Richtigkeit seiner Propagandamaßnahmen. Die Zeitungswissenschaft kann hier helfen. Allerdings muss sie aus echtem nationalsozialistischen Geist betrieben werden. Sie kann zur Gefahr für den Staat werden, wenn sie von Lauen (sic) gelehrt wird oder gar zur Kritik an den Propagandamaßnahmen erzieht und etwa dem jungen Studierenden den Glauben an die Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit der Volksaufklärung unseres Staates durch skeptische zersetzende Kritik untergräbt.“ (Thymian Bussemer: Propaganda, 2008, VS Verlag für Sozialwissenschaften 2.Aufl., #Anzeige)
Die Einführung des Haltungsjournalismus in Deutschland hat eine ähnliche Aufgabe. Zeitungsartikel und Berichterstattungen bestehen heute häufig nur noch aus einigen wenigen halben Informationen oder Zitaten, die aus dem Zusammenhang gerissen wurden, der Rest des Artikels besteht aus Haltung zur Volkserziehung und Lenkung der Gedanken und Handlungen der Bevölkerung.
Die Propagandawissenschaft bezog später auch noch die Publizistik mit ein, um Plakate, Kino und Radio für Propagandazwecke zu nutzen.
Auch in der Coronakrise, in der Jens Spahn sein Propagandabudget verdreißigfachte und die Propaganda nicht nur 24 Stunden am Tag in allen Zeitungen, im Fernsehen, sondern auch in den sozialen Netzwerken, auf Plakaten, vor jedem Geschäft, im Bus, an Apotheken pp. verbreiten ließ, konnte hier u.a. auf die Propagandawissenschaft des Dritten Reiches zurückgegriffen werden. Ebenso hatte die Maske u.a. Propagandazwecke, damit sich Menschen nicht nur vor der Zeitung, auf der Straße, vorm PC, am Radio oder vorm Fernseher an die Botschaften der Propaganda erinnerten, sondern auch am Arbeitsplatz, beim Arzt und überall, wo sie sonst zusammenkamen. Außerdem war die Maske der verlängerte Arm der Cancel Culture. Lange vor der Krise wurde es modern, Menschen öffentlich abzustrafen, wenn sie frei redeten. Ein Wort, ein Satz, ein falscher Vergleich, eine unmoderne Äußerung reichten aus, um eine Horde Moralisten auf den Plan zu rufen, die den Redner öffentlich an den Pranger stellten und seine moralische und soziale Vernichtung forderten. Durch die Maskenpflicht verstummte die ganze Gesellschaft für Wochen und Monate. An Orten, an denen sonst ausgiebig geredet wurde, hielten manche noch hinter der Maske die Luft an und brachten kein Wort heraus, also Cancel Culture par excellence.
Mitte der 30er Jahre bekämpften die Nationalsozialisten die Propagandawissenschaft wieder, da zu viele Kritiker vor dem Scheitern der Wissenschaft warnten, sie legten schonungslos die methodischen Defizite offen.
Es entstand ein interner Kampf, da eine Analyse der Propaganda erwünscht war.
Hitler und die Propaganda
Propaganda im Dritten Reich – Die Änderung von Sprache und Werten
„Man begriff nie, daß die Stärke einer politischen Partei keineswegs in einer großen und selbständigen Geistigkeit der einzelnen Mitglieder liegt, als vielmehr im disziplinierten Gehorsam, mit dem ihre Mitglieder der geistigen Führung Gefolgschaft leisten!“ (Münzenberg Mein Kampf, S. 510)
An dieser Stelle erinnere ich gerne an Lothar Wieler, der im öffentlichen Fernsehen von sich gab, „die Regeln dürfen überhaupt nie hinterfragt werden“.
Für Hitler war politische Propaganda Reklame für „psychologische Laboratorien des Reichskriegsministeriums“ (Münzenberg, Propaganda als Waffe, 1935, #Anzeige)
Hitlers Propaganda ersetzte das fehlende Programm und den fehlenden Inhalt seiner Ideologie. Die Nationalsozialisten glaubten an Propaganda als nie versiegende Waffe. Auch heute ist die Propaganda nach wie vor Teil der Kriegstechniken und wurde inzwischen weiter ausgebaut, sie erstreckt sich auf fast alle Bereiche des Lebens.
Am 1. Januar 1934 bestätigte Goebbels „Geniale Propaganda. Propaganda hat die Stellung sturmreif geschossen“ und
„Sie (die Propaganda) machte die Menschen in ihrer bisherigen Welt irre und für eine neue reif.“
2020 wurden die Bürger ebenfalls durch die Propaganda und insbesondere durch die sich ständig widersprechenden Botschaften dieser Propaganda „irre“ gemacht und offen für die Agenda 2030, die Transformation in eine neue Welt mit strengen weltweiten Vorgaben zur inneren Haltung, zur Sprache, dem eigenen Verhalten wie auch dem Einfordern von absolutem Gehorsam. Sprach man die irre Gemachten auf die Widersprüche der Propaganda an, erklärten sie einem z.B. ernsthaft, die Wissenschaft sei heute so schnell, dass sie täglich neue Ergebnisse liefere. Die Verrücktheit ihrer Aussagen bemerkten sie selbst nicht mehr, der Glaube an die Führer war durch die Propaganda zu groß.
Hitler beschrieb in „Mein Kampf“, dass er mit Hilfe der Propaganda seinen Anhängern den Himmel als Hölle verkaufen könne und das elendste Leben als Paradies. Illusion sei das Wichtigste in der Politik.
Hitler definierte die ehemaligen Werte ähnlich wie 2020 Spahn und Söder und in Folge die Ampel um.
Lüge sei Wahrheit Knechtschaft: Freiheit Diktatur: höhere Demokratie Kriegsvorbereitung: Friedenssicherung Ausbeutung sei deutscher Sozialismus
Wer die neuen Werte in Frage stellte, dessen Meinung wurde unterdrückt, um die Magie der Illusion nicht zu zerstören, gestern wie heute.
Propaganda im Dritten Reich
Fahnen und Farben als Propaganda
Hitler schrieb über die Kommunisten bei seinen nationalsozialistischen Kundgebungen (Münzenberg S.177) „Schon die rote Farbe zog sie in unsere Versammlungssäle, (…). Wir haben die rote Farbe unserer Plakate nach genauem und gründlichen Überlegen gewählt, um dadurch die linke Seite zu reizen, …“
Um von den tatsächlichen Motiven seiner Politik abzulenken und das fehlende Programm zu übertünchen, schmückte sich Hitler mit der Farbe Rot der Linken, nicht nur bei seinen Veranstaltungen und Plakaten, sondern auch die Hakenkreuzfahne war rot gestaltet. Tatsächlich schaffte er es mit dieser Finte, die Linken auf seine Veranstaltungen zu locken und auch unter ihnen eine Anhängerschaft zu finden.
Auch die Ampel schmückt sich mit falschen Fahnen, um die Linken anzulocken, sei es die Regenbogenfahne oder die Fahnen anderer Länder. Wie Hitler lenkt sie von den eigentlichen Motiven ab und lockt die Linke an, die 2020 viele ihrer Wähler verloren hat, weil sie sich öffentlich zum Hyperkapitalismus der anderen Parteien bekannte und dem Aushebeln der Grundrechte, und deren Wähler mit dem Kurswechsel der Linken heimatlos geworden sind. Die Aneignung fremder Fahnen hat heute noch einen anderen Zweck als die rote Hakenkreuzfahne im Dritten Reich, sie soll zusätzlich Verwirrung zur Zugehörigkeit und Identität in der Bevölkerung stiften, insbesondere durch das beliebige Austauschen dieser Fahnen. Um den geforderten Verlust von Identität und Zugehörigkeit zu boykottieren, sind heute viele Konservative mit Deutschlandfahne in den sozialen Netzwerken zu finden.
Massenpsychologie
Die wissenschaftliche Basis der Propaganda im Dritten Reich
Hitler glaubte an die Omnipotenz von Propaganda, man könne der Masse auch Botschaften einhämmern, die keinen Bezug zur Realität haben. Er glaubte an die primitive Massenseele, die Massenpsychologie, die z.B. mit Le Bon das Verhalten der Masse analysierte; die Massenseele sei verkümmert und primitiv und warte auf Ekstase, um niedrige Instinkte freizusetzen.
Die Forschungen der Massenpsychologie (#Anzeige), die beobachtet hatte, dass Massen ihr Denken ausschalten und einem Führer nacheifern, auch dann, wenn er zerstörerisch agiert, halfen Hitler mit Hilfe der Propaganda und seiner Führerschaft seine grausamen Pläne umzusetzen.
Laut Le Bon (#Anzeige) denken Massen lediglich noch mit dem Stammhirn und laufen instinktiv einem Führer mit all seinen Taten hinterher, sie beteiligen sich auch an den Taten, die sie alleine nie begehen würden.
Wer hätte vor 2020 ohne Führer seine alten Eltern eingesperrt oder einsperren lassen, seine Freunde wegen einer anderen Meinung beschimpft und verlassen, sich nicht schützend vor seine Kinder gestellt, Angehörige alleine sterben lassen oder Lungenkranken und alten Menschen den Sauerstoff vorenthalten, andere zu Menschenversuchen gedrängt? Wenige.
Das Milgram-Experiment nach dem zweiten Weltkrieg bestätigte Le Bons Thesen und lieferte Erklärungen zum Verhalten der deutschen Bevölkerung während des Nationalsozialismus. Beim Milgram-Experiment reichte ein Wissenschaftler als Autorität aus, die Probanden zum Austeilen bis hin zu tödlichen Stromschlägen zu veranlassen, um ihre nicht sichtbaren Gegenüber zu bestrafen, wenn sie eine Frage falsch beantworteten.
Die Techniken der Propaganda im Dritten Reich
Die Basis der Propaganda im Dritten Reich fußte vor allem auf drei Techniken:
der Massenpsychologie
permanenter Wiederholungen der gleichen Inhalte
der Unterfütterung mit Wissenschaft
An den drei Hauptsäulen von Hitlers Propaganda wird deutlich, dass es keine neue Idee im Rahmen der Klimapolitik oder der Coronakrise war, politische Erziehungsmaßnahmen mit Hilfe permanenter Wiederholungen und wissenschaftlicher Unterfütterung durchzusetzen.
Je öfter eine Idee, These oder eine Geschichte erzählt wird, desto eher glaubt das Gegenüber an den Wahrheitsgehalt des Vorgetragenen, auch dann, wenn es sich um (wissenschaftlichen) Unsinn handelt. Der Inhalt der Botschaft bekommt durch die unermüdliche Wiederholung einen symbolischen, kultischen Charakter, wie bei einem Ritual und muss deswegen weder durch Logik, noch durch Fakten untermauert werden, damit die Menschen die Botschaft für wahr halten.
Medizin im Dritten Reich – Impf – Propaganda im Dritten Reich
Propaganda zur Durchführung von Menschenversuchen
Bis in die 80er Jahre war es Tabu, Forschungen zur Medizin im Dritten Reich anzustellen. Bis dahin glaubten Bürger und Wissenschaftler, dass es sich bei der Medizin im Dritten Reich um perverse Einzeltäter handelte.
In Wirklichkeit hatte Hitler aber für seine Menschenversuche fast die gesamte Ärzteschaft und Behörden wie das Robert-Koch-Institut hinter sich. Selbst in Lagern inhaftierte Ärzte beteiligten sich für Begünstigungen pp. an Hitlers Menschenversuchen.
Da Hitler seine Politik mit Wissenschaft unterfüttern wollte, entließ er schon früh jüdische und oppositionelle Wissenschaftler, von denen er befürchtete, sie würden seine politischen Maßnahmen nicht wissenschaftlich untermauern und mittragen wollen, sondern sich dagegen auflehnen.
Um Ansehen im Ausland zu erlangen und die Bevölkerung von Menschenversuchen mit dem Überspringen der Tierphase zu überzeugen, schürten die Nationalsozialisten Angst vor Seuchen.
Tuberkulose, Encephalitis, Syphillis, Diphterie pp. grassierten nach dem ersten Weltkrieg, das nutzte Hitler 1937, um Angst vor Seuchen in der Bevölkerung zu schüren und die Menschenversuche mit neu entwickelten Impfstoffen als das Heilmittel der Wahl anzupreisen.
„Es waren nicht nur Einzelne, die abscheuliche Menschenversuche zum Beispiel mit Impfstoffen durchgeführt haben, vor allem an Patienten und KZ-Häftlingen. Es waren nicht nur Einzelne, die renommierte Wissenschaftler entlassen haben oder die Entlassung ihrer Kollegen widerspruchslos hinnahmen … Fälle von Zivilcoruage, von Protestbekundungen gegen das staatliche, das institutionelle und das individuelle Vorgehen sind nicht bekannt … Wir hätten uns mehr Courage im RKI erhofft.“ (Jörg Hacker 2008 bei der Präsentation des Forschungsprojektes „Das Robert-Koch-Institut im Nationasozialismus“ aus Hulverscheidt/Laukötter, #Anzeige))
Durch die Propaganda und die internationale Vernetzung mit ausländischen Behörden, Stiftungen und Pharmaindustrie gab es bei den Menschenversuchen der Nationalsozialisten eine internationale Zusammenarbeit und Finanzierung auch durch ausländische Stiftungen, es wurde zum Beipiel ein Impfstoff für die Fleckfieber Epidemie in Dänemark 1943 in Buchenwald an den KZ-Häftlingen erprobt. Die im Nationalsozialismus gebildeten und ausgebauten Netzwerke wurden nach dem zweiten Weltkrieg nie zerschlagen, sondern werden bis heute weiter gepflegt.
Das Schüren von Ängsten vor Seuchen, um Menschenversuche zu legitimieren, war Teil der Nazi-Propaganda und ebenfalls keine neue Erfindung 2020.
Der gläserne Patient soll Realität werden. Krankenakte, Gen-Datenbank, Sozialdaten und Bürger ID sollen miteinander verknüpft werden können. Im Januar 2025 ist das Anlegen der elektronischen Patientenakte für alle gesetzlich Versicherten in Deutschland geplant.
2020 verabschiedete der Bundestag mit dem neuen Infektionsschutzgesetz §11-§15 IfSG u.a., dass Patienten-Daten für die Landesbehörden frei zugänglich gemacht werden können, für staatliche Organisationen, wie das Robert-Koch-Institut, und weitere Organisationen, wie z.B. die WHO.
HealthData@EU startete im Oktober 2022 als Pilot-Projekt die EHDS-Infrastruktur (Europäischer Raum für Gesundheitsdaten) zur Sekundärnutzung der Gesundheitsdaten. Hier sollen Ärzte, Patienten, Forscher, politische Entscheidungsträger und Unternehmen Zugang zu den Daten der EU-Bürger erhalten. Es soll einen Datenschutz geben.
Im Juni 2023 gründete Deutschland eine EDHS-Koalition, um den EDHS schnell umzusetzen und eine möglichst umfassende Datenbank zu erstellen.
Am 28. Juni 2023 verabschiedete das Europäische Parlament den Data Act, das EU-weite Datengesetz. Der Data Act tritt 2025 in Kraft.
Der Data Act – Gesetz zum Datenaustausch
Der gläserne Patient – Daten sind das neue Öl
In der Presse-Erklärung des Europäischen Parlamentes vom 14.03.2023 heißt es dazu:
„Das EU-Datengesetz („Data Act“) soll Hindernisse beseitigen, die den Zugang von Verbraucherinnen und Verbrauchern und Unternehmen zu Daten behindern. Das fördert Innovationen.
Der am Dienstag im Europäischen Parlament in Straßburg angenommene Gesetzesentwurf ist die Position des Parlaments für die Verhandlungen mit den EU-Staaten. Das Datengesetz regelt den Umgang mit nicht-personalisierten Daten und soll neue Dienste ermöglichen, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz, wo große Datenmengen für das Training von Algorithmen benötigt werden. Die geplanten Neuerungen können auch zu besseren Preisen für Kundendienstleistungen und Reparaturen von vernetzten Geräten führen.
Faire Datenverträge zwischen Verbrauchern und Herstellern
Die von Menschen und Maschinen erzeugten Datenmengen nehmen exponentiell zu und werden zu einem entscheidenden Faktor für Innovationen in Unternehmen und Behörden, etwa bei der Gestaltung intelligenter Städte. Diese Daten werden auch als „das neue Öl“ bezeichnet.
Das Datengesetz legt Regeln für den Austausch und die gemeinsame Nutzung von Daten fest, die durch die Verwendung vernetzter Produkte wie Windkraftanlagen, intelligenter Hausgeräte oder moderner Autos oder damit verbundenen Dienste im Internet der Dinge erzeugt werden. So sollen faire Verträge über die gemeinsame Nutzung von Daten möglich werden.“
Der Data Act geht weit über die Gesundheitsdaten hinaus. Bisher beteiligen sich Deutschland, Frankreich und Finnland die Gesundheitsdaten ihrer Bürger abzugeben. Auch die Niederlande, Portugal und Großbritannien wollen die Gesundheitsdatenforschung ausbauen.
Genomsequenzierung Deutschland
Datenaustausch in Deutschland
Im Juli 2021 hat die Bundesregierung das Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) veröffentlicht.
Mit dem neuen Gesetz können jetzt Modellvorhaben zur Gensequenzierung verwirklicht werden. Die Vorarbeit hierzu leistete die deutsche Genom-Initiative genomDE, die vom Gesundheitsministerium initiiert wurde.
In Deutschland soll zunächst eine Datenbank für die Onkologie entstehen, die genomische und phänotypische Daten aus der Krebsbehandlung verknüpft und so bessere Analysen liefern soll.
Patienten sollen eine genetisch personalisierte Versorgung erhalten, für die Forschung entsteht ein Datensatz, der Zusammenhänge zwischen Genomik und Therapieansätzen finden soll. Es besteht die Hoffnung, mit der Gensequenzierung onkologische Therapieansätze zu verbessern.
Laut Prof. Berlage vom Fraunhofer-Institut seien Gesamtgenomsequenzierungen und eine große Patientenkohorte notwendig, um die Daten sinnvoll auszuwerten.
Es sei eine Dateninfrastruktur notwendig, die es Krankenhäusern, onkologischen Praxen, Laboren und Patienten ermögliche, Daten mitzuteilen.
Eine solche Dateninfrastruktur soll als dezentrales Netzwerk angelegt werden. Zuständig hierfür soll das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sein.
Um das Projekt umzusetzen, sei es allerdings notwendig, sich in die Abhängigkeit von Stakeholdern zu begeben. Das könne laut Berlage nur gelingen, wenn Krankenhäuser und andere Einrichtungen bereit sind, mit Stakeholdern zusammenarbeiten.
Theoretisch könne für die Dateninfrastruktur die elektronische Patientenakte benutzt werden, eine gesetzliche Grundlage hierfür existiere bereits.
Finnland als Vorbild
Der gläserne Patient am Beispiel von Finnland
Für die finnische Datenerhebung wurde Findata gegründet, eine eigene Behörde, die bereits Gesundheitsdaten und Sozialdaten verknüpft. Sie gilt als Vorbild, da auch Deutschland und die EU alle Daten ihrer Bürger zusammenführen wollen.
Finnland beschloss 2019 ein neues Gesetz, die digitale Patientenakte mit Primärversorgung zusammen mit medizinischen Registern, Sozialdaten aller Art und Daten aus epidemiologischen Studien zugänglich zu machen für Forschung, Statistik und Politik.
Zusammengeführt werden diese Daten über eine persönliche Bürger-Identifikations-Nummer, die bereits jeder Finne besitzt und die EU weit sowie weltweit eingeführt werden soll (ID 2020).
Der Data Act ermöglicht das in der gesamten EU.
ID2020 – Das Zusammenführen aller Daten
Vom gläsernen Patienten zum gläsernen Bürger
In der EU ist Finnland Vorreiter beim Erstellen einer Bürger-ID (ID2020), der Zusammenführung unterschiedlicher Daten der Bürger auf einen Blick. Persönliche Daten, Gesundheitsakte, biometrische Daten wie Fingerabdruck und DNA, Finanzen und andere Sozialdaten wie Einkaufsverhalten oder CO2-Verbrauch sollen hier zusammengeführt werden können.
Weltweiter Vorreiter ist China, das bereits mehrere Projekte zum Zusammenführen der Daten hat mit digitalem Geld und verschiedenen Sozialkreditsystemen in der Testphase, um das Verhalten seiner Bürger über die Zusammenführung der Daten zu steuern.
Die Zusammenführung der Daten ließe sich z.B. wie in der Coronakrise durch einen QR-Code auf dem Smartphone verwirklichen, durch den Personalausweis, die Bankkarte oder auch durch ein Hautimplantat, wie es in Schweden zum Teil schon für verschiedene Zwecke verwendet wird.
„Mangel an effizienter Identitätskontrolle koste die Welt dreistellige Milliardenbeträge jährlich. Das will ID2020 ändern. Eine Allianz von Hightech-Konzernen wie Microsoft und Accenture, der Rockefeller-Stiftung, großer Hilfsorganisationen wie Mercy Corps, CARE und der von Bill Gates finanzierten Impfallianz GAVI. Enger Kooperationspartner sei auch das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, berichtet Dakota Gruener.“ (Quelle: Leben in der überwachten Gesellschaft, Deutschlandfunk Kultur)
Uneindeutige Machtverhältnisse und das Spiel mit der Wahrnehmung
Macht und Wahrnehmung: Überall, wo soziales Leben stattfindet, findet auch Macht statt. Tatsächlich scheint, unabhängig vom Willen zur Macht (Nietzsche), Macht auch notwendig zu sein, um eine soziale Ordnung zu schaffen und mit der sozialen Ordnung Wohlbefinden und psychische Gesundheit.
Bateson u.a. untersuchten die Bedingungen in Familien, in denen ein oder mehrere Kinder an Schizophrenie erkrankten, ein besonderes Merkmal dieser Familien war, dass es keine geregelten Machtverhältnisse gab, kein Familienoberhaupt. Die Rolle des Familienoberhauptes fällt bei günstigsten Bedingungen zur Entwicklung der Kinder beiden Eltern zu, in noch nicht schädigenden Familien einem der beiden Elternteile.
In Familien ohne Hierarchie kämpfen im Grunde alle Familienmitglieder täglich aufs Neue um die Macht, z.B. wird täglich diskutiert, wer das größte Stück Fleisch bekommt oder am Tischende (Platz des Familienoberhauptes) sitzen darf.
In der westlichen Welt begünstigt also die Abwesenheit von Hierarchien in der Familie eine schwere psychische Störung bei einem oder mehreren Kindern, die mit Wahnvorstellungen und Halluzinationen einhergeht (in anderen Ländern/Kulturen wird der Fokus eher auf die besonderen Fähigkeiten dieser Menschen gelegt).
Kindliche Bedürfnisse nach Sicherheit, Geborgenheit und Ordnung können in solchen Familien nicht befriedigt werden, da das Kind mit den Eltern und Geschwistern um die Machtrolle kämpft, so sind permanente Niederlagen vorprogrammiert, da Eltern objektiv betrachtet mächtiger sind als Kinder.
Durch das Negieren der tatsächlichen Machtverhältnisse über die gesamte Entwicklung wird systematisch die Wahrnehmung der Kinder verzerrt, was später zu Wahnvorstellungen und Halluzinationen führt.
Uneindeutige eindeutige Machtverhältnisse oder das Spiel mit der Wahrnehmung
Macht und Wahrnehmung
Macht und Gewalt sind heute diffuser denn je, Macht wird vermutlich ohne Gewalt nie funktionieren, ob die moderne abstrakte seelische Gewalt wirklich humaner ist als physische, dieser Frage will ich mich in meinem Essay nach und nach nähern.
Im ersten Essay betrachtete ich im Gegensatz zum Beispiel oben zwar geregelte, aber wahrnehmungsundeutliche Machtverhältnisse. Dort betrachtete ich die Hierarchiemuster von nicht gleichberechtigten Paaren und riss bereits kurz an, warum diese zum Scheitern verurteilt sind. Traditionelle, nicht gleichberechtigte Beziehungen bauen die Basis ihrer Beziehung in der Regel auf folgende Rollenmodelle auf:
Herrscherrolle: Dienerrolle Elternrolle: Kindrolle oder die Rollen kreuzen sich: Herrscherrolle: Kindrolle Elternrolle: Dienerrolle
Zur Vertiefung verweise ich auf mein erstes Essay: Macht dienen glücklich oder mächtig? Langfristig ist so keine Liebesbeziehung aufrecht zu erhalten, denn nimmt einer der Partner die Dienerrolle an, verliert der andere den Respekt, nimmt einer die Kindrolle an, ist durch Entmännlichung/Entweiblichung und Inzesttabu langfristig keine erotische Liebe möglich.
Untersuchen wir weiter, wie Dienende Macht ausüben. Ein Mittel Macht auszuüben sind die sogenannten Dummspiele (Eric Berne: Blöd-Spiel, Schlehil). Da die dienende Rolle früher der Frau zugeschrieben wurde, wies ich bereits darauf hin, wie in sogenannten Eheratgebern der Frau geraten wurde, dem Mann keinesfalls zu zeigen, dass sie intelligenter ist und bestimmte Dinge besser kann als er. So befriedigt sie einerseits seinen Narzissmus, andererseits kann sie so unbemerkt, die Fäden in der Hand halten und die Kontrolle über die Familie sowie über ihn ausüben.
In der Psychopathologie/Transaktionsanalyse werden die heute zum Teil unbewussten Dumm-Spiele vor allem depressiven und hysterischen Menschen zugeordnet, beide Erkrankungen gelten als sogenannte Frauenerkrankungen, wobei sich durch zunehmenden Leistungsdruck und fortgeschrittene Emanzipation, diese immer weniger als klassische Frauenkrankheiten deklarieren lassen: Frauen werden narzisstischer, Männer hysterischer und depressiver.
Während Eric Berne in erster Linie davon ausgeht, Dummspieler wollten nicht dazu lernen, vertrete ich eher die These, Dummspieler wollen Kontrolle und Macht über andere, denn Folgendes ist zu beobachten: Andere übernehmen die Aufgaben des Dummspielers, er hat nicht selten eine „Horde Dienende“ um sich. Um bei den traditionellen Rollen zu bleiben, haben z.B. Männer, die Dummspiele beherrschen häufig Mutter, Schwester und/oder Frau/Freundinnen, die sie bekochen, ihre Wäsche waschen, ihre Kinder hüten etc., während Frauen oft Mann/Freund/ Verehrer haben, die ihnen Glühbirnen oder Abflussrohre austauschen, die Wände streichen usw.. In erster Linie geht es hier häufig um Arbeiten, die auch unterdurchschnittlich begabte Menschen gut erledigen können, also um Arbeiten, die zwar unangenehm sein mögen, aber nicht schwierig sind. Dummspiele werden also benutzt, um Befehle zu erteilen und den Befehlsempfängern die Möglichkeit „nein“ zu sagen zu nehmen. Macht und Wahrnehmung der Macht unterscheiden sich hier, da der Mächtige der unterlegen scheinende Dummspieler ist.
Des Weiteren geht es hier natürlich auch darum, insbesondere bei den klassischen Dummspielen, die alten Rollenverteilungen und Abhängigkeiten aufrecht zu erhalten, obwohl sie überflüssig geworden sind. Das mag zum Teil traditionelle Hintergründe haben, sichert aber auch eine Position in der heutigen Zeit, die durch die vielen Neuerungen für große Verunsicherung im eigenen Rollenbild sorgt und neue Lebensmodelle fordert: Neues macht immer auch Angst, also wird an den alten, überflüssig gewordenen Rollenbildern festgehalten.
Macht durch Dummspiele
Macht und Wahrnehmung
In einer (scheinbar) unterdrückten Rolle, im Beispiel oben die Dienerrolle oder die Kindrolle, können durch Dummspiele (Eric Berne) Machtverhältnisse verschoben oder sogar umgekehrt werden.
In klassischen Beziehungen sehen Dummspiele häufig folgendermaßen aus: „ich bin zu dumm, um einen Nagel in die Wand zu schlagen, zu kochen, zu putzen oder waschen, eine Glühbirne einzuschrauben oder eine Bohrmaschine zu benutzen, ein Abflussrohr auszutauschen usw. Tatsächlich gibt es Menschen, die sich auf diese Weise ihre gesamte Macht über andere sichern, sie besitzen häufig einen ganzen Trupp an Dienenden. In den Gegenübern tauchen manipulierte Gefühle wie Verantwortung, Stärke, Hilfsbereitschaft auf, sie implizieren ihnen Macht, die in Wirklichkeit beim Dummspieler liegt, der so das Handeln der anderen bestimmt und niedere Arbeiten verteilt, die er selbst nicht erledigen will.
Das Dummspielen gehört zur Kategorie „Macht durch Täuschung, List und Manipulation“, in vielen Machttheorien wird bei schwer durchschaubarer Gewalt eine Gewaltfreiheit angenommen, die es aber nicht gibt, Menschen, die das Dummspielen gut beherrschen, halten sich häufig eine ganze Gruppe Unterworfener, die alle ungeliebten Arbeiten für sie verrichten, weigert sich jemand die auf diese Weise erhaltenen Arbeitsanweisungen auszuführen, so wird der erpresserische, gewalttätige Hintergrund deutlich durch Machtkämpfe, Druck ausüben auf das Gewissen des anderen usw.
Macht durch Dummspiele gibt es überall, so halten sich auch manche Arbeitnehmer ungeliebte Arbeiten damit vom Hals oder Frau Merkel die Verantwortung für die NSA-Affäre: „Das Internet ist immer noch Neuland“ (inhaltliches Zitat). Hier griff Frau Merkel in die weibliche Trickkiste ich bin zu dumm, um technische Zusammenhänge zu verstehen, denn ich habe das Internet nach Jahrzehnten immer noch nicht begriffen, ist die dahinterliegende Botschaft zur Machtsicherung, die vor allem von einer immer noch patriarchalisch geprägten Arbeitswelt in Deutschland gerne geglaubt (und verziehen) wird, obwohl Frau Merkel Physikerin ist und selbstverständlich wesentlich umfassendere technische Zusammenhänge versteht als der größte Teil der Bevölkerung. Sie implizierte hier, jedem PC-Nutzer scheinbar unterlegen zu sein, das kam der immer narzisstischeren Bevölkerung entgegen, die sich nun in einer überlegenen Rolle glaubte und nicht mehr an Frau Merkels Macht kratzte, obwohl sie sich weiter ihrer Verantwortung im NSA-Konflikt nicht stellte und nicht für die Einhaltung unserer Grundrechte sorgte. Ein weiterer PR-Gag von Frau Merkel war der Skandal, um ihr abgehörtes Handy, denn der Skandal um die Abhöraffäre war nicht, das Abhören von Poltikern und Wirtschaft, dafür sind Geheimdienste ganz offiziell eingesetzt, sondern das Abhören von unbescholtenen Bürgern, hier implizierte sie einerseits, wir sitzen alle in einem Boot, andererseits sicherte sie damit ihre Macht, indem sie die Bedrohung der Affäre von der Bevölkerung auf sich lenkte.
Dummspieler greifen also in die Trickkiste, um wahre Machtverhältnisse zu verschleiern, zu leugnen, verzerren die Wahrnehmung anderer, um Macht zu erhalten oder zu sichern, sie manipulieren und täuschen ihre Umwelt, stellen sich als Opfer dar und beklagen den „Ungläubigen“ als Täter, wenn sie jemand durchschaut und ihre Anweisungen nicht befolgt, um sich weiterhin die Macht des Umfeldes zu sichern. Sie sind herrschsüchtig und dulden keinen Widerspruch, haben also ein hohes Maß an Gewaltbereitschaft, auch wenn sie in der Regel keine physische Gewalt anwenden.
Die Macht der Gutmenschen und des Helfersyndroms
Macht und Wahrnehmung – das Spiel mit der Macht
Der Begriff Gutmensch hat einen negativen Beigeschmack und das nicht zu Unrecht. Dem Gutmenschen geht es nicht um eine moralisch korrekte Handlungsweise, die anderen objektiv hilft oder sie weiterbringt, auch Gutmenschen geht es um Macht durch Manipulation. Ein Mensch, der tatsächlich Gutes bewirken will, muss sich ständig hinterfragen, sich häufig unbeliebt machen, um ein Problem zu lösen, um Fortschritt in einer Situation, einer Sache oder bei einer anderen Person/Gruppe zu bewirken. Dem Gutmenschen geht es aber nicht um gute Taten, Entwicklungen und Lösungen, sondern um eine große Anhängerschaft, Zugehörigkeitsgefühl und Macht. Er besitzt eine hohe soziale Intelligenz, nutzt gesellschaftliche Vorurteile, was gut sei, aber in ihrer Konsequenz häufig Schlechtes bewirken kann.
Gutmenschen neigen z.B. zu einem Zuviel an Fürsorge, nutzen ein Helfersyndrom oder Geld, um andere in Abhängigkeit zu halten, in Unterdrückung, sie sichern sich ihre Macht über andere nicht nur durch die Unterdrückung, das Kleinhalten des anderen, sondern zusätzlich durch die Anerkennung der Gesellschaft, die sie durch ihre scheinbar „guten Taten“ erhalten. Nach außen spielen sie häufig eine Märtyrerrolle, was ihnen zusätzliche Macht sichert. Sie verzerren die Wahrnehmung des Abhängigen und die der Umgebung, um Macht zu erzielen und zu sichern, dabei bedienen sie sich gesellschaftlicher Vorurteile oder Moden. Auch hier steht massive psychische Gewalt im Hintergrund, man stelle sich vor, der Unterdrückte würde ausbrechen wollen, er hätte nicht nur den Gutmenschen gegen sich, sondern auch das gesamte manipulierte Umfeld. Gutmenschen greifen hier zu kulturell oder politisch anerkannten Handlungsweisen, die in ihrer Konsequenz aber negative Auswirkungen haben können. Der Gutmensch und sein Umfeld hinterfragen seine Taten nicht, so lässt es sich auch erklären, wieso aus Demokratien immer wieder Diktaturen oder totalitäre Staaten wurden. In diesem Fall bestimmen die Regierenden was gut sei und ignorieren die fatalen Folgen für die Bevölkerung und ihre Opfer. Das den Menschen innewohnende Bedürfnis gut sein zu wollen, führt sie dann durch Manipulation leicht zum Gutmenschentum und lässt sie im Sinne des scheinbar Guten auch Grausames tun.
An den Beispielen der Dummspieler und Gutmenschen wird deutlich, dass wahre Machtverhältnisse verschleiert und vertuscht werden können, Macht durch Täuschung, Verdeckung und List ausgeübt werden kann, die dahintersteckende Gewalt ist aber nicht nicht vorhanden, sondern so massiv, dass der Unterdrückte sich durch die Wahrnehmungsverschiebung nicht oder nur sehr schwer aus der Unterdrückung lösen kann. Ein physisch Misshandelter merkt die Misshandlung durch die direkte Gewaltanwendung, den hervorgerufenen Schmerz, der Manipulierte aber ist so diffuser Gewalt ausgesetzt, dass er diese kaum benennen und sich in Folge auch nur sehr schwer daraus befreien kann und häufig den Eindruck gewinnt, sein Schmerz sei verkehrt, was ihn in eine noch abhängigere, unterdrücktere Position bringt. Hier sind die Machtverhältnisse zwar analytisch eindeutig, jedoch für Betroffene und Umfeld schwer zu erkennen. Es handelt sich hierbei um Macht durch List Täuschung, Manipulation, bzw. um Macht durch Wahrnehmungsverzerrung, (übertragen ins Politische z.B. durch einseitige Berichterstattung erhaltene/gesicherte Macht, Verkehrung von Werten in ihr Gegenteil pp.). Anhaltende Wahrnehmungsverzerrungen können zu psychischen Erkrankungen beim anderen führen, die Folgen müssen die Betroffenen häufig jahre- bis lebenslang ausbaden.
Es gibt aber auch tatsächlich Begegnungen mit unklaren Machtverhältnissen, objektiv betrachtet ist die Macht hier nicht vorhanden, die Partner sind gleichberechtigt oder die Machtverhältnisse (noch) unklar, bzw. noch nicht austariert.
Erst das Wissen um die Wahrnehmung des anderen kann die Machtverhältnisse ändern.
Macht durch Ausbeutung
Denkbar ist ebenfalls, dass sich in Begegnungen der Macht, beide als mächtig erleben und überlegen fühlen, obwohl es sich um die gleiche objektive, objektiv im Sinne von sinnlich wahrnehmbar, Situation handelt.
Freier Ausbeutung Prostituierte
Durch das Thema Ausbeutung, das Freier und Prostituierte vereint, kommt es in Folge zur Machtfrage, zur Frage, wer beutet wen aus. Objektiv betrachtet, dürfte es sich um eine gegenseitige Ausbeutung handeln. In der Wahrnehmung beider sieht das aber häufig anders aus, wobei beide die gleiche oder eine unterschiedliche Wahrnehmung haben können:
Der Freier gibt (Geld, Geschenke) Ô Prostituierte beutet aus
Der Freier kauft (die Frau) Ô Prostituierte lässt sich ausbeuten
Im ersten Beispiel ist die Prostituierte die Mächtige, sie nimmt Geld oder Geschenke für »Leistungen«, die normalerweise aus Zuneigung, Sympathie und Gefallen gegeben werden, im zweiten Beispiel ist der Freier der Mächtige, der mit Geld die Prostituierte kauft (ausbeutet).
Durch das Thema der Ausbeutung kommt also in das zunächst objektiv gleichberechtigte Geschäft, die Machtfrage, die Frage der Unterwerfung mit ins Spiel. Auch hier sind wieder verschiedene Kommunikations-/Wahrnehmungsmuster denkbar:
F: Ich bin der Mächtige, weil ich dich kaufen kann
F: Frauen beuten mich nur aus, ich muss immer bezahlen
F: Frauen beuten mich nur aus, ich muss immer bezahlen
P: Ich bin die Mächtige, weil du ohne Gegenleistung nichts von mir erhältst und ich bestimme
P: Männer sehen nur ein Objekt in mir
P: Ich bin die Mächtige, weil du ohne Gegenleistung nichts von mir erhältst
Wenn beide Parteien ihre Position nicht kommunizieren, so kann das Geschäft äußerlich gleichberechtigt bleiben, sofern es sich um ein kurzes Geschäft handelt, in einer Prostitutionsehe/-beziehung werden die Machtverhältnisse irgendwann deutlich und können wie bei einem gewöhnlichen Paar auf beiden Seiten liegen. Befinden sich beide in ihrer Wahrnehmung in der überlegenen Position, so kommt es zu Machtkämpfen, die wieder eine Hierarchie entstehen lassen in der einer ausbeutet und der andere ausgebeutet wird. Wie diese Hierarchie aussieht, bestimmt vor allem die innerpsychische persönliche Stärke der Mitstreitenden.
Der Klimawandel ist derzeit in aller Munde. Doch wie entsteht der Klimawandel? Was hat der Polsprung mit dem Klimawandel zu tun? Warm- und Eiszeiten hat es immer gegeben, die Klimaforschung mit den momentanen Möglichkeiten, wie Erdkernbohrungen und Segmentanalysen, Meereströmemessungen usw. ist aber erst rund 20 Jahre alt. Es handelt sich um eine sehr junge Wissenschaft, die noch wenig ausgereift ist. Das Klimasystem ist ein hochkomplexes System, deren Einflüsse noch lange nicht alle bekannt sind und die bekannten nicht alle verstanden werden. Die Wissenschaftler sind sich nicht einmal einig, ob die derzeitigen Klimaveränderungen uns in eine Warm- oder in eine Eiszeit führen. Eine Erklärung der Wissenschaft für den Klimawandel ist der von Forschern erwartete Polsprung. Daneben gibt es weitere Theorien wie die erhöhte Sonnenaktivität, der Meeresströmeverlauf, Vulkanausbrüche, die runder, weniger elipsenförmig, verlaufende Umlaufbahn der Erde pp..
Das Erdmagnetfeld, das die Erde vor der ungefilterten Sonneneinstrahlung und Weltraumstrahlen schützt, hat laut ESA in den letzten 180 Jahren um 10% abgenommen. Am Südatlantik ist der Rückgang des Magnetfeldes noch stärker, hier sind sogar Anomalien des Gesamtfeldes zu beobachten. Und der magnetische Nordpol wandert seit der Jahrtausendwende immer schneller.
Laut ESA legt der magnetische Norpol inzwischen 65 km pro Jahr zurück. Seit letztem Jahr werden in unseren Breiten, in Mitteleuropa, ungewöhnliche Himmels- und Wetterbeobachtungen gemacht, wie der feuerrote und vielfarbige Sonnenuntergang Silvester 2022. Die Fotocommunities waren gespickt mit Bildern, die die für Deutschland ungewöhnlichen Farben des Sonnenuntergangs zeigten. Auch tagsüber können immer wieder rote Polarlichter in den Wolken beobachtet werden, wie im Titelbild.
3 Nordpole – Welcher wandert und führt zu Klimawandel und Polsprüngen
Wissenschaftler unterscheiden drei verschiedene Nordpole
Der geografische Nordpol befindet sich an der Schnittstelle zwischen Erdachse und Erdoberfläche
Der arktische geomagnetische Nordpol wird durch Berechnungen ermittelt und bewegt sich nur langsam. Im Moment befindet er sich an der Nordwestküste Grönlands. Seine Polbewegung ist die langsame, schwingende Verlagerung der Erdachse innerhalb der Erde. Die Ursache liegt darin, dass die Drehachse der Erde nicht mit der Hauptdrehachse, der konstanten Drehachse, identisch ist und die Erde durch den flüssigen Erdkern Elastizität aufweist. Der Erdkörper reagiert deswegen auf jahreszeitliche und tektonische Verschiebungen auf der Erdoberfläche, wie sie z.B. bei Erdbeben vorkommen.
Am arktischen Magnetpol richten sich die Kompassnadeln aus. Er befindet sich an der Stelle, an dem das Erdmagnetfeld nach unten zeigt. Er ist anfälliger für die Bewegungen des flüssigen Eisenkerns in der Mitte der Erde als der geomagnetische Pol.
In Jahrmillionen soll es mehrfach zu sogenannten Polsprüngen gekommen sein, bei denen der magnetische Nordpol und der magnetische Südpol ihre Positionen tauschten, die zu der Entstehung des Klimawandels der Erdgeschichte beitrugen.
Was ist ein Polsprung und was hat er mit dem Klimawandel zu tun?
Bei einem Polsprung wechseln Nord- und Südpol die Seiten, sodass die Kompassnadel nicht mehr nach Norden, sondern nach Süden zeigt. Laut Wissenschaftlern hat es auf der Erde immer Polsprünge gegeben, im Schnitt kommen sie alle 250.000 Jahre vor. Der letzte echte Polsprung ist aber bereits 780.000 Jahre her, laut Wissenschaftlern also überfällig.
Laut Geowissenschaftlern, die die magnetische Ausrichtung von Gesteinen untersuchten, hat bereits vor 42.000 Jahren eine größere Polwanderung stattgefunden bei der Nord- und Südpol ihre Stellungen tauschten, danach aber wieder in ihre Ausgangstellungen zurückwanderten. Das konnten sie anhand der magnetischen Richtung der Gesteinsablagerungen feststellen.
Hinzu kommt, dass sich der magnetische Nordpol seit dem Jahr 2000 mit einer rasanten Geschwindigkeit von 55 km im Jahr 2000 bis derzeit 65 km pro Jahr Richtung Nordwesten bewegt. Das Magnetfeld hat um 10% abgenommen und die Stelle im Südatlantik, die bereits weiter abgebaut ist, wird immer größer.
Neuere Forschungen ergaben aber, dass das Magnetfeld immer Schwankungen unterlag und deswegen nicht zwangsläufig ein Polsprung bevorsteht.
Das Erdmagnetfeld, das Klima und der Polsprung
Wie entsteht der Klimawandel und was hat er mit dem Erdmagnetfeld und dem Polsprung zu tun?
Das Erdmagnetfeld ist nicht statisch und variiert ständig. Seit 180 Jahren, also etwa zu Beginn der Industrialisierung, nimmt es ab, es hat inzwischen 10% seiner Energie verloren, im Südatlantik weit mehr, dort ist es sogar „löchrig“ und dieser Teil des Magnetfeldes wird immer größer. Es zieht sich inzwischen nahezu von den Küsten Südamerikas bis zu den Küsten Südafrikas.
Magnetfelder entstehen durch den Fluss magnetischer Materialien unter der Oberfläche der Himmelskörper. Im Falle der Erde soll es sich um Eisen und Nickel handeln, das sich zähflüssig um einen festen Metallkern aus den gleichen Metallen bewegt.
Das Magnetfeld der Erde dehnt sich bis in den Weltraum aus als sogenannte Magnetosphäre. Dort werden die eigentlich runden Magnetfelder von den Sonnenwinden verformt, was dazu führt dass die sonnenzugewandte Seite des Magnetfeldes zusammengedrückt wird, während sich die sonnenabgewendete Seite verlängert. An den magnetischen Polen konzentrieren sich die geladenen Teilchen aus den Sonnenwinden abwärts zu den Polen hin.
Die Magnetosphäre, der Schutzschild des Lebens
Die Magnetosphäre schützt das Leben auf der Erde, geladene Teilchen aus den Sonnen- und Weltraumwinden prallen an ihm ab. Ohne diesen Schutzschild gäbe es kein Leben auf der Erde.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Form im Innern der Erde mit einem Stabmagneten vergleichbar ist, der sich um den Erdkern befindet und um etwa 11° Grad gegen die Rotationsachse der Erde geneigt ist. Das Magnetfeld der Erde ist vergleichbar mit dem Feld eines Stabmagneten, der in Eisenspäne gelegt wird.
Im Erdmittelpunkt, etwa 6400 km im Erdinneren herrschen ca. 6300° Celsius und ein Druck von 3,5 Millionen bar. Das Innere des Erdkernes besteht aus einem festen Eisen- und Nickelkern. Um den festen Metallkern befinden sich zähflüssiges Eisen und Nickel. In dieser elektrisch leitenden Flüssigkeit sollen sich wie bei einem Dynamo Bewegungen verstärken und Magnetfelder ausbilden können. Die Theorie des Geo-Dynamos ist wissenschaftlich umstritten.
Wissenschaftler der Uni Münster um Kupenco et al. fanden heraus, dass das Eisenoxid im Erdmantel 35-2900 km tief um den Erdkern ebenfalls magnetisch ist und zwar auch in relativ kalten Gesteinsplatten im Westpazifik. Die Forschungen könnten relevant für das Erdmagnetfeld sein, aber auch das Magnetfeld des Mars erklären, der keinen Geo-Dynamo im Inneren besitzt. Sie fanden heraus, dass das Eisenoxid seine magnetischen Fähigkeiten bis zu 925°Celsius behält.
Da sich das Magnetfeld an Nord- und Südpol staucht, treten die geladenen Teilchen der Sonnenwinde dort in die Atmosphäre ein. Bei Sonnenstürmen kommt es zum vermehrten Eintritt von Elektronen in die Atmosphäre, diese verbinden sich mit dem Sauerstoff und es entstehen grüne Polarlichter. Sie entstehen in 80-100 km Höhe, da die Luft dort sehr sauerstoffreich ist. Die roten Polarlichter, die auf den Fotos in Rheinland-Pfalz und Hessen zu sehen sind, enstehen auf 150-600 km Höhe, da die Luft dort sehr stickstoffreich ist und sich das Elektron hier deswegen nicht an Sauertsoff, sondern an Stickstoff bindet. Das führt zu roten und blauen Polarlichtern.
Die Ursachen des irdischen Magnetfeldes sind der geomagnetische zähflüssige Erdkern, der mit 90% die Hauptursache ist, magnetisierte Gesteine in der Erdkruste, nah unter der Oberfläche bilden das Lithosphärenfeld (35 km-2900 km Richtung Erdinneres), auch Krustenfeld genannt, das ebenfalls zum Magnetfeld beiträgt. Diese beiden Magnetfelder befinden sich im Erdinnern, die externen Anteile des Erdmagnetfelds werden in der Atmosphäre, der geladenen Ionosphäre, und in der Magnetosphäre, die bis in den Weltraum ragt, gebildet.
Auswirkungen eines Polsprungs auf Erde und Klima
Durch die Abnahme des Gesamt-Magnetfeldes, das sich weiter ausbreitende abnehmende Magnetfeld im Südpazifik und die sich weiter beschleunigende Wanderung des magnetischen Nordpols, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass in absehbarer Zeit ein Polsprung bevorsteht, der mit einem kurzfristigen Verschwinden oder einer starken Abnahme des Erdmagnetfeldes einhergehen soll. Die geladenen Teilchen der Sonnen- und Weltraumwinde könnten dann ungeschützt die Erde erreichen. Tiere, die sich am Erdmagnetfeld ausrichten, wie z.B. Zugvögel könnten die Orientierung verlieren, Sonnenwinde und -stürme Leben verbrennen und die Elektrizität lahm legen.
Wie entsteht der Klimawandel
Eine kleine Geschichte der Erdmagnetfeldmessungen
Bereits im Jahr 300 n. Chr. nutzten chinesische Seefahrer einen Vorläufer des Kompasses, 1000 n. Chr. entwickelten sie schließlich den Kompass. In Europa gab es erst ab 1200 n. Chr. Aufzeichnungen zu der Verwendung eines Kompasses.
William Gilbert, Leibarzt von Königin Elisabeth der I., veröffentlichte um 1600 seine Studien zum Magnetismus. Seine Erklärung für den Kompass war bereits, dass die Erde ein riesiger Magnet sei. 1698 erstellte Edmund Halley die erste Magnetfeldkarte auf seiner Forschungsreise.
1724 entdeckten George Graham (England) und Anders Celsius (Schweden) gleichzeitig die Sonnenstürme.
1820 entdeckte der Däne Hans Christian Oersted den Elektromagnetismus. 1831 fand James Clark Ross den magnetischen Nordpol zwischen den kanadischen Inseln Nunavut. 1864 bewies James Clerk Maxwell den Zusammenhang zwischen elektrischen und magnetischen Feldern.
1962 wies die Raumsonde Explorer 2 die Grenze zwischen der irdischen Magnetosphäre und dem Sonnenwind nach.
Mitte des 20. Jahrhunderts bewegte sich der magnetische Nordpol noch mit knapp 11 km pro Jahr vorwärts Richtung Kanada, seit den 90er Jahren wurde er schneller, im Jahr 2000 legte er bereits 55 km pro Jahr zurück, derzeit ist er bei 65 km pro Jahr angelangt.
Gemessen wird die Wanderung des Nordpols mit Hilfe der geomagnetischen Observatorien und der ESA-Satelliten-Mission-SWARM, die mehrmals täglich 3 Satelliten um die Erde kreisen lässt. Während sich der magnetische Nordpol zu Beginn der Messungen Richtung Norden (Kanada) bewegte, bewegt er sich zur Zeit in Richtung Sibirien.
Auswirkungen des Polsprungs vor 42.000 Jahren
Wie entsteht der Klimawandel, wie war es früher?
Alan Cooper und Chris Turney et al. veröffentlichten 2021 eine Studie zu den Auswirkungen des Polsprungs vor 42.000 Jahren auf Science. Als vor 41.000-42.000 Jahren Nord- und Südpol ihre Stellungen tauschten, hatte dies dramatische Auswirkungen auf das Klima und das Leben auf der Erde.
Anhand der magnetischen Ausrichtung der Metalle in Gesteinsproben konnte erfasst werden, wo sich der magnetische Nordpol zur Zeit der Gesteinsbildung befand.
Bei einem Polsprung soll kurzfristig das Erdmagnetfeld auf 0-6% zurückgehen, sodass Sonnen- und Weltraumwinde fast ungehindert auf die Erde gelangen, das hat laut Cooper und Turney zu gewaltigen Klima- und Umwelteinbrüchen in der Vergangenheit geführt. 800 Jahre bestand das Erdmagnetfeld nur noch aus 28% des heutigen Magnetfeldes und führte auf dem gesamten Globus zu elektrischen Blitzen und Polarlichtern. Direkt vor dem Polsprung war die Abnahme des Magnetfeldes am dramatischsten, nur noch 0-6% soll sie damals betragen haben. Tiere und Landschaften starben aus, sodass die australische und andere Wüsten aus dieser Zeit hervorgegangen sein sollen. Auch das Aussterben der Neandertaler könnte auf den Polsprung zurückzuführen sein.
Diskussion
Wie entsteht der Klimawandel?
Für den Klimawandel gibt es viele wissenschaftliche Erklärungen, eine davon ist die Abnahme des Erdmagnetfeldes und das Wandern des magnetischen Nordpols mit steigendem Tempo. Hinzu kommt eine stärkere Sonnenaktivität mit vermehrten Sonnenstürmen. Viele Wissenschaftler vertreten die These, dass sich der Nordpol auf dem Weg zu einem Polsprung befindet. Die Annahmen der Wissenschaftler reichen hier von „der Polsprung steht direkt bevor“, über „in 10-15 Jahren“, „in mehreren Hundert Jahren“ bis hin zu „das kann noch 1000 Jahre dauern“. Seit Beginn der Industrialisierung nimmt das Erdmagnetfeld ab, sodass Sonnenwinde und Sonnenstürme ungefilterter auf die Erde treffen können als vor der Industrialisierung. Seit letztem Jahr können wir auch in Mitteleuropa Polarlichter beobachten, die sonst nur in Nordeuropa zu sehen waren.
Obwohl die Theorie des Klimawandels durch die Abnahme des Erdmagnetfeldes, die Wanderung der Pole und die erhöhte Sonnenaktivität sehr plausibel erscheint, insbesondere weil es Warm- und Eiszeiten auch bereits vor dem Menschen gab, präferiert die Politik die Theorie der Industrialisierung und das mit ihr vermehrt enstehende CO2 als Ursache für die Erderwärmung. Welches Interesse hat die Politik, plausible Erklärungen auszuschließen und die CO2-Theorie in den Mittelpunkt zu stellen? Ist es sinnvoll, das gesamte Leben auf elektrischen Strom umzustellen, um das CO2 zu reduzieren, wenn ein Polsprung bevor steht, der vorausichtlich unsere gesamte Elektrizität zum Erliegen bringen würde? Wie könnte ein vernünftiger Schutz der Menschen vor der Erderwärmung aussehen und vor dem möglicherweise bevorstehenden Polsprung und weiteren Sonnenstürmen? Wie entsteht der Klimawandel, was hat der Klimawandel heute mit dem Klimawandel der Vergangenheit zu tun?